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Autor Thema: Fehlende Nachvollziehbarkeit von Berechnungen in Bescheiden  (Gelesen 24784 mal)
laukasius
Gast
« Antworten #15 am: Oktober 29, 2007, 16:54:47 »

Gennaio und Co,

die selbstherrliche Eigenart einer ARGE wird doch gerade durch zahlreiche interne Anweisungen gestärkt, die umgesetzt werden müssen.

Eine Beschwerde lädt doch gerade dazu ein, angenehm unter den Teppich zu kehren.
Es bleibt nur die Öffentlichkeit, sofern sie überhaupt ein Interesse zeigt.


Eine Undurchsichtlichkeit beginnt doch schon mit dem Bescheid des ALGes1, in dem überhaupt keine genaue Berechnung zu ersehen ist und erst nach Aufforderung zugeschickt wird.

Der ALG 2-Bescheid ist da schon aufschlussreicher.

Es ist doch völlig klar, dass nach weiteren Bescheiden eine Begründung oder Errechnung zu ersehen sein sollte, die nachvollziehbar sein muss.

Ansonsten muss nachgehakt werden.
Dazu sind weder 10seitige Schreiben nötig, noch die Aufführung etlicher §en. die nur Anlass dazu geben, sich darauf zu beschränken und einem SB die ablehnende Haltung vereinfachen.

SBs werden bezahlt, ihren Job auszuüben, und dann sollen sie es gefälligst auch nach den Regeln machen. 

 



 


   


Gennaio
Gast
« Antworten #16 am: Oktober 29, 2007, 17:15:30 »

SBs werden bezahlt, ihren Job auszuüben, und dann sollen sie es gefälligst auch nach den Regeln machen. 

Ahoi Laukasius,

und wenn sie ihren bezahlten Job nicht nach den Regeln machen, dann verharren wir still und demütig?

laukasius
Gast
« Antworten #17 am: Oktober 29, 2007, 17:28:15 »

Gennaio,

das habe ich keineswegs ausgesagt.

Dass örtliche Beschwerden selten fruchten, ist bekannt, da die Anweisungen in der Regel von dem Leiter kommen und der SB in der Regel das ausführende Organ ist.

Ein Widerspruch reicht vollkommen ohne irgendwelche §en aus und muss nicht ellenlang ausgekleidet sein.

Einen Hund, den man anknurrt, muss man nicht das wärmende Körbchen hinstellen.

Er erhält ansonsten den Hinweis auf einen § und geht nur auf diesen ein, um sich zu rechtfertigen.

Wir sind nur arme Laien.





Gennaio
Gast
« Antworten #18 am: Oktober 29, 2007, 17:49:34 »

Dass örtliche Beschwerden selten fruchten, ist bekannt, da die Anweisungen in der Regel von dem Leiter kommen und der SB in der Regel das ausführende Organ ist.

So ist es.

Deswegen ja auch mein Hinweis auf die Regionaldirektionen.
Quirie
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« Antworten #19 am: Oktober 29, 2007, 20:03:54 »

Ja nun. auch das richtige Beschweren will gelernt sein.

Bei mir ist es inzwischen so, dass die Mitarbeiter meiner Arge nicht mehr gern mit mir telefonieren und mich lieber gleich zum Chef durchstellen wollen.


LG Quirie  zwinker Angel

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« Antworten #20 am: Oktober 29, 2007, 20:10:17 »

 Smile  daumen

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ich guck hier nur mal so


« Antworten #21 am: Oktober 29, 2007, 20:36:48 »

hat doch was für sich,

so ist man am Puls der argen Zeit!!  Teufelchen Teufelchen Teufelchen Teufelchen

Ich kann freilich nicht sagen ob es besser wird wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll. Georg Christoph Lichtenberg
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laukasius
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« Antworten #22 am: Oktober 29, 2007, 20:46:42 »

Es ist nun einmal so, dass einem der Kragen platzt und man sich Luft macht.

Je ausführlicher eine Beschwerde oder Widerspruch ausfällt, umso mehr Ansatzpunkte gibt es.
Quirie
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WWW
« Antworten #23 am: Oktober 29, 2007, 20:56:42 »

Ich würde eher sagen, ich habe lange genug in dem System nach seinen Spielregeln gelebt und kenne seine Schwachpunkte sehr genau. Mit sich Luft machen hat das nichts zu tun. Im Gegenteil, manchmal muss man lange warten können.  zwinker

Ich sagte ja schon, auch Beschweren will gelernt sein.  zwinker

LG Quirie

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« Antworten #24 am: Oktober 29, 2007, 23:05:42 »

das wird ja richtig beschwerlich für die Arge bei der so vieles im Argen liegt.

