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Autor Thema: H4 aber arbeitsunfähig, was nun?  (Gelesen 5242 mal)
Stella1807
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« am: August 07, 2012, 21:19:26 »

Hallo, trotz mehrmaligen suchen im i-net, bin ich noch nicht so recht schlau geworden und hätte mal eine frage.

Ich, 25 habe Ende August 2007 meine 3 jährige Ausbildung abgeschlosssen. Habe alg1 bekommen und bin dann ins h4 gerutscht und erhalte das bis heute. Aufgrund psychischer Probleme und langen Zeitraum von Krankenscheinen, wurde ich vom Amtsarzt der Arge im März 2012 für 6 Monate als arbeitsunfähig eingestuft. Nun ist für September ein neues Gutachten vorgesehen.

Meine Frage ist nun, was passiert wenn sich bei diesen Gutachten eine weitere Arbeitsunfähigkeit für weitere 6 Monate heraus stellt? Ist dann das Amt für H4 weiterhin zuständig, oder wird man dann in die Grunsicherung, Sozialhilfe gesteckt, oder muss man einen Antrag auf Rente stellen beim Rententräger? aber habe ja so an sich noch nicht wirklich in die rentenkasse eingezahlt...
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #1 am: August 07, 2012, 21:26:20 »

Also. ersteinmal  bei uns.

Der Arzt kann Dich auch gut noch ein weiteres halbes Jahr unfähig schreiben. Wenn er denn Besserung, bzw. die Aussicht darauf sieht.

Bei so jungen Menschen wie Dir wird das wohl so werden.

Wenn nicht, dann kann das JC Dich auffordern, einen Antrag auf Rente zu stellen.
Aber keine Angst, das JC muss bis zur Entscheidung des Rententrägers weiterzahlen.

Wenn dann der Rententräger auf keine Rente entscheidet, bleibst Du beim JC.

Grundsicherung nach XII gibt es erst, wenn man auf Dauer erwerbsunfähig ist. Also wenn zwar Rentenanspruch aber zu wenig oder keine Anwartschaftszeiten. Dann zahlt nicht die Rente sondern die Grusi.

Stella1807
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« Antworten #2 am: August 07, 2012, 22:07:13 »

Ohh wo ist meine gute Erziehung geblieben...Natürlich auch erst einmal Hallo  Mrgreen

Also versteh ich das so richtig...wenn der Ärztliche Dienst der Meinung ist, es könnte eine Besserung eintreten, solang kann ich auch trotz Arbeitsunfähigkeit weitere 6 Monate h4 normal weiter bekommen? (dachte nämlich schon das dann vllt. eine andere Stelle für mein Lebensunterhalt dann zuständig wäre)

Aber wie würde denn dann, der Fall mit dem Antrag der Rente ablaufen? Schicken die einen nicht eher erst zur Kur oder Reha bevor die so ein Rentenantrag bewilligen würden? Dachte habe da mal was von gehört.

Und wer oder wie entscheidet sich das wegen der Grundsicherung? Wer stellt denn sowas fest? Auch der Rententräger?

Sorry für meine vllt. "einfachen" Fragen, aber ich habe ehrlich gesagt kaum eine richtige Ahnung.
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #3 am: August 08, 2012, 19:22:05 »

Nun, aufgrund Deines Alters kann es natürlich geschehen, das erst einmal versucht wird, Dich über Rehamassnahmen wieder in die Erwerbsfähigkeit zu bekommen.

Aber auch dann wird Dein Lebensunterhalt weiter über die Arge gesichert.

Es ist nicht zwingend vorgeschrieben, vorher eine Kur zu machen oder so. Das gibt es auch nur, wenn es Sinn macht.

Und zur Grusi:
Das Jc müsste Dir einen Bescheid geben, das sie Dich nicht mehr als erwerbsfähig ansehen und Dir keine Leistungen ab dem......... Mehr zählen wollen. Wichtig: das muss als Bescheid erfolgen.

Nun müsstest Du zwei Dinge machen:

1. Du stellst mit diesem Bescheid einen Antrag beim zuständigen Grundsicherungsamt bei Deiner Gemeinde. Manchmal heißt es auch immer noch Sozialamt. teach

2. Gleichzeitig legst Du Widerspruch gegen den Bescheid beim JC ein.
Die müssen nämlich bis zur Bewilkigung des Grusiamtes bezahlen. Das Geld würden die dann wiederbekommen.

Meistens erkennen die Grusiämter die Entscheidung des JC nicht an und schicken Dich dann , richtig, zur Untersuchung durch die RV . Und wenn die RV sagt, auf Dauer EU, dann bekommst Du auch Grusi.

Ist also alles irgendwie ein Kreislauf der immer gleichen Stellen.

Stella1807
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« Antworten #4 am: August 10, 2012, 20:45:25 »

Stimmt ist alles irgendwie ein Kreislauf, aber immerhin habe ich jetzt schon mit deiner Erklärung Durchsicht 

Eine Frage hätte ich allerdings noch. Du meintest ja, das des Grusiamt mich zum RV schicken könnte, weil sie das vom JC nicht annehmen könnten, aber was ist denn dann wenn der RV aber ablehnt? Dann zahlt ja das Grusiamt nicht, aber/und das JC ja will mich ja auch nicht mehr haben?

