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Autor Thema: Vermieter lehnt Vermietung an Familie mit behindertem Kind ab  (Gelesen 8061 mal)
Zwergenmama
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« am: August 17, 2012, 19:04:01 »

Eine Bekannte ist auf Wohnungssuche und stößt immer wieder auf Vermieter, die nicht an sie vermieten wollen, weil sie ein behindertes Kind hat. Ich habe hier irgendwann von einem ähnlichen Fall gelesen, kann aber den Link nicht finden. Könnt ihr mir weiterhelfen? Ich benötige einen Link zum Zeitungsartikel o.ä.
Anette
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« Antworten #1 am: August 19, 2012, 05:09:06 »

Hallo Zwergenmama,

schlimm das es so etwas überhaupt gibt, doch niemand ist gezwungen eine Behinderung anzugeben!


http://www.anwalt.de/rechtstipps/auf-wohnungssuche-wenn-der-vermieter-fragen-stellt_017318.html

Fragen zu Behinderungen sind in aller Regel diskriminierend und daher unzulässig. Wie schnell die Grenze zur Diskriminierung überschritten wird, zeigt sich etwa bei der Frage nach einer Schwerhörigkeit. Mit ihr will der Vermieter vermutlich vermeiden, dass die Nachbarn durch Lärm belästigt werden, etwa wenn der neue Mieter den Fernseher laut aufdreht. Wenn man aber genau diese Argumentation als Rechtfertigungsgrund gelten ließe, würde das dem Integrationsgedanken von Menschen mit Behinderung und auch dem Gleichbehandlungsgrundsatz aus Artikel 3 GG widersprechen. Die Schwerhörigkeit impliziert eben nicht, dass es durch den Betroffenen tatsächlich zur Lärmbelästigung der Mitbewohner kommt. Vielleicht benutzt er ja auch ein Hörgerät oder Kopfhörer.

Ebenfalls nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen Fragen nach dem Gesundheitszustand.
Zwergenmama
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« Antworten #2 am: August 19, 2012, 12:36:41 »

hallo anette.

ein kind im rollstuhl mit spastischen lähmungen ist deutlich sichtbar körperlich beeinträchtigt. sie ist alleinerziehend, muss ihren sohn also mitnehmen. zudem will sie ihr kind nicht "verstecken".
Dieter 66
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« Antworten #3 am: August 19, 2012, 12:58:13 »

Der einer "Vermieter" hat was gegen Behinderte, der andere nimmt keine Hartzies.
Kleinkinder oder Haustiere sind natürlich auch out.
Dann wiederum gibt es welche die einen zweiten Schlüssel zur Wohnung haben wollen.
Sagenhaft.
Aber ganz ganz dicke, überteuerte Mieten kassieren.
Wieder ein anderer sucht dabei ein Bummsverhältnis, dafür dann weniger Miete.

Nan sollte sie alle...... schlagk schlagk


Ich bin nicht abergläubig. So was bringt nur Unglück!!
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
Anette
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« Antworten #4 am: August 19, 2012, 13:14:22 »

Der einer "Vermieter" hat was gegen Behinderte, der andere nimmt keine Hartzies.
Kleinkinder oder Haustiere sind natürlich auch out.
Dann wiederum gibt es welche die einen zweiten Schlüssel zur Wohnung haben wollen.
Sagenhaft.
Aber ganz ganz dicke, überteuerte Mieten kassieren.
Wieder ein anderer sucht dabei ein Bummsverhältnis, dafür dann weniger Miete.

Nan sollte sie alle...... schlagk schlagk



Dieter66


Es bringt gar nichts darüber zu philosophieren, wie böse die Umwelt mit HartzIV Empfängern etc um geht,  denn jemanden eine Wohnung zu verweigern, weil er ein behindertes Kind hat, ist Diskriminierung und dagegen kann man vor gehen.Bei Anmietung hätte die Frau nichts davon erzählen müssen, im Gegenteil sie hätte sogar lügen können, weshalb spielt man dann eigentlich mit offenen Karten? 
Anette
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« Antworten #5 am: August 19, 2012, 13:19:38 »

hallo anette.

ein kind im rollstuhl mit spastischen lähmungen ist deutlich sichtbar körperlich beeinträchtigt. sie ist alleinerziehend, muss ihren sohn also mitnehmen. zudem will sie ihr kind nicht "verstecken".

Zwergenmama,
weshalb sollte die Frau ihr Kind auch verstecken, es gibt keinen Grund dazu, jedoch muss sie bei Anmietung, nur an dem Tag nicht  ihr Privatleben auf den Tisch legen, von einer Behinderung nicht erzählen, was ist daran schlimm? Hat sie die Wohnung kann sie  mit ihrem Kind einziehen. Sie aufgrund  des behinderten Kindes wieder  los zu werden, wird ein Schuss  für den Vermieter, der nach hinten los geht.
« Letzte Änderung: August 19, 2012, 13:23:14 von Anette »
Dieter 66
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« Antworten #6 am: August 19, 2012, 13:25:13 »

wie böse die Umwelt mit HartzIV Empfängern etc um geht,
Kann ich nichts drüber sagen.
Habe mit ALG II nichts zu tun.
Zitat
denn jemanden eine Wohnung zu verweigern, weil er ein behindertes Kind hat, ist Diskriminierung und dagegen kann man vor gehen.

Klar kann man.
Ist wie klagen gegen Arbeitsplatzverlust.
Gut, gewinnt man den Prozess und dann??
Man "darf" einziehen oder bei Arbeit, man "darf" weiter da arbeiten.
Den Rest überlasse ich Deiner Phantasie.

