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Autor Thema: Was hat Vorang?  (Gelesen 13448 mal)
Zwergenmama
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« am: Juni 06, 2010, 19:34:38 »

Eine Bekannte (auch alleinerziehend) steht in ALG I und hat gleichzeitig einen Mini-Job ergattert (5 Std. Woche). Gestern hat sie nun eine Einladung zur Eingliederungsmassnahme (30 Std.) erhalten. Um diese sinnlose Massnahme anzutreten, müßte sie den Mini-Job kündigen.

Ich bin der Meinung, daß der Mini-Job als Anstellung im 1. Arbeitsmarkt gilt und somit Vorang hat. Wer kann da helfen?
hergau
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27.09.1996-04.02.2010


« Antworten #1 am: Juni 30, 2010, 18:35:36 »

Ein Job hat immer Vorang vor einer Maßnahme.
Und dazu zählt auch ein Minijob.

Leben und leben lassen
Hotta Lunta
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« Antworten #2 am: Juli 01, 2010, 10:51:32 »

Aber es wird geprüft, ob sich nicht doch evtl Maßnahme und Minijob vereinbaren lassen. Ist es denn so, dass es zeitlich partout nicht geht?

Verallgemeinerung ist die Philosophie der Primitiven.
(Mose Ya'aqob Ben-Gavriêl)

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Zwergenmama
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« Antworten #3 am: Juli 01, 2010, 12:32:16 »

Sie ist alleinerziehend und hat nur die Betreuung am Vormittag. Das bedeutet: Entweder Massnahme oder Job.

Das die Massnahme völliger Blödsinn ist, wissen wir alle. Und das hier ein Angestelltenverhältnis, wenn auch als Mini-Job, zerstört werden soll, ist umso unfassbarer. Ich bin auch der Meinung, daß die Massnahme nur vorrang hat, wenn die AfA verbindlich nachweisen kann, daß meine Bekannte nach dieser Veranstaltung in einen sozialversicherungspflichtigen Job kommt. Dies kann AfA natürlich nicht, denn darum geht es ja auch nicht.
Hotta Lunta
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« Antworten #4 am: Juli 01, 2010, 20:00:32 »

Sie ist alleinerziehend und hat nur die Betreuung am Vormittag. Das bedeutet: Entweder Massnahme oder Job.

Das die Massnahme völliger Blödsinn ist, wissen wir alle. Und das hier ein Angestelltenverhältnis, wenn auch als Mini-Job, zerstört werden soll, ist umso unfassbarer. Ich bin auch der Meinung, daß die Massnahme nur vorrang hat, wenn die AfA verbindlich nachweisen kann, daß meine Bekannte nach dieser Veranstaltung in einen sozialversicherungspflichtigen Job kommt. Dies kann AfA natürlich nicht, denn darum geht es ja auch nicht.

Na, ist es denn so, dass die BA darauf besteht, dass sie beides macht? Bei 5 Std/woche wäre es ja theoretisch machbar, beides zu machen - käme ja auf die Zeiten an. Wenn es nicht geht, hat der Job Vorrang - das kann sie ja dort einfach klären: Bestätigung des Arbeitgebers über die Arbeitszeiten vorlegen, fertisch.

Wie alt ist denn das Kind? Steht sie für einen Vollzeitjob zur Verfügung?

Ansonsten müsste übrigens die BA die Mehrkosten für die Kinderbetreuung übernehmen, wenn diese durch die Maßnahme entstehen.



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Zwergenmama
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« Antworten #5 am: Juli 01, 2010, 20:06:34 »

Entschuldige- aber Du hast sicher kein Kind alleine groß gezogen. Sie hat einen Job, daß Kind ist gerade 1,5 und bereits 5 Stunden in der KiTa. Das reicht! Ansonsten hätte sie sich auch einen Hund anschaffen können, denn den kann man zur Not ins Tierheim bringen. Mal ganz davon abgesehen, daß das Kind theoretisch am Tag von unterschiedlichen Betreuungspersonen "versorgt" wäre- natürlich furchtbar empfehlenswert... . wütend

Fakt ist, daß sie trotz dieses kleinen Kindes arbeitet; sie hat einen Job im ersten Arbeitsmarkt!
« Letzte Änderung: Juli 01, 2010, 20:12:44 von Zwergenmama »
ichhabefertig
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« Antworten #6 am: Juli 01, 2010, 20:15:43 »

Entschuldige- aber Du hast sicher kein Kind alleine groß gezogen. Sie hat einen Job, daß Kind ist gerade 1,5 und bereits 5 Stunden in der KiTa. Das reicht! Ansonsten hätte sie sich auch einen Hund anschaffen können, denn den kann man zur Not ins Tierheim bringen. Mal ganz davon abgesehen, daß das Kind theoretisch am Tag von unterschiedlichen Betreuungspersonen "versorgt" wäre- natürlich furchtbar empfehlenswert... . wütend

Fakt ist, daß sie trotz dieses kleinen Kindes arbeitet; sie hat einen Job im ersten Arbeitsmarkt!

