Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein Danke
Aktive Erwerbslose in Deutschland (AEiD)

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Übersicht Aktuelles Hartz IV Infobank Daily News Impressum Mitglieder Registrieren
News:


Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: EGV nicht unterschrieben, wer kann sie mal prüfen??  (Gelesen 4483 mal)
Mathes
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 5



« am: Juni 17, 2010, 12:44:17 »

hallo zusammen,
mir wurde eine egv vorgelegt welche ich unterschreiben sollte...
jede woche min eine bewerbung schreiben bis ende des jahres ...
kopien der anschreiben solle ich dann nach ablauf vorlegen ...

klingt eigentlich nicht so schlecht bzw ist ja nicht die welt...
aber bin doch recht vorsichtig geworden...

als ich erwähnte das ich sie nicht unterschreiben werde, war der vm nicht so begeistert und ging regelrecht in die luft ...

wäre schön wenn jemand von euch mal einen blick drauf werfen würde.

lieben gruss
Rotkäppchen
Gast
« Antworten #1 am: Juni 17, 2010, 12:57:41 »

Das was du da schreibst klingt nicht schlecht.

Jede Woche eine Bewerbung macht 4 - 5 pro Monat aus. Werden denn die Kosten auch voll erstattet? Entweder durch Zusage in der EGV oder per separaten Antrag? Oder beides? Werden auch Kosten für Vorstellungstermine zugesagt?

Auch der Nachweis "Kopie der Anschreiben" ist ja gut machbar.

Was stand denn da noch drin, außer den Standardsätzen?

Wenn dort nichts weiter drin stand, würde ich das unterschreiben. Wenn du das nicht unterschreibst, kommt das per VA. Der VA hat auch einen großen Vorteil (der Verstoß ist wohl kaum sanktionierbar,wenn man bei Sanktion einklagt). Es kann aber sein, dass die im VA noch Rache nehmen und eine Maßnahme einfügen. Alles schon mal dagewesen. D.h. wenn man den Weg des geringsten Widerstandes gehen möchte, sollte man die EGV unterschreiben, wenn man damit gut leben kann.
Mathes
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 5



« Antworten #2 am: Juni 17, 2010, 13:07:40 »

der sb ist ziemlich explodiert als ich sie nicht unterschreiben wollte... muss termin telefonisch vereinbaren zum evtl unterschreiben...  folgendes stand noch drin:

gültig bis31.01.2011 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird
Ziel(e)
Integration in das Erwerbsleben des 1 .Arbeitsmarktes
1. Ihr Träger für Grundsicherung xy unterstützt Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederung
Er unterbreitet Ihnen Vermittlungsvorschläge, soweit geeignete Stellenangebote vorliegen. Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch die pauschalierte Übernahme von angemessenen nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 SGB III, sofern Sie diese zuvor beantragt haben. Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 SGB III durch Übernahme von notwendigen, angemessenen und nachgewiesenen Fahrkosten zu Vorstellungsgesprächen, sofern die Kostenübernahme vor Fahrtantritt durch Sie beantragt wurde und der einladende Arbeitgeber - nachweislich - keine bzw. nur eine geringe Kostenerstattung vornimmt.
2. Bemühungen von XX zur Eingliederung in Arbeit
Sie bewerben sich zeitnah, d.h. innerhalb von drei (3 !) Tagen nach Erhalt des Stellenangebotes,
auf Vermittlungsvorschläge, die Sie von der Agentur für Arbeit/Träger der Grundsicherung
erhalten haben. Als Nachweis über Ihre unternommenen Bemühungen füllen Sie die dem
Vermittlungsvorschlag beigefügte Antwortmöglichkeit aus und legen diese vor.
Sie unternehmen während der Zeit vom 04.06.2010 bis einschließlich dem 31.12.2010 im
wöchentlichen Turnus von - beginnend mit dem Datum der Unterzeichnung - jeweils mindestens
1 Bewerbungsbemühung um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis und
legen hierüber im Anschluss an den oben genannten jeweiligen Zeitraum folgende Nachweise
vor: Kopien / Durchschriften der Anschreiben, mit denen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen versandt
haben.
Rotkäppchen
Gast
« Antworten #3 am: Juni 17, 2010, 18:12:12 »

Also ich meine damit kann man sehr gut leben. Ich würde das unterschreiben. Haben die vielleicht irgend etwas darin nicht berücksichtigt, das berücksichtigt werden muss? Selbständigkeit? Hinzuverdienst? Kleine Kinder, die betreut werden müssen?

Musst zusätzlich noch einen Antrag auf Bewerbungskostenerstattung einreichen und vor jeder Fahrt die Fahrtkosten beantragen. Kannst auch dabei gleich mal fragen, was bei denen "angemessen" ist und in welcher Höhe die erstatten.

Und wenn du einen Vermittlungsvorschlag von denen erhälst, musst du dich innerhalb von 3 Tagen bewerben. Du wirst sonst sanktioniert.

