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Autor Thema: 3 Anhörungen für Sanktionen bekommen  (Gelesen 3952 mal)
Joshua2go
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« am: Juli 13, 2010, 16:04:52 »

Hallo,
ich hatte heut einen Termin bei meinem Vermittler und diese hat mit 3 Anhörungen für eine Sanktion in die Hand gedrückt.
bei den Anhörungen handelt es sich um folgendes:

1. Der Bewerber hat sich nicht gemeldet bzw. nicht beworben

Ich habe mich dort beworben und habe die Bewerbung per Einwurfeinschreiben geschickt. Die Postquittung ist vorhanden.

2. Es erfolgte keine Rückmeldung.

Rückmeldung auf was? Ich habe mich dort per Email beworben und keine Einladung erhalten.


3. Eine Bewerbung war eingegangen. Das Vorstellungsgespräch am ..07.2010 wurde, ohne Absage durch den Bewerber, nicht wahrgenommen.

Zu diesem Termin war ich Krank geschrieben und konnte mich, da ohne Telefon, nicht melden. Ich sollte mich Telefonisch melden, wenn ich zu diesem Termin nicht kann.


Dazu meine Fragen:

zu 1. Ich kann das abschicken der Bewerbung per Einwurfeinschreiben per Quittung belegen, genügt das?

zu 2. Kann ich da schreiben, das ich keine Einladung erhalten habe? Genügt die Email als Nachweis?

zu 3. Ich war wirklich Krank und verhindert. Da weiß ich einfach nicht, was ich da schreiben soll. Eine AU liegt hier vor. Dürfen die mich Sanktionieren, weil ich mich nicht gemeldet habe?

Da die mich wegen der EGV per Verwaltungsakt nicht sanktionieren können, versuchen die das jetzt auf diese weise. keine Ahnung

Hätte da vielleicht jemand einen  Tipp für mich?

Würde mich freuen.

Mfg

Joshua
 

« Letzte Änderung: Juli 13, 2010, 17:27:27 von Rudi Wühlmaus »
Rotkäppchen
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« Antworten #1 am: Juli 13, 2010, 16:24:26 »

Zitat
1. Der Bewerber hat sich nicht gemeldet bzw. nicht beworben

Ich habe mich dort beworben und habe die Bewerbung per Einwurfeinschreiben geschickt. Die Postquittung ist vorhanden.

Hier würde ich schreiben: "Ihnen ist ein Fehler unterlaufen! Die Bewerbung wurde abgeschickt. Zu Ihrem Bedauern sogar per Einwurfschreiben! Beiligend eine Kopie der Postquittung."


Zitat
2. Es erfolgte keine Rückmeldung.

Rückmeldung auf was? Ich habe mich dort per Email beworben und keine Einladung erhalten.

Gemeint ist damit die Rückmeldung zum Vermittlungsvorschlag. Meist haben die auf der Rückseite so ein Forumlar, wo man mitteilen muss, wann man sich vorgestellt hat und ob man eingestellt wurde usw. Hast du das nicht ausgefüllt?


Zitat
3. Eine Bewerbung war eingegangen. Das Vorstellungsgespräch am ..07.2010 wurde, ohne Absage durch den Bewerber, nicht wahrgenommen.


Hier würde ich schreiben: "Es ist ihnen bekannt, dass ich zu diesem Termin krankgeschrieben war, denn meine Krankmeldung habe ich bei Ihnen eingereicht. Ich war bettlägerig, besitze kein Telefon und konnte in diesem Zustand keine Telefonzelle aufsuchen."



Joshua2go
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« Antworten #2 am: Juli 13, 2010, 16:46:43 »

Oh Danke! daumen Superschnelle Hilfe hier. Ich bin schon ein bischen geknickt, da das ja fast 100% Sanktion werden könnten. Ich bin mir zu 2. nicht sicher. Ich denke es ist eine Rückmeldung beim Arbeitgeber gemeint. Ich habe aber nie eine Einladung bekommen auf die ich mich zurückmelden könnte. Den Rückmeldungsschein für den Vermittler habe ich abgegeben ung auch abstempeln lassen. Das könnte es eigendlich nicht sein. Zu den Anhörungen habe ich auch gleich wieder 2 Bewerbungsvorschläge bekommen. Das sind diese Woche schon 3 bliink . Hintergrund ist eigendlich, das ich schon eine Zusage auf einen Arbeitsplatz bei einem regulärem Arbeitgeber bekommen habe. Zu diesem Arbeitsplatz benötige ich eine Weiterbildung. Diese Weiterbildung will mir meine Vermittlerin nicht geben und durch Vermittlung an einen anderen Arbeitsplatz vereiteln. Gibt es da irgendeine Behörde, wo ich eine Beschwerde einreichen kann?

