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Autor Thema: Aufruf !! Erfahrungen zur Bürgerarbeit  (Gelesen 26597 mal)
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« am: Juli 20, 2010, 01:00:01 »

Seit dem 15.07 2010 ist ja nun die Bürgerarbeit eingeführt worden.
Langsam werden die beteiligten Argen,Jobcenter und Kommunen mit dem Aufrufen der Betroffenen Bürger beginnen oder evtl. schon begonnen haben.

Wir möchten die "Bürgerarbeit " von Anfang an sehr kritisch begleiten und alle negativen Seiten veröffentlichen.
Auch gute Erfahrungen werden gerne angenommen.
Wir wollen ja nicht einseitig sein.

Aber wir gehen von der eher negativen Seite aus.

Das betrifft alle Dinge, die bei der Bürgerarbeit relevant sind.
Es get los von der Auswahl der Betroffenen über die aufbauende Betreuung und die dann tatsächlich stattfindende Bürgerarbeit.

160 000 Menschen sollen für die aufbauende Betreuung "aktiviert" weren. Nur ein Drittel dieser Menschen sollen dann tatsächlich eine Arbeit erhalten können.
Der Rest soll entweder in Arbeit vermittelt sein oder durch Sanktionen oder "freiwilligem" Ausscheiden aus dem Bezug gedrängt werden.
Es werden hier immerhin von 30 % Einsparungen ausgegangen.

Dieses muss kritisch begleitet werden.

Darum unsere Bitte um Informationen, Berichten und gerne auch Hilfeanfragen zum Thema Bürgerarbeit.

Dieses Thema kann auch gerne bei uns diskutiert werden.

RobinH
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« Antworten #1 am: Juli 20, 2010, 17:20:55 »

Hallo ,
auch Dortmund ist dabei, gelesen auf der Seite der Stadt Dortmund.
http://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/nachricht_detail_84653.html

"Dieser Erfolg ist auf die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Stadt, Arbeitsagentur, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Personalrat zurückzuführen"
Auch die Gerwerkschaften sind dabei, kaum zu glauben aber wahr.

"Bis zu 400 Stellen werden in der Bürgerarbeit ab 01. Februar 2011 zur Verfügung stehen
Bis dahin wird die JobCenterARGE Dortmund alle Bemühungen daran setzen, die für das Projekt in Frage kommenden ca. 1.200 Langzeitarbeitslosen durch engmaschige Beratung und Unterstützung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. "

"Projektpartner ist dabei die Stadt Dortmund, die die Bürgerarbeitsplätze an unterschiedlichen Stellen bereit stellt. Vorgesehen sind z.B. die Bereiche Schulhausmeister, Park-Ranger, Ordnungs- und Präsenzdienste und hauswirtschaftliche Hilfen in Kindertageseinrichtungen."

Alles Arbeiten die bisher von der Stadt bzw. Städtischen Mitarbeiter/in gemacht wurden.
Ich habe mal der Gewerkschaft hier eine e- mail geschickt und mich bedankt für die tolle unterstützung zur Zwangsarbeit....Antwort bisher keine.
« Letzte Änderung: Juli 20, 2010, 17:24:50 von RobinH »
Dieter 66
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Je öfter man Geburtstag hat, je älter wird man!!


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« Antworten #2 am: Juli 20, 2010, 17:39:39 »

Ich habe mal der Gewerkschaft hier eine e- mail geschickt und mich bedankt für die tolle unterstützung zur Zwangsarbeit....Antwort bisher keine.

Die Gewerkschaftsbosse haben alle dicke Pöstchen in Konzernen und sind ganz dicke
mit dem Herrn Hundt.
Ob nun Sommer oder Frank Bsirske, da ist nichts von zu erwarten.
Heisse Luft, Schau nach aussen. Ist bekannt.

