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Autor Thema: Minijob - Was muß ich beachten?  (Gelesen 6020 mal)
Ghoule
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« am: Juli 08, 2009, 11:23:09 »

Hallo,

seit kurzem bin ich auch arbeitslos und versuche mit der neuen Situation zurechtzukommen. Die letzten Jahre hatte ich mich mit Teilzeitjobs im Sicherheitsdienst und zusätzlichen Aushilfstätigkeiten über Wasser gehalten. Aber die Firma, bei der ich vom Sicherheitsdienst eingesetzt war, hat dicht gemacht und mit den Aushilfsarbeiten ist im Moment auch nichts mehr. Am liebsten würde ich mich irgendwo verstecken wo mich keiner mehr findet...

Jetzt bin ich also mit 54 arbeitslos gemeldet. In einem ersten Gespräch wurde ich gefragt, welche Ziele ich denn für meinen weiteren beruflichen Werdegang habe. Als wenn man sich in dieser Situation noch mit solchen Fragen beschäftigen würde.

Jedenfalls habe ich jetzt zumindest einen Minijob als Urlaubsvertretung gefunden. Die Arbeitszeit liegt unter 15 Stunden/Woche, kann aber vorübergehende auch mal darüber liegen, wenn die zu vertretende Person länger krank oder im Urlaub ist. Wie kann/darf/muß ich denn jetzt die Bundesanstalt informieren? Im Moment hab ich das Gefühl, egal wie ich mich verhalte nur alles falsch zu machen im Umgang mit dieser Behörde.

Danke übrigens für die Macher dieses Forums und diejenigen, die hier schreiben. Es hat mir schon einige Male geholfen.

Grüße  -  Lothar

Forumadmin
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Beiträge: 5.519


ich guck hier nur mal so


« Antworten #1 am: Juli 08, 2009, 11:36:37 »

Herzlich Willkommen,

die Frage mit dem Minijob ist so einfach nicht zu beantworten.
Bekommst du "nur" ALG I oder zusätzlich ALG II in wie auch immer gearteter Form.
Bei ALG I darf die Arbeitszeit 15 Wochenstunden nicht überschreiten!
Das du eine Tätigkeit gefunden hast musst du unbedingt dem Amte melden.
Dazu dient die Veränderungsmitteilung.
Nehme bei der Abgabe den Arbeitsvertrag mit, da sich dadurch viele Frage der SB erübrigen.
Im übrigen werden sie eine Bescheinigung zu deinem Nebeneinkommen monatlich einfordern.
Dieses fülle aus und lasse es von deinem Arbeitgeber unterschreiben und abstempeln.

Bei ALG II spielt nur die Bedürftigkeit eine Rolle, die Arbeitszeit ist unerheblich.

Verstecken?
Wozu.
Du bist einer von den tatsächlichen 6 Millionen Menschen die "Transferleistungen" in ihren möglichen Spielarten bekommen.
Du siehst du bist nicht alleine und es ist auch kein persönliches Versagen das es dich getroffen hat.
Mache dich frei davon das Arbeitslosigkeit ein persönliches Makel sei,
es ist ein gesellschaftliches Phänomen das jeden jederzeit treffen kann!!
Geh offensiv damit um und du wirst schnell erkennen, das du nicht alleine damit stehst.
Zusätzlich bekommst du schnell mit, wer in deinem Umfeld die tatsächlichen Freunde sind!

Die Frage des SB ist berechtigt und sie bekommt jeder gestellt.
Analysiere mal für dich selber.
Was hast du bisher getan, wo hast du festgestellt das dir fachliche Kenntnisse fehlen die dir ein berufliches Weiterkommen
unmöglich gemacht haben. Wenn du soweit bist, wo gibt es die Möglichkeit die Kenntnisse zu erlangen.
Mit diesen Dingen konfrontiere dann deinen SB.
« Letzte Änderung: Juli 08, 2009, 11:37:30 von Forumadmin »

Ich kann freilich nicht sagen ob es besser wird wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll. Georg Christoph Lichtenberg
Für Rechtschreibfehler ist meine Tastatur zuständig
Barney
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Beiträge: 13.571



« Antworten #2 am: Juli 08, 2009, 17:19:28 »

Herzlich willkommen im Forum und im Kreise Gleichbetroffener.  wellcomedog

Es geht doch schon viel mehr Menschen so, dass sie mit 40, 50 Jahren ausgesourced werden. Entweder in eine Transfergesellschaft, eine Auffanggesellschaft oder gleich in die Arbeitslosigkeit. Du bist doch nicht alleine. Ich erzähle jedem davon. Heute erst beim Frisör. Und du wirst dann sicher erstaunt feststellen, dass du nicht der einzige Betroffene bist.

Dein Gefühl, von der Agentur für Arbeit nicht gut oder gar nicht beraten zu werden, betrügt dich nicht. Die wenigsten Mitarbeiter in den Ämtern sind in der Lage, ihre Antragsteller gut oder gar richtig zu beraten. Das haben inzwischen auch Untersuchungen ergeben.

Für dein Problem der zusätzlichen Arbeit gibt es ein Merkblatt. In dem heißt es u.a.

Zitat

Wann wird Einkommen angerechnet?

Einkommen, das Sie zum Arbeitslosengeld dazuverdienen, wird nach den Vorschriften des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (SGB III) teilweise auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Der Anrechnungsbetrag wird vom Arbeitslosengeld abgezogen.

Prinzipiell gilt: Wenn Sie mindestens 15 Wochenstunden arbeiten, sind Sie nach den Vorschriften des SGB III nicht mehr arbeitslos und können dann auch kein Arbeitslosengeld mehr beziehen.

Das bedeutet, dass du bis zu 14,99 Stunden hinzuverdienen darfst. Dazu zählen auch Zeiten von Vertretungen.

Merkblatt
« Letzte Änderung: Juli 08, 2009, 17:19:50 von Barney »

Gruß Barney

Unsere Forderung:  Mindestlohn, Grundsicherung, Arbeitszeitverkürzung

Informieren Sie sich bitte selbst zu den hier behandelten Themen. Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider.
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