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Autor Thema: ALG2  (Gelesen 3775 mal)
Dream71
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« am: Januar 09, 2012, 22:31:15 »

Was meint Ihr dazu
Hilfe bei Beantragung von ALG II
Text:   Nun zu meinem Fall_

Ich erhalte kein Kindergeld mehr.

Absolviere den Bundesfreiwilligendienst. Ich verdiene 330 Euro Taschengeld sowie 44 Euro für Fahrtkosten, davon 10 Euro für den Anteil für eine BahnCard 50.

Lebe mit meiner Freundin und meinem Vater gemeinsam in einer Wohnung. Widersprüche gegen eäG etc. erfolglos, keine weitere Verfolgung in dieser Sache.

Durch die Aufnahme des BFD, die Zahlung des damaligen Kindergeldes und durch das die Einnahmen meiner Freundin zusammengerechnet wurden nebst Urlaubsgeld wurde damals ALG II eingestellt.

Ich habe Fahrtkosten von fast 80,00 Euro. Ich zahle 60,00 Euro für die Riesterrente jährlich ein. Vierteljährlich zahle ich knapp 80 Euro für eine Hausrat und Haftpflichtversicherung.

Meine Freundin hat ebenfalls Fahrtkosten von 75,00 Euro.

Jeder zahlt seine Miete einzeln an den Vermieter.

Kosten für Strom, Telefon circa 110 Euro : 3 Personen.


Durch den Wegfall von Kindergeld bin ich auf ALG II oder eine andere Hilfe angewiesen. Frage an Euch wäre die, wie ich genau einen Antrag stellen kann/soll/muss?

Muss meine Freundin den Antrag mit unterschreiben, wenn sie keine Lesitungen beantragen will/ möchte? Das Amt will es irgendwie wieder so versuchen.

Nicht sie sondern ich möchte diese Lesitungen beantrage. Reichen nicht ihre Verdienstbescheinigungen etc. aus?

Ich habe vor Wochen nach einem Antrag gefragt. Leider wurde dieser bis heute nicht zugesandt. Reicht einer aus dem Internet?


Über die Beantwortung dieser Fragen wäre ich wirklich sehr dankbar und verbunden.

PS: Mit wie viel Geld kann ich circa rechnen. Der Verdienst der Freundin liegt bei unter 900,00 euro was auf dem Konto kommt.

Viele liebe Grüße Dream
leon berger
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« Antworten #1 am: Januar 11, 2012, 00:00:23 »

Meine persönliche Meinung dazu:

Wozu brauchst du eine Haftpflichtversicherung???

Um deine Versicherung noch reicher zu machen?

Solltest du aber wirklich mal stolpern, und dabei dem Porsche deines Nachbarn einen Kratzer

zugefügt haben, solltest du Privat-Insolvenz anmelden. Nach neuesten Plänen bist du nicht erst nach

6, sondern bereits nach 3 Jahren wieder Schuldenfrei.

Wozu brauchst du eine Hausratversicherung???

Hast du irgendwelche Reichtümer, Antikmöbel, Gemälde etc. in deiner Wohnung?

Oder hast du Bekanntschaft mit einem Versicherungsvertreter gemacht, der dir erzählt hat, daß

man ohne sowas kaum sicher schlafen könne? (und er nicht ohne fette Provision..).

Falls du mit deiner Freundin als BG zwangsverheiratet wurdest:

schon mal einen Blick in die Scheidungsstatistik geworfen?

Bereits nach 4 Jahren werden mehr als die Hälfte der Ehen wieder geschieden.

Man kann sich daher ausrechnen, daß die Trennungshäufigkeit bei reinen Freundschaften noch

höher ist als bei verheirateten Paaren. So auch bei euch.

Niemand hindert euch daran euch ab sofort  zu trennen, und fortan nur noch aus wirtschaftlichen

Gründen als reine Zweck-WG zusammenzuwohnen.

Problem Beweislastumkehr? Nein, kein Problem:

Ihr beantragt gegeneinander Unterhalt beim Familiengericht.

Dort wird euch jederzeit attestiert, daß ihr NICHT füreinander unterhaltspflichtig seid.
Zwergenmama
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« Antworten #2 am: Januar 11, 2012, 13:32:23 »

jeder nur halbwegs intelligente mensch hat natürlich eine private haftpflichtversicherung! auf keinen fall kündigen, die brauchst du unbedingt zur absicherung!
eine hausratversicherung ist ebenfalls ratsam: ein wohnungsbrand, und ihr besitzt nichts mehr, außer den klamotten auf eurem leib! mir ist mein bad ausgebrannt und hat einen gesamtschaden von fast 6.000€ verursacht. nun stell dir vor, welcher schaden entsteht, wenn möbel, kleidung, e-geräte usw. verloren sind ... ein fass ohne boden!


was deine wohnsituation angeht: du bildest mit deiner freundin (nach sgb II) eine bedarfsgemeinschaft. das heißt, alle eure einnahmen und auch alle berufsbedingten ausgaben, müssen berücksichtigt werden.

