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Autor Thema: Krisenlasten  (Gelesen 4100 mal)
niewtor
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« am: Oktober 03, 2009, 03:33:01 »



Was wir nach der Wahl an Krisenlasten zu erwarten haben


Fred Schmid

Zitat

Die Krise ist bislang bei den Menschen noch nicht angekommen.

Die Krisenfolgen werden erst nach der Bundestagswahl in voller Wucht spürbar.
Davor verteilte die Große Koalition noch Wahlgeschenke
- Senkung des Beitrags zur Krankenversicherung um 0,5 Prozentpunkte
- Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozentpunkte
- „Rentengarantie“: Gesetzlich wurde festgeschrieben, dass die Renten nie gekürzt werden

dürfen, auch nicht bei sinkenden Löhnen der Arbeitnehmer
- Erhöhung der Renten und Arbeitslosengeld II um 2,41% (West) und 3,38 % (Ost)
- Abwrackprämie (insgesamt 5 Mrd. Euro)

Die GroKo ergriff Maßnahmen, die bis zur Bundestagswahl die Auswirkungen Krise auf den
Arbeitsmarkt eindämmen
- insbesondere durch das Instrument der Kurzarbeit: die Kurzarbeiterregelung wurde von

ursprünglich 6 Monate Dauer auf jetzt maximal 24 Monate ausgeweitet; ab dem 7. Monat
Kurzarbeit müssen die Unternehmer keine anteiligen Sozialbeiträge mehr zahlen. Geschätzte
Kosten der Kurzarbeit für 2009: 5,1 Mrd. Euro (FAZ, 14.7.09).

- Abwrackprämie, wodurch der Automobilindustrie eine gewisse Auslastung garantiert wurde und

die Autokonzerne für die Inanspruchnahme der Kurzarbeit gewonnen wurden.
Im Hinblick auf Steuererhöhungen und Abbau von Sozialleistungen beschwichtigte die Große
Koalition und gab „Garantien“ ab: So die Garantie, dass die Renten nicht gekürzt und die
Mehrwertsteuer nicht erhöht würde. Es wurde professoralen Wirtschaftsforschern überlassen, hier
Versuchsballons zu starten: Zimmermann (Mehrwertsteuer), Raffelhüschen (Rente, Sozialsysteme),
Franz (Sozialsysteme), Fuest (Rente) u.a.

Nach den Wahlen werden die regierungsamtlichen Sprech- und Versprechungsblasen platzen. Nach
den Wahlen heißt es zahlen. Nach einem „Kassensturz“ werden die Krisenfolgen an die arbeitende
Bevölkerung, an die Arbeitslosen und Rentner weitergereicht.
Im Folgenden seien die gravierendsten Krisenfolgen dargestellt.


Arbeitslosigkeit in neuen Dimensionen

Im Herbst und Winter wird die neue Bundesregierung ihren arbeitsmarktpolitischen
Offenbarungseid leisten müssen. Da sich die Auftragslage voraussichtlich nicht bessert, werden die
meisten Unternehmen keinen weiteren Sinn in der Kurzarbeit als Überbrückungsmaßnahme mehr
sehen und die Leute kurzerhand auf die Straße setzen. Nach Schätzungen der Bundesagentur für
Arbeit arbeiteten im Juni 1,4 Millionen Menschen kurz – der größte Teil dürfte sich im Winter als
offiziell registrierte Arbeitslose wiederfinden.

Ein weiterer Entlassungsschub wird von den steigenden Firmenpleiten und Insolvenzen ausgehen.
Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform registrierte für das erste Halbjahr 2009 16.650
Unternehmensinsolvenzen mit 254.000 vernichteten Arbeitsplätzen. Für das zweite Halbjahr
werden weitere 18.500 Pleiten mit etwa 300.000 betroffenen Arbeitsplätzen erwartet.
Nach einer Umfrage des Ifo-Instituts plant ein Viertel der Unternehmen in Deutschland im nächsten
Halbjahr einen Beschäftigungsabbau; in der Industrie sogar 34 %. Fast zwei Drittel der Betriebe mit
mehr als 1000 Beschäftigten wollen Stellen abbauen (Wiwo, 20.7.09)...




Hier weiter- und nachzulesen.

Ich wünsche jedem mit viel Macht neben dieser Aufgabe etwas, bei dem es um Höheres geht, als um ihn selbst.
Kugelblitz
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« Antworten #1 am: Oktober 03, 2009, 04:45:43 »

Eigentlich ist es genau das ,was wir die ganze Zeit erzählen. Nur wenn ich das auch noch schwarz auf weiß sehe,wird mir echt noch viel schlechter kotz
Man,bin ich froh,dass ich keine Kinder hab,um die ich mir Sorgen machen muß,nur 2 Neffen
Zwergenmama
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« Antworten #2 am: Oktober 03, 2009, 09:47:37 »

Dafür kannst Du dankbar sein!  kotz
fox
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« Antworten #3 am: Oktober 13, 2009, 16:52:47 »

Ich glaube es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass die Krise noch lange nicht ausgestanden ist. Allerdings wird in Medien schon vom Ende der Krise berichtet, ein Ende der Krise ist jedoch nur für einige Großkonzerne in Sicht. Der kleine Mann wird die volle Wucht der Krise wohl erst in ca. einem halben Jahr bis Jahr begreifen können.

