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Autor Thema: Vater ALG2 Empfänger - Sohn zieht zu ihm  (Gelesen 1554 mal)
tastensperre
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« am: Mai 17, 2011, 00:21:13 »

Hallo, ich weiß nun nicht, ob meine Frage hier richtig ist, aber habe sie mal hier reingequetscht.
Folgendes: Mein geschiedener Mann ist momentan arbeitslos und mein Sohn (16)zieht wegen einer Ausbildung nun zu ihm.
Bedeutet für mich natürlich als Geringverdiener (knapp 900 Euro), daß Kindergeld und Unterhalt wegfallen...logisch.
Bei meinem geschiedenen Mann weiß ich, daß er auch viel Schmu macht und nebenbei mehr arbeitet bzw. verdient als angegeben, aber sein Ding.
Nun müßte ihm doch nach Umzug das Kindergeld und auch die Ausbildungsvergütung meines Sohnes als Einkommen angerechnet werden...richtig? Mich würde es nur interessieren, ob er es umgehen kann, dies zu melden oder was passieren würde, wenn er nicht meldet oder wie das überhaupt von statten geht. Das Amt wird ja von alleine nicht nach Änderungen fragen.
Vielleicht eine etwas ungewöhnliche Frage, aber ch möchte natürlich auch, daß alles seinen legalen Weg geht, denn ich habe das Gefühl er will sich finanziell nen Nutzen draus ziehen, da er ja den Unterhalt einspart und das Kindergeld bekommt und mir geht es durch den Auszug natürlich schlechter und ich werde umziehen müssen, da die Wohnung für mich zu groß ist.
Danke schonmal.
Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #1 am: Mai 17, 2011, 01:43:48 »

Hi tastensperre,


deinem Mann an sich wird wohl nicht angerechnet werden können auf seine ihm zustehende RL, denn Kindergeld  ist nur auf die RL des Kindes anrechenbar. Nur wenn das Kind mehr Einkommen haben sollte, als ihm lt. SGB-II zusteht, wird der überschüssige Teil dem Elternteil als Einkommen angerechnet werden.

Was hier aber fakt ist, das dein Sohn eine Ausbildung macht und daher Ausbildungsvergütung erhält. Aber hier besteht generell ein Leistungsausschluss für Auszubildende (§ 7 SGB II Abs. 5), mit Ausnahme der Regelung nach § 27 SGB II und in besonderen Härtefällen (§27 SGB II Abs.4) und in Ausnahmefällen des § 7 Abs. 6 SGB II.

Da er, dein Sohn, höchstwahrscheinlich mit seinem Kindergeld und der Ausbildungsvergütung mehr hat als ihm lt. SGB II an Regelleistung zustehen würde, fällt er aus der BG heraus. Somit erhält er also auch keinerlei Leistungen mehr von Seiten des JC, da er keinen Anspruch mehr darauf hat. Um den Wohnkostenanteil (Kind) zu decken, die ja dann auch vom JC nicht mehr übernommen werden, wäre in diesem Fall nur noch das sogenannte Kinderwohngeld zu beantragen oder aber einen Antrag auf BAB zu stellen, wobei ich hier nicht genau weiß inwieweit dieses deinem Sohn zustehen würde (kenne die Regelung nicht so genau um hier irgendwie was dazu schreiben zu können.).

Also kann ich dir deine Frage soweit beantworten, das dein Ex-Mann dieses nicht umgehen kann, da er dieses ja überhaupt nicht bei sich angerechnet bekommen wird, sondern diese Zahlungen nur Berücksichtigung bei deinem Sohn finden werden, der dadurch ja keinen Anspruch mehr auf Leistungen nach dem SGB II haben wird, da er mit seinem eigenen Einkommen, bestehend aus Kindergeld und Ausbildungsvergütung, ausreichend seinen notwendigen Lebensbedarf selber sicherstellen kann.

lg
Pimpf

tastensperre
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« Antworten #2 am: Mai 17, 2011, 02:16:43 »

Okay...vielen Dank. Ansich  verständlich erklärt....somit stehen für meines Ex als durch den Einzug des Sohnes keinerlei finanziellen Änderungen an?
Okay< abgesehen davon, daß er evtl. vom Sohn nen kleinen Anteil Kostgeld erhält...oder er das Kindergeld ja auch einbehält.

Ich kann mich nur erinnern, als ich nen Zuschuß zur Grundsicherung bekam, daß auch Kindergeld und Unterhalt mit angerechnet wurden....mein ich zumindest, wenn ich die Berechnungen richtig deute.


« Letzte Änderung: Mai 17, 2011, 02:18:24 von tastensperre »
Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #3 am: Mai 17, 2011, 08:58:29 »

Ja, Kindergeld und Unterhalt werden angerechnet beim Bezug von Sozialleistungen. Aber nicht bei den Eltern, sondern beim jeweiligen Kind als deren Einkommen.

Früher, bei Sozialhilfebezug und anfangs noch beim ALG-2-Bezug wurden das noch den Eltern als Einkommen zugerechnet, irgendwann wurde das dann aber abgeändert vom Gesetzgeber und seither wird es dem jeweiligen Kind als Einkommen angerechnet.

Dadurch sind auch viele Kinder aus dem Bezug des Sozialgeldes herausgefallen, da deren Einkommen (= Kindergeld, Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss, sonstige Einkünfte) den Bedarf, der ihm lt. SGB-II zusteht, übersteigt und daher kein Anspruch mehr auf Leistungen nach SGB-II (Sozialgeld) mehr bestand. Daraufhin bekommt das Kind vom jeweiligen JC (ARGE) kein Sozialgeld mehr und wegen dem Mietanteil wird man darauf hingewiesen das in diesem Falle beim Wohngeldamt ein Antrag auf das sogenannte "Kinderwohngeld" zu stellen ist.

lg
Pimpf
tastensperre
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« Antworten #4 am: Mai 17, 2011, 09:30:04 »

Aaah jetzt verstehe ich...vielen Dank. Das hat mir weitergeholfen.
Ist halt nicht so einfach durch die ganzen Regeölungen und Gesetze durchzublicken.
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