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Autor Thema: Wichtig! Zuschüsse bei Teilzeit?Welche gibt es?  (Gelesen 19529 mal)
ela01
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« am: April 05, 2011, 15:22:46 »

Hallo!
So nun hat sich meine Situation verändert, mein chef stellt mich nun auf 401 euro ein so das es sozialversichert ist. Nun meine frage: Welche zuschüsse vond er Arge kann ich beantragen? Gibt es evetuell grad zur Zeit wieder irgendwelche neuregelungen für Arbeitsaufnahme? Muss am Monat zum Amt daher brauche ich dringend tips!
Zwergenmama
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« Antworten #1 am: April 05, 2011, 16:14:50 »

Du stellst einen ganz normalen Antrag auf ALG II und gibst in den Unterlagen Dein Einkommen an. Das war es dann schon ...

Wahrscheinlich werden sie behaupten, Du mußt erst Wohngeld beantragen; lass Dir da bloß nichts erzählen! Wenn Du dies machst, und es stellst sich im nachhinein heraus, Du hast doch Anspruch auf ALG II, dann erhälst Du erst ab Antragsabgabe ALG II; sprich: Hast Du keinen Antrag bei der ARGE abgegeben, sondern bist zur Wohngeldstelle gerannt, bekommst Du NICHTS und mußt auch noch Krankenkasse für diese Zeit aus eigener Tasche bezahlen.
Also: VORSICHT!
Du beantragst auf jeden Fall gegen EINGANGSBESTÄTIGUNG/STEMPEL ALG II. Wohngeld beantragst Du parallel- machen die beiden Stellen dann untereinander aus. Und nimm Dir, wenn möglich, einen Beistand/Zeugen mit!
ela01
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« Antworten #2 am: April 05, 2011, 16:53:45 »

Wie wäre denn die berechnung wenn ich sagen wir 410 euro verdienst hätte brutto? Es gibt keinerlei sonderzuschüsse rein gar nix ??
Rudi Wühlmaus
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« Antworten #3 am: April 05, 2011, 16:59:16 »

Wie wäre denn die berechnung wenn ich sagen wir 410 euro verdienst hätte brutto? Es gibt keinerlei sonderzuschüsse rein gar nix ??

Dein Zuschuss ist die "Aufstockungzwinker

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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Zwergenmama
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« Antworten #4 am: April 05, 2011, 17:05:43 »

Und die 100€ (abzüglich 30€ Versicherungspauschale), die Du "extra" behalten kannst. Hast dann also 70€ mehr, als vorher.
Oder meinst Du Zuschuß zum Fahrgeld? Den Fahrweg und Fahrtkosten trägst Du in den Formularen mit ein; wird abgefragt.
ela01
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« Antworten #5 am: April 05, 2011, 19:45:24 »

Das ja wohl nen witz!? Ich fange morgens um 7 uhr an zu arbeiten bis mittags 13 - 13:30 Uhr für 75 euro mehr?Huh?!!!!
Rudi Wühlmaus
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« Antworten #6 am: April 05, 2011, 19:52:49 »

Das ja wohl nen witz!? Ich fange morgens um 7 uhr an zu arbeiten bis mittags 13 - 13:30 Uhr für 75 euro mehr?Huh?!!!!

So ist das Leben  teach

ABER, eigendlich sind die 75 Euronen auch noch zuviel, könntest mit diesem Reichtum ja in schlechte Gesellschaft geraten (Sex and Drugs and Rock and Roll)  zwinker
« Letzte Änderung: April 05, 2011, 20:02:08 von Rudi Wühlmaus »

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
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ela01
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« Antworten #7 am: April 05, 2011, 19:58:28 »

Also ich bin sprachlos......  sagnix
Zwergenmama
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« Antworten #8 am: April 06, 2011, 09:03:21 »

Sieh es einfach so: Wenn der Job annehmbar ist, dann hast Du wenigstens etwas zu tun und 70€ mehr. Das ist schon einmal besser, als gar nichts.
Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #9 am: April 06, 2011, 09:50:40 »

@Ela 01


habe dir einfachheitshalber die aktuellen Freibetragsregelungen beim ALG-2 hier eingestellt. Unter den angegebenen Links kannst du noch einiges mehr darüber nachlesen.



