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Autor Thema: Hilfe Sanktion!  (Gelesen 6060 mal)
MrsNorris
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« am: Juni 30, 2011, 18:36:07 »

Hallo Ihr Lieben! Nun hatts uns auch erwischt. Haben die Kacke nun so richtig am dampfen.
Folgendes passierte:
Mein Partner hat seit August letzten einen 400-Euro-Job, befristet auf ein Jahr. Wegen dem Job gab es schon Ärger mit dem Amt, da er natürlich Vollzeit machen sollte.
Im Rahmen dieses Jobs fährt er ein Fahrzeug mit grünem Kennzeichen. Trotzdem hat er es privat genutzt und in Rahmen dieser
nicht erlaubten Nutzung einen Passanten versehentlich angefahren.
Daraufhin erhielt er die Kündigung, und natürlich laufen anderweitig noch Strafverfahren und Schmerzengeld-Verfahren, d.h. laufende Anwaltskosten usw.
Nun hat er die Kündigung ordnungsgemäss bei der Arge ingereicht, und heute kam Post. Sanktion um 30 % für 3 Monate.
Ich möchte hier jetzt nicht darüber diskutieren, wie unnötig diese Privattour war usw. Meinem Freund gehts damit beschissen genug, einen Menschen angefahren zu haben.
Haben wir irgendeine Chance, diese Sanktion abzuwenden? Wichtig zu erwähnen wäre noch, dass ich schwanger bin ( ja, ich habe es gewagt, noch ein Baby zu bekommen). Das Baby soll Anfang Oktober kommen.
Bin für jeden konstruktiven Rat dankbar.
Dieter 66
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« Antworten #1 am: Juni 30, 2011, 18:52:34 »

Man muss schon wissen, ob Androhung/Anhörung oder schon Sanktionsbescheid.
Und, was steht drin.

Ich bin nicht abergläubig. So was bringt nur Unglück!!
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
MrsNorris
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« Antworten #2 am: Juni 30, 2011, 19:01:35 »

Also es ist ein sanktionsbescheid gemäss §31 SGB 2.

"Begründung: Sie haben ihre Beschäftigung verloren, weil Sie ein Fahrzeug zu anderen als zu Dienstzwecken genutzt haben. Da davon auszugehen war, dass der Arbeitgeber ein solches Verhalten nicht duldet, waren der Verlust des Arbeitsplatzes und die damit einhergehende Hilfebedürftigkeit leicht abzusehen.
Sie haben keinen wichtigen Grund für Ihr Verhalten mitgeteilt."

Ich finde es eine schweinerei. 1. war der Arbeitsvertrag eh nur zum 1.8. diesen Jahres befristet. 2. ist mein Freund schon gestraft genug. Er wünscht sich sehr, das Geschehene ungeschehen machen zu können und macht sich bittere Vorwürfe. Er büsst durch Strafverfahren, schlechtes Gewissen usw. schon genug, ohne dass das Amt noch zusätzlich zutreten muss. 
Dieter 66
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« Antworten #3 am: Juni 30, 2011, 19:08:07 »

Hat er es nach Feierabend benutzt??
Dennoch. Ich würde es mit einem Eilantrag mit einstweiliger Anordnung auf Aufhebung
der Sanktion beim zuständigen SG, versuchen.
Machmal sehen Richter sowas anders.
Er sollte aber gut begründen, warum es privat benutzen musste.

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Dieter 66
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« Antworten #4 am: Juni 30, 2011, 19:10:36 »

Er muss aber erst Widerspruch gegen diese Sanktion eireichen.

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MrsNorris
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« Antworten #5 am: Juni 30, 2011, 19:15:27 »

Ja aber wie begründet man den Widerspruch am besten?
Dieter 66
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« Antworten #6 am: Juni 30, 2011, 19:16:56 »

In dem er es schön redet, warum er gefahren ist.
Und, er war sich keiner Schuld bewusst.
« Letzte Änderung: Juni 30, 2011, 19:17:13 von Dieter 66 »

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schimmy
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« Antworten #7 am: Juni 30, 2011, 21:25:47 »

Hallo MrsNorris,

am besten holt dein Freund sich einen Beratungsschein beim Amtsgericht, Kostenpunkt 10 Euro, und dann nimmt ihr euch am besten einen Anwalt/in für Sozialrecht. Der kann euch auch widerum gleich bei dem Widerspruch gegen das Jobcenter helfen, das währ die beste Lösung.

Gruß Schimmy

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Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe da, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
MrsNorris
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« Antworten #8 am: Juni 30, 2011, 21:31:31 »

Daran hatte ich natürlich auch schon gedacht. Ich frage mich nur, ob das Sinn macht.
Dream71
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« Antworten #9 am: Juni 30, 2011, 21:35:37 »

Hallo!!!
Du gibst schon auf ohne den Kampf begonnen zu haben.
Warum fragst du dann nach Hilfe.
Nun mal raus mit dem Kopf aus dem Sand.
Du kannst doch nur gewinnen.
Gruß Dream
MrsNorris
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« Antworten #10 am: Juni 30, 2011, 22:37:59 »

Danke dream  zwinker
Wär auch blöd wenn wir sie nicht zumindest ärgern würden
Dream71
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« Antworten #11 am: Juli 01, 2011, 00:06:53 »

Was heisst ärgern,ihr müsst sehen das ihr da ohne Schaden rauskommt.
Das ist das Ziel.
Klar hat er Mist gebaut,aber mal sehen was es da für Möglichkeiten gibt.
Und schreibe hier mal wann der Unfall war.Innerhalb oder ausserhalb der Dienstzeit.
Kann eventuell wichtig sein.
Gruß Dream
« Letzte Änderung: Juli 01, 2011, 00:22:08 von Dream71 »
MrsNorris
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« Antworten #12 am: Juli 01, 2011, 08:10:36 »

Der Unfall war ausserhalb der Dienstzeit. Das ist ja das Problem.
Besonders unfair ist, dass er von August bis einschliesslich Oktober die Sanktion bekommt, obwohl der Arbeitsvertrag eh nur bis zum 1.8. befristet war. Er wurde auch nicht fristlos gekündigt, sondern erst zum 30.6. Der Unfall war bereits Anfang Mai.
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #13 am: Juli 01, 2011, 10:57:51 »

In diesem Falle würde ich auch dringend einen Anwalt empfehlen.
Hier eigene Argumentationen bringen, das bringt meiner Meinung nach wenig.

Und zwar gleich zum Anwalt.
Er muss jetzt den richtigen Widerspruch einlegen und wenn die Sanktion dann wirklich eintritt, dann muss er gleich eine EA beantragen. Es geht ja immerhin ums Existenzielle.

Und bitte sofort darum kümmern, es sind Fristen zu beachten.

schimmy
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« Antworten #14 am: Juli 01, 2011, 15:38:29 »

Bei Widerspruch sind das 4 Wochen !

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