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Autor Thema: Ist die Bewerbungsart meine Sache bei Stellenvorschlag mit Rechtsfolge?  (Gelesen 9306 mal)
Joshua2go
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« am: Juni 27, 2010, 20:14:12 »

Hallo,
kennt sich jemand damit aus. Nach meiner EGV per Verwaltungsakt hat mich die SB auf dem kieker und schickt mir jede Woche 4-5 Bewerbungen mit Rechtsfolge zu.  keine Ahnung Das sind zu 99% Leihfirmen. Dies geht ganz schön ins Geld, meine Anträge auf Erstattung werden einfach nicht bearbeitet.  peace Unten steht dann ja immer wie man sich zu bewerben hat. (schriftlich, Email etc.) Ist dieses für mich verbindlich oder kann ich einfach eine Kurzbewerbung schicken ohne Sanktionen befürchten zu müssen?
Über einen Tipp würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Joshua
Rotkäppchen
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« Antworten #1 am: Juni 27, 2010, 21:02:20 »

Wann hast du denn den Antrag auf Erstattung eingereicht? Leider kann man erst nach 6 Monaten eine Untätigkeitsklage machen. Evtl. kann man sich aber bei der Leitung der ARGE wegen Untätigkeit beschweren.
Barney
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« Antworten #2 am: Juni 27, 2010, 21:16:09 »

  im Forum, Joshua,

Was steht denn in deiner EinV zu den Bewerbungen?


Zitat
4.2. Die Agenturen für Arbeit und die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV)

   1. wenden die Regelungen in der GA entsprechend an und setzen diese um,
   2. stellen sicher, dass die in den Eingliederungsvereinbarungen verbindlich festgelegten notwendigen Leistungen aus dem Vermittlungsbudget ausgezahlt werden können,
   3. stellen eine Bewilligung und Erbringung der Förderung aus dem Vermittlungsbudget im gesamten Haushaltsjahr und eine ordnungsgemäße Mittelbewirtschaftung sicher,
   4. führen aus Gründen der Effizienz die abschließende Bearbeitung der Leistung möglichst in einer Organisationseinheit durch,
   5. nutzen die BK Vorlagen „Anlagen zum Antrag“ im eigenen Ermessen und nehmen ggf. für notwendig erachtete Änderungen in dezentraler Verantwortung vor,
   6. buchen die Reisekosten im Rahmen der allgemeinen Meldepflichten nach § 309 SGB III künftig zu Lasten der Buchungsstelle 2/681 09. Soweit Reisekosten im Rahmen des § 309 SGB III bisher anders gebucht wurden, hat es sein Bewenden.

HEGA 05/09

Zitat
(1) Ausbildungsuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Arbeitslose können aus dem Vermittlungsbudget der Agentur für Arbeit bei der Anbahnung oder Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung gefördert werden, wenn dies für die berufliche Eingliederung notwendig ist. Sie sollen insbesondere bei der Erreichung der in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Eingliederungsziele unterstützt werden. Die Förderung umfasst die Übernahme der angemessenen Kosten, soweit der Arbeitgeber gleichartige Leistungen nicht oder voraussichtlich nicht erbringen wird.

Bundesministerium der Justiz

Steht in deiner EingV nichts über die Kostenerstattung solltest du schnellstens Widerspruch gegen die EingV einlegen, bzw. einen Überprüfungsantrag stellen, falls die Frist verstrichen ist.

Auf die o.g. HEGA und das Gesetz würde ich noch einmal den SB hinweisen.

Auch wie du deine Bewerbungen nachweisen mußt, sollte in der EingV stehen.






Gruß Barney

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Informieren Sie sich bitte selbst zu den hier behandelten Themen. Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider.
Joshua2go
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« Antworten #3 am: Juni 27, 2010, 23:00:49 »

Danke für die freundliche Aufnahme. Schild

In der EGV steht:
 Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von angemessenen nachgewiesenen Kosten (detaillierte Abrechnung mit Eingang der Originalquittungen) für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des §16 Abs. 1 SGB II i.V.m. §45 SGB III, sofern diese vorher beantragt wurden.

Zu den Bewerbungsmaßnahmen steht:
Als Nachweis über Ihre unternommenen Bemühungen füllen Sie dem Vermittlungsvorschlag beigefügte Antwortmöglichkeit aus und legen diese vor.
 
Dann ist es wohl meine Sache, wie ich mich bewerbe oder können die sagen, ich hätte die Vermittlung vereitelt, weil ich nicht die vorgeschriebene Bewerbungskontaktierung gewählt habe?
Barney
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« Antworten #4 am: Juni 27, 2010, 23:10:27 »

Grob gesagt: Ohne Moos nix los.

In dem von dir hier eingestellten Text, kann ich von vorgeschriebener Bewerbungsart nichts sehen.

Ist die denn auf den Vermittlungsvorschlägen vorgeschrieben? So nach "Wir bitten um Zusendung einer ausführlichen Bewerbung"?