Auch ein Kind kann man abgeben, wobei ich weder Kind noch Tier abgwürde, niemals!!!!!!!!!!!! Man übernimmt Verantwortung und dann muss man da auch zu stehen, PUNKT!!!!!
Zwergenmama
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« Antworten #7 am: Juli 01, 2010, 21:05:01 »

Das mit dem "Hund abgeben" war nur ein wütender Vergleich, mehr nicht! Natürlich gibt niemand mit Verantwotung ab, weder Tier noch Kind.

Verantwortung- genau das ist der Punkt! Das Kind wird betreut, die Mutter arbeitet. Wenn die AfA nun ihre Statistik verschönern will, dann doch bitte nicht auf Kosten einer Alleinerziehenden mit Kleinkind! Ich finde es schön fast peinlich, daß einige User allen ernstes erwarten, daß die Kinder in der Weltgeschichte rumgereicht werden, damit die AfA behaupten kann "...die ist nicht mehr erwerbslos."

Fakt ist, daß diese Massnahme nichts bringen wird- sie kann sich als Alleinerziehende bewerben, so viel sie will- wenn die AG´S lesen, mit welchem Familienstand sie sich bewirbt, fliegt die Mappe in den Müll. Nun hat sie diesen Job ergattert, geht gerne dorthin und wird auch vom Chef gelobt, und jetzt komt die AfA plötzlich mit Schwachsinn und will diesen, für sie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch persönlich sehr wichtigen Arbeitspaltz vernichten.

Was wird hier gefördert und was gefordert?
« Letzte Änderung: Juli 01, 2010, 21:15:35 von Zwergenmama »
Rudi Wühlmaus
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Wissen ist Macht


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« Antworten #8 am: Juli 01, 2010, 21:09:57 »

Hatten Mütter nicht eine "Schonzeit" bis zum 3. Lebensjahr des Kindes?  war nur so ein Gedanke von mir

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
Windoof nur beim Kunden; Ansonsten LINUX
Zwergenmama
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« Antworten #9 am: Juli 01, 2010, 21:13:09 »

Theoretisch ja- aber sie will ja sozialversicherungspflichtig arbeiten und lässt sich daher von der AfA "vermitteln rooopfl".
Sie erinnert mich an meine Anfangszeiten- da habe ich auch noch auf meine Berufserfahrung, meine Zeugnisse und mein Können gesetzt. Der Aufprall war umso härter als ich gemerkt habe, daß du als Mutter im Arbeitsmarkt kaum mehr geduldet wirst; erst recht nicht als alleinerziehende Mutter. wütend
« Letzte Änderung: Juli 01, 2010, 21:14:37 von Zwergenmama »
Hotta Lunta
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« Antworten #10 am: Juli 02, 2010, 10:39:53 »

Entschuldige- aber Du hast sicher kein Kind alleine groß gezogen. Sie hat einen Job, daß Kind ist gerade 1,5 und bereits 5 Stunden in der KiTa. Das reicht! Ansonsten hätte sie sich auch einen Hund anschaffen können, denn den kann man zur Not ins Tierheim bringen. Mal ganz davon abgesehen, daß das Kind theoretisch am Tag von unterschiedlichen Betreuungspersonen "versorgt" wäre- natürlich furchtbar empfehlenswert... . wütend

Fakt ist, daß sie trotz dieses kleinen Kindes arbeitet; sie hat einen Job im ersten Arbeitsmarkt!

Oha, na, das ist ja nett! Also: zum einen bin ich alleinerziehend und mein Kind geht in die Krippe, seit es 1 Jahr ist und weißte was? Es ging ihm dort immer super! Er ist fröhlich, selbstbewusst, beliebt und ausgeglichen. Ich vertrete die Meinung, dass nicht die Dauer wichtig ist, also wie viele Stunden man mit dem Kind verbringt, sondern wie intenstiv man dies tut. Aber es geht hier nicht darum.

Ich habe nachgefragt, wie alt das Kind ist - da brauchste mich nicht so anzugehen, ja?!

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Hotta Lunta
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« Antworten #11 am: Juli 02, 2010, 10:41:47 »

Auch ein Kind kann man abgeben, wobei ich weder Kind noch Tier abgwürde, niemals!!!!!!!!!!!! Man übernimmt Verantwortung und dann muss man da auch zu stehen, PUNKT!!!!!