Ich bin nicht abergläubig. So was bringt nur Unglück!!
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
sonne
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« Antworten #3 am: Juli 31, 2010, 16:14:13 »

hallo ich hatte am 27.7 2010 ein termin bei der arge in unna ,dabei handelte es sich um eine info veranstaltung  zum tehma  bürgerarbeit ,das es im febuar 2011 begint ,aber es noch keine stellen für die bürgerarbeit  vorhanden sind,aber schon einige  hartz 4 betrofene  eingeladen worden  sind .die aktivirungsfase mann soll sich jeden monat bei seinen berater melden ,und  bewerbungen vorlegen ,und ein gesprech füren .
also ich persönlich halte nicht viel  von der bürgerarbeit .Früher die abm maßnamen waren besser -
das alles mit der bürgerarbeit ist auch nicht das ware ,auch nur eine beschäftigs maßname .
daher ist es keine alternative ,für arbeitslose  sonne
Berenike
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« Antworten #4 am: Juli 31, 2010, 17:18:58 »



In Freiburg spricht man von rund 750 Bürgerarbeitsplätzen.
-Sehr naheliegend, dass es sich beinahe ausschließlich um kommunale Beschäftigung handeln wird.

Der Runde Tisch Freiburg zu den auswikungen der Hartz-Gesetze mischt sich ein und schrieb den Sozialbürgermeister an:


"..........der Runde Tisch Freiburg stellt mit großer Verärgerung fest, dass

nun auch in Freiburg Menschen zur sog. „Bürgerarbeit“ verpflichtet werden sollen, wieder einmal falsche Hoffnungen geweckt und falsche Versprechungen in die Welt gesetzt werden, der rundum misslungene Versuch, durch massiven Zwang Tausende Menschen in "nicht vorhandene Arbeit" zu bringen, durch weiter gesteigertem Druck zum zweifelhaften Erfolg geführt werden soll. Wenn die Arbeit vorhanden wäre, könnte man die Menschen auch ohne Bürgerarbeit vermitteln, weitere "von den Kommunen eingesparte Arbeitsplätze" durch schlecht bezahlte, nicht reguläre Jobs ersetzt werden sollen, durch die Bürgerarbeit zusätzlicher Druck auf die Löhne erzeugt wird.

Der Runde Tisch fordert Sie auf, der Öffentlichkeit gegenüber klarzustellen,

    * dass unter dem Stichwort „Bürgerarbeit“ zunächst eine größere Zahl von BezieherInnen von ALG 2 noch wesentlich stärker als bisher zu „Anstrengungen“ bei der Jobsuche veranlasst werden sollen. Warum dieser erhöhte Druck auf die Erwerbslosen plötzlich die vielen, nicht vorhandenen Jobs schaffen soll, auf die sich diese Menschen seit langem zu bewerben versuchen, ist nicht erkennbar,
    * dass ein knappes Viertel dieser Menschen (bundesweit), die „Übriggebliebenen“, nach einigen Monaten in Jobs mit „tarifgemäßer Bezahlung“ vermittelt werden sollen, die nur teilweise sozialversicherungspflichtig sind – Anspruch auf ALG 1 kann man damit nicht erwerben!
    * der vorgesehene Lohn in der Regel nicht dafür ausreicht, aus dem Hartz IV – Bezug herauszukommen. Ziel sind offensichtlich etliche tausend mehr „Aufstocker“, d.h. Menschen, deren Niedrigstlohn nicht zu einem menschenwürdigen Leben ausreicht.
    * dass sich ein Bürgerarbeiter, wenn der Arbeitgeber nicht aufstockt, schlechter stellt, als ein „Ein-Euro-Jobber“.

Der Runde Tisch fordert weiterhin,

    * den Menschen, die sich wegen ihrer Erwerbslosigkeit oder Niedriglöhnen im Hartz-IV- System befinden,

    * ohne vorherige Verschärfung des behördlichen Drucks reguläre, voll sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit Tariflöhnen nicht unter einem Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde anzubieten.


Offensichtlich geht ja das Modell „Bürgerarbeit“ davon aus, dass es möglich ist, Jobs zu finden bzw. neu zu schaffen. Es ist zu vermuten, dass die Bürgerarbeitsplätze beispielsweise die in der Stadt eingesparten Stellen, z.B. im Gartenamt, ersetzen sollen.