Eine Begrenzung der Kostenerstattung ist auch nicht für mich erkennbar. Nur der blödsinnige Satz, dass sie vorher beantragt werden sollen.  Ist ja schon wieder ein Aufreger für mich.

Aber wenn du keinen Widerspruch eingelegt hast, ist erst einmal so zu verfahren.







Gruß Barney

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Joshua2go
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« Antworten #5 am: Juni 28, 2010, 09:48:47 »

Hallo,
vielen Dank für die Antworten. Gegen den Verwaltungsakt habe ich Widerspruch mit setzung in den alten Stand eingelegt. Darauf habe ich bis jetzt auch keine Antwort erhalten. Mein Problem ist, ich habe die Zusage zu einem regulären Arbeitsplatz erhalten. Auf diesen Arbeitsplatz muß ich mittels Lehrgang vorbereitet werden. Dieser Betrieb hat mich angeschrieben, ich soll mich bei meinem Vermittler und der zuständigen Bildungseinrichtung melden, zwecks Genehmigung.Der Lehrgang wäre im Oktober. Also ich zu meinem SB und....haben Sie das denn eine schriftliche Einstellungsbestätigung vom Betrieb? Nein? Stellen Sie den Antrag auf einen Bildungsgutschein schriftlich. Ich sage Ihnen aber gleich, das ich diesen ablehnen muß. Grund - ich wurde im September 2009 wegen der Wahlen in einen Lehrgang gezwungen. Damit bin ich erst mal ausreichend Qualifiziert.
In diesem Betrieb gibt es Hightec vom feinsten, da muß ich diesen Lehrgang machen. Meine SB schickt mir nun unmengen von Bewerbungen bei Leihfirmen. Die will mich in Sozialhilfe halten, aus Rache. motz
Eine Bewerbung ,Leiharbeit, ist hier in der Stadt. Da soll ich mich entweder persönlich oder über arbeitsagentur.de Bewerben. Das will ich aber aus diesen Gründen abwehren, ohne Sanktion.
Deshalb meine Frage, ob die Bewerbungsart unter dem Vermittlungsvorschlag verbindlich ist oder eben meine Sache.
Bin jetzt völlig ratlos. keine Ahnung
hergau
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27.09.1996-04.02.2010


« Antworten #6 am: Juni 28, 2010, 11:54:42 »

Ich denke mal, das es verbindlich ist, so wie es im Stellenvorschlag steht.
Vorraussetzung ist allerdings, das da eine Rfb dabei ist.

Bitte den Ag doch, das er Dir schriftlich gibt, das er plant, Dich einzustellen.
Eine 100%ige Zusage kann er ja nicht machen, weil er nicht weiß, was in der Zukunft ist.

Auch würde ich Dir raten, Dich an das Kundenreaktionsmanagement der BA in Nürnberg zu wenden.
Das hat schon manches Mal Wunder gewirkt.
Eine Mail reicht. Schreibe es so rein, wie hier geschildert. Vergiß nicht, Deine BG-Nummer anzugeben.
Die antworten recht rasch.
Zwar kommt als Antwort, das diese Sache vor Ort entschieden werden müsse und sie Deine Sache an Deine Arge weiterleiten, aber Du kannst davon ausgehen, das die intern schon noch etwas schreiben werden.

Du bist aber trotzdem verpflichtet, Dich bei der ZAF zu bewerben.
Tue das ruhig, mache aber nur die Angaben, die wirklich nötig sind.
Gib keine Tel-Nummer oder Mailanschrift bekannt. Dazu bist Du nicht verpflichtet.
Dies gefällt den ZAF´s überhaupt nicht.
Wirst Du schriftlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, dann rufe dort mit unterdrückter Numer an und sage ihnen, das Du gerne kommst. Frage nach, wie das mit den Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch ist. Diese müssen sie übernehmen, wenn es nicht ausdrücklich in der schriftlichen Einladung abgelehnt wird. Bestehe darauf.
Daraus kann man Dir keinen Strick drehen.

Steht die Ablehnung bereits im Einladungsschreiben, dann mußt Du vorher erst bei der Arge die Fahrtkosten erstatten.
Dies geht nicht innerhalb von 3 Tagen. Sage denen, das Du erst die Antwort der Arge abwarten mußt.

Und so gibt es noch viele weitere kleine Tricks........................


Es ist gut möglich, das die plötzlich von einem Vorstellungsgesräch Abstand nehmen.  pfeifen
« Letzte Änderung: Juni 28, 2010, 11:58:57 von hergau »

Leben und leben lassen
Joshua2go
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« Antworten #7 am: Juni 28, 2010, 14:49:06 »

Danke, ich habe mich jetzt an die Kundenreaktionsstelle gewandt.

