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Autor Thema: bewilligter umzug wird boykottiert  (Gelesen 1983 mal)
Zwergenmama
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« am: Mai 11, 2013, 11:28:14 »

jobbedingter umzug 450 km vom jc bewilligt, umzugskosten mit umzugsunternehmen (theoretisch auch).

14.04. kostenvoranschlag beim jc eingereicht. antwort e-mail "OK"

24. 04. stundenlange telefonversuche durch spediteur und mich, weil jc kostenvoranschlag nicht verbindlich bestätigen und vertrag unterschreiben will. umzug am 30.04. scheitert, weil unternehmer - natürlich - nicht auf blauen dunst und sein risiko arbeitet.

jc verlangt von mir, ich solle vertrag unterschreiben (und zahlen), spediteur verlangt vorabzahlung, um für mich tätig zu werden. woher soll ich knapp 4000 euro nehmen?

zwischenstand bis heute: ich kann seit 15 tagen die wohnung nicht an die besitzer übergeben. hocke mit den kindern und zwei luftmatratzen in einer neuen leeren wohnung. vermieter und nachmieter kündigen schadensersatzklagen gegen mich an.

jc stellt sich noch immer tot, ist nicht erreichbar.
« Letzte Änderung: Mai 11, 2013, 11:29:15 von Zwergenmama »
Lalelu
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« Antworten #1 am: Mai 11, 2013, 19:32:23 »



Da stellt sich doch die Frage, warum hier nicht schon spätestens am 24.04. ein Anwalt eingeschaltet wurde.

Selbst wenn die Telefonversuche nicht gescheitert wären, ist doch weitgehend bekannt, daß man mit JC Schergen nicht telefoniert.

Das Ganze dürfte ein Racheakt sein.
Zwergenmama
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« Antworten #2 am: Mai 12, 2013, 09:23:31 »

du kennst mich, lalelu, ich lasse mir garantiert nichts mehr vormachen.

versuch mal über die feiertage einen fachanwalt zu finden, war aussichtslos. mittlerweile ist einer dran, aber der bezahlt den umzug ja nun auch nicht. muss vom jc oder gericht kommen, doch das dauert.

der spediteur telefoniert natürlich, warum sollte er denen hinterlaufen? ich habe alles bereits seit 2 monaten schriftlich bewilligt vorliegen, was mir leider auch nichts bringt. kostenvoranschlag kam erst am 24. vom unternehmen, da sofort mit dem Anwalt anzutanzen, wäre vollkommen überzogen und kontraproduktiv gewesen.

hier wird wieder auf zeit gespielt, in der hoffnung, dass ich das schon irgendwie geregelt bekomme. auf meine kosten natürlich.
« Letzte Änderung: Mai 12, 2013, 09:33:09 von Zwergenmama »
schimmy
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« Antworten #3 am: Mai 12, 2013, 10:49:41 »

Hallo Zwergenmama,

das ist ja ein Schlamassel der dir dort wiederfährt.

Hast du denn schon einen gültigen Arbeitsvertrag wo du anfangen kannst zu Arbeiten ?

Von wo nach wo ziehst du denn um ?

450 KM ist ja auch nicht mal eben um die Ecke.

Arbeitslos - aber nicht machtlos! ALG II abhängig - aber nicht rechtlos!

Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe da, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
Zwergenmama
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« Antworten #4 am: Mai 12, 2013, 11:59:34 »

hallo schimmy

ja, ich arbeite bereits seit februar für dieses unternehmen. tz, einkommen reicht also leider noch immer nicht ganz, um drei Personen zu finanzieren. aber der job macht spass, die kinder haben endlich eine ganztagesbetreuung, und ich sehe licht am tunnel.

seitdem "wohnen" wir auch in einer mini-firmenwohnung. ging alles ziemlich schnell, daher sollte der wirkliche umzug stattfinden, wenn ich eine eigene wohnung gefunden habe. und richtig- 450 km entfernung, bahnfahrt 8 stunden ... da kann ich nichts mal so eben regeln. alles nur schriftlich, alles nur über den anwalt. es ist zum kotzen.

und im nachhinein wird's der steuerzahler ausbaden. die rechtslage ist eindeutig, alle zusatzkosten, alles prozess- und mahnkosten werden vom jc getragen werden müssen. den ärger, die arbeit, und das generve habe natürlich ich. kostenfrei.  motz
« Letzte Änderung: Mai 12, 2013, 12:00:53 von Zwergenmama »
Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #5 am: Mai 12, 2013, 12:36:29 »

Hi Zwergenmama,

Großer Mist der da jetzt am laufen ist für dich. Tut mir echt für dich leid und ich hoffe das der hinzugezogene Anwalt sofort was unternimmt.

Sofort, damit meine ich unverzüglich bei dem zuständigen Sozialgericht eine Eilklage und einen Antrag auf einstweilige Eil-Anordnung vom Gericht einreicht/stellt, dass das JC hier sofort (!!!!) die notwendigen Kostenübernahme für die Umzugskosten durch eine Umzugsfirma (das günstigste der eingereichten Angebote halt) übernehmen muss und dir hierfür für deine Unterlagen eine schriftliche Kostenübernahmezusage zuschickt und gleiches DIREKT an die bewilligte Umzugsfirma faxt, damit der Umzug endlich über die Bühne gehen kann.

