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Autor Thema: Bei den Kleinsten wird schon abkassiert  (Gelesen 5907 mal)
Zwergenmama
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« am: September 01, 2009, 21:47:40 »

Heute war Elternabend. Als erstes wurde schnell bekannt gegeben, was man denn nun so zu zahlen hätte.
Kopiergeld 3 € für's Jahr, 2 € für Kunstprojekte. Da kann ich mit leben. Aber nun der Hammer: 20 € für die Klassenkasse. Ich sollte "nur" 20 € sagen, denn die Kreissparkasse hat in diesem Jahr 100 € für jede erste Klasse gespendet. Ansonsten würde der Beitrag sich entsprechend erhöhen.

Rechnen wir mal:
Ranzen 120 € (Zwerg ist zu dünn und braucht einen angepassten, natürlich teuren)
Bleistifte 3 €
Buntstifte 4 €
Tuschkasten 4 €
Malbecher 1 €
Radiergummi 1 €
Hefte 5 €
Mappen 7 €
Malblöcke 8 €
Pinsel 3 €
Knete 4 €
Sportschuhe 30 € (Zwerg hat krumme Füße und braucht neue)
Sporthose und T-Shirt 10 €
Klassenkasse & Co. 25 €.

Macht für den Anfang bereits 225 €. Dann kommen noch diverse Arbeitshefte, Ausflüge, usw dazu. Die haben doch einen Knall!!! wütend
« Letzte Änderung: September 01, 2009, 21:52:30 von Zwergenmama »
Forumadmin
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ich guck hier nur mal so


« Antworten #1 am: September 02, 2009, 09:27:38 »

ich hätte bei diesem Elternabend erst einmal gefragt, wer das alles bezahlen soll und wovon........  pfeifen

Ich kann freilich nicht sagen ob es besser wird wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll. Georg Christoph Lichtenberg
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Lalelu
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« Antworten #2 am: September 03, 2009, 07:14:29 »

Ist die Grundschulzeit erst mal beendet, wird der 2. Ranzen benötigt.  Smeil
Unserer hat 70 € gekostet, Eastpak, bereits herunter gesetzt. Nun mag man sagen, wozu benötigt ein Hartzer einen solchen Ranzen, ein no name Produkt tut es auch. Den jenigen sage ich , erst mal informieren.

Tja, was den Rest der Liste betrifft, so haben wir alle jedes Jahr in diesem Umfang zu zahlen. Ebenso plus was noch so nach und nach dazu eingefordert wird. Und je höher die Klassen, desto mehr wird benötigt. Da kommen Finemaler, Füller, Zirkel etc. hinzu.
Heute sind rd. 15 € für ein Englisch Arbeitsheft dran, für Deutsch u, Mathe werden noch Beträge folgen.
Gerade diese Hefte sind sinnvoll.
Bei Bleistiften , Buntstiften etc. haben wir die Erfahrung gemacht, die Billigteile bringen nichts.
Tuschkasten, da ja, da sind auch die von Albrecht okay.

Ich finde was von den Schulen abverlangt wird okay,  daumen daumen daumen wenn dann das Geforderte eingesetzt wird. (Wir hatten noch keine gegenteiligen Erfahrungen)
Sand im Getriebe sind der Teuro, die Dumpinglöhne, Hartz IV usw. usf.


« Letzte Änderung: September 03, 2009, 07:16:59 von Lalelu »
Forumadmin
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ich guck hier nur mal so


« Antworten #3 am: September 03, 2009, 10:58:01 »

15 Euro für ein Schulheft.
Für solche Dinge sind die 100 Euronen auch gedacht.

Es geht hier darum, das nicht jeder Lehrer nur sein Fach zu sehen hat,
sondern den Gesamtlehrplan im Auge haben muss.
Er hat sich mit den anderen Lehrern abzusprechen was insgesamt benötigt wird
und wie die Elternsituation ist.
Nicht jeder kann mal auf die Schnelle so gut 200 Euro berappen.
Wie sieht es dann aus wenn mehrere Kinder im Hause sind.
Da ist ein utopischer Betrag schnell erreicht.

Auch ein gewisses Augenmaß ist vom Lehrkörper gefragt!!
Die Schulleitung sehe ich hier in der Pflicht, sie sollte das überwachen und koordinieren.

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Lalelu
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« Antworten #4 am: September 03, 2009, 16:13:29 »

Ich habe es so gehalten, daß ich im Frühjahr, als es die 100 € aus dem Konjunkturprogramm f.d. Kinder gegeben hat, diese schon mal weg gelegt hatte. Plus die 100 € Starthilfe werden wir vielleicht gerade mal so hin kommen. Falls nicht noch f.d. Klassenkasse eingesammelt wird.
Ranzen wird ja die kommenden Jahre weg fallen, dafür werden aber andere Anschaffungen nötig, z.B. Sportkleidung. Markenkleidung gibts ja preiswert bei Ibä, aber hier ein Posten, dort ein Posten, das läppert sich zusammen.

Klar kann nicht jeder auf die Schnelle 200 € berappen, aber man weiß ja vom jährlichen Schuleinkauf.