Mit freundlichen Grüßen

für den RUNDEN TISCH .........
"

..
elemka
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« Antworten #5 am: September 02, 2010, 23:13:02 »

Vielen lieben Dank für die Info des Runden Tisches, die ich gern selbst verwerten möchte, liebe Berenike, für meine nette Einlandung meines SB zum 07. September, um sie jenem um die Ohren zu hauen, nicht wörtlich zu nehmen.. bliink

Es ist schon eine Riesensauerei, diese staatlich verordnete Bürgerarbeit, die ich als Zwangsarbeit tituliere, obendrein mit einem Stundenlohn, den ich selbst 1979 nicht verdiente, schon damals war es mehr, bei gleichzeitiger Gewissheit weiterhin als Aufstockung dieses ALG-II beziehen zu müssen.
Von der Coaching-Betreuung mal ganz zu schweigen, die mich an die Betreuung für Strafgefangene zur Resozialisierung erinnert.

Ich werde bei diesem "Info-Gespräch", wie mein SB es nannte, natürlich mit Rechtsfolgebelehrung, ihm unmißverständlich zu verstehen geben, daß er mir
eine solche Zwangsmaßnahme erst gar nicht anbieten möge, weil ich natürlich mich verweigere und bei gleichzeitiger Sanktion, die zu erwarten ist, selbstverständlich den Weg zum SG nicht scheue !!



~~ So wie oben, so auch unten ~~
Barney
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« Antworten #6 am: September 03, 2010, 01:20:04 »

Elemka, kannst du bitte mal Zahlen nennen? Es wäre sehr interessant zu erfahren, wie die sog. Bürgerarbeit in der Realität entlohnt wird.

Du schreibst, dass du dennoch als Aufstocker am H.IV-Fliegenfänger klebst. Öffentlich vorgerechnet wird jedoch immer, dass beim Entgelt der Bürgerarbeit eine H.IV-Aufstockung nicht mehr nötig sei.

Mir ist ein Fall in Berlin bekannt, wo das tatsächlich auch so ist. Das Geld, dass dort verdient wird, ist ausreichend, um nicht mehr H.IV-Aufstockung zu bekommen. Leider weiß ich nicht die Beträge. Jedoch ist die Person, die es mir erzählt hat und die selber davon betroffen ist, glaubwürdig.




Gruß Barney

Unsere Forderung:  Mindestlohn, Grundsicherung, Arbeitszeitverkürzung

Informieren Sie sich bitte selbst zu den hier behandelten Themen. Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider.
Patrik
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« Antworten #7 am: September 03, 2010, 14:41:32 »

Wo ist der Unterschied?

Ich finde Bürgerarbeit gefährlicher als 1 Euro Jobs. Für mich ist das staatlich subventionierte Arbeit. Das macht mit sicherheit Firmen kaputt die ihre Mitarbeiter nicht über diese Bürgerarbeit beziehen. Wettbewerbsverzerrung droht.

Widerstand dagegen ist oberste Pflicht. Und dies werde ich tun. Arrangiert man sich man damit gilt es als Normalität. Genauso geschehen mit dem aufstocken trotz Vollbeschäftigung. Trotz Arbeit arm. Gute Nacht Arbeitsmarkt. Gute Nacht Deutschland sag ich da nur
elemka
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« Antworten #8 am: September 06, 2010, 17:37:34 »

Elemka, kannst du bitte mal Zahlen nennen? Es wäre sehr interessant zu erfahren, wie die sog. Bürgerarbeit in der Realität entlohnt wird.

Du schreibst, dass du dennoch als Aufstocker am H.IV-Fliegenfänger klebst. Öffentlich vorgerechnet wird jedoch immer, dass beim Entgelt der Bürgerarbeit eine H.IV-Aufstockung nicht mehr nötig sei.

Mir ist ein Fall in Berlin bekannt, wo das tatsächlich auch so ist. Das Geld, dass dort verdient wird, ist ausreichend, um nicht mehr H.IV-Aufstockung zu bekommen. Leider weiß ich nicht die Beträge. Jedoch ist die Person, die es mir erzählt hat und die selber davon betroffen ist, glaubwürdig.