Freibetragsregelungen bei ALG-2

Eckpunkte der Regelungen:

• § 11b Abs. 1 S. 2 SGB II definiert einen Grundfreibetrag von 100 €, bis zu dem Erwerbseinkommen unberücksichtigt bleibt, dieser erhöht sich auf 175 € bei Ehrenamtstätigkeit, wenn hier Aufwandsentschädigung gezahlt wird und/oder Erwerbseinkommen aus nebenberuflicher Erwerbstätigkeit („Übungsleiter“) erzielt wird (§ 11b Abs. 2 S. 2 SGB II).

• Dieser Grundfreibetrag ersetzt die Absetzbeträge nach § 11b Abs. 1 Nr. 3 - 5 SGB II (z.B. Werbungskosten von 15,33 €, Versicherungspauschale, Beiträge für Riester-Rente, Fahrtkosten …).

Zusätzlich zum Grundfreibetrag sind immer die Beiträge zur Sozialversicherung, z.B. Zusatzbeiträge, vom Einkommen abzusetzen (§ 11b Abs. 1 Nr. 2 SGB II).

• Bei Einkommen über 400 € brutto können höhere Absetzbeträge geltend gemacht werden (hier gelten die Regelungen von § 11b Abs. 2 S. 1 SGB II).

Bei Erhalt von Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Tätigkeiten und/oder Einkommen als Übungsleiter sind die höheren Absetzbeträge ab 175 € geltend machbar (11b Abs. 3 S. 3 SGB II).



Erwerbstätigenfreibeträge

Neben den Absetzbeträgen ist der Erwerbstätigenfreibetrag vom Einkommen aus Erwerbstätigkeit in Abzug zu bringen (§ 11b Abs. 3 SGB II).

Dieser beläuft sich

• für den Teil des monatlichen Einkommens, das 100 € übersteigt und nicht mehr als 1000 € beträgt, auf 20 % des Bruttoeinkommens (§ 11b Abs. 3 S. 2 Nr. 1 SGB II),

• für den Teil des monatlichen Einkommens, das 1000 € übersteigt und nicht mehr als 1.200 € beträgt, auf 10 % des Bruttoeinkommens (11b Abs. 3 S. 2 Nr. 2 SGB II),

• Hat der ALG II – Leistungsberechtigte mindestens ein minderjähriges Kind oder lebt mit einem minderjährigen Kind in seiner Bedarfsgemeinschaft, steigt die absolute Obergrenze von 1.200 auf 1.500 € brutto (§ 11b Abs. 3 S. 3 SGB II).

Quelle:
http://www.harald-thome.de/media/files/Folien-SGB-II---02.04.2011.pdf
(pdf-Seite 33)




Geplante Änderungen bei den Erwerbstätigenfreibeträgen
(mit Übergangsregelung)

Freibetrag jeweilige Stufe………………......….. % der Stufe………….Höchstbetrag……

Freibetrag 1. Stufe (max. 900 €)
Erwerbseinkommen von 100 € - 1000 €……….20 %...................180 €………..


Freibetrag 2. Stufe (max. 200 €)
Erwerbseinkommen von 1000 € - 1200 €………10 %.....................20 €………..


Freibetrag 3. Stufe (max. 300 €)
Erwerbseinkommen von 1200 € - 1500 €………..10 %...................30 €………..
(Kinderstufe, wie bisher)

……………………Gesamtsumme Freibeträge:……………………….............230 €……….



• Der Erwerbstätigenfreibetrag wird in einem ersten Rechenschritt ausgehend vom monatlichen Brutto errechnet (§ 2 Abs. 1 ALG II – Vo), die Beträge werden in den jeweiligen Stufen addiert und dann im zweiten Rechenschritt vom Netto abgezogen.

