Storch HeinarStorch Heinar
Aktive Erwerbslose in Deutschland (AEiD)

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Übersicht Aktuelles Hartz IV Infobank Daily News Impressum Mitglieder Registrieren
News:


Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Grundsätzliches - eine Diskussionsgrundlage und ein Statement  (Gelesen 11003 mal)
rintho
Gast
« am: Juni 19, 2010, 12:52:41 »

So, jetzt hab ich mich heut mal hingesetzt und habe ein paar Gedanken aufgeschrieben - zu der Lage in Deutschland, zu den Krisen und zu evtl. Alternativen. Natürlich nur meine eigene ganz persönliche Meinung... Aber vielleicht kann das ja als Diskussionsgrundlage dienen.

Leider ist es denn doch etwas lang geworden - 4 Seiten .... Damit würde das hier die Lesbarkeit ziemlich verschlechtern. Darum hänge ich den Text einfach als PDF- DAtei an - dann kann man sich das durchlesen, muss aber nicht endlos scrollen, wenn man Antworten lesen möchte, oder selbst eine schreiben will.
Ich hoffe, der eine oderandere wird nicht vom Umfang des Textes verschreckt und kämpft sich durch ....

Na dann - Grüße, Glück und Freiheit

Thomas
« Letzte Änderung: Juni 19, 2010, 12:54:45 von rintho »
lieselotte
Gast
« Antworten #1 am: Juni 19, 2010, 13:42:17 »

Ich habe mir das mal durchgelesen. An sich nicht schlecht, aber auch nicht wirklich neu. Und deswegen sollten wir die Begriffe wie " Anarchie, Kommune ... " aus unserem Gedankengang streichen.
Und genau das wird schon wieder gelebt, wenn auch in einer etwas anderen Form. Aus der Not heraus,  die aber Vernunft voraus setzt. Nur betrifft es eben diese Gruppe, die darauf angewiesen ist, ist nicht auf alle übertragbar. Und die, die es nicht nötig haben, nicht wollen, im sicheren Konsum leben, die werden sich nie und nimmer daran beteiligen.
Es sei denn, Deutschland liegt wieder in Trümmern.

Aber ein Gedanke ist es allemal wert.
rintho
Gast
« Antworten #2 am: Juni 19, 2010, 13:52:28 »

Und deswegen sollten wir die Begriffe wie " Anarchie, Kommune ... " aus unserem Gedankengang streichen.

Könntest du das erläutern? Den Schluss verstehe ich nicht :-)

Und genau das wird schon wieder gelebt, wenn auch in einer etwas anderen Form. Aus der Not heraus,  die aber Vernunft voraus setzt. Nur betrifft es eben diese Gruppe, die darauf angewiesen ist, ist nicht auf alle übertragbar. Und die, die es nicht nötig haben, nicht wollen, im sicheren Konsum leben, die werden sich nie und nimmer daran beteiligen.
Es sei denn, Deutschland liegt wieder in Trümmern.

Aber ein Gedanke ist es allemal wert.


Ja sicher - da gibt es Vorbehalte - eben darum finde ich ja das Vorleben so wichtig - das ist wirksamer, als irgendwas zu predigen ... Viel überzeugender!
lieselotte
Gast
« Antworten #3 am: Juni 19, 2010, 15:28:51 »

Die alten Lebensformen der Alternativen waren nicht immer so lebbar, wie es vielleicht aus der Erinnerung scheinen. Nicht umsonst ist dieses Lebensmodel an sich gescheitert. Es liegt meiner Meinung nach nicht in der Natur des Menschen, die Trennung von Mein und Mein wirklich zu leben. Dieses "alles miteinander teilen" funktioniert nicht besonders gut.
Mir ist dein Grundsatz ein wenig zu radikal. Die Worte dafür lehnen sich an Zeiten, in denen diese Lebensform nicht aus tatsächlicher Not heraus entstanden sind. Zumindest waren die Zukunftsaussichten nicht mit den jetztigen vergleichbar. Lassen wir die Worte doch einfach weg, suchen uns neue. Den heutigen Bedingungen angepasst. Und das sehr wohl mit Besitz, aber bereit, an diesem auch anderen Menschen teilhaben zu lassen.

Ein kleiner Schritt, besser als ins stolpern zu kommen.