Hallo Barney,

also in meinem Fall, weil wir ja eine Bedarfsgemeinschaft sind, meine Holde und ich, würde ich auf alle Fälle aufstocken müssen !!!
Es sind 900,00 € für eine 30 Stunde-Woche. Dies bedeutet, wenn Du das nachrechnest, daß ich einen Stundenlohn von 7,50 € hätte- absolut lächerlich und indiskutabel. Ich bin nicht damit einverstanden. Hinzu kommt, was Dir Dein glaubwürdiger Bekannter vllt. nicht erzählt hat, daß man bei der Bürgerarbeit einen Coach an der Seite hat- einen Coach Huh?  nomore....sowas brauche ich nicht, bin ein mündiger Bürger, Kant ist längst "gegessen", ich kann mich also meines Verstandes selbst bedienen !!!....und bin keen Knastie !!!
Die sollen mal schnell diese ominöse Bürgerarbeit in der Versenkung verschwinden lassen, sie fördert somit Dumpinglöhne, auch noch staatlicherseits, in meinen Augen ein Riesenskandal, damit sie weiterhin vollmundig am Monatsende behaupten können, die Arbeitslosenzahlen werden kleener- mitnichten !!!
Sie verschieben alles nur in den Billiglohnbereich - unfassbar !!! ICH spiele dieses perfide Spiel nicht mit !!!
« Letzte Änderung: September 06, 2010, 17:38:07 von elemka »

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elemka
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« Antworten #9 am: September 07, 2010, 15:28:58 »

Bevor ich Euch berichte, wie es in der ARGE gelaufen ist, noch einen Nachtrag an Barney. Die 900 EURO sind die Bruttosumme wohlgemerkt.
Außerdem kann Dein Bekannter in Berlin nicht die Bürgerarbeit ausüben, es ist allenfalls ein Programm einzelner Kommunen !!!
Die Bürgerarbeit soll nach den Äußerungen meines SB ab nächstem Jahr beginnen !!!

So, jetzt zum Gespräch mit unserem SB. Wir haben natürlich das Glück, daß seine Menschlichkeit in sofern vorhanden ist, daß er weiß, wie mein Widerstand sich gestalten wird, was von solchen Vorschlägen zu halten ist. Er meinte, in unserem Kreis seien zunächst 500 Langzeitarbeitslose vorgesehen, die sich dieser halbjährigen Coachingphase ausliefern sollen, um dort feststzustellen, wo denn die Stärken, die Schwächen seien, auch werde intensiv sich bemüht, sie in den 1.Arbeitsmarkt zu vermitteln. Ich frage mich zwar, wie die das auf einmal hinbekommen sollen ??
Letztendlich würden 10% übrig bleiben von den 500, somit gehe es um 50 "neue" Arbeitsplätze im Rahmen der Bürgerarbeit.
Selbstverständlich weiß er, nicht nur weil ich ihn ausdrücklich darauf hinwies, daß die Entlohnung über den ALG-II-Satz nicht hinausgehen würde.
Er meinte, die, die ohnehin resigniert hätten, würden dadurch eine Chance erhalten und hinzu käme, es würde tatsächlich welche geben, die gern einer Bürgerarbeit sich unterordnen wollen. Ich ließ das mal so stehen.
Fakt ist, es ist eine freiwillige Angelegenheit, zumindest hier in der ARGE !!!

LG elemka


« Letzte Änderung: September 07, 2010, 15:33:35 von elemka »

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Renate08081980
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« Antworten #10 am: September 16, 2010, 20:55:28 »

Hallo!
Ich war vor zwei Wochen zu der Info-Veranstaltung zur Bürgerarbeit.
ich muss jetzt sieben Monate zu einem Kurs.
dort bekommt man gezeigt wie ein PC angeht,oder wie man Bewerbungen schreibt.
Dann kann ich an einer Suchtberatung teilnehmen,weil ´ja auch jeder der arbeitslos ist auch trinkt.
Da wo die mich reinstecken,das habe ich vor zwei Jahren schon einmal gemacht.
Und wenn ich nach intensiver Btreuung in 7 Monaten keine Arbeit gefunden habe,komme ich dann in die Bürgerarbeit.
Wofür es überhaupt keine Stellen gibt.Aber dafür sind rund 750Menschen,bei uns,seit dem 15.07.2010 nicht mehr arbeitslos gemeldet.
Gruß Renate
Katinka
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« Antworten #11 am: September 16, 2010, 21:56:59 »

