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Autor Thema: unabweisbarer Bedarf? - medizinische Fußpflege  (Gelesen 16136 mal)
Ghansafan
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« am: Juni 26, 2010, 17:09:31 »

Hallo, angel1,

ich habe auch einen unabweisbaren Bedarf,nämlich die medizinische Fußpflege, aufgrund einer Behinderung. Kosten pro Monat:17€.

Die KK übernimmt diese Kosten nur bei Diabetes.

Trotz unabweisbaren Bedarfes wurde der Antrag von der Arge abgelehnt. Ich habe nichts anderes erwartet. Widerspruch läuft, Klage wird dann folgen.

Der Kampf geht weiter...
lanny
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« Antworten #1 am: Juni 26, 2010, 17:18:34 »

Da ich mein WW selbst tragen muss, eine Nachzahlung der Gasrechnung folgte(287€), zudem 40€ Strom trage, also mtl 82 für Energie Plus mtl Raten für Nachtzahlung aufbringen muss, sah ich einen Härtefall dadrin.Benatragte eien Übernahme, abgelehnt
Von 359€ zum Leben bleiben 277€ abzgl Internet19,90=258,10€
Ab welcher Summe zählt der Härtefall lol ,denn das ist nicht einmalig sondern zumindest ein Jahr lang.
clivie
Gast
« Antworten #2 am: Juni 26, 2010, 21:48:25 »

Hallo Lanny,
hast du für die Gasrechnung denn keine Übernahme von der Arge beantragt? die zählt zu den KDU Kosten der Unterkunft und die muß die Arge übernehmen, Widerspruch und dann klagen, wird dir nichts anderes übrigbleiben ich drück dir beide Daumen  thumppup  thumppup das du Erfolg damit hast.
Ghansafan
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« Antworten #3 am: Juni 26, 2010, 22:07:23 »

Hallo, Smeil,

heute lag nun der Widerspruchsbescheid im Briefkasten.

Wie nicht anders zu erwarten war, natürlich eine Ablehnung. Die Begründung einfach lächerlich: 17€ wären mir pro Monat durchaus zuzumuten. Ich hätte dafür  in einem anderen Bereich zu sparen, das wäre auch zumutbar. deenk
In welchem Bereich denn Huh?

Außerdem hätte ich die Notwendigkeit der med. Fußpflege nicht nachgewiesen.
Hallo, ich gehe nicht zur Fußpflege, um mir die Fußnägel lackieren zu lassen.

Na gut, war ja zu erwarten. Kommt es halt nun zur Klage...
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #4 am: Juni 26, 2010, 23:14:22 »

Nun, ein Attest des Arztes hast Du beigelegt?
Und läßt Dich beim Podologen behandeln oder bei einer normalen Fußpflege?
Das sind ja heute 2 Dinge.
Denn den Podologen auf Rezept würde die Kasse ja zahlen.
Die normalen Fußpfleger nicht.

clivie
Gast
« Antworten #5 am: Juni 26, 2010, 23:57:44 »

mit meiner Osteoporose habe ich ja das Problem, das ich nichtmehr an meine Füße drankomme,also war für mich auch die Frage der Fußpflege auf Rezept, nur ein Rezept bekomme ich erst gar nicht auch nicht für einen Podologen, laut Aussage meiner KK ist das bei dem Krankheitsbild nicht vorgesehen, und nach aussage des  Arztes auch nicht. Ich muß momentan die Kosten dafür selber tragen.Meine Schwester hat  Diabetes und bekommt ein Rezept ohne weiteres.
Ludwigsburg
Gast
« Antworten #6 am: Juni 26, 2010, 23:58:56 »



Außerdem hätte ich die Notwendigkeit der med. Fußpflege nicht nachgewiesen.


Hattest du keine ärztliche Bescheinigung beigefügt? Die würd ich mir auf jeden Fall noch besorgen...
« Letzte Änderung: Juni 27, 2010, 00:00:18 von Ludwigsburg »
Barney
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« Antworten #7 am: Juni 27, 2010, 00:36:01 »

Hallo Lanny,
hast du für die Gasrechnung denn keine Übernahme von der Arge beantragt? die zählt zu den KDU Kosten der Unterkunft und die muß die Arge übernehmen, Widerspruch und dann klagen, wird dir nichts anderes übrigbleiben ich drück dir beide Daumen  thumppup  thumppup das du Erfolg damit hast.

Nur wenn das Gas zum Heizen und für die Zubereitung des warmen Wasser sowie zum Kochen über einen Zähler läuft, wird es den KdU zugerechnet und eine Pauschale für das WW abgezogen.