• Bitte dringend beachten: der Erwerbstätigenfreibetrag in der 1. Stufe (§ 11b Abs. 4 S. 2 Nr. 1 SGB II) berechnet sich aus dem Einkommen, welches 100 € übersteigt. Daher sind von 1.000 € Bruttoeinkommen max. 900 € Erwerbstätigenfreibetrag zu berechnen.

• Übergangsregeln Erwerbstätigenfreibetrag: das bisherige Recht gilt an Stelle des § 11b Absatz 4 weiter für Bewilligungszeiträume (§ 41 Satz 4), die vor dem 1. Juli 2011 beginnen, längstens jedoch bis zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (§ 77 Abs. 3 SGB II, nach dem 1. Juli 2011 ist immer das neue Recht anzuwenden).


Quelle: gleicher Link, pdf-Seite 35




Beispielberechnung bei Einkommen über 400 Euro:

Ehepaar ohne Kind, Ehefrau erzielt laufendes Erwerbseinkommen in Höhe von 950 EUR brutto, 682 EUR netto. Kosten für Monatskarte 26,40 EUR, für die Kfz-Versicherung fallen 80 EUR monatlich an.

Freibetrag:………..Grundfreibetrag……..…100,00 EUR
……………….....……Freibetrag Stufe 1…….140,00 EUR….(700 EUR x 20%)
………………….....…Freibetrag Stufe 2…..…15,00 EUR…(150 EUR x 10 %)
………………….....…Gesamtfreibetrag………255,00 EUR


Aufwendungen:……Wk-Pauschale…………...…15,33 EUR
…………………….......Fahrkosten………....….…..26,40 EUR
…………………….......Pauschale Vers……..………30,00 EUR
…………………….......Kfz-Versicherung…..………80,00 EUR
…………………….......Insgesamt:…………….....151,73 EUR

Nettoeinkommen:…………………………....……..682,00 EUR
./.  Gesamtfreibetrag………………………....……255,00 EUR
 ./.  GFB übersteigende Absetzungen….…….51,73 EUR

……………………………………..anzurechnen......375,27 EUR


Mehr dazu nachzulesen hier:

http://www.harald-thome.de/media/files/SGB%20II%20DA/FH-30---20.01.2010.pdf.pdf
(ab Punkt 3. Ermittlung des Freibetrages, das hier genannte Beispiel befindet sich unter dem Punkt 3.3 – Den Grundfreibetrag übersteigenden Werbungskosten / Absetzungen)

lg
Pimpf





Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #10 am: April 06, 2011, 10:35:49 »

Bei einem Verdienst von, wie du als Beispiel nanntest, 410,00 Euro sieht es dann wie folgt aus:


..410,00 Euro Lohn (wahrscheinlich netto wie brutto)
- 100,00 Euro Grundfreibetrag – Pauschale (also incl. Fahrtkosten, Versicherungspauschale, Ausser-Haus-Verpflegung usw.)
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
..310,00 Euro Restlohn
- 62,00 Euro 2. Freibetrag (20 % v. 310,00 Euro)
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
..248,00 Euro Anrechnungsbetrag auf ALG-2


oder

162,00 Euro die du anrechnungsfrei zum ALG-2 behalten darfst



Hättest du jedoch höhere Aufwendungskosten, wie z.B. Fahrtkosten, als mit diesen 100,00 Euro Freibetrag abgegolten wären, dann müsste man dir diese auch in tatsächlicher Höhe gewähren. Wobei hier nur die Kosten in Höhe der auch günstigsten Fahrkarte des ÖPNV gewährt werden (wenn die Benutzung dessen für den Betroffen überhaupt möglich wäre), sollten die Kosten für die Benutzung mit dem privaten PKW diese übersteigen.

lenny
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« Antworten #11 am: April 06, 2011, 11:57:55 »

Bei mir war  die Berechnung bei einem 410€ Job, der sozialpflichtig ist, anders.
 Der Freibetrag stimmt, nur erhält man dann auch zusätzlich km Gld, wenn man mit dem Pkw zur Arbeit fährt, bzw  werden Busfahrten übernommen!
Zwergenmama
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« Antworten #12 am: April 06, 2011, 13:18:42 »

