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Autor Thema: ALG2-Antrag u. -Anspruch  (Gelesen 4366 mal)
Unbekannte/r
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« am: August 04, 2010, 21:15:27 »

Ich (23 J., abgeschl. Ausbildung) habe mehrere Monate, bis einschließlich Juli, ALG2 bekommen. Da ich eigentlich ab diesem Monat (also August) eine Schule hätte besuchen sollen (Fachabi nachholen), war ich auch schon bei der Arge abgemeldet. Nun ist es aber so, dass ich auf keinen Fall diese Schule besuchen kann (Grund könnte ich hier anführen, sollte es wichtig sein); deswegen habe ich mich dort vom Schulbesuch Ende Juli abgemeldet und gleichzeitig der Arge mitgeteilt, dass ich wieder / immer noch auf ALG2 angewiesen sei.
Da ich in einem anderen Thread hier gelesen habe, dass es bei einer Eigenkündigung eines Arbeitsverhältnisses eines wichtigen belegbaren Grundes bedarf, jetzt meine Fragen:
Gilt das so in dieser Art auch in meinem Fall? (Es liegt ja so gesehen keine Kündigung eines Arbeitsverhältnisses im eigentlichen Sinn vor; ich war nie Schüler der erwähnten Schule)
Muss ich befürchten, dass man mir mit einer Sanktion (in welchem Ausmaß?) kommen könnte?

Da ich nicht persönlich wegen des Weiterbewilligungsantrags bei der Arge vorsprechen konnte, habe ich mich Ende Juli (31.) schriftlich an die Arge (konkret an die Leistungsabteilung, die in der Vergangenheit zuständig war) gewandt. Der Antrag war (noch) formlos mit der Bitte um Übersendung entsprechender Antragsformulare etc.. Ich habe bislang noch keine Antwort von der Arge erhalten (und telefonisch nachzufragen ist mir nicht möglich). Aber eigentlich müsste das mit dem Antrag doch so wie beschrieben in Ordnung gehen?

Über hilfreiche Antworten wäre ich dankbar.
hergau
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27.09.1996-04.02.2010


« Antworten #1 am: August 04, 2010, 21:44:13 »

Du bist nicht verpflichtet, weiterhin eine Schule zu besuchen.
Und ein Arbeitsverhältniss hast Du ja nicht aufgelöst.

Ich würde persönlich mit Beistand bei der Arge vorstellig werden.
Irgendwann laden die Dich eh ein.

Bist du denn sicher, das Dein formloses Schreiben dort eingegangen ist ?

Leben und leben lassen
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« Antworten #2 am: August 05, 2010, 11:39:33 »

Du bist nicht verpflichtet, weiterhin eine Schule zu besuchen.
Und ein Arbeitsverhältniss hast Du ja nicht aufgelöst.
Das beruhigt mich etwas.

Ich würde persönlich mit Beistand bei der Arge vorstellig werden.
Irgendwann laden die Dich eh ein.
Einen Beistand finde ich leider seit einem Jahr nicht (Bekanntenkreis habe ich nicht, Familie wohnt zu weit weg, Beistand von Erwerbsloseninitiative ebenfalls Fehlanzeige bei mir). Bei der zuständigen Arge ist es leider so, dass man - wenn ohne Termin - in der Eingangszone / Wartebereich ankommt und Gespräche ausschließlich in einem offenen Großraumbüro stattfinden. Dieser Situation bin ich ungünstigerweise nicht gewachsen. Mit einem langfristig geplanten Termin habe ich keine nennenswerten Probleme; da finden Gespräche in Einzelbüros statt, es gibt keine menschenüberfüllten Flure zwecks Wartezeitverbringung und vorallem kann ich mich entsprechend auf die Situation vorbereiten. Deswegen muss ich abwarten bis man mir die Einladung zu einen Termin zuschickt.

Bist du denn sicher, das Dein formloses Schreiben dort eingegangen ist ?
Ganz sicher nicht, aber ich gehe doch davon aus. Meistens braucht meine Post an die Arge rund 6 Werktage um dort anzukommen und den Brief hatte ich am Samstagvormittag aufgegeben.
Ludwigsburg
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« Antworten #3 am: August 05, 2010, 22:02:34 »

Bei der zuständigen Arge ist es leider so, dass man - wenn ohne Termin - in der Eingangszone / Wartebereich ankommt und Gespräche ausschließlich in einem offenen Großraumbüro stattfinden.

Außschließlich? Vielleicht solltest du denen mal klar machen, daß du aus Datenschutzgründen da nicht mitspielst, denn das mußt du nicht!

Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #4 am: August 05, 2010, 23:18:26 »

Wo kommst Du denn her, wenn ich fragen darf.
Vielleicht findet sich ja hier jemand aus der Ecke, der Dich begleiten könnte?

Wenn ich das richtig lese hast Du einige Probleme auch gesundheitlicher Art.
Auch s etwas muss bei der Arge berücksichtigt werden.


Übrigens:  bei uns im Forum.

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« Antworten #5 am: August 06, 2010, 12:17:27 »

Außschließlich? Vielleicht solltest du denen mal klar machen, daß du aus Datenschutzgründen da nicht mitspielst, denn das mußt du nicht!
In der u25-Abteilung hier wird das ohne Termin grundsätzlich so praktiziert.

Wo kommst Du denn her, wenn ich fragen darf.
Vielleicht findet sich ja hier jemand aus der Ecke, der Dich begleiten könnte?
Die zuständige Arge ist die für u25 in Hamburg-Altona.

Wenn ich das richtig lese hast Du einige Probleme auch gesundheitlicher Art.
Auch s etwas muss bei der Arge berücksichtigt werden.
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich Asperger-Autist bin. (Es gibt allerdings keine offizielle schriftliche Diagnose; die Diagnose wurde damals in einem speziellen Diagnosezentrum auf Privatkosten ohne Wissen von Krankenkasse etc. gestellt und auf eigenen Wunsch nur mündlich mitgeteilt; die Unterlagen von damals existieren auch mittlerweile nicht mehr.) Der Arge fallen nur die Auswirkungen auf, den Grund habe ich dort keinem genannt, da ich denke, dass die damit vollends überfordert wären und sich letztendlich auch nichts an der eigentlichen Situationsproblematik ändern würde.
Ich weiß nicht, ob eine offizielle Diagnose bei dieser Arge Berücksichtigung finden würde. (Die haben es in der Vergangenheit auch schon mit Sanktionen wegen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung versucht und vor Gericht die Ansicht vertreten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sei kein wichtiger Grund um in dieser Zeit einer Maßnahme fernzubleiben; die Arge musste die Sanktion dann doch aufheben.) Desweiteren habe ich schon mehrfach die Erfahrung machen müssen, dass Datenschutz bei der Arge als Fremdwort aufgefasst wird.

Übrigens:  bei uns im Forum.
Danke.
Das Forum ist echt klasse. Großes Lob.
Linchen©
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Lebe den Tag als wär's der Letzte


« Antworten #6 am: August 06, 2010, 12:23:54 »

Hamburger sind hier sicher vertreten....

wir haben hier recht viele Norddeutsche...

Schauen wir mal, ob sich wer meldet..


Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
Anonym
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #7 am: August 06, 2010, 15:29:09 »

Nun, die Frage wegen der Gesundheit hatte seinen Grund.

Bei der Arge wirst Du demzufolge als gesunder Mensch geführt. Und ein gesunder Mensch hat eben alles zu machen.

Bei der Arge muss aber auch auf gesundheitliche Probleme oder Defizite eingegangen werden.
Das fängt bei EGV´s an , geht über Vermittlungsmöglichekeiten für Kranke oder Behinderte Menschen und endet im Endeffekt bei Zuschüßen für Arbeitgeber.

Und manche Sache wäre dann auch leichter zu "bearbeiten". Asperger ist ja auch eine problematische Sache. Da haben wir hier einige, die sich damit auskennen.

Ich würde dringend empfehlen, hier Diagnosen zu bekommen. Das würde vieles vereinfachen und man muss sich zu seinen Problemen doch nicht noch neue schaffen.

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« Antworten #8 am: August 07, 2010, 15:15:37 »

Ich würde dringend empfehlen, hier Diagnosen zu bekommen. Das würde vieles vereinfachen und man muss sich zu seinen Problemen doch nicht noch neue schaffen.
Ich bin diesbezüglich etwas skeptisch. Ich hatte mich damals (u. a. im Hinblick auf Krankenkasse, Vorurteile etc.) bewusst für den nichtoffiziellen Weg entschieden. Eine offizielle Diagnose - ich muss erst überlegen, ob ich das wirklich will / brauche (,denn bislang bin ich ja auch ohne ausgekommen); von heute auf morgen werde ich diese Entscheidung sicherlich nicht treffen können.
Was genau meinst du mit "würde vieles vereinfachen", wie würde sich das im Umgang mit der Arge äußern / auswirken?
hergau
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27.09.1996-04.02.2010


« Antworten #9 am: August 07, 2010, 15:56:02 »

na ja, wenn die Arge von deiner Krankheit oder Einschränkungen weiß, dann muß sie sich darauf einstellen.
Aber wenn die Arge nicht davon weiß, kann sie auch keine Rücksicht darauf nehmen, oder ?