Und die Verantwortung kann durchaus darin bestehen, dass man arbeiten geht und sein Kind in guten Händen versorgt weiß! Für Kinder ist es absolut nicht schädlich, wenn sie mit Gleichaltrigen in einer Krippe/Kita zusammen sind. Sicherlich gibt's da auch schlechte Einrichtungen, aber der Großteil ist in Ordnung. Verantwortung bedeutet nicht, sein Kind zu betüddeln.
Außerdem frage ich mich da immer: WO sind die Väter? Es ist genau so deren Kind und sie müssten sich ebenso drum kümmern!

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Zwergenmama
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« Antworten #12 am: Juli 02, 2010, 11:38:46 »

Wo sind die Väter? Nun, die haben sich in beiden Fällen aus dem Staub gemacht und kümmern sich seit Jahren nicht um den eigenen Nachwuchs. Wir gehen auch arbeiten, erziehen unsere Kinder aber trotzdem selber und lassen sie nicht nach staatlichen Krippennormen dressieren. Eine 5-Stundenbetreuung reicht für ein so kleines Kind völlig aus. Mal ganz davon abgesehen, daß sie sich "bequem" zurücklehnen und den Rest der Elternzeit geniesen könnte. Macht sie nicht, aber irgendwann ist mal Schluss!
« Letzte Änderung: Juli 02, 2010, 11:44:06 von Zwergenmama »
Rotkäppchen
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« Antworten #13 am: Juli 02, 2010, 11:57:22 »

Sie möchte sich doch bitte auf § 8 SGB III beziehen! Hier: http://www.jusline.de/index.php?cpid=f92f99b766343e040d46fcd6b03d3ee8&lawid=34&paid=8

Es kann Fälle geben, wo die Maßnahme Vorrang hat und der Minijob gekündigt werden muss. Das benötigt man aber schriftlich!!! Vorher wird nichts gekündigt.

Das Amt sieht das so, dass eine Maßnahme integriert und wer nicht zur Maßnahme geht, kann auch nicht integriert werden. Bei einem MInijob kann man ein wenig hinzuverdienen und kann einschl. ALG doch gut leben. Wer ein Minijob macht, sucht keinen Vollzeitjob. Und wer keinen Vollzeitjob hat, kommt nicht vom Amt los.

In diesem Fall ist aber noch ein sehr kleines Kind zu berücksichtigen. Ein Vollzeitjob kommt deshalb ja gar nicht infrage!
Hotta Lunta
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« Antworten #14 am: Juli 02, 2010, 16:57:33 »

In diesem Fall ist aber noch ein sehr kleines Kind zu berücksichtigen. Ein Vollzeitjob kommt deshalb ja gar nicht infrage!

Da möchte ich aber mal widersprechen: ich kenne so viele Mütter, die nach 1 Jahr wieder arbeiten (30/35/40 Std.) & es klappt, es geht sowohl Mutter wie auch Kind(ern) damit gut!!! Das muss aber jeder für sich wissen - es ist ja nicht jedes Kind gleich ... das eine ist sensibel, anhänglich und wäre damit überfordert, einem anderen bekommt es gut ... Und ich finde, die Väter nehmen sich in den meisten Fällen VIEL zu sehr aus der Verantwortung. Wie kann es im 21. Jahrhundert sein, dass in so vielen Fällen die Betreuung und Versorgung des Kindes nach wie vor nur Aufgabe der Frau sein soll? Das finde ich nicht fair - aber wer es nicht von den Männern einfordert, wird es auch nicht bekommen. Es geht ja auch zB um spätere Rentenansprüche, wenn frau arbeiten geht. Außerdem gibts ja in vielen Fällen auch noch andere Verwandte, die sich mal um das Kind kümmern können. Und das hat nichts mit Abschieben zu tun! Soziale Kontakte bereichern, sofern es nicht jeden Tag wer anders ist und Kind + zB Oma guten Kontakt haben.

Aber im o.g. fall verstehe ich die Diskussion eh nicht - sie kann doch hingehen und erklären, dass sich die Zeiten der Maßnahme und der Minijob nicht vereinbaren lassen. Habe noch nichts davon gelesen, dass das erfolgt ist. Bisher kam doch nur die Einladung - und die ist meiner Meinung nach bei einem 5 Std-Job soweit erstmal auch okay, da es mitunter machbar ist, es zu vereinbaren (wobei die Motivation da sein muss und das hängt auch sehr davon ab, was es für eine Maßnahme ist - da gibts viel Mist, aber eben auch ein paar gute). Wenn es in ihrem Fall nicht geht, muss sie das doch erstmal mitteilen und nicht schon vorher drüber aufregen. WENN die BA sagt, der Minijob sei zu kündigen - dann kann man weitersehen. Bisher ist das doch aber noch nicht Fakt, oder?

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