Danke Moby für die schnelle Hilfe.
Mfg
Joshua
Ludwigsburg
Gast
« Antworten #3 am: Juli 13, 2010, 16:57:13 »

Hintergrund ist eigendlich, das ich schon eine Zusage auf einen Arbeitsplatz bei einem regulärem Arbeitgeber bekommen habe. Zu diesem Arbeitsplatz benötige ich eine Weiterbildung. Diese Weiterbildung will mir meine Vermittlerin nicht geben

Hast du sie schriftlich bei der ARGE beantragt? Hast du vom Arbeitgeber etwas Schriftliche, daß er dich einstellen möchte, wenn du die Weiterbildung absolviert hast?
Rotkäppchen
Gast
« Antworten #4 am: Juli 13, 2010, 16:59:21 »

Wenn hier nicht klar ist, welche "Rückmeldung" gemeint ist, würde ich das aber tatsächlich als die "Rückmeldung für das Amt" betrachten.

Du kannst das ja so schreiben:

"Trotz Bewerbung habe ich vom Arbeitgeber keine Einladung oder sonstige Rückmeldung erhalten.

Falls Sie die Rückmeldung für den Vermittlungsvorschlag gemeint haben, teile ich Ihnen mit, dass ich diesen nachweislich bei Ihnen abgegeben habt. Auf Wunsch schicke ich Ihnen auch gerne eine Kopie."


Die können dir evtl. nur wegen der 3. Anhörung einen Strick draus drehen, und zwar weil du dem Arbeitgeber den Termin nicht mind. telefonisch abgesagt hast. Schließlich muss man eine Krankmeldung immer am gleichen Tag telefonisch melden. Das werden die für zumutbar halten, auch wenn du kein Telefon hast. Kannst dir vorstellen, dass du dir das jetzt bei diesem Arbeitgeber wegen so einem fehlenden Anruf gründlich versaut hast.

Trotzdem stellt sich die Frage, ob es eine gesetzliche Grundlage gibt, um in diesem Fall zu sanktionieren. Steht denn in der Anhörung nicht drin, nach welchem § die dich sanktionieren wollen?
Joshua2go
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« Antworten #5 am: Juli 13, 2010, 18:04:23 »

Ich scanne die 3 Anhörungen ein und lade sie hoch. Das wird ein wenig dauern.

Ich habe von dem Arbeitgeber die schriftliche Aufforderung bekommen, mich beim zuständigen Bildungsträger zu melden. Die Zusage habe ich nur beim Bewerbungsgespräch bekommen, leider nicht schriftlich. Welcher Arbeitgeber macht das schon im voraus. Eine Beschwerde beim Kundenmanagment war leider erfolglos. Dadurch habe ich die Dame wohl noch mehr aufgebracht, so daß Sie mir gleich 3 Sanktionen reinknallt.

Mfg
Joshua
Joshua2go
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« Antworten #6 am: Juli 13, 2010, 18:51:53 »

Danke für die Geduld.  Smeil Hier die Anhörungen:
Joshua2go
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« Antworten #7 am: Juli 13, 2010, 20:30:00 »

Zu 2. hätte ich noch eine Frage.
Ich verstehe den Text nicht:

Der Arbeitgeber hat hierzu folgendes mitgeteilt:
Es erfolgte keine Rückmeldung durch den Bewerber

Sollte ich schriftlich nachfragen was die meinen und eine schriftliche Antwort fordern?
Rotkäppchen
Gast
« Antworten #8 am: Juli 13, 2010, 20:49:35 »

Ich kann das 3. leider nicht lesen, gehe aber davon aus,dass das OK ist. Die anderen beiden sind auch ok.
Joshua2go
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« Antworten #9 am: Juli 13, 2010, 22:44:01 »

Leider kann ich nicht Editieren. Ich Habe nochmal neu eingescannt und hoffe diese sind besser zulesen.
ShankyTMW
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« Antworten #10 am: Juli 14, 2010, 00:03:12 »

Hallo Joshua.

