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Autor Thema: Arbeitsvertrag, ungeschwärzte Kontoauszüge usw. erlaubt?  (Gelesen 3676 mal)
Mikes
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« am: Juli 06, 2010, 13:19:15 »

Hallo,

nachdem ich meinen Antrag auf ALG II ein zweitesmal ausgefüllt dem Job-Center überlassen habe (weil meine Options-Komune einen eigenen hat) kam heute erneut antwort für die ich auf Hilfe der erfahrenen User hier angewiesen bin.

Das Schreiben füge ich diesem Beitrag an, möchte aber folgendes gleich dazu schreiben.


1. Ich habe dem Antrag lückenlose Kontoauszüge beigefügt vom 01.03.2010 bis zum 01.06.2010 (Antragsdatum). Diese habe ich allerdings wie folgt geschwärzt.

Es war KEIN Betrag geschwärzt.
Es waren ALLE Eingänge (ALG I, Gehalt Freundin, Bareinzahlung usw.) komplett offen
Es waren ALLE Ausgänge im Betreff und Empfänger geschwärzt. Summen waren offen.

Dies tat ich da ich der Meinung bin das mein Ausgabeverhalten nichts zur Sache tut um meine Bedürftigkeit zu ermitteln.

2. Statt der angeforderten Kopie des Arbeitsvertrages meiner Freundin und der Mietbescheinigung (auszufüllen vom Vermieter) habe ich ein schreiben mit folgendem Text dem Antrag beigelegt:

Zitat:
Sie hatten die Vorlage einer Mietbescheinigung verlangt. Stattdessen lege ich Ihnen eine Kopie des Mietvertrages bei, aus dem die Höhe der Miete und der Nebenkosten hervorgeht. Außerdem lege ich Kontoauszüge über die Mietzahlungen seit Beginn des Mietverhältnisses bei. Sofern das nicht ausreichen sollte, bitte ich um Mitteilung, welche Information Sie einer Mietbescheinigung entnehmen möchten, die aus diesen Unterlagen nicht ersichtlich sind.

Sie baten um Vorlage des Arbeitsvertrages meiner Lebensgefährtin. Ich hatte meinem Antrag vom 01.06.2010 die drei letzten Gehaltsabrechnungen sowie den Steuerbescheid aus dem Jahre 2009 beigefügt. Bitte erläutern Sie, welche Informationen Sie darüber hinaus zur Feststellung meiner Hilfebedürftigkeit benötigen und dem Arbeitsvertrag meiner Lebensgefährtin entnehmen möchten.

Ich gehe davon aus, dass es sich bei Ihrer Feststellung, mein Antrag gelte als eingegangen am 10.06.2010 um ein Versehen handelt. Mein Antrag wurde am 01.06.2010 bei der Gemeinde Eltville abgegeben. Den Eingang hatte ich mir von der Behörde ausdrücklich bescheinigen lassen



Ich hoffe ihr könnt mir aus diesem *** helfen. Ich weiß echt nicht weiter.
« Letzte Änderung: Juli 06, 2010, 13:22:18 von Mikes »
Ludwigsburg
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« Antworten #1 am: Juli 06, 2010, 13:29:09 »

Hast du bisher richtig gemacht, würd ich sagen. Hast du auch schon einen Antrag auf Vorschuß gestellt?
Mikes
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« Antworten #2 am: Juli 06, 2010, 13:35:59 »

Antrag auf Vorschuss habe ich bisher keinen gestellt. Wird wohl auch nicht nötig sein aber wie gehe ich denn nun weite vor?
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« Antworten #3 am: Juli 07, 2010, 01:35:28 »

Erst einmal die Antwort abwarten...
Barney
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« Antworten #4 am: Juli 07, 2010, 13:02:55 »

...und sicherheitshalber einen Antrag auf Vorschuß stellen.

Oder bist du davon überzeugt, dass dein Amt bis zum Termin seine Beratungen, was sie dir nun mitteilen können, schlüssig beenden wird?

Vorschuß gibt es nur auf Antrag, wenn die Bearbeitung voraussichtlich länger als 4 Wochen in Anspruch nimmt.




Gruß Barney

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Ludwigsburg
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« Antworten #5 am: Juli 07, 2010, 14:08:38 »



Vorschuß gibt es nur auf Antrag, wenn die Bearbeitung voraussichtlich länger als 4 Wochen in Anspruch nimmt.

Barney, Vorschuß gibt es bereits am 1. Tag der Antragstellung bei nachgewiesener Mittellosigkeit!
Barney
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« Antworten #6 am: Juli 07, 2010, 14:15:08 »

Haste mal den §?


Gruß Barney

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Rudi Wühlmaus
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« Antworten #7 am: Juli 07, 2010, 14:17:54 »

Ich habe auch am Tage der Antragstellung mein Geld bekommen, denn merke:  ALGII wird im Voraus bezahlt.