Darin kann das JC ja auch direkt festhalten, dass die Umzugskosten direkt zwischen Umzugsfirma und JC abgewickelt werden und du somit damit überhaupt nichts mehr zu tun hast, ausser der Umzugsfirma dann nach getätigten Umzug diesen mit deiner Unterschrift schriftlich zu bestätigen, damit diese die Erstattung der angefallenen Kosten dann vom JC erhalten können.


Ehrlich gesagt, wenn das bei mir der Fall gewesen wäre, wo ich am 14.04. denen drei Angebote eingereicht hätte (und für die Entscheidung auf jeden Fall eine Frist denen gesetzt hätte - hier bis spätestens 21.04. Posteingang bei dir -, um hierüber eine Entscheidung zu treffen - ansonsten hingewiesen das nach Ablauf derer rechtliche Schritte hier eingeleitet werden würde, da der Umzug bereits zum kommenden 01.05. stattfinden sollte, da sonst weitere finanzielle Kosten auf dich von Seitens des ehem. Vermieters und deines Nachmieters auf dich zukommen würden) und am 24.04. immer noch schriftlich keine Kostenübernahmezusage vorgelegen hätte um dieses dann in Kopierform zur Absicherung an das Umzugsunternehmen zu übergeben, dann hätte ich noch versucht am gleichen Tag bzw. am kommenden Montag hier einen Anwalt aufzusuchen ODER, wenn dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich gewesen wäre, sofort beim zuständigen Sozialgericht selber einen Eilantrag auf Kostenübernahmezusicherung bzw. einen Antrag auf "Einstweilige richterliche Eil-Anordnung an das JC hier umgehend diese Kostenübernahme zu bewilligen und dir schriftlich sofort auszuhändigen. Denn, um beim Sozialgericht solche Anträge auf einstweilige Anordnungen oder Klageeinreichungen MUSS man nicht unbedingt einen Anwalt haben, sondern kann dieses durchaus selber dort in zwei- bzw. dreifacher Ausfertigung einreichen. Zudem du durch diese E-Mail eine Kostenübernahme-Zusicherung an dich von Seitens des JC durchaus nachweisen kannst und nur diese hätte dir auf den Postweg nochmals, als Nachweis für die Umzugsfirma hätte zusenden können.

Gut, mit einem Anwalt an der Seite ist es oftmals hilfreicher als ohne. Aber wenn es nun mal nicht anders geht und es bei einem so brennt wie bei dir, dann sollte man diesen Schritt auch unbedingt gehen.

Und das hier Eile geboten ist um diese Kostenübernahmezusicherung vom JC an das Umzugsunternehmen zu bewilligen und zu bescheiden, daran hätte auch das Gericht keinen Zweifel sehen können. Hier sind Kinder davon mit betroffen, daher ist hier auch eine Eilanordnung der Kostenübernahmezusicherung vom JC sofort statt zugeben.

Zudem hier weiter Folgekosten durch den ehemaligen Vermieter, dem man die "alte" Wohnung nicht ordnungsgemäß nach Vertragsablauf zurückgeben werden konnte (da darin ja noch fast der gesamte Haushalt der Familie sich befindet, weil der geplante Umzug wegen der nicht vorhandenen schriftlichen Kostenübernahmezusicherung hatte stattfinden können) und somit auch der neue Mieter nicht die Wohnung beziehen konnte (und somit er selber nicht aus seiner alten Wohnung vertragsendemäßig hatte ausziehen können) und dieser dann auch mit seinem Noch-Vermieter und deren Nachmieter wohl große Probleme bekommen hatte (ebenfalls doppelte Mietbelastungen) für dich entstehen. Und da dieses sich immer auf die nächsten Nachmieter weitergehen, ist dies ein Fass ohne Boden der dadurch sich jetzt aufgetan hat. Jeder will seine zusätzliche Kosten ja vom nächsten Verursacher dann erstattet bekommen.

Und das ein Umzugsunternehmen mittlerweile (und vielleicht gerade beim ALG-2-Beziehern) eine schriftliche Kostenübernahmezusicherung von Seitens des JC schriftlich vorgelegt haben möchte, das dürfte mittlerweile auch allen JC bekannt sein. Schließlich wollen die Unternehmen sich vorab absichern auch tatsächlich nach dem getätigten Umzug ihr vereinbartes Geld dafür zu bekommen. Oftmals ist es mittlerweile auch so, dass viele Umzugsunternehmen nur noch Umzüge für HE durchführen, wenn vorher schriftlich zum einen eine solche Kostenübernahme-Zusicherung vorliegt und zum zweiten darin auch ausschließlich nur eine Direkt-Abwicklung dieser Kostenerstattung zwischen dem Unternehmen und dem JC direkt vereinbart und zugesichert worden ist. Ansonsten, wenn eine solche Direkt-Kosten-Abwicklung nicht vertraglich zugesichert wurde, lehnen oftmals mittlerweile viele Umzugsunternehmen die Durchführung von Umzügen für HE konsequent ab. Auch weil es hier in der Vergangenheit leider auch schon zu gravierende Schwierigkeiten gekommen ist, da das JC die vereinbarten Umzugskosten an den HE überwiesen hatte, dieser aber leider nicht diese zweckgebundenen Gelder an das Unternehmen weitergeleitet hatten. Und das JC das Umzugsunternehmen einfach an den HE verwiesen hätte, da dieser das Geld ja bereits erhalten hatte und sie doch sich direkt mit diesem dann auseinandersetzten sollten bzw. dort ihr Geld dann von dem einklagen müssen.

