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Bundesfreiwilligendienst contra 1€ Job

Dienstag, 11. Oktober 2011
Berichtet von Adimin

Der so über alle Maßen gelobte und gebrauchte Bundesfreiwilligendienst soll nicht für ALGII- Bezieher interessant sein.

Oder wie anders kann man sich erklären, das Freiwillige, die leider im ALGII-Bezug sind , für diese Tätigkeit auch noch bestraft werden und draufzahlen? Bei ALGII ist nur der Zwang der 1€ – Jobs möglich und erwünscht?

Zur Sache:

Während ein geringfügig Beschäftigter ALG II Empfänger bei einem Einkommen von Euro 400 ca. Euro 160 behalten darf, sind es bei einem Freiwilligen nach dem Bundesfreiwilligendienst-Gesetz nur ca. Euro 90. Von diesen Euro 90 müssen dann noch die Fahrtkosten zur Einsatzstelle bezahlt werden, da eine Erstattung der Fahrtkosten über das Taschengeld hinaus im Gesetz nicht vorgesehen ist. (more)

Leyen will Eltern Hartz-IV-Geld hinterhertragen

Dienstag, 28. Juni 2011
Berichtet von Rudi Wühlmaus

Unser Mitglied “Zwergenmama” hat ihre Meinung zum “Welt Artikel” bei uns im Forum nieder geschrieben, wie ich finde, sehr lesenswert!

Mein Beitrag zu diesem Thema in “Der Welt”:

Ja, auch ich bin eine von DIESEN Hartz 4-Empfängern!

Ausbildungsberuf mit Meisterbrief, jahrelang Vollzeit gearbeitet und seitdem Papilein seine Vorzimmerdame für interessanter -als seine Familie- erachtet, alleinerziehend.
Ohne Job, denn deutsche Arbeitgeber sehen in mir eine potenzielle Gefahr, weil doch die Kinder natürlich grundsätzlich immer und tagtäglich krank sind und ich zuhause bleiben muss. Dass Papilein sich verzogen hat, sich nicht kümmert und eben auch keine Betreuung im Krankheitsfall übernimmt, werfe ich hier nur noch einmal kurz in den Raum. (more)

Ich und Hartz-IV

Mittwoch, 18. Mai 2011
Berichtet von Rudi Wühlmaus
Ich und Hartz-IV

Wir veröffentlichen hier einen Beitrag von unserem Mitglied ASMODIS

Es existiert ein ganz bestimmtes Bild von Hartz-IV-Empfängern, das landauf, landab unisono von den Medien gezeichnet wird und an dem sich auch unsere Volksvertreter orientieren. Letztgenannter Gedanke liegt jedenfalls sehr nahe, wenn man bspw. Äußerungen wie jüngst von Christine Haderthauer (CSU), wonach es bei Hartz IV noch zu wenig Leidensdruck für die betroffenen Menschen gibt, hört. Dieses Bild zeichnet den Hartz-IV-Empfänger als einen faulen, ungebildeten, fernseh- und alkoholsüchtigen Betrüger, der auf Staatskosten ein Leben in Saus und Braus führt.

Es handelt sich um ein Zerrbild, bei dem man sich fragen muss, wem das eigentlich von Nutzen ist, wem so ein unterstellender und durch nichts zu begründender Generalverdacht etwas bringt. Warum wird hier ein Vorurteil zementiert? Die Wirklichkeit sieht nämlich gänzlich anders aus. Wie sie aussieht – wie also Hartz-IV in der Praxis gehandhabt wird – ist aus einem Fallbeispiel ersichtlich. Dieses Fallbeispiel bildet den Inhalt des kostenlosen PDF-E-Books “Ich und Hartz-IV” (Download unter http://asmodis.heimat.eu/iuh4.pdf). Das Buch beschreibt einen Hartz-IV-Leidensweg im Umgang mit einer ARGE, die anhand von Schulnoten unter Sozialticker24 einen Durchschnittswert von 4,6 erhalten hat. (more)

Alles beim Alten in der neuen FDP

Mittwoch, 11. Mai 2011
Berichtet von Archetim
Alles beim Alten in der neuen FDP

Der nette Herr Rösler zeigt biss, das muss ich hier mal offen zugeben. Der designierte FDP-Chef hat noch vor dem Parteitag kräftig am Personalkarussell gedreht um der Öffentlichkeit ein gewisses Maß an Durchsetzungsvermögen zu suggerieren. Ob „die neue FDP“ aber zurück in die Erfolgsspur finden kann, hängt sehr stark von der Naivität des Wählers ab.

