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Autor Thema: Merkwürdige Vorladung vom Jobcenter  (Gelesen 5665 mal)
kronach
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« am: August 28, 2011, 02:14:24 »

Gestern erhielt ich per Einschreiben eine doch etwas merkwürdige Vorladung (Bewerberangebot/berufliche Situation) vom Jobcenter:

- Der Termin ist erst in 14 Tagen.
- Die Zimmernummer ist nicht wie sonst nur eine Zahl, sondern dahinter steht noch ein Buchstabe.
- Zitat:
"Sollten Sie am oben genannten Termin arbeitsunfähig erkrankt sein, erscheinen Sie bitte am ersten Tag, an dem Sie wieder arbeitsfähig sind. Ist dieser Tag ein Tag, an dem das Jobcenter nicht dienstbereit ist (z.B. Samstag, Sonntag, Feiertag), sprechen Sie bitte am folgenden Werktag persönlich bei Ihrem Jobcenter vor." [Ist das zulässig? Sonst kamen in solchen Fällen immer neue Einladungen. Was hat das zu bedeuten?]

Es handelt sich um einen mir bislang unbekannten Sachbearbeiter, nach anderthalb Jahren mittlerweile der vierte! Zuletzt hatte man nach einer (teilweise) erfolgreichen Sozialklage noch Ruhe gegeben.
schimmy
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« Antworten #1 am: August 28, 2011, 11:14:36 »

Hallo Kronach,

wenn du Gesund bist, dann gehe zu dem besagten Termin, am besten mit Beistand. Post per Einschreiben vom Jobcenter ist natürlich schon komisch, meine Briefe die Ich immer bekomme werden normal zugestellt, 0,55 Cent. Diese Schreiben sind sowiso nur Textbausteine, da wird jedes Schreiben vom SB zusammen gebastelt und sonst nichts, da solltest du dich auch nicht von so einem Schreiben beirren lassen.

Arbeitslos - aber nicht machtlos! ALG II abhängig - aber nicht rechtlos!

Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe da, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #2 am: August 28, 2011, 13:18:21 »

Hi Kronach,

daran kann ich nichts unzulässiges erkennen.

Zum einen wechseln an den meisten JC die zuständigen SB´s des Öfteren (in meinen Augen sogar zu oft, habe mittlerweile auch schon die/den 6. oder 7. SB zugewiesen bekommen) und zum anderen ändern die auch gerne mal die Zimmernummern entsprechend ab.

Das dies mit einem Einschreiben zu geschickt worden war, hat wohl den Grund, dass das JC bzw. der oder die zuständige SB sicher stellen wollte, das dieses Schreiben dir auch wirklich zugegangen ist. Wird aber wohl selten und wird evtl. nur dann angewendet wenn der Verdacht bestehen könnte, das die Post nicht zugehen könnte oder der HE später evtl. behaupten könnte, dieses Schreiben nicht erhalten zu haben (leider gibt es auch solche HE die dann behaupten, weil sie es schlichtweg vergessen haben oder ähnliches, dieses Schreiben nicht erhalten zu haben). Deshalb werden dann wohl solche Einladungen lieber per Einschreiben zugestellt und damit ist es für das JC nachweisbar, das dieses Schreiben dann und dann einem zugestellt worden war.

Und auch das Termine, vor allem beim zuständigen SB für die Arbeitsvermittlung (nicht Leistungsabteilung) gerne auch einige Tage oder sogar Wochen im Voraus gemacht werden, ist nicht ungewöhnlich heut zu Tage. Auch mir selber wurde schon mal von meiner Arbeitsvermittlerin ein Termin, der erst ca. vier Wochen später gewesen war, zugeschickt. Das hatte den Vorteil dass ich dann bereits im Vorfeld wusste wann ich dort einen Termin hatte und ich dieses dann bei weiteren, anderen ärztlichen, therapeutischen oder behördlichen Terminabsprachen sonst wo gut berücksichtigen konnte um keine Terminüberschneidung zu bekommen.

Nun zu deinem eingestellten Textbaustein vom JC.

Darin wird nur darauf hingewiesen, dass, sollte man am besagten Termin erkrankt sein (mit AU zu bescheinigen), dass man dann verpflichtet ist nach der Gesundung (ab dem Tag also wo man vom Arzt wieder als arbeitsfähig eingestuft wird) sich umgehend am nächsten Werktag, wo das JC geöffnet ist, sich persönlich beim JC zu melden.
Damit braucht das JC keine neue Einladung mehr an den betroffenen HE zu schicken, weil er dadurch verpflichtet wurde, sich umgehend - nach dem er wieder gesund ist -, bei denen persönlich zu melden.

Denn oftmals wurde vorher dann, nachdem der HE sich wieder als gesund zurück gemeldet hatte (entweder telefonisch dies seinem/r SB mitgeteilt hatte oder kein neuer Anschlusskrankenschein eingereicht worden war von ihm) eine neue Einladung an ihn geschickt und der HE war zu diesem Termin dann urplötzlich wieder krank geschrieben von einem Arzt. Solches Tun will man jetzt mit solchen, dir vorliegenden Textbausteinen halt direkt verhindern.

Kommt man der Mitwirkungs-,  Mitteilungs-, sowie Meldepflicht aus diesem Schreiben nicht (oder nicht rechtzeitig) nach, kann dies für den HE Sanktionen nach sich ziehen.

Daher würde ich empfehlen, wenn man am Termin erkrankt ist und eine AU dem JC vorliegt, sich umgehend nach der Genesung sich umgehend am darauffolgendem Werktag (wo das JC wieder geöffnet hat) im JC persönlich zu melden (vorzusprechen). Dazu würde ich dann, wie bereits ja vorgeschlagen wurde, unbedingt jemanden als Beistand (Zeuge) mit dorthin nehmen.

Lg
Pimpf





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