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Autor Thema: ALG II oder Grundsicherung?  (Gelesen 4946 mal)
Fußmatte
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« am: November 27, 2011, 00:07:54 »

Hallo Forengemeinde,
ich hätte mal eine Frage zum Thema ALG-II oder Grundsicherung!

Folgendes:
Wir, meine Frau und ich beziehen zurzeit ALG-II, allerdings ist meine Frau gesundheitlich sehr angeschlagen und muß deshalb demnächst auch wieder zum Medizinischen-Dienst.

Unser Sachbearbeiter sagte nun:
Wenn meine Frau quasi durch ihre Gesundheit aus dem ALG-II Bezug rausfallen würde, da nicht mehr vermittelbar (krank auf Dauer), dann würde meine Frau weiterhin beim Jobcenter bleiben und nicht in die Grundsicherung kommen, da ich noch dem Jobcenter zur Verfügung stände.
Also, meine Frau würde weiterhin das Geld vom Jobcenter bekommen, aber das Jobcenter würde sich das Geld von der Grundsicherung wiederholen.

Stimmt das so was der Sachbearbeiter gesagt hat?  deenk

« Letzte Änderung: November 27, 2011, 00:10:50 von Fußmatte »
Fußmatte
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« Antworten #1 am: November 28, 2011, 21:03:48 »

Kennt sich keiner mit dieser Thematik aus?
Adimin
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« Antworten #2 am: November 28, 2011, 22:38:40 »

Tschuldigung, übersehen. dawardochwas

Wenn Deine Frau auf Dauer erwerbsunfähig geschrieben wird, also am besten durch ein Gutachten der RV, dann bezieht Deine Frau Grusi nach SGBXII. Die wird durch das örtliche Grundsicherungsamt gezahlt.

Solange dieses nicht festgestellt ist, solange kann sie als Empfänger von Sozialgeld über die Arge mitverwaltet werden.

Wenn die Gesundheit so angeschlagen ist und eine Untersuchung demnächst sowieso ansteht, dann würde ich einen Antrag auf EU-Rente bei der zuständigen RV stellen.
Die ist sowieso im Endeffekt zuständig, auch wenn kein Anspruch auf Rente wegen mangelnder Anwartschaftzeiten besteht.

Fußmatte
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« Antworten #3 am: November 29, 2011, 13:16:14 »

Hallo Adimin, schön das Du es doch noch gesehen hast! flowers

Aber wie kommt denn unser Sachbearbeiter darauf das meine Frau weiterhin ihr Geld vom Jobcenter beziehen würde, und das Jobcenter sich von der Grundsicherung wiederholen würde
(auch bei Erwerbsunfähigkeit auf Dauer)?
Ist das von Stadt zu Stadt unterschiedlich oder hat unser Sachbearbeiter keine Ahnung?


Gruß, Fußmatte  keine Ahnung
« Letzte Änderung: November 29, 2011, 13:18:57 von Fußmatte »
Dieter 66
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« Antworten #4 am: November 29, 2011, 13:59:37 »

und das Jobcenter sich von der Grundsicherung wiederholen würde
(auch bei Erwerbsunfähigkeit auf Dauer)?
Der SB erzählt absoluten Quatsch.
Die GruSi für Altersrentner oder erwiesener Dauerarbeitsunfähigkeit (also ohne jede Aussicht auf Besserung)
Zahlt das Amt für Soziales und Wohnen. Und die, mögen die JobCenter überhaupt nicht.
Zitat
Ist das von Stadt zu Stadt unterschiedlich oder hat unser Sachbearbeiter keine Ahnung?
Denke mal, der SB hat keine Ahnung.
da ich noch dem Jobcenter zur Verfügung stände.

Das ist ja der letzte Schwachsinn. rooopfl
Kenne Fälle, da ist der Mann Altersrentner und Aufstocker (Amt für Soziales und Wohnen)
Die Frau ist jünger und beim JobCenter.

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« Antworten #5 am: November 29, 2011, 17:23:04 »

Hi,

bei uns ist es ähnlich.
Ich bin Erwerbsunfähig, aber noch immer teil der Bedarfsgemeinschaft.