Auf der Suche nach der neuen Glaubwürdigkeit hat Philipp Rösler versagt. Oder doch nicht? Ist es glaubwürdig, wenn Herr Rösler das alte Personal auf andere Pöstchen setzt und uns das als Neuausrichtung verkauft? Besteht die neue Glaubwürdigkeit nicht viel mehr darin, dass der baldige FDP-Chef der Tradition seiner Partei treu bleibt und im Wesentlichen nichts ändert?

Da wäre der Außenminister Guido Westerwelle, der am Niedergang der FDP einen wesentlichen Anteil hatte. Sehr konsequent wurde er als Parteichef gekickt und durch den smarten Herrn Rösler ersetzt. Gleichzeitig hat Herr Westerwelle aber auch das Amt des Außenministers schwer beschädigt. Durch seine ständige, geistig arme Einmischung in die Innenpolitik einerseits, und seine schwachen, wankelmütigen Auftritte in aller Welt hat er sich zum deutschen Grüßaugust entwickelt. International ist es egal, ob er etwas sagt, oder eben nicht. Denn was er sagt ist unbedeutend und vor allem nicht verlässlich. In dieser Personalie zeigt die „neue FDP“ eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber unserem Land. Guido Westerwelle ist als Außenminister ungeeignet und untragbar, darf aber weitermachen.

Herr Rösler hat sich während seiner Zeit als Gesundheitsminister als typischer FDP-Politiker gezeigt. Lobbyarbeit vom Feinsten für all jene, die ohnehin genug Geld ihr Eigen nennen. Auf den Kosten bleiben, in bester FDP-Tradition, die mittleren und unteren Einkommen sitzen. Daß sich diese Wirtschaftsnutte, die z.B. die Gesundheitsprämie eingeführt hat, nun ausgerechnet zum Wirtschaftsminister aufschwingt bedeutet für Millionen Arbeitnehmer und sozial Schwache nichts Gutes. Aber immerhin: DAS ist tatsächlich Glaubwürdig! (more)

Das Bildungspaket und ich

Donnerstag, 5. Mai 2011
Berichtet von Adimin

Im Folgenden einmal einen “Erfahrungsbericht” unseres Mitgliedes LaCruz. Diskutieren über den Beitrag kann man gerne hier: http://www.aktive-erwerbslose.net/forum/bildungspaket/das-bildungspaket-und-ich/msg161662/#msg161662

So hat doch vor Kurzem unsere allseits beliebte Uschi eine geniale Idee gehabt, die armen armen Kinderchen derer, die sie zu Hause vor Breitbild-TV und im Kippenqualm verdummen lassen, sollten in den Genuß einer vollwertigen Mittagsmahlzeit kommen, sowie auch Freizeitmöglichkeiten in Form von Musik, Sport und Spiel bekommen, bemerkenswerterweise durch einen Gutschein, den man nicht bei Aldi in Kali-Flaschen ( = Aldi-Bier) umsetzen kann – whow, ich bin sprachlos!

