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Autor Thema: RE: Schülerferienjob  (Gelesen 6457 mal)
Dream71
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« am: August 19, 2011, 20:10:55 »

Hallo an alle.Ich hab folgendes Problem.Meine 17jähr. Tochter(Schülerrin 12kl.) macht einen Ferienjob 4 Wochen auf 400 eurobasis.Ich habe das auch ordnungsgemäß angegeben.Fakt ist, mir wurden die Leistungen erstmal eingestellt,ich muß jetzt Lohnbescheinigung,Arbeitsvertrag und ausgefülltes Formular Einkommen,sowie Kontoauzug vorlegen.Das ist schwierig,1.Lohnabrechnung gibts erst anfang September,mit dabei ist der Arbeitsvertrag und der Arbeitgeber weigert sich Formular auszufüllen,da sie ja nur 4 wochen dort arbeitet und nicht das ganze Jahr.Mir fehlen jetzt 620 euro.Da ich Aufstocker bin,denke ich das bei mir keine dringlichkeit vorliegt,aber auch meine Kosten wie Miete ,Strom ect laufen weiter.Mit meinem Lohn und Kindergeld schaffe ich Miete und Strom zu zahlen,sowie Essen und Trinken.Fahrkarte zur Arbeit ist nicht drin(66 euro).Bin dankbar für jeden Rat.m.f.g



Habe das bei Tacheles gefunden,keine weiteren infos dabei.
War da nicht eine neue Regelung ergangen das Schüler einen
Freibetrag von 1200€ im Jahr haben?
Wer hilft mal.
Gruß Frieden
Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #1 am: August 19, 2011, 21:21:19 »

Hi Dream 71

lies dir bitte dieses aus dem § 11 - Zu berücksichtigendes Einkomen - SGB II mal durch:

5. Privilegiertes Einkommen
5.8 Weitere nicht berücksichtigungsfähige Einkommen

5.8.2 Einkommen aus „Ferienjobs“

(1) Einnahmen von Schülerinnen und Schülern aus in den Schulferien ausgeübten Erwerbstätigkeiten sind nach § 1 Abs. 4 Alg II-V besonders privilegiert. Damit soll die Motivation leistungsberechtigter Schülerinnen und Schüler gefördert werden, sich Wünsche durch eigene Arbeitsleistung zu erfüllen.

(2) Privilegiert sind nur Einnahmen von Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender oder berufsbildender Schulen. Ausgeschlossen sind jedoch solche Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildungsvergütung erhalten.

(3)  Die Einnahmen sind privilegiert, wenn sie aus einer Beschäftigung in den Schulferien resultieren. Nicht entscheidend in diesem Zusammenhang ist, ob die Einnahmen während der Schulferien zugeflossen sind oder nicht.

(4) Schulferien bezeichnen die  Zeit zwischen zwei Schulabschnitten. Die Privilegierung erstreckt sich demnach nicht auf Erwerbstätigkeiten in den dem letzten Schuljahr folgenden Schulferien. Schulferien liegen auch vor, wenn nach Abschluss einer allgemeinbildenden Schule eine berufsbildende Schule besucht wird.

(5) Die Beschäftigung ist nur bis zu einer Dauer von vier Wochen je Kalenderjahr privilegiert. Mitgezählt werden nur solche Ferienbeschäftigungen, die während des Bezuges von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld ausgeübt worden sind. Nicht mitgezählt werden Erwerbstätigkeiten mit einem Einkommen, das monatlich unter dem
Grundfreibetrag von 100  EUR monatlich (§ 11b Absatz 2 Satz 1) liegt („Taschengeldjob“).

Die Prüfung, ob die in den Schulferien ausgeübten Erwerbstätigkeiten die Vierwochengrenze überschreiten, erfolgt in chronologischer Reihenfolge.

Beispiel:
Ein Schüler übt seit 1. Februar eine laufende Erwerbstätigkeit mit einem Bruttoentgelt von 200 EUR monatlich aus. In den am 8. Juli beginnenden Sommerferien nimmt er zusätzlich eine vierwöchige Ferienbeschäftigung auf. Die Einnahmen aus der Beschäftigung während der Sommerferien sind nicht privilegiert, weil der vierwöchige Zeitraum bereits durch die vierwöchige Freistellung der 200-EUR-Beschäftigung während der Winter-, Oster- und Pfingstferien verbraucht wurde.