Na warte mal ab, wie das Bewerbungstraining wird. Da gibt es auch ganz merkwürdige Dinger, dass man sich bewerben soll bei gleichzeitigem Anbieten von Probearbeit und natürlich werden Telefonnummern eingesammelt und man kriegt Anrufe von ZAF, ich bin gespannt, wie intensiv man dabei in die Jobs gecoacht werden wird.
elemka
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« Antworten #12 am: September 17, 2010, 17:51:53 »

Hallo!
Ich war vor zwei Wochen zu der Info-Veranstaltung zur Bürgerarbeit.
ich muss jetzt sieben Monate zu einem Kurs.
dort bekommt man gezeigt wie ein PC angeht,oder wie man Bewerbungen schreibt.
Dann kann ich an einer Suchtberatung teilnehmen,weil ´ja auch jeder der arbeitslos ist auch trinkt.
Da wo die mich reinstecken,das habe ich vor zwei Jahren schon einmal gemacht.
Und wenn ich nach intensiver Btreuung in 7 Monaten keine Arbeit gefunden habe,komme ich dann in die Bürgerarbeit.
Wofür es überhaupt keine Stellen gibt.Aber dafür sind rund 750Menschen,bei uns,seit dem 15.07.2010 nicht mehr arbeitslos gemeldet.
Gruß Renate

Und DAS läßt Du Dir gefallen ? Hast Du womöglich schon eine EGV unterschrieben ? Bevor die DAS mit mir machen, sie tun es ja nicht, würde ich ALLE Möglichkeiten der Widerwehr ausschöpfen !!! Ich bin gerade mal so etwas von wütend auf diesen Staat, der Zwangsarbeit völlig ungeniert durchsetzt !!!  motz

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olleHippe
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« Antworten #13 am: September 28, 2010, 13:36:25 »

Hallöchen!

Ich hab mich bisher noch nicht wirklich mit dem Thema beschäftigt - nun muss ich es zwangsläufig!

Vor etwa 4 Wochen erhielt ich ein Schreiben, "1. Einladung "... Hielt es für ein Standard-Schreiben, hab nur nach Sachbearbeitername geguckt (schon wieder eine Neue, wunderlich...) und den Termin im Kalender angemarkert, fertig. Dacht ich. In der Anlage Fragebogen "Teil 2 - Vorbereitung Vermittlungsgespräch" bitte ausgefüllt mitbringen. Ebenfalls verwunderlich, denn bereits zu Beginn meines Leistungsbezugs bereits geschehen, seit dem nie wieder erforderlich gewesen. Diese Anlage war im Anschreiben grün markiert und hat mich klassisch abgelenkt vom Satz "Ich möchte Sie recht herzlich zu einer Informationsveranstaltung zum Projekt "Bürgerarbeit" einladen!  beng Jedenfalls bin ich da heut morgen hin, nichtsahnend und saß plötzlich -Schlimmes ahnend  phobiie- in einem Konferenzraum. Und als dann das Wort Bürgerarbeit fiel und eine Powerpoint-Präsentation gestartet wurde, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Nun hat es auch mich getroffen..............  nomore

Während der Erläuterungen der Dame hab ich nur noch den Kopf geschüttelt und musste mehrfach tiiiiiiiieeeeeeef durchatmen, um nicht an Ort und Stelle einen Aufstand anzuzetteln. Man muss sich ja immer erst mal alles anhören und sacken lassen...... *ironiemodusoff*