Und, wir können damit gleich anfangen. Nicht nur reden, sofort die Praxis testen. Was wir ja auch im kleinen Kreis schon tun. Wir haben uns in einem Leidgenossen- Forum zusammen gefunden.
rintho
Gast
« Antworten #4 am: Juni 19, 2010, 15:58:07 »

Darf ich vorsichtig wiedersprechen? Gescheitert ist dieses Lebensmodell nicht - es gibt viel mehr Gruppen, als allgemein bekannt... Es werden sogar wieder mehr - Und auch einige Gründungsgruppen. Und es ist sicher kein Modell für alle - das stimmt! Aber ich glaube, da könnten sich mehr drin wohlfühlen, als man annimmt.

Viele haben ja auch etwas falsche Vorstellungen - ist ja nicht so, dass es dort kein Privateigentum gibt - das persönliche hat jederselbst. Nur eben nicht die Produktionsmittel ...

Und Besitz zu sammeln - also quasi Kapital zzu schaffen - das halte ich schon für eines der Grundübel der heutigen Zeit.
lieselotte
Gast
« Antworten #5 am: Juni 19, 2010, 17:03:27 »

Klar darfst du widersprechen. Sonst käme bei einer Gedankensammlung ja nix bei rum.

 
rintho
Gast
« Antworten #6 am: Juni 20, 2010, 12:44:03 »

Klar darfst du widersprechen. Sonst käme bei einer Gedankensammlung ja nix bei rum.

 

war auch eher ne rethorische Frage .... pfeifen
Bertin Mahrsing
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 122


Nur noch x Tage bis zum "Sommerurlaub" ;-)


« Antworten #7 am: Juni 20, 2010, 13:47:23 »

Habs gelesen  jawoll

Schön gedacht, rintho, aber erzähl mal nem Kapitalisten, daß Du sein System ablehnst und durch ein Anderes ersetzen möchtest. Schon haste einen Feind mehr.
Gleich nach dem Krieg, also zur Stunde Null waren die Voraussetzungen, wie Du schon schrubst, "ideal" um einen Systemwechsel zu stande zu bringen.

Aber von so einer Stunde Null sind wir weeeiiit weg, und selbst wenn es sie gäbe, so würde die Mehrheit es wohl doch wieder genauso machen wie bisher, da die Unzufriedenheit in der Gesellschaft wohl noch immer nicht groß genug ist.

Kleine Grüppchen okay, aber die breite Masse? Eher nich...

rintho
Gast
« Antworten #8 am: Juni 20, 2010, 14:19:22 »

Richtig! Ich sehe das auch als eine mögliche langfristige Entwicklung - selbst wenn es mal Realität werden sollte - ich werde das nicht erleben und die Generation nach mir mit Sicherheit auch nicht.

Eigentlich ist es ja auch mehr ein Gedankenmodell - ich bin mit den heutigen Zuständen absolut unzufrieden und über sie frustriert -aber nur abmeckern macht mich auch nicht glücklich ... Also versuche ich mir ein Ziel zu setzen. Beim beschriebenen Gedankenmodell (mehr "kleine Inseln" schaffen, den eigenen Wunsch vorleben) kann ich aktiv werden, kann mir selbst ein befriedigenderes Leben schaffen und habe zumindest im Hinterkopf die schwache Hoffnung, dass das alles irgendwann in ferner Zukunft mal für breitere Bevölkerungsschichten interessant werden kann - und ganz in der Ferne vielleicht mal unser heutiges System ablöst oder zumindest darauf abfärbt. Das alles macht mich denn doch sehr viel zufriedener, glücklicher als heute! Ist doch auch was wert. Im Moment bekomm ich jeden Tag das kalte Grausen - liest du ne Zeitung: Frust; schaust du mal in die Glotze: Frust; Gespräch mit anderen: Frust; eigene Lebrenssituation: Frust! So geht das einfach nicht weiter! Bin zwar schon 50, aber so ein paar Jährchen würd ich schon noch ganz gerne ....
Bertin Mahrsing
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 122


Nur noch x Tage bis zum "Sommerurlaub" ;-)


« Antworten #9 am: Juni 20, 2010, 14:45:32 »