Daher sind auch viele Umzugsunternehmen gegenüber einem HE vorsichtiger geworden und bestehen durchaus immer öfters auf diese Direkt-Vertragsabwicklung zwischen JC und dem Umzugsunternehmen.


Auf jeden Fall drücke ich dir, liebe Zwergenmama, ganz fest die Daumen das jetzt hier der Anwalt die notwendigen eiligen Schritte einleitet und dir unverzüglich durch ein Gericht diese Kostenübernahme-Zusicherung für den Umzug per Eil-Anordnung zugesprochen wird und das JC dann unverzüglich dir alle notwendigen Nachweise für das Umzugsunternehmen schriftlich sofort aushändigt.

Und noch etwas, wünsche Dir, trotz dem Stress und Ärger den du momentan hast, einen schönen und erholsamen Muttertag.

glg
Pimpf
Zwergenmama
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« Antworten #6 am: Mai 12, 2013, 13:09:52 »

hallo pimpf!

inzwischen sind wir beide ja - zwangsläufig - alte hasen, was notwendige vorgehensweise angeht. der anwalt ist super, zaubern kann er leider auch nicht. und ehrlich gesagt hilft die weite entfernung, der abstand zum ganzen um sagen zu können: ich habe alles getan, was in meiner macht steht, nun müssen andere agieren. das jc wird bluten, darauf könnt ihr wetten.


zusätzlich brennt es parallel auch auf der anderen seite, das neue jc macht genau da weiter, wo das alte aufhören will. Gerade rausgeschickt:

Sehr geehrte Frau Arbeitgeberin.

Das Jobcenter *** verweigert weiterhin Anerkennung und Zahlung anfallender Mietkosten für die Firmenwohnung im *** Weg., ich kann meinen Mietverpflichtungen noch immer nicht nachkommen. Mein Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid  zu den KdU wegen angeblich nicht erbrachter Mitwirkungspflicht wird verschleppt. Auch nach nunmehr fast 2 Monaten habe ich noch keine Rückmeldung über den Stand der Bearbeitung, geschweige denn eine Bescheid erhalten, mit dem ich beim zuständigen Sozialgericht Klage einreichen könnte.
 
Die zuständige Wohngeldstelle hat meinen Antrag auf Wohngeld nun ebenfalls abgelehnt. Ich würde meiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommen, heißt es im vorliegenden Ablehnungsbescheid.
 
Sowohl das Jobcenter, als auch die Wohngeldstelle bestehen weiterhin auf die Ausstellung der von der Unternehmensberatung verweigerten "Vermieterauskunft", obwohl hier datenschutzrelevante Einzelheiten abgefragt werden sollen und weder ich, noch die***gesetzlich verpflichtet sind, derart sensible Daten an Dritte zu übermitteln. Der Datenschutzbeauftragte des Landes Kuhdorf hat hierzu ja bereits eindeutig Stellungnahme bezogen.
 
Die Wohngeldstelle behauptet noch zusätzlich, ich bräuchte gar keine Mietzahlung an Sie leisten, würde mietfrei wohnen. Die von mir vorgelegten Unterlagen zur Mietvereinbarung und auch die Mahnungen wegen ausbleibender Mietzahlungen werden ignoriert.
 
Des weiteren begeht die Wohngeldstelle neuen Rechtsbruch, indem man versucht, mir die Möglichkeit zum Widerspruch zu nehmen. Meines Wissens nach hat in Deutschland jeder Bürger die Möglichkeit, gegen einen Amts- oder Behördenbescheid einmalig außergerichtlich Widerspruch einzulegen. Diese Möglichkeit will mir die Wohngeldstelle nicht zugestehen, verweist im vorliegenden Bescheid auf mein "Recht auf Widerspruch" beim Amtsgericht. Der Widerspruch wäre für mich mit erheblichen gerichtlichen Kosten verbunden; dieses weiß die zuständige Stelle natürlich, und offensichtlich spekuliert man darauf, ich würde mich unter diesen Umständen nicht länger wehren.

 
eilklage wurde vom sg mit der begründung, noch hätte man mir die wohnung nicht gekündigt, es läge keine gefahr zur obdachlosigkeit vor, abgelehnt. auch hier ist ein anwalt dran. ein anderer. das wird teuer. allerdings nicht für mich ...
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