Jedenfalls ist es nun im LK Bad Doberan so, dass insgesamt 91 Stellen für die Bürgerarbeit genehmigt wurden, jedoch 500 "Auserwählte" in die Aktivierungsphase geschickt werden. Den Termin zum Erstgespräch habe ich kommende Woche Dienstag wie wohl die meisten der heute Anwesenden. Wo genau und in welchen Bereichen die Stellen geschaffen werden, ist noch nicht raus, da erst vor kurzem eine Infoveranstaltung für die Bürgermeister der einzelnen Gemeinden stattfand und diese nun bis Ende Oktober Zeit hätten, den entsprechenden Bedarf herauszufiltern und die Stellen einzurichten. Bis zum Beginn dieser vom ESF und dem Bund finanzierten Beschäftigungen wird nun die "Aktivierungsphase" laufen..... Intensivierung der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt, Förderung durch Lehrgänge -jedoch nicht (Zitat) "mit der Gießkanne"-, Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberservice durch Überreichung von Bewerbungsunterlagen an diesen direkt.

Gespannt werde ich der Entwicklung entgegenschauen und jetzt schon beginnen mich mit diversen Mittelchen ruhig zu stellen, um der guten Frau nächste Woche nicht meine geballte Wut und Frustration um die Ohren zu schleudern und damit schon zu Anfang eine Sanktionierung zu riskieren!  wütend

Ich bin sowas von sauer, entsetzt........... Wenn es denn Bedarf in den Kommunen gibt, dann sollen diese reguläre, anständig bezahlte Jobs schaffen verdammt nochmal! Ich bin 27, habe einen ordentlichen Schulabschluss, eine anständige Ausbildung..... und komme mir im Moment vor wie der letzte Dreck, der aufs Abstellgleis abgeschoben wird. Laut Presse soll die Bürgerarbeit "ältere und minderqualifizierte Menschen "beschäftigen.... Auch wenn ich selbst diese Differenzierung kritisch sehe, ich gehöre weder zu der einen noch der anderen Gruppe. (Wobei auch denen "gönne" ich diesen Terror nicht im Geringsten, sie sitzen im selben Boot wie alle anderen!) Zwangsarbeit, nicht anders ist das zu nennen, was hier abgeht!

Und die "Vergütung" ist der allergrößte Hohn! Wenn ich angenommen 30 Std./Woche für 900 BRUTTO gehe, bin ich dennoch Aufstocker! Und am allerwitzigsten fand ich die Aussage "Die Arbeitszeiten sind auf 30STd./Woche begrenzt, da ja parallel dazu noch weitere Bemühungen um reguläre Arbeit auf dem 1. Arbetsmarkt passieren sollen!" Und nicht nur, dass ich Aufstocker wäre, angenommen die Dauer der "Bürgerarbeit" würde 3 Jahre betragen und dann wäre alles wieder vorbei - DANN WIEDER HARTZIV?!?!?!?! In den ABM's früher hat man wenigstens noch einen neuen ALGI-Anspruch erarbeitet, nicht mal das ist der Fall! Sozialversicherungspflichtig ja aber NEIN zur Arbeitslosenversicherung?! Unterste Schublade! Verarsche vorm Herrn.... und Frau vdL, diese völlig realitätsfremde abgehobene ....... feiert sich wie Gott! *würg*

Angeblich wurden die "glücklichen Auserwählten" durch ein Zufallsprinzip ermittelt..... (ob die da nich alphabetisch vorgehen?! Heute waren ausschließlich Leute mit dem Anfangsbuchstaben "H" im Vornamen da.... Anwesenheitsliste hats bewiesen!

Werde mir für nächsten Dienstag auf jeden Fall etwas einfallen lassen. Meine Bewerbungsunterlagen werd ich ihr vermutlich nicht aushändigen, denn ich will meine Daten nicht einfach ohne genaue Kenntnisse in Fremde Hände geben. Wenn ich dazu bereit wäre, würde ich mein Profil im Online-Portal ja auch öffentlich machen. Und was ich mir absolut verbitte ist die vorgesehene Betreuung durch einen "Coach"! Ich bin erwachsen, alt genug und sicher auch selbstständig genug um mein eben selbst auf die Reihe zu bekommen! Ich brauche keinen Babysitter, der mir das Gefühl geben wird/soll, minderbemittelt und nicht allein lebensfähig zu sein................... Entmündigt, entrechtet, versklavt! NICHT MIT MIR!

