Was möchte der Staat der Jugend denn beibringen?

Montag, 22. März 2010
Berichtet von Adimin

Immer wieder wird bemängelt, das es immer mehr Menschen gibt, für die sich Arbeiten nicht lohnt. Das es den sogenannten Sozialadel gibt, wo die Generationen keinen Sinn in Arbeit sehen. Dieses möchte der Staat nicht.

Der Staat tut aber alles dafür, das der heutigen Jugend viele Werte nicht mehr beigebracht werden können.

Unter anderem wird den Jugendlichen derzeit beigebracht, das sich Arbeiten für sie absolut nicht lohnt. Und das man besser nicht arbeitet. Den Jugendlichen wird immer mehr beigebracht, das sie nichts wert sind und das dem Staat heute nichts mehr heilig ist. Eine Politikverdrossenheit sollte einen dadurch nicht wundern.

Warum rege ich mich auf?

Weihnachtsgeschenke, Konfirmations- und Kommunionsgeld müssen angegeben und voll auf den Lebensunterhalt angerechnet werden. Das waren die ersten Erkenntnisse, die Jugendliche gewannen: Der Staat will alles haben.

Nun auch noch die volle Anrechnung des ersten selbst verdienten Geldes durch Ferienjobs.

Die Jugendlichen suchen sich Arbeit, möchten sich durch die Arbeit auch einmal etwas leisten können, vielleicht den Führerschein verdienen oder andere wichtige Anschaffungen aus eigener Kraft leisten können. Sie möchten sehen, das sich Arbeit lohnt.  Sie möchten erleben, das sich ihre Arbeit auch gelohnt hat. Das man sich durch der Hände Arbeit Lohn auch Dinge leisten kann.

Und dann kommt die Arge und zieht den Jugendlichen das ganze Geld bis auf 100€ wieder ab. Bzw. den Eltern vom Lebensunterhalt. Die Enttäuschung dürfte groß sein und den Kindern beibringen: Arbeit lohnt sich nicht.

Natürlich muss jedes Mitglied der Bedarfsgemeinschaft zur Verminderung der Bedürftigkeit beitragen.  Und wenn ein Mitglied der BG regelmäßig arbeitet, dann soll das auch angerechnet werden. Aber Jugendlichen , die hier ihre Ferien opfern um sich auch einmal etwas gönnen zu können , das Geld weg zu nehmen, das entspricht nicht dem Bildungsziel.

Und im letzten Jahr wurde dann von der Politik groß getönt:

Das kann und darf es doch nicht geben. Das müssen wir ändern. Das wird es nächstes Jahr nicht geben.

Und was ist passiert? Nichts.

Bisher haben die Damen und Herren Politiker nur geredet. Aber nie gehandelt. Und jetzt ist es wieder zu spät. Durch die langen Wege des Gesetzgebungsverfahrens wird auch in diesem Jahr wieder einmal der Ferienjob voll angerechnet. Wieder eine Generation, die falsches lernt.

Liebe Politik: wieder einmal 6 stzen.

Wer darüber mitdiskutieren möchte kann dies hier gerne machen.

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