Ich persönlich bin zum Beispiel der Meinung, dass es uns im Laufe der aktuellen Krise noch sehr schlecht gehen wird. Wenn die Politiker zu spät gegensteuern, rechne ich mit einer Hyperinflation. Eine derartige Inflation könnte sogar Hungersnöte herbeiführen.
Quirie
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Bleibt unbequem - nicht unauffällig!


WWW
« Antworten #4 am: Oktober 13, 2009, 16:58:49 »

Auch wenn die Aussichten nicht gerade rosig sind - da stimme ich Dir zu:

 wellcomedog

Schön, dass Du uns gefunden hast.


LG Quirie

Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen. (Dieter Hildebrandt)

Keine Rechtsberatung, dafür gibt es Rechtsanwälte !
Pete
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« Antworten #5 am: Oktober 14, 2009, 08:48:11 »

Echt jetzt?

Meint ihr das lohnt sich heute schon mit Raviolidosen und Erbsensuppe zu bevorraten?

D i e   S t u n d e   d e s   S i e g e r s   k o m m t   f ü r   j e d e n   i r g e n d w a n n!
Barney
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« Antworten #6 am: Oktober 14, 2009, 18:21:20 »

Pete, was hältst du denn davon, dass jetzt ein Betrieb nach dem anderen in eine "geordnete" Insolvenz marschiert, die bisher tariflich oder übertariflich entlohnt haben,  und die neu entstehenden Betriebe sich nicht mehr an Tarife gebunden fühlen?

Mal ganz abgesehen davon, dass es eine immer größer werdende Gruppe von Menschen gibt, die am Rande des Existenzminimums leben. Die froh sind, wenn sie überhaupt eine Beschäftigung bekommen, in der sie den Aufwand, den sie damit haben, gerade mal erstattet bekommen?

Geh mal nicht von Berlin, Frankfurt oder Hamburg aus. Geh in die Fläche, dorthin, wo es jetzt schon kaum Industrie gibt.

Während früher der Gemeindediener ein gering bezahlter Arbeitsplatz war, machen dass jetzt drei EEJler.

Ich glaube auch nicht, dass die jetzige Regierung aus CDU und FDP etwas an den gelogenen Prozenten über Arbeitslosigkeit ändern werden. Ganz im Gegenteil wird es noch weniger Maßnahmen geben, aber durch Manipulation an den Daten, wird eine Vollbeschäftigung vorgetäuscht.



« Letzte Änderung: Oktober 14, 2009, 18:21:39 von Barney »

Gruß Barney

Unsere Forderung:  Mindestlohn, Grundsicherung, Arbeitszeitverkürzung

Informieren Sie sich bitte selbst zu den hier behandelten Themen. Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider.
Pete
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« Antworten #7 am: Oktober 15, 2009, 11:34:21 »

Halt halt halt... meine Frage war wie schnell Ihr ne Inflation vermutet. Mehr nicht.

Über die Politik und die dummen Menschen, die sie wählen habe ich mich vor der Wahl schon genug ausgekotzt.

Da ist wirklich alles gesagt und jeder der sich über die von Dir aufgezählten Methoden beschwert, soll mir sagen was er gewählt hat. Wenn da irgendwas jamaica-farbenes als Antwort rauskommt sag' ich ganz direkt: Fresse halten!!!

D i e   S t u n d e   d e s   S i e g e r s   k o m m t   f ü r   j e d e n   i r g e n d w a n n!
Forumadmin
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ich guck hier nur mal so


« Antworten #8 am: Oktober 15, 2009, 13:25:25 »

Inflation?

welche Inflation denn.

Wir haben sinkende Preise bei einer immer größer werdenden Überproduktion.
Die Betriebe bleiben auf ihren Waren sitzen weil sie kaum noch Abnehmer finden.
Eine negative Inflation gibt es nicht.
Ergo sprechen alle Anzeichen für eine Deflation, nur in den Mund nehmen wollen
unsere ach so gebildeten Eliten dieses Wort nicht!

Ich kann freilich nicht sagen ob es besser wird wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll. Georg Christoph Lichtenberg
Für Rechtschreibfehler ist meine Tastatur zuständig
eAlex79
Manchmal isset besser.. ;)
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Keep Smiling ;-)


« Antworten #9 am: Oktober 15, 2009, 16:23:44 »

 pfeifen Später kommt dann "die grosse Inflation", jedenfalls wenn sie billionen Extra Dollars und Euros nicht verbrannt kriegen bevor der Prozess einsetzt.

Forumadmin
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ich guck hier nur mal so


« Antworten #10 am: Oktober 16, 2009, 08:46:22 »

wir haben keine Anzeichen einer Inflation sonder es spricht alles für eine Deflation
das ist etwas völlig anderes, auch wenn die Auswirkungen für die Bevölkerung am Ende gleich sind!!

Nach der Deflation haben alle eine Depression!!

Ich kann freilich nicht sagen ob es besser wird wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll. Georg Christoph Lichtenberg
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