Bei 410€ läuft die Berechnung "netto, wie brutto" leider nicht! Dieser Job ist sozialversicherungspflichtig; es werden also Beiträge zur Rentenversi., Krankenversi. und Steuer fällig.
Habe mal ihr Gehalt bei einem kostenfreien Brutto-Netto-Rechner eingegeben; bei Stkl. 1 würden nach Abzug aller Beiträge ca. 325 € bleiben (allerdings habe ich hier keine Werbungskosten eingetragen). Da sie diese aber so oder so sofort wieder ausgibt, bleibt der Endbetrag.

Und von dieser Summe kann sie lediglich reale 70€ behalten (100€ Freitbetrag, abzügl. Versicherungspauschale 30€/wird ersatzlos gestrichen!). Macht also ein Einkommen von 255€. Von dem Betrag kann sie 20% behalten; also ca. 50€.
Unterm Strich hat sie damit ca. 125€.
 Von diesem Geld muß sie Fahrtkosten & Co. selber finanzieren. Die Übernahme von Fahrtkosten ist über den Freibetrag bereits abgegolten.
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #13 am: April 06, 2011, 14:06:34 »

Hier mal der aktuell gültige Paragraph zu dieser Freibetragsregelung im Zusammenhang
(Link zum Selberlesen dann zum Schluß)





§ 30 SGB II - Freibeträge bei Erwerbstätigkeit


1. Grundsatz

(1) Die Vorschrift regelt die Höhe der Freibeträge bei der Berücksichtigung  von Erwerbseinkommen des Hilfebedürftigen auf das Alg II. Damit soll ein finanzieller Anreiz zur Aufnahme bzw. Weiterführung einer bereits bestehenden Erwerbstätigkeit geschaffen
werden.

(2) Der Freibetrag wird jedem  erwerbsfähigen Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft eingeräumt, das Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit erzielt. 

Nicht erwerbsfähigen Personen (Sozialgeldempfänger) wird der Freibetrag nicht gewährt. Ändert sich der Status im Laufe eines Monats von „erwerbsfähig“ zu „nicht erwerbsfähig“ oder umgekehrt wird der Freibetrag für den ganzen Monat gewährt.



2. Einkommen aus Erwerbstätigkeit

(1) Der Freibetrag wird nur für Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit gewährt. Dies sind Einnahmen, die der Hilfebedürftige unter Einsatz und Verwertung seiner Arbeitskraft aus einer Tätigkeit erzielt.

(2) Auf Art und Umfang der Tätigkeit bzw. auf die Sozialversicherungspflicht einer Beschäftigung kommt es nicht an.

Auch Einkünfte/Vergütungen aufgrund einer Tätigkeit als Beamter, Selbständiger oder aus einer freiberuflichen Tätigkeit, von geringfügig oder kurzzeitig Arbeitenden sowie von Auszubildenden fallen darunter.

(3) Der Freibetrag ist nur auf zu berücksichtigendes Einkommen zu gewähren; privilegierte Einkommensteile bleiben außer Betracht (siehe Kapitel 3.3 der Hinweise zu § 11).

(4) Auch nachfolgend aufgeführten Personen steht der Freibetrag zu:
• Arbeitnehmer während der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (nicht aber für den anschließenden Bezug von Krankengeld),
• Bezieher von Arbeitslosengeld für Einkommen aus einer Nebentätigkeit - nicht jedoch für das Arbeitslosengeld,
• Bezieherin eines Zuschusses zum Mutterschaftsgeld, jedoch nicht für das Mutterschaftsgeld.


3. Ermittlung des Freibetrags

3.1 Grundlage

(1) Berechnungsgrundlage zur Ermittlung des Freibetrages ist bei abhängig Erwerbstätigen das Bruttoeinkommen. Bei Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb und Land- und Forstwirtschaft ist das nach § 3 Alg II-V ermittelte Einkommen zugrunde
zu legen.

(2) Bezieht  der Hilfebedürftige zeitgleich mehrere Einkommen aus Erwerbstätigkeit, sind die jeweiligen monatlichen Brutto- und Nettobeträge zu addieren.