(6) Die Privilegierung führt dazu, dass die Bruttoeinnahme (§ 2 Abs. 1 Alg II-V) bis zu 1.200 EUR nicht als Einkommen berücksichtigt wird. Der übersteigende Anteil des Einkommens unterliegt dann den üblichen Vorschriften zur Berücksichtigung von Einkommen. In diesem Fall sind die Absetzbeträge nach § 11b Absatz 1 Satz 1 Nr.
1 und 2 (Steuern, SV-Beiträge), die auf den privilegierten Betrag entfallen, durch eine fiktive Nettolohnberechnung (z. B. Internet) zu ermitteln. Das zu berücksichtigende Bruttoentgelt ist sodann um die Differenz zwischen den tatsächlichen Abzügen und den durch die fiktive Berechnung ermittelten Abzügen zu bereinigen.

Bleibt eine Ferienbeschäftigung insgesamt zwar unter 1.200 EUR brutto, wird aber für länger als vier Wochen ausgeübt, ist zu ermitteln, welcher Teil des Bruttoeinkommens auf die ersten vier Wochen entfällt. Für den privilegierten Teil des Einkommens ist ebenfalls eine fiktive Nettolohnberechnung durchzuführen.

Bleibt eine Ferienbeschäftigung insgesamt zwar unter 1.200 EUR brutto, wird aber für länger als vier Wochen ausgeübt, ist zu ermitteln, welcher Teil des Bruttoeinkommens auf die ersten vier Wochen entfällt. Für den privilegierten Teil des Einkommens ist ebenfalls eine fiktive Nettolohnberechnung durchzuführen.

Quelle:
http://www.harald-thome.de/media/files/SGB%20II%20DA/FH-11-20.07.2011.pdf
(Hinweise - Seite 34 und 35 - § 11, 11a, 11b)


Oder dieses hier:

Nicht als Einkommen anzurechnen ist:

Einkommen aus Ferienjobs, wenn:

• es sich um Einkommen von Schülern handelt, die allgemein- und berufsbildende Schulen besuchen,
• die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
• dies in den Schulferien erzielt wird,
• die Erwerbstätigkeit höchstens vier Wochen je Kalenderjahr ausgeübt wird
• das Einkommen den Betrag 1.200 € brutto kalenderjährlich nicht überschreitet
(§ 1 Abs. 4 ALG II – Vo, die brutto- Regelung ergibt sich aus § 2 Abs. 1 ALG II – Vo).

 Wird außerhalb der Ferien noch eine Erwerbstätigkeit durchgeführt, auch wenn diese in der Ferien reinreicht, ist dies normale Erwerbstätigkeit („Taschengeldjob“), die nach den üblichen Regeln angerechnet wird.

 Die BA legt die Ferienjobregelung so aus, dass Einkünfte unterhalb des Sockelbetrag bis 1.200 € grundsätzlich anrechnungsfrei sind. Wird das Einkommen überschritten, ist nur das Einkommen oberhalb des Sockelbetrages anzurechnen (FH 11.19c).

Quelle:
http://www.harald-thome.de/media/files/Folien-SGB-II---05.07.2011.pdf
(PDF-Seite 26)


Wenn oben genannte Voraussetzungen bei deiner Tochter vorliegen sollten, dann dürfte das Ferienjob-Einkommen bei ihr auch nicht als Einkommen angerechnet werden.

lg
Pimpf
Dream71
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« Antworten #2 am: August 19, 2011, 21:27:38 »

Hei Pimpf
Danke für die schnelle Antwort.
Lachen mußte ich allerdings über deinen letzten Satz. wo du mich
zum Vater einer Tochter gemacht hast,lach.
Mir reichen meine beiden Jungs.
Schönen Abend wünscht Dream
Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #3 am: August 19, 2011, 22:32:19 »

 koklatsch

Oh je, habe jetzt erst gesehen und erkannt das du dieses im Forum von Tacheles gefunden hattest und nur hier mal eingestellt hast um evtl. hier von jemanden dazu eine Antwort zu erhalten. Kann dir gut nachvollziehen das dir deine zwei Jungs ausreichen, geht mir mit meinen beiden "Nervensägen" (die ich aber trotzdem nicht mehr missen möchte) genauso.

Glaube das langsam mein PC-Limit für heute erreicht ist (morgens zur Zeit 4 Stunden Office 2010 Schulung - daran sich noch kfm. Schulungen im Bereich Finanzbuchhaltung u. Personalwesen anschließen UND danach zuhause weiter Übungen und halt in verschiedenen einschlägige Foren, wo ich aktiv mich beteilige und Fragen, vor allem im Bereich SGB II beantworte). Denke mache mal für heut meinen PC aus und erhole mich mal von meiner Bildschirmtätigkeit.


Dann mal hier und jetzt Schluß für heute und euch allen hier
noch einen schönen restlichen Freitagabend und für das kommende Wochenende recht gute Erholung und schönes Wetter.

lg
Pimpf





Dream71
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« Antworten #4 am: August 19, 2011, 22:44:51 »

Alles klar Pimpf,auch dir ein schönes Wochenende
GrußFrieden
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