Und das das ganze auch ärztlich festgestellt werden muß, dürfte auch klar sein.
Ansonsten kann ja jeder kommen und sagen, das er krank ist.

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« Antworten #10 am: August 10, 2010, 15:02:27 »

Ich würde dringend empfehlen, hier Diagnosen zu bekommen. Das würde vieles vereinfachen und man muss sich zu seinen Problemen doch nicht noch neue schaffen.
Ich habe mich entschieden, mich um eine (schriftlich "festgehaltene") Diagnose zu bemühen. Bis zum Termin dauert es aber eine ganze Weile.

Die Arge hat mir heute das noch fehlende offizielle Antragsformular per Post zugesandt. Zur Abgabe desselben muss ich nicht persönlich vorsprechen, es wird um Rücksendung des Formulars auf dem Postweg gebeten. Als Tag der Antragstellung wird das Datum meines formlosen Antrags gewertet.

Und das das ganze auch ärztlich festgestellt werden muß, dürfte auch klar sein.
Ansonsten kann ja jeder kommen und sagen, das er krank ist.
Das kommentiere ich jetzt aus Höflichkeit mal besser nicht.
Ludwigsburg
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« Antworten #11 am: September 07, 2010, 14:30:59 »


Das kommentiere ich jetzt aus Höflichkeit mal besser nicht.

Ich denke, du hast das falsch verstanden.

Das war nicht auf dich bezogen, sondern ist eine allgemeine Bemerkung zur Verdeutlichung.

Übrigens geht deine SB deine Krankheit nur insoweit an, daß die dich zum med. Dienst schicken muß, wenn du gesundheitliche Beeinträchtigungen erwähnst.

Der med. Dienst teilt dann der SB mit, was dir zugemutet werden kann und was nicht.

Willst du also mit deiner SB nicht über deine Krankheit sprechen, mußt du das auch nicht.

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« Antworten #12 am: September 07, 2010, 21:49:36 »

Ich denke, du hast das falsch verstanden.

Das war nicht auf dich bezogen, sondern ist eine allgemeine Bemerkung zur Verdeutlichung.
Ich denke nicht, dass ich das falsch verstanden habe.
Woher willst du wissen, wie ich das verstanden habe? Ich kann mir nicht vorstellen, dass du meine Gedankengänge kennst. Interpretiere bitte nichts in meine Aussagen hinein, was darin nicht enthalten war.

Übrigens geht deine SB deine Krankheit nur insoweit an, daß die dich zum med. Dienst schicken muß, wenn du gesundheitliche Beeinträchtigungen erwähnst.

Der med. Dienst teilt dann der SB mit, was dir zugemutet werden kann und was nicht.

Willst du also mit deiner SB nicht über deine Krankheit sprechen, mußt du das auch nicht.
Zum ersten der zitierten Sätze: Das entscheidende Wort dürfte das Wort "wenn" sein.
Zum dritten Satz: Ich fühle mich generell nicht verpflichtet mit irgendjemandem zu sprechen, wenn ich das nicht möchte. Und "müssen" in diesem Zusammenhang schon gar nicht ...
Die Formulierung "Krankheit" erscheint mir an sich wiederholenden Stellen in diesem Zusammenhang unangebracht, da dieser Begriff einen Zustand impliziert, den man mit "Gesundheit" ("Gesundheit" nach der Definition des Soziologen T. Parsons) gleichsetzen könnte.



Mittlerweile wurde mein ALG2-Antrag bewilligt. Ich hatte keinen Termin bei der Sachbearbeiterin aus der Leistungsabteilung, die Antragstellung bzw. -bewilligung erfolgte - wie ich bereits am 10. August schrieb - auf postalischem Weg.
Einen Termin bei der Sachbearbeiterin aus der Jobvermittlung hatte ich ebenfalls nicht, es liegt auch (noch) keine "Einladung" vor.
Ludwigsburg
Gast
« Antworten #13 am: September 07, 2010, 21:55:07 »

Ich denke nicht, dass ich das falsch verstanden habe.

Gut, dann : Mir gefällt mir dein Ton nicht!
Unbekannte/r
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« Antworten #14 am: September 08, 2010, 15:44:15 »

Gut, dann : Mir gefällt mir dein Ton nicht!
Ich sehe dein Problem mit meiner Kommunikationsform zwar nicht, da du keine Begründung dazuschriebst, dennoch habe ich kein Interesse näher darauf einzugehen, da dieses nicht Thema dieses Threads ist.



Da die Fragestellung, die zur Erstellung dieses Threads geführt hat, geklärt ist, könnte dieser Thread geschlossen werden.
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