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Autor Thema: ALG II-Anträge immer nachweislich stellen  (Gelesen 43284 mal)
Gennaio
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« am: Juli 18, 2008, 14:37:55 »

Zitat
Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (sog. Hartz-IV-Leistungen) werden nur auf Antrag gewährt. Der Antragsteller muss im Zweifel beweisen, dass sein Gesuch die Behörde auch tatsächlich erreicht hat. Dies hat das LANDESSOZIALGERICHT NORDRHEIN-WESTFALEN mit Urteil vom 17.04.2008 (Aktenzeichen: L 9 AS 69/07) in Essen entschieden.

(...)

Grundsicherungsleistungen seien nur auf Antrag und nicht für Zeiten vor der Antragstellung zu erbringen. Maßgeblich sei der Tag, an dem der ARGE das Gesuch zugehe. Dabei müsse die Klägerin im Streitfall beweisen, dass ihr Antrag bei der Behörde tatsächlich angekommen sei.

Quelle: Der Sozialticker
Forumadmin
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« Antworten #1 am: Juli 18, 2008, 18:51:43 »

Deshalb gehen immer mehr Mitarbeiter der Argen/Jobcenter dazu über vorgelegte Empfangsquittungen tunlichst nicht mehr zu unterschreiben.

"Das mache ich nicht!"

"Dazu bin ich nicht autorisiert!"

"Bei uns kommen keine Schreiben abhanden!"

"Ich unterschreibe grundsätzlich nichts was mir von Antragstellern vorgelegt wird!"


Dies nur eine kleine Auswahl von Antworten die ich so mitbekommen habe....... pfeifen

Ich kann freilich nicht sagen ob es besser wird wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll. Georg Christoph Lichtenberg
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« Antworten #2 am: Juli 18, 2008, 18:56:02 »

Oder heute bei meiner Schwester, als sie das Schreiben zur Datenlöschung für die Arge bei der Agentur abgab: "Es hat den selben Effekt, wenn sie es draußen in Postkasten werfen."

Ob die das einem Briefträger mit Rückschein in der Hand auch sagen?

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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #3 am: Juli 18, 2008, 19:00:08 »

Tja, dann kommt ja immer noch im ungünstigsten Fall die nächste Polizeiwache.
Dort das Schreiben mit der Bitte um Weiterleitung und Unterschrift abgeben.
Wenn das genügend Leute machen würden , dann würde die Polizei den Geschäftsführer der Arge wohl mal auf den Pott setzen. Immerhin ist die Polizei ja nicht der Postdienst der Arge. pfeifen

Wobei man das natürlich auch mit dem Gemeindebüro auf dem Dorf oder andere Ämter in einer Stadt machen kann. Die sind ja zur Weiterleitung verpflichtet.

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« Antworten #4 am: Juli 18, 2008, 19:35:04 »

Wenn das genügend Leute machen würden , dann würde die Polizei den Geschäftsführer der Arge wohl mal auf den Pott setzen. Immerhin ist die Polizei ja nicht der Postdienst der Arge. pfeifen


Stimmt.  rofl2

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« Antworten #5 am: Juli 18, 2008, 19:45:04 »

dat Problem is nur das du die Erstanträge für Leistungen nur "persönlich" abgeben kannst!

Einzig die Weiterbewilligungsanträge kannst du in den Postkasten schmeissen.
Allerdings habe ich mir angewöhnt diesen Einwurf von den allgegenwärtigen Wachmenschen quittieren zu lassen.
Die haben dadurch etwas Abwechslung vom Alltag.  zwinker

Dies geschieht dann, wenn sich keine andere Person findet die die Antragsannahme bestätigen möchte.  Mrgreen

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« Antworten #6 am: Juli 18, 2008, 20:13:50 »

Stimmt, mit dem komm' ich noch am Besten klar in der Hütte, fällt mir grad ein.  phobiie  Smeil

Der hat mir schon 1-2 Dinger erzählt da schlackert ihr mit den Ohren.  No1

Aber auch n armes Schwein glaub ich.

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Gennaio
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« Antworten #7 am: Juli 18, 2008, 21:04:54 »

Wenn ich mit einem Zeugen den Antrag bei der ARGE/JobCenter/Optionskommune abgegeben habe (ob Briefkasten oder Schalter), wird das "Amt" in Beweisnot kommen.

Nicht uninteressant  Smeil ist auch der Hinweis von Lusjena (Sozialticker):

Zitat
Denn dazu, wann ein Antrag erneut gestellt werden muss bzw. wann die Wirkung eines wirksam gestellten Antrags erlischt, enthält das SGB 2 selbst keine Regelung.

siehe Kommentare
« Letzte Änderung: Juli 18, 2008, 21:05:39 von Gennaio »
Forumadmin
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« Antworten #8 am: Juli 18, 2008, 21:26:49 »

 teach da liegt ja genau ein Problem:

Wann ist ein Antrag wirksam gestellt?  deenk

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Gennaio
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« Antworten #9 am: Juli 18, 2008, 21:33:18 »

 deenk

Solange die "Rechtssprechung" nicht eindeutige und bundeseinheitliche  Mrgreen   lol  Klarheit geschaffen hat, kann ich nur empfehlen Anträge nachweislich zu stellen. Und ein Zeuge reicht schon aus.  zwinker
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« Antworten #10 am: Juli 18, 2008, 22:05:57 »

Der Sozialticker ist doch schon gut hilfreich. Da bin ich auch öfters.

Also mit Zeugen in Briefkasten werfen, haltet ihr für durchaus gängig ja!?

Hab' da son Fall wo ich mir die Frage stelle ob das genauso gut ist wie eine Eingangsbestätigung.

Nennt mich pingelig.  Mrgreen

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« Antworten #11 am: Juli 18, 2008, 22:16:21 »

Ich nenne Dich nicht pingelig.
Für mich ist die einzige richtige Abgabe die direkte bei der Arge wo ich auch eine Unterschrift bekomme.

Ich bin nämlich a: misstrauisch
und                b: pingelig freeu

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« Antworten #12 am: Juli 18, 2008, 22:21:14 »

Allns klor, so wie wi dat ook sünst moken.

Man lernt nie aus.  zwinker

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Gennaio
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« Antworten #13 am: Juli 18, 2008, 23:04:41 »


Also mit Zeugen in Briefkasten werfen, haltet ihr für durchaus gängig ja!?


Kann sein, muss nicht sein.  zwinker

Und da bin auch ich sehr pingelig.  Smeil

Sollten Mitarbeiter der ARGEN eine Eingangsbestätigung verweigern, dann sollte man nur unter Zeugen Unterlagen abgeben. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.
Quirie
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« Antworten #14 am: Juli 18, 2008, 23:07:30 »

Aber ja doch.

Zustellung durch den Gerichtsvollzieher.  angel1

LG Quirie

Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen. (Dieter Hildebrandt)

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