Wird Gas allein für die Zubereitung von WW und zum Kochen genutzt, zählt es nicht zu den KdU und ist aus der Grundsicherung zu bezahlen.

Leider ist das so!

Gruß Barney

Unsere Forderung:  Mindestlohn, Grundsicherung, Arbeitszeitverkürzung

Informieren Sie sich bitte selbst zu den hier behandelten Themen. Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider.
clivie
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« Antworten #8 am: Juni 27, 2010, 10:18:21 »

hast recht Barney,  zwinker
Ghansafan
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« Antworten #9 am: Juni 27, 2010, 15:13:24 »

Nein, ich bin bei einer medizinischen Fußpflegerin.

Ein Attest ist unnötig, da der Widerspruchsstelle  ein medizinisches Gutachten vorliegt.

Man glaubt bei der Arge Lübeck, mit solchen Ablehnungen Geld zu sparen.
Im Endeffekt zahlen die nur drauf, auf Kosten des Steuerzahlers.
Ludwigsburg
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« Antworten #10 am: Juni 27, 2010, 19:57:56 »

Nein, ich bin bei einer medizinischen Fußpflegerin.

Ein Attest ist unnötig, da der Widerspruchsstelle  ein medizinisches Gutachten vorliegt.

Man glaubt bei der Arge Lübeck, mit solchen Ablehnungen Geld zu sparen.
Im Endeffekt zahlen die nur drauf, auf Kosten des Steuerzahlers.


Ja, und oft klappt das ja auch, weil viele sich das Klagen nicht zutrauen.

Hast hoffentlich einen guten Anwalt?

Hohe Stromkosten - wär auch zu überlegen, das gleich mit zu versuchen...
Adimin
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« Antworten #11 am: Juni 27, 2010, 21:45:57 »

Da liegt die Crux , Ghansafan:

Auch eine medizinische Fußpflege ist nicht immer die Richtige.
Es muss eine podologin sein, das heißt, sie muss sich a: podologisch fortgebildet haben und dieses muss auch als Berufsbezeichnung enthalten sein.

Ich habe das letztes Jahr mit Schwiegermutter gehabt. Und auch da zahlt, wegen Diabetes die Kasse die Behandlungen. Aber auch nur, wenn es Podologen machen. Und davon gibt es in Lübeck nur ganz wenige.
Wer also zu einer "normalen" ,auch medizinischen Fußpflege geht, dem wird das nicht gezahlt.

Und ergo wird auch die Arge nicht zahlen, weil sie recht haben mit dem Hinweis auf die Krankenkasse.

Da sollten wir evtl. nochmal genau schauen.

Ghansafan
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« Antworten #12 am: Juni 28, 2010, 19:31:29 »

Nein, die Arge hat kein Recht.

Ich habe mit meiner KK gesprochen, IKK Nord, Die Kosten werden nur übernommen, wenn Diabetes vorliegt.
Ich bin bei einer medizinisch ausgebildeten Fußpflegerin. Und das ist auch in Ordnung.

Die Arge hat die Kosten zu übernehmen, ohne Wenn und Aber. Der Bundestag hat dazu am 21. April eindeutige Regelungen getroffen.

Der Ablehnungsgrund ist ja der, dass die Arge meint, 17€ pro Monat sind zumutbar. Ist es aber nicht.
Das Bundessozialgericht hat am 20.12.07 die Bagatellegrenze von 6€ gekanzelt. Weil, so das BSG, 6€ keine Bagatelle sind.
Dann sind es 17€ pro Monat erst recht  nicht.

Dienstag habe ich einen Termin bei verdi in der Angelegenheit.  Die sind gut. verdi wird die Klage für mich führen.
Adimin
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« Antworten #13 am: Juni 28, 2010, 20:14:44 »

Gut, ich habe eben das mit der Diabetis verwechselt.
Insofern hast Du Recht. Es ist ja ein ärztlich verordneter unabweisbarer Bedarf.
Und 17€ sind viel.
Die Beziehung von Fahrtkosten (6.00€) zur Fußpflege, resp. den unabweisbaren Bedarf habe ich nun geistig nicht so schnell auf die Reihe bekommen. Aber in sich logisch. Wenn 6 € für Fahrtkosten zu viel sind, dann sind es 17€ unabweisbarer Bedarf sicherlich auch. Interessante Verknüpfung. Die lass ich mir mal durch den Kopf gehen. deenk thumppup

Ghansafan
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« Antworten #14 am: Juni 28, 2010, 20:36:47 »

Die Bagatellegrenze von 6€ bezog sich nicht auf die Fußpflege,das sollte  bloß als Vergleich dienen.

Und es ist auch gut so,das eine Aufwendung von 6€ vom BSG nicht als Bagatelle angesehen wird.
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