Nachdem Herr Grüßaugust äh der Bundespräsident sich dann endlich herabgelassen hat, dieses Gesetz zu verabschieden (warum Eile, es hat doch Zeit…) ging es dann auch schon los. Ich sagte, es ging auch schon los. Ok, laaangsam ging es vereinzelt los. Hin und wieder sah man ab und an mal ne Homepage einer Stadt oder eines Jobcenters, wo man Formulare dazu runterladen konnte (was allerdings auch erstens einen PC, zweitens Internet und drittens einen Drucker erfordert, zumindest letzteres ist nicht unbedingt standart in jedem Haushalt). Viele blieben durch das ganze Medienwirrwarr (TV, Zeitungen) informationslos bzw. hatten falsche Infos im Kopf, eine allgemeine Aufklärung unterblieb in vielen Fällen, besonder auch was Wohngeld- und Ki-Zuschlag-Empfänger betrifft. (more)

Bürgerarbeit: Wie weiter? ver.di Bezirkserwerbslosenausschuss Sachsen-Anhalt Süd

Donnerstag, 10. März 2011
Berichtet von Adimin

Bürgerarbeit: Wie weiter? März 2011

Ver.di und DGB müssen die Interessen der Beschäftigten und Erwerbslosen verteidigen!

Erwerbslose befürchten ein „Einknicken“ und unnötige Zugeständnisse ge-genüber der schwarz-gelben Arbeitsmarktpolitik.
Eine Zwischenbilanz des ver.di Bezirkserwerbslosenausschuss Sachsen-Anhalt Süd.

„Bürgerarbeit“ – öffentlich geförderte Beschäftigung oder Pflichtarbeit? – so lautete der Titel der DGB Broschüre: arbeitsmarktaktuell Nr.3 vom März 2010. Eine Studie, in der wir unsere eigene Kritik und unsere Befürchtungen wieder erkannt haben. Eine eigene Positionierung war im April 2010 als „Erwerbslose zur Bürgerarbeit“ (1) publi-ziert worden. Was kann ein Jahr später gesagt werden, welche Richtung deutet sich an? Wir sind von einem „Öffentlichen Beschäftigungssektor“ genauso weit entfernt wie von einer „allgemeinen Arbeitspflicht“. Weder Roland Koch oder andere Hardliner noch „die Linken“ bestimmen die diffusen Debatten. Wir fragen: Weil die Brisanz raus ist und alles nicht so schlimm gekommen ist, wie gefordert oder be-fürchtet? Oder weil Tag für Tag Fakten geschaffen werden, die die einen zufrieden stellen und die anderen demütigen. Weil immer noch keine lautstarke, nennenswerte Gegenwehr der Betroffenen zu vernehmen ist? (more)

Hartz IV Bildungspaket: Jetzt Ansprüche sichern PM der KOS

Mittwoch, 9. März 2011
Berichtet von Adimin

Teilhabe und Bildung: Jetzt Antrag stellen

Hartz IV, Sozialhilfe, Wohngeld oder Bezieher des Kinderzuschlags müssen schnell die neuen Leistungen für Kinder und Jugendliche (”Bildung und Teilhabe” auch genannt Bildungspaket) beantragen, um sich eine Nachzahlung zu sichern.

Bezieher von Hartz IV, Sozialhilfe, Wohngeld oder des Kinderzuschlags müssen nun schnell die neuen Leistungen für Kinder und Jugendliche (”Bildung und Teilhabe” auch genannt Bildungspaket) beantragen, um sich eine Nachzahlung zu sichern. Die Nachzahlung gibt es in Form einer Geldzahlung und unter erleichterten Bedingungen: So muss nicht nachgewiesen werden, dass ein Kind tatsächlich ein an der Schule angebotenes Mittagessen wahrgenommen hat oder tatsächlich Angebote von Vereinen genutzt hat. Um die Nachzahlung zu bekommen, müssen unbedingt bestimmte Fristen eingehalten werden: Wer Hartz IV oder Sozialhilfe bezieht, muss spätestens bis zum 30. April einen Antrag stellen, wer Wohngeld oder den Kinderzuschalg bezieht, spätestens bis zum 31. Mai. (more)

Guttenberg und die Moral des Staates

Montag, 21. Februar 2011
Berichtet von Adimin

Große Diskussionen um eine Doktorarbeit. Hat er nun abgeschrieben oder nicht. Gibt er es zu oder nicht.

Das sind alles Fragen , die derzeit die Medien beherrschen. Viele Umfragen, viele Statements überziehen die Republik.