Kriegen die jetzt ne B Erschwerniszulage?  Zunge2

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« Antworten #25 am: Oktober 30, 2007, 06:26:39 »

Schön formuliert.

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Rotkäppchen
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« Antworten #26 am: Oktober 31, 2007, 10:30:53 »

coffee

Für Kalle aus meiner virtuellen Flohmarktkiste:


Zitat
WIDERSPRUCH


Bescheid vom: xx.xx.2007
Bedarfsgemeinschafts-Nr.:
Ihr Zeichen


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich / legen wir gegen den Bescheid vom xx.xx.2007 Widerspruch ein.

Aus dem Inhalt des Bescheides geht die Berechnung der Höhe der zu gewährenden Leistung bzw. deren Versagung für Unterkunft und Heizung nicht  hervor. Dies verstößt gegen § 35 Abs. 1 SGB X.

„… Ein schriftlicher oder elektronischer sowie ein schriftlich oder elektronisch bestätigter Verwaltungsakt ist mit einer Begründung zu versehen. In der Begründung sind die wesentlichen tatsächlichen und rechtlichen Gründe mitzuteilen, die die Behörde zu ihrer Entscheidung bewogen haben. Die Begründung von Ermessensentscheidungen muss auch die Gesichtspunkte erkennen lassen, von denen die Behörde bei der Ausübung ihres Ermessens ausgegangen ist….“


Ihr Bescheid weist nicht die erforderliche Nachvollziehbarkeit eines Verwaltungsaktes auf.

Nachdem mir/uns eine nachvollziehbare Begründung des Bescheides zugegangen ist, werde ich / werden wir den Widerspruch weiter begründen.


Mit freundlichen Grüssen


Bitte immer für die gesamte BG einlegen.

LG Marion




Würde ich noch mit einer Frist ergänzen und einer Androhung mit einer anderen, höheren Stelle ergänzen, weil du sonst u.U. nichts mehr von dem Widerspruch hörst. Schließlich haben sie dir ja schriftlich gegeben, dass sie sich an Gesetze nicht halten. Und dann machst du deine Androhung war, wenn da nichts kommt.

Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #27 am: Oktober 31, 2007, 11:02:56 »

Erst einmal Herzlich Willkommen bei uns im Forum Rotkäppchen.
Hast auch Du den Weg zu uns gefunden. Freut mich.

Und ja, natürlich wird da noch Fristsetzung und Androhung von "Sanktionen" mit hineingenommen.
Das ist doch so selbstverständlich wie das Luftholen.

Aber danke für den Hinweis.

Wir hoffen, wir lesen hier noch mehr von Dir. Bei uns kann man es ja aushalten. zwinker

Quirie
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« Antworten #28 am: Oktober 31, 2007, 12:15:50 »

Hallo Rotkäppchen, auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum.  flowers

Eine Fristsetzung mit der Androhung von Folgen kann man natürlich noch hinzu fügen. Allerdings löst Beides  keine Rechtsfolgen aus und wird meist ignoriert.

Nach drei Monaten Nichtstun besteht jedoch im Widerspruchsverfahren die Möglichkeit der Untätigkeitsklage, und davon sollten wir viel mehr Gebrauch machen.


LG Quirie

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Rotkäppchen
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« Antworten #29 am: Oktober 31, 2007, 17:55:01 »

Dank für den herzlichen Empfang. Der Weg zu Euch war gar nicht so weit. Er ging sogar ganz automatisch. Wie "hingeschoben".

Tatsächlich kannst du nach einer gewissen Frist (3 Monate, glaube ich) eine Untätigkeitsklage einreichen. Ich bin mit Fristen und Androhungen, wenn die "wohl nicht ganz richtig lagen" eben besser gefahren. Eine gut belegte Beschwerde nach einer nicht-Einhaltung der Frist bei der obersten Stelle hat mir danach sogar richtig Respekt gebracht. Unter "gut belegt" verstehe ich u.a. auch, sich von jedem Schreiben eine Kopie zu machen und diese am Eingang der ARGE mit einem Stempel versehen zu lassen. Viel besser als ein Einschreiben.
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