Die Überweisung kommt Ende des Monats von der RV, Anfang des nächsten dann vom JC und
wird  -  abzüglich meines Regelsatzes natürlich vom ALG2 abgezogen das die anderen Familienmitglieder
beziehen.
Schön wäre wenn wenigstens meine Medikamente und Therapiekosten berücksichtigt würden,
aber wir sind ja nicht bei wünsch dir was.

Beachten sollte man bei diesem Rentengehuddel das die Rentenkasse nachträglich zahlt das Jobcenter am Anfang des Monats.
In unserem Fall hat das bedeutet das ein Monat fast komplett fehlt.
(z.B. zahlt RV erst ende Jan. aber das letzte Geld von der ARGE kommt Anfang Dez. weil das Rentengeld ja noch im Januar zufließt gibts Anfang Jan dann eben auch kein oder weniger Geld - also vorher zurücklegen was geht)
  peace

Gruß
Tia.
Fußmatte
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« Antworten #6 am: November 29, 2011, 21:15:16 »

Ein Hallo an Euch,
also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe!

Wenn meine Frau vom MD für immer arbeitsunfähig geschrieben wird, dann kommt meine Frau in die Grundsicherung und ihr Geld vom Amt für Soziales und Wohnen.
Meine Frau hat dann mit dem Jobcenter nichts mehr am Hut.

Ich denke, wenn das dann so ist, hätte meine Frau auch Anspruch auf diese 17% Mehrbedarf, bei einem GdB von 50 mit dem Buchstaben G (läuft zurzeit noch beim SG).




Ps: Mit der Rente für meine Frau ist erstmal hintergründig für uns.
Weil, es kommen da mal gerade die Pflichtjahre zusammen, also von daher käme sowieso nichts rum.
Mein Anliegen ist, dass meine Frau vom Jobcenter wegkommt.


Leider ist das alles Neuland für uns, Gruß Fußmatte  deenk






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Die ist sowieso im Endeffekt zuständig, auch wenn kein Anspruch auf Rente wegen mangelnder Anwartschaftzeiten besteht.

Kann ich das so verstehen, dass man bei der Grundsicherung erstmal sagen könnte, dass meine Frau erst einen Rentenantrag stellen muss bevor sie Geld von der Grundsicherung bekommt?
« Letzte Änderung: November 29, 2011, 21:23:16 von Fußmatte »
kuddel
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« Antworten #7 am: November 30, 2011, 11:29:20 »



Wenn meine Frau vom MD für immer arbeitsunfähig geschrieben wird, ....



"Für immer arbeitsunfähig" gibt es nicht, das nennt sich dann "erwerbsunfähig" womit man dann bei Hartz IV raus ist.
[Klugscheissmodus AUS]
Zuständig ist dann für einen das "Sozialamt", "Grundsicherungsamt" oder wie sich das bei euch gerade schimpft (obwohl merkwürdigerweise Hartz IV auch Grundsicherung heißt, aber das ist n anderes Thema, siehe SGB-II/XII-Betrug)
« Letzte Änderung: November 30, 2011, 11:30:12 von kuddel »

Hilfe für alle ARGEN Lebenslagen:
http://savaran.files.wordpress.com/2007/09/flussdiagramm.pdf
http://savaran.wordpress.com/

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« Antworten #8 am: November 30, 2011, 11:41:59 »

(obwohl merkwürdigerweise Hartz IV auch Grundsicherung heißt,
Ja. Der Lacher dabei, bekommen auch Obdachlose. bliink
Müssen sich nur jeden Tag beim JobCenter abholen.
 rooopfl
Oh man, ist das eine Welt geworden.

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« Antworten #9 am: November 30, 2011, 12:24:03 »

Das ist eben eine Folge der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe.
Viele "Klienten" der Sozialhilfe, also auch Berber , sind nun bei H4 gelandet. Auch die behinderten Menschen sind in H4 gelandet. Solange sie wenigstens noch 3 Stunden arbeitsfähig sind. Leider erhalten sie nicht die gleichen Rechte wie unter SGB XII. Hier ist an den Mehrbedarf von 17 % gedacht, aber auch an viele andere Dinge, die erst langsam durchgekämpft werden mussten. Siehe Haushaltshilfe für Rollifahrer.