Dafür brauchte ich kein §§ nur eine Wartezeit von 2 Stunden

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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« Antworten #8 am: Juli 07, 2010, 14:41:37 »

Haste mal den §?



Wozu einen Paragraphen suchen, wenn ich das bereits 2 x erfolgreich durchgesetzt habe - und das sogar dem stellvertretenden Geschäftsführer der ARGE Ludwigsburg, der deiner Meinung war, klar gemacht habe?

Wenn jemand mittellos ist, soll er dann verhungern, nur weil die die Unterlagen aus Zeitgründen nicht bearbeiten können?

Das hier habe ich kürzlich gelesen: http://hartz.info/index.php?topic=10
Barney
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« Antworten #9 am: Juli 07, 2010, 15:12:35 »

Nun gut, dann hast du einen Menschen davon überzeugt, dass du das Geld benötigst. Leider ist es damit aber nicht allgemeinverbindlich.

Und der nächste, der nicht deine Überzeugungskraft oder deine Argumentationsstärke besitzt, geht leer aus.

Es führen immer mehrere Wege zum Ziel. Einer davon ist der Antrag auf Vorschuß.

Zitat
SGB I § 42
Vorschüsse

(1) Besteht ein Anspruch auf Geldleistungen dem Grunde nach und ist zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich, kann der zuständige Leistungsträger Vorschüsse zahlen, deren Höhe er nach pflichtgemäßem Ermessen bestimmt. Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.

Es ist der sichere Weg.


Gruß Barney

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Rudi Wühlmaus
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« Antworten #10 am: Juli 07, 2010, 15:24:29 »

Nun gut, dann hast du einen Menschen davon überzeugt, dass du das Geld benötigst. Leider ist es damit aber nicht allgemeinverbindlich.

Und der nächste, der nicht deine Überzeugungskraft oder deine Argumentationsstärke besitzt, geht leer aus.

Es führen immer mehrere Wege zum Ziel. Einer davon ist der Antrag auf Vorschuß.

Es ist der sichere Weg.




Barney, nicht das wir uns Falsch verstehen, Wenn Du Leistungen nach SGBII erhältst bekommst du diese am Monatsanfang für den gesamten Monat. Denn würdest Du im Nach herein die Leistungen erst bekommen (Analog Lohn) wärst Du für den vorhergehenden Zeitraum nicht bedürftig - konntest Dich ja ohne ALGII-Leistung  versorgen -.

Daraus ist "messerscharf" zu schließen, das die Auszahlung der Regelleistung, für die Zeit von Antragstellung bis zum Ende des Monats, bei Antragstellung,  auf keinem Fall ein "VORSCHUSS" sein kann, sondern allenfalls ein Abschlag.

Diese Leistung sofort auszuzahlen macht natürlich Arbeit,- und wer arbeitet schon gerne in der ARGE unseres Vertrauens - und kostet bei Barauszahlung satte 8 Euronen, denn der Barscheck kann nur bei der Post eingelöst werden, aber bei bestehendem Konto ist sie doch recht schnell dem Konto gutgeschrieben, denn die ARGE kann täglich Geld anweisen. Wollen sie aber nicht publik machen.

« Letzte Änderung: Juli 07, 2010, 15:29:54 von Rudi Wühlmaus »

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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« Antworten #11 am: Juli 07, 2010, 15:46:21 »

Barney, spätestens heißt nicht, daß man 4 Wochen warten muß!
Barney
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« Antworten #12 am: Juli 08, 2010, 00:43:28 »

Barney, spätestens heißt nicht, daß man 4 Wochen warten muß!

Das habe ich auch nicht geschrieben. Ich habe den Gesetzestext zitiert. Und der ist nun wirklich nicht von mir. Ich rate auch jeden, diesen Antrag sofort zu stellen. Man kann ihn ja zurückziehen.

Zitat
Barney, nicht das wir uns Falsch verstehen, Wenn Du Leistungen nach SGBII erhältst bekommst du diese am Monatsanfang für den gesamten Monat. Denn würdest Du im Nach herein die Leistungen erst bekommen (Analog Lohn) wärst Du für den vorhergehenden Zeitraum nicht bedürftig - konntest Dich ja ohne ALGII-Leistung  versorgen -.

Auch das hat mit dem Antrag auf Vorschuß (Gesetzestext - nicht meine Worte!) nichts zu tun.

Das Geld kann auch sofort ausgezahlt werden. So man mit einem verantwortungsben SB zu tun hat, der absieht, dass für die Bearbeitung länger als 4 Wochen benötigt werden. Auch kann er einen vorläufigen Bescheid ausstellen. Das geht gleich und sofort.

Nun macht mich bitte nicht für Gesetzestexte verantwortlich. Ich bin nicht der Autor.




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