Ich denke 1 und 2 ist mehr Standard, das läßt sich leicht gerade biegen. 2 dinge vorab:

a) Du hast zu allem den Wisch beim Stellenvorschlag ausgefüllt und eingereicht? Das möglichst auch in der ARGE quittieren lassen? Und von dem ganzen Kopien?

Wäre gut, dann kannst du das neben der Kopie des Bewerbungsanschreibens (egal ob SnailMail oder eMail) dann einreichen und auch darauf zusätzlich in deiner Anhörung eingehen. Damit machst du mehr als glaubhaft das du dich beworben hast und fertig.

b) Bewerbungskosten geltend gemacht? - Wenn ja, auch das als Hinweis mit Datum zusätzlich der Anhörung beifügen und fertig.

Führe Buch und heb dir von allem Kopien auf Zwecks Nachweise auf. Auch von den Anhörungsschreiben die Du abgibst mach bitte Kopien für den Fall das der SB danach doch Rad schlagen möchte (und dient Dir auch als Gedächtnisstütze) !!!

1. Der Bewerber hat sich nicht gemeldet bzw. nicht beworben

Ich habe mich dort beworben und habe die Bewerbung per Einwurfeinschreiben geschickt. Die Postquittung ist vorhanden.

Postquittung und Anschreiben beifügen - das sollte genügen. formtext hat dir moby schon geliefert und brauchst evt. nur ein wenig ergänzen.

Zitat
2. Es erfolgte keine Rückmeldung.

Rückmeldung auf was? Ich habe mich dort per Email beworben und keine Einladung erhalten.


Grundlegend steht da - "der Arbeitgeber hat mitgeteilt..." - auf nichts anderes eingehen. Du hast dich beworben per eMail udn die eMail schickst Du mit dem Text dahin mit dem hinweis das Du keine Rückmeldung vom AG bekommen hast - fertig.

Wenn du vergessen haben solltest den Antwortwisch nach spätestens 4 Wochen bei der ARGE einzureichen hätten sie was anderes geschrieben, bzw. schreiben müssen. Da würd ich in der Richtung gar nichts schreiben. Und auch nicht nachfragen was die vieleicht auch hätten meinen können - sonst nageln sie dich damit fest von wegen: Rückmeldung, wenn man soundsolange keine Antwort erhält hätte man nachfragen können, die ist auch ncith erfolgt also zu wenig beerbungsbemühungen .. etc. BlaLaberBlubb - also lass es lieber, das macht es nur komplizierter und weckt schlafende Hunde, die dazu verboten auch noch kreativ werden.

Zitat
3. Eine Bewerbung war eingegangen. Das Vorstellungsgespräch am ..07.2010 wurde, ohne Absage durch den Bewerber, nicht wahrgenommen.

Zu diesem Termin war ich Krank geschrieben und konnte mich, da ohne Telefon, nicht melden. Ich sollte mich Telefonisch melden, wenn ich zu diesem Termin nicht kann.
...
zu 3. Ich war wirklich Krank und verhindert. Da weiß ich einfach nicht, was ich da schreiben soll. Eine AU liegt hier vor. Dürfen die mich Sanktionieren, weil ich mich nicht gemeldet habe?

In der Tat, das wird ein Problemkind - Du hast dich beworben und bist nicht erscheinen. AU hin oder her, du hättest den potentiellen Arbeitgeber bescheid geben und um einen neuen Termin bitten müssen. Da du kein Telefon hast ggf. auch schriftlich. Daraus wird man dir einen Strick drehen ...