Es ist auch dein gutes Recht, diese EGV nicht zu unterschreiben. Du wirst sie dann ohne Sanktion per Verwaltungsakt erhalten. Du weisst aber nicht, was die noch in den VA evtl. alles einbringen. Vielleicht noch eine Maßnahme oder ein EEJ. Wenn die sich ärgern, machen die so etwas. Gegen einen VA kann man aber einen Widerpsruch einreichen und im Falle eines Verstoßes (z.B. nicht ausreichend Bewerbungsbemühungen) lässt sich eine Sanktion leicht einklagen (außer in Bayern, da gibt es vom LSG leider ein negatives Urteil).
Mathes
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 5



« Antworten #4 am: Juni 17, 2010, 20:34:57 »

einen nebenverdienst habe ich angegeben bis 15std/woche. wenn ich das richtig verstanden habe, soll ich dann am jahresende alle anschreiben meiner bewerbungen nachreichen,somit nicht monatlich abgeben.... hab ich noch nie gehört aber wenn es so ist, kann ich damit wohl gut leben :-)
Rotkäppchen
Gast
« Antworten #5 am: Juni 17, 2010, 22:41:14 »

Das bedeutet, dass du in der 1. Januarwoche die Belege für die Bemühungen vorlegen musst.

Auch wenn du 15 Std. wöchentlich arbeitest, stört diese EGV nicht. Ich würde das auch unterschreiben.
Jhonny Cole
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 37



« Antworten #6 am: Juni 30, 2010, 18:18:32 »

Wenn dort nichts weiter drin stand, würde ich das unterschreiben. Wenn du das nicht unterschreibst, kommt das per VA. Der VA hat auch einen großen Vorteil (der Verstoß ist wohl kaum sanktionierbar,wenn man bei Sanktion einklagt). Es kann aber sein, dass die im VA noch Rache nehmen und eine Maßnahme einfügen. Alles schon mal dagewesen. D.h. wenn man den Weg des geringsten Widerstandes gehen möchte, sollte man die EGV unterschreiben, wenn man damit gut leben kann.
dazu habe ich eine frage:
wenn die egv per va kommt und da eine maßnahme dran hängt, reicht es, wenn man die maßnahme nicht antritt, richtig?
der va kann nicht wie die egv sanktioniert werden, da die gesetzliche grundlage fehlt. und der antritt der maßnahme kann nicht (im gegensatz zum antreten und späteren abbrechen) bestraft werden, right?

ich hoffe, das habe ich richtig aufgesagt. das sind infos, die ich mir in letzter zeit angeeignet habe..
Rotkäppchen
Gast
« Antworten #7 am: Juni 30, 2010, 19:05:04 »

dazu habe ich eine frage:
wenn die egv per va kommt und da eine maßnahme dran hängt, reicht es, wenn man die maßnahme nicht antritt, richtig?
der va kann nicht wie die egv sanktioniert werden, da die gesetzliche grundlage fehlt. und der antritt der maßnahme kann nicht (im gegensatz zum antreten und späteren abbrechen) bestraft werden, right?

ich hoffe, das habe ich richtig aufgesagt. das sind infos, die ich mir in letzter zeit angeeignet habe..

Er kann schon sanktioniert werden. Aber wenn man das einklagt, bekommt man sein Geld im Eilverfahren wieder.

Dazu gibt es inzwischen mehrere Urteile.

Nur in Bayern gibt es ein urteil, das besagt: EGV ist = VA. D.h. in Bayern würde ich mit dieser Aussage vorsichtig sein. Im Rest von Deutschland ist es schon recht sicher, wenn man bei Sanktion bei VA klagt. Vor allem in Hessen und NRW.
mops
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 7



« Antworten #8 am: Juni 30, 2010, 19:42:23 »

Nur in Bayern gibt es ein urteil, das besagt: EGV ist = VA. D.h. in Bayern würde ich mit dieser Aussage vorsichtig sein. Im Rest von Deutschland ist es schon recht sicher, wenn man bei Sanktion bei VA klagt. Vor allem in Hessen und NRW.

Hallo Mobydick.
Sorry wenn ich schon wieder "nerve". Aber ich suche schon verzweifelt nach diesem Urteil. Sollte man es mal darauf ankommen lassen, Widerspruch gegen den VA zu erheben, und dann sehen ob die wirklich sanktionieren? Oder beziehen sich dann die Richter auf dieses spezielle Urteil? Ich würde gerne mal das Urteil lesen.
Danke
mops 
« Letzte Änderung: Juni 30, 2010, 19:59:37 von mops »

Gruß mops
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.11 | SMF © 2006-2009, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Seite erstellt in 0.126 Sekunden mit 21 Zugriffen. (Pretty URLs adds 0.01s, 2q)
© Design 2010 - 2020 by Rudi Wühlmaus