... ich bin mit den heutigen Zuständen absolut unzufrieden und über sie frustriert -aber nur abmeckern macht mich auch nicht glücklich ...
Da stimme ich Dir voll zu!
Mir ist aber leider auch der Glaube an das Gute im Menschen abhanden gekommen.
Ich bin kein gläubiger Mensch, der "liebe Gott", den einem die gängigen Kirchen einreden wollen, ist für mich kein erfolgversprechendes Modell.
Ich er-tag-träume mir einen "gerechten Gott", einen der den Menschen klare Grenzen setzt. Z.B. Reichtum nur bis zu einer gewissen Grenze. Wer dann immer noch nicht genug bekommt, während einige gar nix haben, der zieht dann eben die Arschkarte und darf dann für den Rest seiner geplanten Lebenszeit seinen Reichtum im Wachkoma "genießen".
Erdöl? Kein Segen für die Menschheit, führt zu Spekulantentum, Umweltverschmutzung, Gier, Zwangsumsiedlung, ergo ungerechter Verteilung statt Segen für alle. Wird ersetzt durch ... z.B. Salzwasser. Schießpulver? Kein Segen für die Menschheit, wird ersetzt durch ... sagen wir Zucker. Lauter neue "Naturgesetze", die den Menschen zu seinem Glück zwingen. Und wenn dann immer noch zu Viele glauben, sie seien wichtiger als Andere, dann wird das "Experiment des 6.Tages" eben abgebrochen und die Erde kommt wieder ohne den Homo Sapiens aus!

Is natürlich nur ein Hirngespinst, aber die Hoffnung auf eine vernünftige Veränderung, von Menschen gewollt, ist mir abhanden gekommen...

lieselotte
Gast
« Antworten #10 am: Juni 20, 2010, 14:51:35 »

Versuche doch schon im Kleinen dir einen Raum zu schaffen, in dem du das Leben kannst.
Es gibt eine Menge Leute, die genau das auch wollen. Ein neues Lebenskonzept für sich und anderen Leuten aufstellen, zusammentun und ausprobieren.

Wir sind hier eine kleine verarmte Truppe, zwar jeder für sich lebend, aber im Gedanken im alltäglichen Leben immer beisammen. Kannst ja nicht ständig zusammen hocken, geht räumlich ja auch gar nicht. Aber wir sorgen füreinander. Bei allem was wir tun, ist der andere dabei. Hilfe bei alltäglichen Dingen und Unterschlupf zur Not sind garantiert. Nahrung, Hausrat und Kleidung, Tipps und Tricks, auch sonstiges zu Überleben werden für alle gleich mit gesammelt, gehortet und weitergegeben.
Hartzer44
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 159



« Antworten #11 am: August 28, 2010, 01:30:09 »

Habs auch gelesen. Ist gut geschrieben, nicht wirklich neue Erkenntnisse, aber als kl. Zusammenfassung einer z.T. sogar objektiven Grundsatzdiskussion ok.  Schild
Seit Jahrzehnten wird von einigen Selbstdenkern und Intelektuellen auch darüber breit diskutiert. Das Ergebnis ist zumind. bisher nur das, was z.B.
die 68ger bewegen konnte. Nämlich, nicht wirklich genug. Aber auch die Evolution des Bewusstseins für diese Art der Zusammenhänge wächst stetig.
Die Dimension der Zeit arbeitet also für die Visionen der Selbstdenker. Frage ist nur, ob wir noch genug Zeit haben ? Bzw. auch, welche und wie viele Verbündete wir haben ?

Weitere, passende Kernfragen dazu sind z.B. auch:
Wie bringen wir es dem heute aktiven, aber leider sehr destruktiven Ungeist aus der Finanz, Wirtschafts, Polit und Maindream-Medien-Szene bei, sich lieber zu verpissen,
bevor die noch mehr Schaden anrichten ?? Können wir auf die Einsicht derer noch warten ? Wieviel Zeit bleibt uns dazu noch ?

Alternative Lebensgemeinschaften sind nicht nur ein interessantes Gedankenexperiment, sondern wurden z.T. auch schon recht erfolgreich erprobt und gelebt.
Es könnte aber auch sein das unsere Kinder und Enkel, aufgrund der völligen Unfähigkeit der "Machthabenden" in Zukunft eher unfreiwillig in eine ähliche Art von  
diesen Lebensgemeinschaften gedrängt werden. Eine Tendenz dazu ist zwar schon da, ..aber das ist nur Spekulation meinerseits.

 Smeil
« Letzte Änderung: August 28, 2010, 01:36:30 von Hartzer44 »

„Die Würde des Menschen steht unter Finanzierungsvorbehalt“

Wird Unrecht zu "Recht", wird Kämpfen zur Pflicht!
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.11 | SMF © 2006-2009, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Seite erstellt in 0.085 Sekunden mit 21 Zugriffen. (Pretty URLs adds 0.007s, 2q)
© Design 2010 - 2020 by Rudi Wühlmaus