3.2 Einkommensstufen

(1) Ein Betrag in Höhe  von 100 EUR ist grundsätzlich frei. Dieser Grundfreibetrag (GFB) wird an Stelle der Beträge nach § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 – 5 gewährt.

(2) In dem Grundfreibetrag sind auch folgende Pauschalen gemäß § 6 Abs. 1 Alg II-V enthalten:

• Nr. 1: 30 EUR für angemessene private Versicherungen,
• Nr. 3 Buchstabe a): ein Sechzigstel der steuerrechtlichen Werbungskostenpauschale,
• Nr. 3 Buchstabe b): 0,20 EUR Wegstreckenentschädigung für Entfernungskilometer.


(3) Für die nachfolgenden Bruttoteilbetragsstufen ist jeweils ein weiterer Freibetrag zu gewähren: 

von 100,01 EUR – 800 EUR ein Freibetrag 20 Prozent,

von 800,01 EUR – 1.200 EUR (eHb ohne minderjähriges Kind), von

800,01 EUR – 1.500 EUR (eHb mit minderjährigem Kind) ein Freibetrag von 10 Prozent

des auf die einzelnen Stufen entfallenden Bruttoentgelts.


(4) Die Grenze von 1.500 EUR gilt stets, wenn in der Bedarfsgemeinschaft ein minderjähriges Kind (auch Stiefkind) vorhanden ist.
Minderjährige Kinder außerhalb der Bedarfsgemeinschaft können nur berücksichtigt werden, wenn entsprechende Nachweise (z. B. Geburtsurkunde, Unterhaltstitel) vorliegen.

(5) Ist ein Kind mindestens für einen Tag im Monat für die höhere Einkommensgrenze zu  berücksichtigen, so wird diese für die Berechnung des ganzen Kalendermonates zugrunde gelegt.


3.3 Den Grundfreibetrag übersteigende Werbungskosten / Absetzungen

(1) Nachgewiesene höhere Beträge nach § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 bis 5 von mehr als 100 EUR (Grundfreibetrag) können nur berücksichtigt werden, wenn das Bruttoeinkommen 400 EUR übersteigt bzw. bei Auszubildenden, deren Ausbildungsvergütung unter 400 EUR liegt (vgl. Kap. 2.6 der Hinweise zu § 11). 

(2) Bei Erwerbseinkommen bis zu 400 EUR ist nur der Grundfreibetrag zu berücksichtigen. Sind die nachgewiesenen Gesamtaufwendungen nach § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 bis 5 höher, kann der nicht ausgenutzte Teil der einkommensunabhängigen Absetzungen (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 bis 4, nicht Werbungskosten!) bei sonstigem Einkommen berücksichtigt werden.


Berechnungsbeispiele:

Beispiel 1: ( Einkommen bis 400 Euro)
Allein stehender Hilfebedürftiger übt eine geringfügige Beschäftigung mit monatlich 30 Stunden aus und erzielt hieraus ein Entgelt von 165 EUR.

Freibetrag:  Grundfreibetrag    ………100,00 EUR
……………Weiterer Freibetrag           13,00 EUR      (65 EUR x 20%)
……………Gesamtfreibetrag………......113,00 EUR

Einkommen:………………………….165,00 EUR
 - Gesamtfreibetrag… ….      113,00 EUR
anzurechnen:………………………..52,00 EUR



Beispiel 2 – 4 bitte dort nachlesen, ebenso die Freibetragsregelung bei Einmalzahlungen die man evtl. erhält.


http://www.harald-thome.de/media/files/SGB%20II%20DA/FH-30---20.01.2010.pdf.pdf



Zwergenmama
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« Antworten #14 am: April 06, 2011, 15:22:27 »

Einigen wir uns einfach darauf, dass sie nicht das bekommt, was sie sich anscheinend erhofft hat ... aber an Steuer&Co. kommt sie nicht vorbei.
« Letzte Änderung: April 06, 2011, 15:23:47 von Zwergenmama »
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