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Anette
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« Antworten #7 am: August 19, 2012, 13:48:10 »

Kann ich nichts drüber sagen.
Habe mit ALG II nichts zu tun.Klar kann man.
Ist wie klagen gegen Arbeitsplatzverlust.
Gut, gewinnt man den Prozess und dann??
Man "darf" einziehen oder bei Arbeit, man "darf" weiter da arbeiten.
Den Rest überlasse ich Deiner Phantasie.


Dieter 66, bei dieser Einstellung sollte man gar nichts unternehmen und abwarten ob einem alle Rechte  geschenkt werden und es geht nicht  um HartzIV allein schrieb extra etc!Schön das du mit HartzIV nichts zu tun hast, es sei dir gegönnt!
« Letzte Änderung: August 19, 2012, 13:52:14 von Anette »
Zwergenmama
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« Antworten #8 am: August 19, 2012, 18:10:48 »

wie ich bereits geschrieben habe, anette, sie ist alleinerziehend, hat also niemanden, wo sie den lütten in der zeit einer wohnungsbesichtigung unterbringen kann. "umme ecke" stehen lassen geht ja schlecht. und ich wohne zu weit weg, als dass ich ihr helfen könnte.

klagen wegen diskriminierung? natürlich. ganz easy. super idee. und WIE beweisen? jetzt kommt mir nicht mit zeugen, wenn sie die hätte, hätte sie auch eine betreuung für ihren sohn.
Dieter 66
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« Antworten #9 am: August 19, 2012, 18:21:09 »

wie ich bereits geschrieben habe, anette, sie ist alleinerziehend, hat also niemanden, wo sie den lütten in der zeit einer wohnungsbesichtigung unterbringen kann. "umme ecke" stehen lassen geht ja schlecht.
Ist auch nicht einzusehen. Ist ihr Kind und sie steht offensichtlich zum Glück dazu.
Warum sollte sie lügen? Damit sie fadenscheinig eine Wohnung bekommt??
Schlecht, ganz schlecht solche Sachen.
Bei so einem Vermieter sollte niemand einziehen.
Ein Behinderung ist heutzutage wahrhaftig kein Thema mehr.

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Anette
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« Antworten #10 am: August 19, 2012, 20:05:01 »

Ist auch nicht einzusehen. Ist ihr Kind und sie steht offensichtlich zum Glück dazu.
Warum sollte sie lügen? Damit sie fadenscheinig eine Wohnung bekommt??
Schlecht, ganz schlecht solche Sachen.
Bei so einem Vermieter sollte niemand einziehen.
Ein Behinderung ist heutzutage wahrhaftig kein Thema mehr.

Ja, dieter66, man muss sich entscheiden, entweder passt man sich an und sieht zu wie man zurecht kommt, mit Anpassung ist gemeint, jeden Weg zu gehen, oder man findet eben keine Wohnung.Wir werden uns die Welt nicht zurecht biegen können, schon gar nicht die Menschen ändern, denn wenn man nicht einmal einen krummen Weg gehen will, scheint das Dilemma nicht groß genug zu sein!
Wer sich bei den Gegebenheiten nicht seine Möglichkeiten sucht, der hat verloren.Und glaube mir, ich bin so viele krumme Wege gegangen, sonst wäre bei und alles schief gelaufen, wo drunter mein Kind gelitten hätte..Also pocht auf euer Recht, mal sehen wie lange es hilft oder ob überhaupt, denn wenn man erst einmal in der Wohnung drin ist, stehen die Chancen viel besser!!
Das HartzIV und unsere Gesellschaft ist wie sie ist, dazu haben alle beigetragen, nun nicht beschweren, denn auch wir gehören zur Gesellschaft!.Leid tut mir nur diese Mutter und ihr Kind!
Anette
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« Antworten #11 am: August 19, 2012, 20:05:58 »

Eine Bekannte ist auf Wohnungssuche und stößt immer wieder auf Vermieter, die nicht an sie vermieten wollen, weil sie ein behindertes Kind hat. Ich habe hier irgendwann von einem ähnlichen Fall gelesen, kann aber den Link nicht finden. Könnt ihr mir weiterhelfen? Ich benötige einen Link zum Zeitungsartikel o.ä.

Zwergenmama, ist die Frau bei HartzIV, oder noch ein freier Mensch?
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« Antworten #12 am: August 21, 2012, 11:57:24 »

Nun,  ob noch ein "freies" Mitglied der Gesellschaft oder Hartzer, in diesem Falle würde ich einen Makler einschalten, den die Arge übernehmen muss.

Und sicherlich ist so ein Verhalten diskriminierend , ist auch über das Diskriminierungsgesetz nicht erlaubt.
Aber leider hat man damit keine Wohnung.

Anette
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« Antworten #13 am: August 21, 2012, 16:56:31 »

Nun,  ob noch ein "freies" Mitglied der Gesellschaft oder Hartzer, in diesem Falle würde ich einen Makler einschalten, den die Arge übernehmen muss.

Sie Arge kann nur eingeschaltet werden, wenn die Frau bei HartzIV ist, also ist die Frage relevant!
Zwergenmama
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« Antworten #14 am: August 21, 2012, 18:34:26 »

anette, ich bin seit 5 jahren mit diesem forum und den ämtern vertraut. glaube mir, ich weiß, was ich hier schreibe und frage. meine bekannte will unbedingt bei ihrem noch-mann ausziehen. sie findet allerdings keine wohnung, dass amt stellt sich wie immer tot.
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