Aber zum Thema selbst:
Man kann als erwerbsunfähiger Mensch den Antrag auf Rente stellen. Egal, ob es einen Anspruch gibt oder nicht. Meistens wird dieses auch vom Jobcenter nahegelegt, wenn der Amtsarzt eine 3 stündige Arbeitseigenschaft verneint.

Das Grundsicherungsamt erkennt Anträge auf SGBXII meistens nicht an, weil sie der Meinung sind, die Arge will ja nur Kostenfaktoren loswerden. Also wird dann die RV um eine Stellungnahme/Gutachten angegangen. Also eine Rentenuntersuchung. Ergo kann man das auch gleich selber beantragen. teach

Und nur, wenn die RV den Segen gibt, also mitteilt, das ein Rentenanspruch wegen dauernder Erwerbsunfähigkeit besteht/bestehen würde, dann gibt es Leistungen nach SGBXII. Also Grusi.
Auch wenn wegen fehlender Anwartschaftzeiten kein oder nur ein geringer Anspruch besteht.

Natürlich wird der betroffene Mensch weiterhin mit zur BG gezählt. Aber nur rein rechnerisch. Der Anteil, der von SGBXII direkt ausgezahlt wird, der wird beim SGB II angerechnet. Im Endeffekt bleibt es sich bei der Summe gleich.Es ergeben sich eben 2 Überweiser, weil 2 verschiedene Träger.

Die Verschiebung, die Tia erwähnte, die tritt nur ein, wenn einer der Träger die RV ist. Die zahlt nämlich rückwirkend. Die Träger SGBXII und II zahlen gleich und zwar vorwirkend.

Dieter 66
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« Antworten #10 am: November 30, 2011, 14:00:43 »

wenn einer der Träger die RV ist. Die zahlt nämlich rückwirkend.
Nicht das ich was Schlimmes denke. Aber danach erst??
Meine Glaskugel hat mir jerade jesacht, demnächst muss jeder Altersrentner
am Monatsende nachweisen, dass er noch lebt. bliink
Dann gibt es natürlich auch die Rente. pfeifen
Ich werde denen mal dazu raten, dass die Rentner sich alle 14 Tage melden/beweisen
sollen. In manchen Fällen kann das Rentenamt dann schon mal 14 Tage einsparen.

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« Antworten #11 am: November 30, 2011, 19:32:00 »

Ich werde denen mal dazu raten, dass die Rentner sich alle 14 Tage melden/beweisen
sollen. In manchen Fällen kann das Rentenamt dann schon mal 14 Tage einsparen.

Ey! Bring die nicht auf dumme Ideen!!!
 motz
Fußmatte
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« Antworten #12 am: November 30, 2011, 21:15:52 »

Hallo,

das ist doch alles sehr verwirrend!

Wie ich schon erwähnte, wichtig wäre erstmal, dass meine Frau vom Jobcenter wegkommt.
Aber warten wir erstmal ab, wie das Gutachten vom Medizinischen-Dienst ausfällt.


Gruß, Fußmatte

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« Antworten #13 am: Dezember 02, 2011, 01:17:23 »

Naja, wenn der Amtsarzt deine Frau wiederholt als Erwerbsunfähig begutachtet hat, dann ist sie zwar noch im Jobcenter aber die lassen sie in Ruhe.
Schlimmstenfalls muss man dann eben alle 6 Monate wieder zum Amtsarzt begutachten lassen ob nicht doch noch irgendwo eine Wunderheilung hergekommen ist.

Sobald der sie für länger als 12 Monate Erwerbsunfähig befindet werdet ihr um den Rentenmist nicht rumkommen.
So lief es zumindest hier.

 
Gruß Tia.
Fußmatte
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« Antworten #14 am: Dezember 02, 2011, 23:41:03 »

Naja, wenn der Amtsarzt deine Frau wiederholt als Erwerbsunfähig begutachtet hat, dann ist sie zwar noch im Jobcenter aber die lassen sie in Ruhe.

Das wäre ja schon ein Anfang!
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