Aber was bedeutet eigentlich diese Diskussion für die Menschen, resp. für den Zustand in diesesm Staat? (more)

Kasperletheater… eine wahre Geschichte?

Mittwoch, 9. Februar 2011
Berichtet von Adimin
Kasperletheater… eine wahre Geschichte?

Bei unserem Asmodis habe ich folgendes Theaterstück gefunden. Mit seiner Erlaubnis setze ich das mal hier rein.

(Zufällig bin ich in den Besitz des Drehbuchs für das Theaterstück gelangt, das z. Zt. live in Berlin aufgeführt und wegen seines überwältigenden Erfolges tagtäglich auf’s Neue verlängert wird. Hier mal für alle die, die das noch nicht so richtig mitverfolgen konnten zum Nachlesen.)

Die Besetzung:

- Seppel: Irgendwer, der sein ganzes Leben lang gearbeitet hat und in eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit zwangseinzahlen musste.
- Großmutter: Angela, eine graue Eminenz, von der alles wie von Teflon abperlt.
- Polizist: Die höchste Instanz in Kasperles Welt, wohnt in Karlsruhe.
- Krokodil: Ursel von den Lügen, die sich bei Großmutter einschleimt.
- Räuber: Sigmar, der sich gerne als Erzengel sähe und auf Großmutters Position scharf ist.
- Kasper: Ein Vertreter der Diakonie, früherer Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes, wählt mittlerweile gezwungenermaßen links und wird deswegen nicht mehr ernst genommen.

Die Handlung:

(Erster Aufzug: Großmutter und das Krokodil.)

Krokodil: “Du, Großmutter, der Seppel will mehr Geld haben.”
Großmutter: “Kriegt der nicht. Meins. Meins. Alles meins!”
Krokodil: “Aber der sagt, dass das, was er jetzt bekommt zum Leben nicht reicht und dass er verhungert.”
Großmutter: “Mir egal – mein Geld!”
Krokodil: “Du, Großmutter, der Seppel hat deswegen schon mit dem Kasper und dem Räuber gesprochen.”
Großmutter: “Na, die haben den bestimmt ganz schön abblitzen lassen!”
Krokodil: “Nein, haben die nicht.”
Großmutter: “Wieso?!?”
Krokodil: “Der Räuber hat gesagt, dass der Seppel mehr bekommen muss.”
Großmutter: “Wie bitte? Aber der Kasper, der wird doch wohl vernünftig geblieben sein!”
Krokodil: “Nein, der hat sogar gesagt, dass der Seppel fast das Doppelte kriegen muss!”
Großmutter: “Kommt nicht infrage. Die spinnen, die Seppels!”

(Vorhang.) (more)

Hartz4 Verhandlungen….wofür?

Montag, 7. Februar 2011
Berichtet von Adimin

Wieder einmal gab es “Verhandlungen” über Hartz4. Über die Regelsatzverordnung. Warum eigentlich?
Bewegen tut sich im Moment doch überhaupt nichts. Frau von der Leiden beharrt auf den von ihr bestimmten Regelsatz von 5 € . Und mahnt, das man ja nun endlich zu Potte kommen müsse, im Sinne der armen Betroffenen. Aber auf die Forderungen der Oposition geht die Regierungskoalition auch nicht ein.
Nur: Die Betroffenen können es abwarten.
5€ sind ein Witz. Das”Bildungspaket” ist auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Soviel wird sich also für den Betroffenen nicht ändern. Deshalb ist die Eile von FvdL gar nicht zu verstehen.
Zu verstehen ist es nur, wenn man einige Zusammenhänge sehen möchte. Vielleicht sehe ich ja auch falsch.
Aber:
Erst H4 hat die Knebelverträge, Niedriglöhne und Zeitarbeitsfirmen möglich gemacht. Nun möchte die Opposition eine gleiche Bezahlung auch für Zeitarbeiter. Am Besten noch einen Mindestlohn für alle Arbeitnehmer in Deutschland. (more)