Eine mögliche Strategie - wenn die Zeitrahmen noch einigermaßen hin hauen könnte so ausschauen:
Wie lang liegt das Ende Deiner AU schon zurück, und wie lang der Termin? Evt. kannst jetzt nochmal einen Brief aufsetzen und die Umstände erklären da du dank Krankheit daran gehindert wurdest dich zu melden (je nachdem was du da hattest ist evt. auch Schreiben nicht möglich gewesen...). Etwas Rückdatiert zum Fr. vieleicht (halt nur wenn das alles nicht zu lang auseinander liegt).
Und dann das Schreiben auch beilegen in der Anhörung. Das sollte evt. dann noch genügen um mit einem blauen Auge da raus zu kommen (aber ein zweites mal solltest du dann sowas nicht mehr vorkommen lassen und ggf. schneller reagieren .. ist nicht bös gemeint, aber die ARGE Schergen achten dann ab jetzt genauer darauf was du wann machst).
Garantie, das das hin haut, geb ich da aber nicht drauf - und ist auch abhängig in welchem Zeitrahmen das alles passiert ist (Einladung zum Gespräch: wann?, AU wann?, Ende der AU? zu jetziger Anhörung). Wenn das alles schon Wochen her ist - vorallem Ende AU und jetzige Anhörung - kannst Du den Tip tatsächlich vergessen.

So wies jetzt ausschaut: die 30% Sanktion kassierst du auch nach meiner Meinung womöglich tatsächlich - so leid es mir tut das jetzt zu schreiben.

Liebe Grüße aus Regensburg

Klaus
Joshua2go
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« Antworten #11 am: Juli 14, 2010, 08:25:38 »

Klasse Board hier! für die super Übersetzung. Jetzt habe ich das Amtsdeutsch verstanden. Eine Frage hätte ich da noch. Sollte ich mich jetzt schon um eine anwaltliche Unterstützung bemühen?
Mfg
Joshua
« Letzte Änderung: Juli 14, 2010, 08:26:35 von Joshua2go »
Barney
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« Antworten #12 am: Juli 14, 2010, 13:32:54 »

Sind diese drei Anhörungen für das gleiche Stellenangebot? Hab ich ja auch noch nie gehört. Dein Amt läßt sich ja richtig was einfallen.

Es widersprechen sich Anhörung 3 und Anhörung 1.

In Anhörung 1 wird mitgeteilt, dass du dich nicht beworben hast. In Anhörung 3 wird deine Bewerbung bestätigt.

Somit hast du dich auch "rückgemeldet". Denn was ist eine Bewerbung anderes als eine Rückmeldung? Wenn damit etwas anderes gemeint ist, sollte es vom Amt näher erläutert werden. Als Normalbürger bist du nicht verpflichtet, so differenziert die Begriffe, die das Amt anwendet, zu kennen. Danach würde ich aber nicht fragen, sondern mitteilen, dass eine Bewerbung und somit eine Rückmeldung mit der Bewerbung erfolgte.

Bleibt das Fernbleiben ohne Entschuldigung. Dafür gibst du an, dass du so krank gewesen bist, dass du dich nicht entschuldigen konntest. Solche Krankheiten gibt es. Was man dazu als Begründung benötigt, wissen Anwälte sehr gut.

Sollte also deine Stellungnahme nicht akzeptiert werden, solltest du zum Anwalt gehen. Hast du eine Rechtsschutzversicherung, die schon die Beratung übernimmt, kannst du dich schon vor der Beantwortung anwaltlich beraten lassen. Ob du vorher schon Beratungskostenhilfe bekommst, ohne dass ein sehr konkreter Grund vorliegt, weiß ich nicht. Denn noch hast du keinen Bescheid und keine Sanktion.

Ich weiß, ich hätte es versucht.   Smeil


Gruß Barney

Unsere Forderung:  Mindestlohn, Grundsicherung, Arbeitszeitverkürzung

Informieren Sie sich bitte selbst zu den hier behandelten Themen. Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider.
Joshua2go
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« Antworten #13 am: August 13, 2010, 15:35:07 »

Ich wollte mich da noch mal melden. Ich hatte mir dann einen Rechtsanwalt genommen. Dieser hat mir heute mitgeteilt, daß ich keine Sanktionen erhalte. Was für eine Freude. freeu Ich möchte mich bei allen für die tolle Unterstützung bedanken.
Mfg
Joshua
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