weil ihr beide volljährig seid, zählt der vater NICHT zu eurer bedarfsgemeinschaft und ist folglich weder dir, noch deiner freundin gegenüber, unterhaltsverpflichtet. seine einnahmen dürfen zur berechnung eures anspruches nicht herangezogen werden.

ich gehe davon aus, dass du mit deiner freundin NATÜRLICH!! selbst für euer essen, kleidung, usw aufkommst. natürlich wird getrennt eingekauft, natürlich gibt es einen schriftlichen vertrag darüber, welcher anteil von miete, nebenkosten, usw., auf euch zurückfällt. Ihr habt getrennte haushalte, mehr geht das jc nicht an, und bitte ALLES SCHRIFTLICH FESTHALTEN!


was ihr nun unternehmen solltet:

du stellst, zusammen mit deiner freundin, einen antrag auf leistungen nach sgb II. diesen antrag stellt ihr nachweislich persönlich und lasst euch eine kopie des antrages beim jobcenter zur eingangsbestätigung abstempeln. nicht abgestempelte anträge bekommen des öfteren beine und verschwinden im nirgendwo ...  pfeifen

deine freundin hängt zwangsläufig mit in deiner bedaftsgemeinschaft (die ihr nun einmal zusammen darstellt) fest und wird dementsprechend auch angaben zu ihren einnahmen UND AUSGABEN machen und auch den antrag mit unterschreiben müssen.

ABER: sollte deine freundin so gut verdienen, dass ihr einkommen (abzüglich berufsbedingter ausgaben) dem regelsatz (abzüglich miete und nebenkosten) entspricht, werdet ihr in der tat keine leistungen erhalten. bei ihrem gehalt allerdings, werdet ihr (aller wahrscheinlichkeit nach) leistungen erhalten.

wenn doch ein ablehnungsbescheid des jobcenters kommt, dann kannst du diesen hier im forum hochladen (persönliche daten, namen, ortsbezogene daten, kundennummer, usw. IMMER schwärzen!!).

wenn deine freundin 900€ verdient, gehen von diesem gehalt noch fahrtkosten, usw ab! sehr genau darauf achten, wird im alg II-bescheid alles einzeln abgefragt!


zeitgleich zu eurem antrag auf alg II, stellt ihr (vorsichtshalber, damit euer anspruch nicht verfällt) einen antrag auf wohngeld bei der zuständigen wohngeldstelle. auch hier mußt du, zusammen mit deiner freundin, angaben zu einnahmen und ausgaben und auch angaben zur bewohnten wohnfläche, aufteilung der mietkosten, usw., machen.

warum zwei gleichzeitige anträge? ein anspruch auf leistung besteht erst ab antragstellung. wartest die alg-bescheid ab, hättest aber in wirklichkeit anspruch auf wohngeld, bekommst du gar nichts. weder alg II, noch wohngeld.

leon berger
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« Antworten #3 am: Januar 11, 2012, 15:33:46 »

Wer Hartz-4 bezieht, braucht Geld. Und keine unnötigen sinnfreien Versicherungen.

Die lediglich den Versicherungskonzernen nützen, damit diese noch mehr Geld scheffeln können.

Jeder nur halbwegs intelligente Mensch wird daher solche sinnfreien Versicherungen wie

Haftpflicht und erst recht Hausrat kündigen.

Die Versicherungskonzerne profitieren von dem psychologischem Problem des Sicherheitsdenkens:

Könnt ja mal was passieren...und verdienen sich eine goldenen Nase daran.

Frag mal im Bekanntenkreis wer in den letzte 10 Jahren seine Haftpflichversicherung in Anspruch

nehmen mußte, und wem alles die Bude abgefackelt ist!

Es gibt nun mal kein ungefährliches Leben. Für niemanden!

Und was am wenigsten sicher ist das sind Paarbeziehungen.

Niemand kann euch verbieten und daran hindern euch ab sofort zu trennen. Vorteil bei

Freundschaften: Ihr braucht nicht mal einen teuren Scheidungsanwalt! Ist also kostenlos.

Sogar für den Fall, daß ihr weiter Sex haben solltet, ergibt sich daraus keinerlei finanzielle

gegenseitige Verpflichtung, auch wenn das JC das gern so hätte.

Es kann nicht angehen, daß allseits gegen Zwangsverheiratungen von Migranten protestiert wird,

aber jeder stillschweigend die rechtswidrige Zwangsverheiratung seitens JC völlig in Ordnung

findet. Kein einziges  Familiengericht würde jemals  eine vom JC unterstellte gegenseitige

Unterhaltspflicht bei unverheirateten Paaren bestätigen. Weil es dafür keine gesetzliche Grundlage

gibt. Die Zwangsverheiratung seitens JC ist rechtswidrig! Man sollte sich also dagegen wehren und

sich nicht alle Tricks die aufgeboten werden, um die öffentlichen Kassen zu schonen (damit mehr

Geld für die notleidenden Banken da ist), gefallen lassen.

