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Autor Thema: Begründungsschreiben für vorübergehende Mietkosten und Möbeleinlagerung  (Gelesen 2527 mal)
frankgehrig
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« am: Juni 18, 2013, 14:21:16 »

Hallo,

mein Mietverhältnis wurde im Februar gekündigt, seit dem suche ich verzweifelt nach einer Ersatzwohnung, nun am 30.6.2013 muss ich raus aus der Wohnung, sonst droht mir eine Räumungsklage.

Mein Bruder wird mich am 1.7. vorübergehend bei sich wohnen lassen, bis ich eine neue Wohnung gefunden habe. Dem Jobcenter habe ich diese Neuigkeit heute mitgeteilt. Nun möchte die Bearbeiterin für Ihren Teamleiter ein von mir aufgesetztes Begründungsschreiben warum ich bei meinem Bruder einziehen möchte und das meine Möbel in der Zeit bei ihm nicht untergebracht werden können.
Damit die Einlagerungskosten an die Möbelspedition und die vorübergehende Miete an meinen Bruder vom Jobcenter übernommen werden.

Kann mir jemand von euch bei der Formulierung dabei helfen?

Wie sollte ich mit der Begründung anfangen?

Danke für jede Formulierungshilfe.

 
Zwergenmama
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« Antworten #1 am: Juni 19, 2013, 11:51:45 »

die begründung zum einzug: du hast noch immer keine mietwohnung gefunden, die den sgb II-vorgaben entspricht. um einer obdachlosigkeit zu entkommen, stellt dir dein bruder PROVISORISCH einen SCHLAFPLATZ zur verfügung.

warum du einlagern mußt? du hast kein eigenes zimmer, nur einen schlafplatz (z.b. sofa im wohnzimmer), es gibt keine unterbringungsmöglichkeiten für deinen besitz.

siehe auch hier: BSG Urteil vom 16.12.2008 (B 4 AS 1/08 R)

dazu dann noch eine schriftliche bestätigung deines bruders. fertig.

wie genau die die höhe der kdu zur wohnungsmiete berechnet werden, kann ich leider nicht sagen.
frankgehrig
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« Antworten #2 am: Juni 19, 2013, 12:49:38 »

Danke Zwergenmama, das ist völlig ausreichend.
Zwergenmama
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« Antworten #3 am: Juni 19, 2013, 15:46:43 »

Noch etwas gefunden, passt sogar besser:

Sind Möbel und Hausratsgegenstände infolge einer Zwangsräumung oder sonstigen Wohnungsaufgabe eingelagert worden, gehören die Lagerkosten und die Auslösegebühr zu den Unterkunftskosten nach § 22 Abs. 1 SGB II (BSG vom 16.2.2008 - B 4 AS 1/ 08 R). Dass eine solche Auslegung des Begriffs der Unterkunftskosten geboten ist, zeigt der Anspruch auf eine Erstausstattung nach § 23 Abs. 3 SGB II; dieser Anspruch entsteht, wenn die Möbel zwangsversteigert werden, sollten Lagerkosten und Auslösegebühr nicht übernommen werden (vgl. SG Berlin vom 11.10.2005 - S 95 AS 9653/05 ER). Nur wenn die Lagerkosten so angewachsen sind, dass eine Erstausstattung wirtschaftlicher wäre, kann der SGB II-Träger die Kostenübernahme als unangemessen ablehnen (HessLSG vom 27.12.2005 - L 7 SO 33/05 ER, das die Lagerkostenübernahme den Leistungen nach §§ 67 ff. SGB XII zurechnet). Stellt ein Verwandter Raum für die Unterbringung der Möbel zur Verfügung, können die Kosten des Transports der Möbel vom SGB II-Träger zu übernehmen sein (SG Duisburg vom 19.2.2008 - S 7 SO 2/08 ER).



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