Bei unserem Asmodis habe ich folgendes Theaterstück gefunden. Mit seiner Erlaubnis setze ich das mal hier rein.
(Zufällig bin ich in den Besitz des Drehbuchs für das Theaterstück gelangt, das z. Zt. live in Berlin aufgeführt und wegen seines überwältigenden Erfolges tagtäglich auf’s Neue verlängert wird. Hier mal für alle die, die das noch nicht so richtig mitverfolgen konnten zum Nachlesen.)
Die Besetzung:
- Seppel: Irgendwer, der sein ganzes Leben lang gearbeitet hat und in eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit zwangseinzahlen musste.
- Großmutter: Angela, eine graue Eminenz, von der alles wie von Teflon abperlt.
- Polizist: Die höchste Instanz in Kasperles Welt, wohnt in Karlsruhe.
- Krokodil: Ursel von den Lügen, die sich bei Großmutter einschleimt.
- Räuber: Sigmar, der sich gerne als Erzengel sähe und auf Großmutters Position scharf ist.
- Kasper: Ein Vertreter der Diakonie, früherer Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes, wählt mittlerweile gezwungenermaßen links und wird deswegen nicht mehr ernst genommen.
Die Handlung:
(Erster Aufzug: Großmutter und das Krokodil.)
Krokodil: “Du, Großmutter, der Seppel will mehr Geld haben.”
Großmutter: “Kriegt der nicht. Meins. Meins. Alles meins!”
Krokodil: “Aber der sagt, dass das, was er jetzt bekommt zum Leben nicht reicht und dass er verhungert.”
Großmutter: “Mir egal – mein Geld!”
Krokodil: “Du, Großmutter, der Seppel hat deswegen schon mit dem Kasper und dem Räuber gesprochen.”
Großmutter: “Na, die haben den bestimmt ganz schön abblitzen lassen!”
Krokodil: “Nein, haben die nicht.”
Großmutter: “Wieso?!?”
Krokodil: “Der Räuber hat gesagt, dass der Seppel mehr bekommen muss.”
Großmutter: “Wie bitte? Aber der Kasper, der wird doch wohl vernünftig geblieben sein!”
Krokodil: “Nein, der hat sogar gesagt, dass der Seppel fast das Doppelte kriegen muss!”
Großmutter: “Kommt nicht infrage. Die spinnen, die Seppels!”
(Vorhang.) (more)