Fazit: keine Appeasementpolitik, sondern volle Breitseite, sonst machen die immer so weiter wie

gehabt, wenn sich niemand wehrt!
Zwergenmama
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« Antworten #4 am: Januar 11, 2012, 15:44:08 »

user, die ausschließlich vom kinn bis zum hosenlatz denken, sollten ihr mundwerk halten.
leon berger
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« Antworten #5 am: Januar 11, 2012, 16:23:42 »

Zustimmung:

User, die statt mit Brillianz  vorgetragener logisch schlüssiger Argumentationskette,

mit  sinnfreien Sprüchen „argumentieren“,

sollten in der Tat ihr Mundwerk halten.
Rodentia
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« Antworten #6 am: Januar 11, 2012, 19:17:07 »

Und die User kommen jetzt bitte wieder zum Ursprungsthema zurück.... 
Dream71
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« Antworten #7 am: Januar 11, 2012, 19:43:18 »

Ich habe es derzeiten so gehalten als mein Sohn sich für 23Monate bei der Bundeswehr verpflichtete,(oh war die SB meines Sohnes glücklich)
hat er sich hier abgemeldet.Sein neuer Wohnsitz war also die Adresse seines Standorts bei der Bundeswehr.
Somit hatte die damalige Arge,das war 2010,kein Zugriff mehr auf seinen Sold.Nada.
Zudem bekam die Arge die Mitteilung das mein Sohn nach beendigung seiner Wehrzeit hier wieder einziehen wird.
Damit ist eine Kürzung der KdU,bzw. suchen sie sich eine angemessene Wohnung,vom Tisch.
Gruß Dream
Zwergenmama
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« Antworten #8 am: Januar 11, 2012, 20:28:47 »

das wäre in der tat eine alternative, dream! allerdings: bekommt er denn mit der bund-adresse alg II als aufstocker? denn wenn ich das richtig verstanden habe, muss er (natürlich) weiterhin seinen mietanteil beim vermieter einzahlen. die freundin wird nicht den doppelten mietanteil zahlen können und wollen ...
Dream71
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« Antworten #9 am: Januar 11, 2012, 21:05:23 »

Nein,er fällt aus der BG raus.Ist doch hier nicht mehr gemeldet.
Hat also seinen Sold für sich alleine.
Gruß Dream
Zwergenmama
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« Antworten #10 am: Januar 12, 2012, 08:57:42 »

aber dann rechne mal nach, dream: sein taschengeld, minus fahrgeld & co ... da bleibt nicht genug zum leben und erst recht nicht genug, um seinen mietanteil zu zahlen ...

egal wie man`s dreht ... wir kommen immer wieder beim gehalt der freundin an. entweder bg mit allen schikanen oder freundin muss ihren freund aushalten und seinen mietanteil übernehmen ...
Dream71
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« Antworten #11 am: Januar 12, 2012, 10:52:44 »

Hallo Zwergenmama
Fahrgeld zahlt der Bund die ersten 6 Monate.
Sein Sold über 400€ sollte doch wohl reichen.
Nach der Grundausbildung erhöht sich dieser auf über 1000€.
Das sollte doch wohl reichen,lach.
Gruß Dream
Zwergenmama
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« Antworten #12 am: Januar 12, 2012, 13:22:08 »

von den 400€ gehen bereits knapp 150€ monatlich für strom, telefon und fahrtkosten ab. bleiben noch 250€. dann noch die versicherungsbeiträge ... und vom rest soll er auch noch "leben" UND seinen mietanteil zahlen? erscheint mir nicht machbar.
« Letzte Änderung: Januar 12, 2012, 13:24:22 von Zwergenmama »
Dream71
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« Antworten #13 am: Januar 12, 2012, 20:13:38 »

Ich weiss nichtwie du auf diese Zahlen kommst.
Momentan verdient er über 1000€.
Gruß Dream
Zwergenmama
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« Antworten #14 am: Januar 12, 2012, 21:29:14 »

Zitat:

Absolviere den Bundesfreiwilligendienst. Ich verdiene 330 Euro Taschengeld sowie 44 Euro für Fahrtkosten, davon 10 Euro für den Anteil für eine BahnCard 50.

Lebe mit meiner Freundin und meinem Vater gemeinsam in einer Wohnung. Widersprüche gegen eäG etc. erfolglos, keine weitere Verfolgung in dieser Sache.

Durch die Aufnahme des BFD, die Zahlung des damaligen Kindergeldes und durch das die Einnahmen meiner Freundin zusammengerechnet wurden nebst Urlaubsgeld wurde damals ALG II eingestellt.

Ich habe Fahrtkosten von fast 80,00 Euro. Ich zahle 60,00 Euro für die Riesterrente jährlich ein. Vierteljährlich zahle ich knapp 80 Euro für eine Hausrat und Haftpflichtversicherung.

Meine Freundin hat ebenfalls Fahrtkosten von 75,00 Euro.

Jeder zahlt seine Miete einzeln an den Vermieter.

Kosten für Strom, Telefon circa 110 Euro : 3 Personen.
« Letzte Änderung: Januar 12, 2012, 21:30:09 von Zwergenmama »
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