 
« Letzte Änderung: September 28, 2010, 13:42:15 von olleHippe »

Als dann, die Hippe!

So mancher Sachzwang ist in Wirklichkeit nur die Zwangsvorstellung eines Sachbearbeiters.

Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur selten dazu! *pfeif*
Katinka
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« Antworten #14 am: September 28, 2010, 14:58:14 »

@Hippe!
Bin ja auch gespannt, wie das mit deinem Coach noch wird. Es ist jetzt ab und zu üblich, man liest es manchmal in den Foren, dass den Leuten nahegebracht wird, in der Bewerbung unbezahlte Praktika anzubieten. Verweigert man dies, kommt die Frage: Wollen Sie arbeiten oder wollen Sie nicht arbeiten? Kommt übrigens auch, wenn man Telefonnummer und Email verweigert. Es wird einem nahegelegt die Telefonnummer des Coachs oder des SB anzugeben, wegen der Lohnkostenübernahmen von bis zu 75% über die sich der AG dann telefonisch sofort informieren könnte.
Eine zeitgleiche Kopie der Bewerbungen sollen an SB und/oder Coach gehen.

Macht man da nicht hübsch mit und tut was einem gesagt wird, gibt es Ärger. Macht man mit, hat man einen Dumpinglohnjob am Bein, und dein AG kriegt auch noch 75% deiner Lohnkosten bezahlt, dafür bleibt dann ein anderer Arbeitsloser arbeitslos und somit ist damit für die Allgemeinheit gar nichts gewonnen, wenn ein Subventionierter schuften geht, anstatt jemand, der von seinem Lohn Sozialabgaben bezahlen würde. Arbeitslose gibt es dadurch keinen einzigen weniger, denn der AG wird ja mit irgendwem seine angebotene Stelle letztendlich besetzen! Man kann nicht jedesmal einen Beistand mitnehmen, auch nicht zu den vielen Vorstellungsgesprächen, die auf diese Weise zustande kommen. Viele AG arbeiten eng mit der Behörde zusammen, also Vorsicht, da kann leicht mal mitgeteilt werden, man hätte sich beim Bewerbungsgespräch ablehnend verhalten, nur weil man seine Rechte geltend machen wollte (den Arbeitsvertrag zu prüfen, eine schriftliche Stellenbeschreibung verlangt usw.)
Kannst höchsten versuchen, dich im Ausland zu bewerben, da gibt es dieses Programm für Lohnkostenübernahme für Schwervermittelbare nicht. Aber das gibt dann wahrscheinlich genauso Ärger, wie es die Leute haben, die ihre Telefonnummern und Email löschen ließen oder die sich weigern, dem SB oder Coach eine zeitgleiche Kopie der Bewerbung zu geben (können die aber auch aus dem Nebenraum von dir unbemerkt aus dem PC fischen, an dem du deine Bewerbungen schreiben musst und können sich dann so hinter deinem Rücken in laufende Bewerbungen einmischen und dem AG ganz besonders lukrative Verdienstmöglichkeiten ausmalen, wenn er dich anstellt. Coach kriegt für jede solche Vermittlung angeblich 1000- 2000 Euro). Manche SB reagieren da jedenfalls sehr sehr unangenehm darauf, wenn du es ihnen schwieriger machst, dich an ZAF oder andere Dumpinglohnanbieter zu vermitteln.
Vorsicht, wo du dich bewirbst, es gibt dann vom Coach massenhaft Stellenangebote oder Tipps von andern AG (die er vielleicht schon kennt?) in derselben oder einer ähnlichen Branche, wo man sich doch dann bewerben sollte.
Ich drück dir die Daumen, dass es nicht ganz so schlimm kommt. Ich denke mal, die wollen da auch eigentlich gar keine Leute, die nicht wirklich mitmachen wollen. Du hast doch ganz bestimmt noch nichts unterschrieben, dass du  mit Bürgerjob einverstanden bist.
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