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Autor Thema: Zuverdienst bei ALG I  (Gelesen 7221 mal)
Ying & Yang
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Man kann ohne Hund leben, nur lohnt sich`s nicht.


« am: November 06, 2010, 22:06:17 »

Hallo,

ich habe mal wieder eine Frage für eine Freundin.

Sie bekommt ALG I und hat sich jetzt einen eigentlichen 165,00 € Job gesucht.

Im Arbeitsvertrag wird aber auch ein Stundenlohn von 8,40 € genannt.

Nun ist sie diesen Monat auch über die 165,00 € hinaus gekommen und sie hat 210,00 € verdient.

Wie wird das nun berechnet ?

Kann sie von dem Überschuß noch Fahrtkosten geltend machen oder wird das alles vom ALG I abgezogen und muss zurückgeleistet werden ?

Sie ging immer davon aus, über die 165,00 € nicht hinaus zu kommen.

Sie putzt immer nur samstags in 2 Firmen, hat also auch 2 Anfahrten von einer Stelle zur anderen, falls es eine Rolle spielt.

Das Amt wird ja nun eine Berechnung erstellen, doch sie möchte vorab wissen, wie diese richtig auszusehen hat.

Danke für die Antworten. 

Gruß Ying & Yang

Ich bin Laie.
Die von mir gemachten Äusserungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine persönliche(n) Meinung/Erfahrungen wieder und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.

" Der Verrat wird geliebt - aber nicht der Verräter ! "
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« Antworten #1 am: November 07, 2010, 01:06:08 »

Ich bin jetzt nicht der Alg-I-Spezialist, aber ich weiß, dass sie nach dem SGB III 30 Cent pro einfache Fahrtstrecke (also nicht Hin- und Rückweg) geltend machen kann (der eben Ticket für ÖPNV meines Erachtens).

Somit ergeben sich 210 € Erwerbseinkommen - 165 € Freibetrag nach § 141 SGB III = Betrag X

Betrag X minus Fahrtkosten = Alg-I-Anspruch

Zitat
Fahrkosten (Randziffer 141.59a):

Die Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind wie Werbungskosten zu berücksichtigen. Dies gilt ab dem ersten Entfernungskilometer.

Zitat
Werbungskosten (141.52):

Das [anrechenbare] Arbeitsentgelt mindert sich um

1. die darauf entfallenden Steuern, so vor allem die Lohnsteuer, die der Arbeitnehmer gemäß § 38 Abs. 2 EStG schuldet,
2. den Solidaritätszuschlag,
3. die Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung,
4. die Werbungskosten.

2) Die Werbungskosten sind in der Höhe abzuziehen, wie sie steuerrechtlich anerkannt werden (§ 9 EStG, R 9.1 LStR).
Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A07-Geldleistung/A071-Arbeitslosigkeit/Publikation/pdf/da-alg-p141.pdf


Zitat
Einkommensteuergesetz EStG

§ 9
Werbungskosten

(1) Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen sind. Werbungskosten sind auch

[...]

4. Aufwendungen des Arbeitnehmers für die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte. Zur Abgeltung dieser Aufwendungen ist für jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer die regelmäßige Arbeitsstätte aufsucht, eine Entfernungspauschale für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte von 0,30 Euro anzusetzen [...]
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__9.html

Lieben Gruß von Sens'

Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen...
George Orwell
Ying & Yang
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« Antworten #2 am: November 07, 2010, 10:59:34 »

Na dann sind wir ja schon zwei :-)

Danke für die Antwort. Habe mal nachgelesen und es könnte so hinkommen.

Danke Dir und schönen Sonntag.

Gruß
Ying & Yang

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