Gemeinwohlarbeit: CDU und Linke schimpfen über Krafts Hartz-IV-Vorstoß

Sonntag, 7. März 2010
Berichtet von Adimin

Vor dem Artikel ein Hinweis:

Der Grafiker unseres geschätzten Vertrauens hat eine eigene Seite aufgemacht, auf der er immer die neuesten politischen Neuigkeiten aufarbeitet. Da er uns die Erlaubnis gegeben hat, seine Grafiken auch bei uns zu verwenden , kommen diese in Zukunft mit großer Freude zum Einsatz. Auch wenn manche Grafiken hier zu bewundern sein werden lohnt es sich, auch einmal bei ihm zu schauen: www.kopperschlaeger.net . Doch nun zum Artikel:

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Gemeinnützige Jobs mit symbolischem Lohn für Langzeitarbeitslose hat die NRW-Spitzenkandidatin der SPD, Hannelore Kraft, im SPIEGEL gefordert. CDU und Linke lehnen den Vorstoß ab – sie werfen ihr “Kapitulation” vor.

Frankfurt am Main – Hartz-IV-Empfänger sollen gemeinnützige Arbeit leisten, etwa in Altenheimen und Sportvereinen aushelfen. Das hat die SPD-Bundesvorsitzende Hannelore Kraft in einem Interview mit dem SPIEGEL vorgeschlagen. Die Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen fordert sinnvolle Beschäftigung für Langzeitarbeitslose und will einen gemeinwohlorientierten Arbeitsmarkt aufbauen.

Wer keine Aussicht auf reguläre Arbeit habe, sollte “die Chance bekommen, im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Gesellschaft etwas zu leisten”.Als Lohn für die langfristige Beschäftigung in gemeinnützigen Jobs reiche ein symbolischer Aufschlag auf die Hartz-IV-Sätze, der ohne Mehrkosten für den Staat realisierbar sei. “Wir müssen endlich ehrlich sein: Rund ein Viertel unserer Langzeitarbeitslosen wird nie mehr einen regulären Job finden”, sagte Kraft dem SPIEGEL. Diese Menschen bräuchten ein neues Angebot, das ihnen eine würdevolle Perspektive gebe.

Schneeschippen mit Westerwelle, Straßenfegen für Kraft

Die CDU reagierte mit harter Kritik: Der designierte nordrhein-westfälische CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid sprach von einer “Kapitulationserklärung gegenüber allen arbeitssuchenden Menschen”. Er warf Kraft vor, keine neuen Ideen und Konzepte für eine bessere Integration von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt zu präsentieren. Stattdessen kupfere die SPD-Landeschefin ab: Bei FDP-Parteivorsitzendem Guido Westerwelle “müssen Hartz-IV-Empfänger Schnee schippen, bei Hannelore Kraft sollen sie im Frühling die Straßen fegen”. Auf Kraft sollte kein Arbeitsloser seine Hoffnungen setzen. Dass es auch anders gehe, zeigten weit über 200.000 neue Jobs, die in Nordrhein-Westfalen seit 2005 zusätzlich entstanden seien.

Der Bundesvorsitzende des CDU-Sozialflügels, NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, nannte es “unerträglich”, dass die SPD- Landeschefin einem Viertel der rund 570.000 Hartz-IV-Empfänger keine Chance mehr einräume. Er warf ihr vor, das eigene Bundesland nicht zu kennen. Heute schon arbeiteten mehr als 70.000 Menschen in solchen gemeinnützigen Jobs.

Weiterlesen hier:

Gemeinwohlarbeit: CDU und Linke schimpfen über Krafts Hartz-IV-Vorstoß – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik.

Mein Kommentar daru:

Das Bild oben zeigt schon eine Richtung, in der es laufen könnte.

Ich weise immer wieder gerne darauf hin, das viele Arbeiten, die heute von EEJlern erledigt werden früher mit sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen ausgeführt wurden. Gerade Straßenreinigung und andere Jobs waren auch damals beliebt. Im öffentlichen Dienst war ein guter Arbeitsplatz. Aber auch dieses hat man durch Sparmaßnahmen und Privatisierungen vernichtet.

Auch der CDU ist zuzustimmen. Die Integrstion in den ersten Arbeitsmarkt wäre besser. Dann sollte die Industrie und die Wirtschaft auch für die nötigen Arbeitsplätze sorgen.

Eine Antwort to “Gemeinwohlarbeit: CDU und Linke schimpfen über Krafts Hartz-IV-Vorstoß”

  1. Clivie

    jaja, erst Koch ,dann Westerwelle, und nun die Hannelore Kraft, ich weiß nicht, haben die eigentlich keinen Anstand mehr? Die brauchen doch nur einen Mindestlohn eizuführen, und 4Mio. Arbeitsplätze zu schaffen, aber solche die auch anständig bezahlt werden, so das keiner mehr aufstokkend HartzIV beantragen muß dann hätten die doch keine Probleme mehr.
    Da die Politiker aber nicht dazu in der Lage sind, versuchen Sie auf diesem Niveau von den wirklichen Problemen abzulenken.
    Das schlimme bei der Sache ist doch das viele denen das glauben, das zeigen die letzten Wahlergebnisse doch.

    LG Clivie

    #52

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