Service-Haus.Kundenreaktionsmanagement@Arbeitsagentur.de

Wenn ich Antwort bekomme, melde ich mich nochmal.
Joshua2go
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« Antworten #8 am: Juni 28, 2010, 16:09:16 »

Wow, das ging aber schnell. Die Antwort hat nur eine gute halbe Stunde gedauert. Leider schreiben die mir, das die Ablehnung meines Bildungsgutscheines rechtens war und diese weiter nichts unternehmen werden. Schade hat leider nichts gebracht.  keine Ahnung
Rotkäppchen
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« Antworten #9 am: Juni 28, 2010, 16:22:53 »

Unabhängig von der Zusage in der EGV: Hast du einen Antrag auf Erstattung der Bewerbungskosten gestellt?

Die Zusage der Bewerbungskostenerstattung wird nämlich gerne in EGVs reingesetzt, ist aber keine EGV-Leistung. Man muss sie separat nochmal beantragen. Steht in der EGV übrigens auch drin. Und wenn du das nicht beantragt hast, dann gehst du leer aus.

Handelt es sich aber tatsächlcih nur um eine Verzögerung oder Schlamperei deines Amtes, würde ich es tatsächlich mal mit einer Fachaufsichtsbeschwerde probieren. Melde dich aber bitte, wenn du das machen möchtest.

Ansonsten bleibt dir nämlich nur noch der Weg der Untätigkeitsklage nach 6 Monaten. 
Barney
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« Antworten #10 am: Juni 28, 2010, 20:29:32 »

Zitat
Die Zusage der Bewerbungskostenerstattung wird nämlich gerne in EGVs reingesetzt, ist aber keine EGV-Leistung. Man muss sie separat nochmal beantragen. Steht in der EGV übrigens auch drin. Und wenn du das nicht beantragt hast, dann gehst du leer aus.

Dann verstehe ich nicht den von mir in # 2 zitierten Text. Dort steht m.E. eindeutig drin, dass die Erstattung der Bewerbungskosten in der EingV geregelt wird.


Gruß Barney

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Rotkäppchen
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« Antworten #11 am: Juni 28, 2010, 22:14:26 »

Barney, ich weiss nicht, was du da reingeschrieben hast. Ich weiss nur, dass die Bewerbungskosten auch ohne EGV erstattet werden, wenn man sie beantragt und dass man sie auch mit EGV beantragen muss.

Alle Leistungen (auch Eingliederungszuschuss, Bildungmaßnahme, etc.) bekommst du auch ohne EGV, wenn du sie beantragst und sie genehmigt werden. Es stellt sich die Frage, ob es überhaupt EGV-Leistungen gibt. M.E. schreiben die das nur rein, damit die EGV nicht so leer mit "Leistungen" aussieht.
Ludwigsburg
Gast
« Antworten #12 am: Juni 30, 2010, 15:47:58 »

Ich meine auch: was geetzlich geregelt ist, bedarf keiner EGV.

Eine EGV macht nur Sinn, wenn darin etwas geregelt wäre, das nicht jeder beantragen kann...oder wozu man nicht sowieso verpflichtet ist
Barney
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« Antworten #13 am: Juli 01, 2010, 00:19:41 »

Ja, auf Antrag bekommt man die Fahrkosten auch ohne EinV. In der EinV soll jedoch das Vermittlungsbudget für den Arbeitsuchenden festgelegt werden. Es bedarf dann nicht mehr eines gesonderten Antrages vorher. Er muß dann lediglich die Bewerbung nachweisen.

Es ist so z.B. auch möglich festzuschreiben, was es für eine ausführliche Bewerbung gibt und was für eine elektronische oder telefonische.

Es gibt Berufe, da bewirbt man sich eher im Internet und andere, bei denen eine elektronische oder telefonische Bewerbung nicht so die Regel ist.

Und wenn für den Bewerber festgelegt ist, dass er 10 Bewerbungen in der Woche zu leisten hat, dann soll darin stehen, wieviel Geld dafür vorgesehen ist.

Bei einem anderen sind evt. durch gesundheitliche oder wasweißich für Einschränkungen nur 2 pro Woche erforderlich, davon 1 per Telefon, dann braucht er nicht soviel Geld.

Ich könnte den Faden jetzt weiter spinnen und noch andere Beispiele nennen, aber ich denke, ich habe das jetzt verständlich gemacht:

Ohne EingV muß für jede Bewerbung vorher ein Antrag gestellt werden und hinterher abgerechnet. In der EinV wird das Bewerbungsbudget zugeschnitten auf den jeweiligen Arbeitssuchenden festgeschrieben, das dann entsprechend dem Nachweis ausgezahlt wird.



« Letzte Änderung: Juli 01, 2010, 00:20:19 von Barney »

Gruß Barney

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Joshua2go
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« Antworten #14 am: Juli 07, 2010, 15:04:12 »

Der Knoten ist gerissen. Smeil Plötzlich kamen alle Anträge auf einmal und das Geld wurde auch überwiesen.
Danke für Eure Unterstützung.
Joshua
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