Ich mache mir da vllt. einfach auch zu sehr einen Kopf, aber es ist ja auch mal interessant zu wissen, wie das so abläuft und die könnten mir dann kein Quatsch erzählen.

Vielen Dank erst einmal für die bisherigen Antworten und den Tipp mit dem Widerspruch, falls es so kommen könnte/sollte. Hätte ich jetzt zum Beispiel nicht gewusst.

Wünsche noch einen schönen Abend heute.
Turtleman
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« Antworten #5 am: August 13, 2012, 01:01:48 »

Hallo,

Ablauf(bei mir, bei DIR dann "entsprechend", bin übrigens selber
noch nicht im üblichen Rentenalter);

Arbeitsamt hält dich aufgrund von Gutachten, etc. NICHT
für Arbeitsfähig(bzw. Arbeitsfähig UNTER 3 Stunden täglich)

Wenn die "Arbeitsunfähigkeit" länger andauert, dann KANN es passieren, das Du
vom Arbeitsamt/Jobcenter her INTERN in die "Behindertenabteilung"(ich nenne das jetzt mal so)
abgeschoben wirst. Bzw. es wird VERSUCHT , dieses zu tun.

Kann wie gesagt, OHNE dein Wissen passieren. Spätestens wenn DIE Arbeitsamtleute
dann auch meinen, eine Reha und co würde nicht mehr gehen, DANN wird man
dich AUFFORDERN einen Rentenantrag zu stellen.

Musst Du überlegen, ob Du der (möglichen) Aufforderung zuvorkommst, und
SELBER einen Antrag bei der DRV stellst. Je nachdem was DU willst, würde ich
vorher noch mit DEINEM Arzt reden, was er meint. Wenn DEIN Doc der Meinung ist, es
wird wieder, dann EVENTUELL eine "Wiedereingliederung"(zusätzlich) bei der DRV
beantragen.

Wie gesagt, WAS DU willst. Kann ja auch sein, das DEIN DOC dich dauerhaft
für Arbeitsunfähig hält, aber DU willst unbedingt arbeiten. DANN bekommt
die DRV halt KEIN entsprechendes Attest von Dir.

Du kannst NICHT von ausgehen, das die DRV "grundsätzlich" bei deinen Doc´s
nachfragt, und erst dann entscheidet. Hat die DRV bei mir auch NICHT
gemacht. WENN die DRV VON DIR genug Atteste bekommt, entscheiden
die auch schon mal nach "Aktenlage". Ansonsten KANN es passieren, das
Du im Auftrag der DRV untersucht wirst.

---------------------------------

Wenn jetzt die DRV deine ArbeitsFÄHIGKEIT feststellt, dann bleibst Du WEITERHIN
beim Jobcenter. KANN allerdings sein, das vom Jobcenter dann die nächste
Untersuchung "angeordnet" wird. Und von dort geht es dann wieder zur Aufforderung, einen
(erneuten) Rentenantrag zu stellen.

Ping-Pong sozusagen, kenne ich durch einen Kumpel hier auch. Dauert dann
mit diesem "Spielchen" schon mal ein Jahr und länger, bis die DRV im Sinne
des Jobcenters(Ja zur Rente) entscheidet.

Solange aber die DRV NEIN zur Rente sagt(Du BIST Arbeitsfähig), solange MUSS
das Amt weiter zahlen.

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Die DRV KÖNNTE aber auch bescheiden, das Du zwar ArbeitsUNFÄHIG bist, aber aufgrund
der (fehlenden)Versicherungszeiten keine Rente bekommst. DANN wäre das Sozialamt
zuständig.

So oder so, deine (mögliche) Rente wird so gering sein, das Du ERGÄNZEND
übers Sozialamt auf "Hilfe zum Lebensunterhalt" angewiesen sein wirst.

Gruss

Stella1807
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« Antworten #6 am: August 13, 2012, 13:08:52 »

Auch dir ein Danke an dich, dass du dir die Mühe machst, mir zu antworten :)

Ich glaube ich bin schon in der "Behindertenabteilung", da ich zusätzlich zu mein psychischen Krankheiten auch Körperbehindert seit Geburt an bin. Ich habe deshalb auch eine Ausbildung in einen Berufsbildungswerk bekommen, wo nur welche hin kommen, die irgendwie körperlich beeinträchtigt sind. Hat sich aber auf mein Seelenleben nicht sonderlich gut ausgewirkt.

Was bedeutet denn eine Wiedereingliederung bei der DRV?

Habe auch schon gehört, das manche nur hin und her geschickt werden. Na ich werde mal mit meiner Ärztin und Psychologin reden und mal schauen was die dazu meinen. Und auch mal die Amtsarzt-Untersuchung abwarten. Mehr kann ich ja sowieso nicht machen so recht. Aber es ist schon einmal gut, dass ich jetzt ein paar Infos habe, was kommen könnte. Das beruhigt mich ein wenig.
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