Ich sehe die Politik in der Pflicht und sonst niemanden !!!!!!!!!!!!  Natürlich können nicht Forderungen der Lehrer in utopischer Höhe gestellt werden. Wobei sich wohl die Geister scheiden, wer was für utopisch hält.
Ich will, daß mein Kind nicht auf der Strecke bleibt und dazu gehört nun mal vernünftiges Lehrmaterial.
Die Zeiten, daß mit einer Schiefertafel hantiert wurde, die sind vorbei.

Sämtlichen Arbeitsheften sind üblicher Weise CD Rom`s beigefügt.

Fakt ist, daß das Geld was für die Bildung unserer Kinder zur Verfügung steht, nicht langt (Einkäufe zum Schuljahresbeginn u. auch das laufende Jahr über gesehen) . Damit meine ich nicht nur die Hartz IV Empfänger, die zu knappern haben. Wer sich nicht selbst hilft, der bleibt auf der Strecke, der Politik ist das schei...... egal. Ich behaupte sogar, daß das gewollt ist, schließlich wird Kanonenfutter für die Wirtschaft benötigt - knechten zum fast Nulltarif.
« Letzte Änderung: September 03, 2009, 16:14:55 von Lalelu »
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #5 am: September 03, 2009, 21:13:13 »

Ich habe hier im Umkreis schon die wildesten Sachen erlebt.
Da gibt es eine Schule, die natürlich von den Schülern u.a. Kopiergeld nehmen.
Gleichzeitig wird von den Schülern/Eltern verlangt(Grundschule), das die Emailadressen abgegeben werden, da der Lehrer Aufgaben und Formblätter, etc. per Mail schickt und die Das dann ja selber ausdrucken sollen.

Da kommt dann wieder mal die Diskriminierung. Denn nicht jede Familien kann sich PC oder Internet leisten.
Wer nicht hat hat Pech gehabt.

Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #6 am: September 04, 2009, 01:14:41 »

Ich komme gerade von einem Elternabend der 1. Klasse.

Schulmaterialen hielten sich noch in Grenzen. Bücher und Arbeitsheft wurden erstmals in einem Ausleih-System verliehen gegen Gebühr, wobei Hartz-IV-Empfänger davon befreit werden können (beantragen bei der Schule bzw. Amt für Ausbildungsförderung). Sonderwünsche der Klassenlehrerin gab es nur bezüglich der Rechen- und Schreibhefte, ansonsten standen nur die Sachen drauf die man zum Schulanfang eigentlich benötigt (Stifte, Wachsmalfarben, 4 Schnellhefter in der Farbe rot, blau, gelb und grün; Ordner, Bastelschere, Zeichen- und Malblock -aber kein Wasserfarbmalkasten, der ist erst im 2. Schuljahr fällig-, Sportkleidung und -schuhe mit heller Sohle). Einiges hatte ich ja eh noch zuhause (er ist ja Wiederholer wegen nicht geförderter LRS), brauchte nur ein paar Sachen zu ersetzen (Stifte). Das einzige was ich noch anschaffen mußte war der Ranzen und ne Schultüte (und halt die entsprechende Füllung dazu). Der alte Ranzen (ein No-Name-Produkt) war leider ziemlich fertig am Schuljahresende und die Schultüte hat das Jahr auch nicht überlebt.

Auch wir mußten Kopiergeld bezahlen, nämlich 10,00 Euro für das Schuljahr (Quittung darüber ist beantragt). Eine Klassenkasse wurde auch eingerichet (Klassen-Sparbuch). Dieser Beitrag beläuft sich auf jährlich 30,00 Euro, kann man entweder mtl., halbjährlich oder jährlich bezahlen. Halt so wie jeder einzelne es gerne möchte. Davon werden Bastelsachen, Projekte, Leseheft (gegen Ende des Schuljahres), Ausflüge, Kino- oder Theaterbesuch usw. bezahlt. Somit muß die Lehrerin nicht jedesmal neu Gelder einsammeln wenn was ansteht und evtl. einigen damit hinterher rennen.

Bei meinem Ältesten dagegen ist es ein Katastrophe. Es vergeht kein Tag wo er seit Schulbeginn nicht nach hause kommt mit irgendwelchen Sonderwünsche der einzelnen Lehrern. Und eine Ende ist noch nicht in Sicht. Dann darf es nur das Schreibheft sein mit einem breiten weißen Rand, der andere wünscht eines mit zwei Rändern. Der andere dann noch ein Rechenheft mit Rand und Glanzkartondeckel. Dieses kostet pro Stück 1,00 Euro beim Globus. Real und Rofu (meine ersten Adressen) hatten diese noch nicht mal im Progamm. Der Kunstlehrer will einen 3Ähren Block, Farbkasten am liebsten von Pelikan - aber andere werden auch akzeptiert (meiner hat seit der Grundschulzeit einen von Pelikan, den K24 mit austauschbaren Farbtöpchen). Für jedes Fach hat der Kleine mindesten 3 - 4 verschiedene DIN A4 - Hefte. Nur um einiges auszuzählen.

Auch er brauchte nun einen neuen Ranzen (Schulrucksack von Take it easy in Tarnfarbend-Look, neu und günstig als 6-teiliges Set bei E-bay gekauft). Sportschuhe mit heller Sohle wurden ebenfalls vorgeschrieben von der Schule (kann ich gut verstehen. Die schwarze Sohlen machen ab und an ziemliche schwarze Striemen in den Boden und aus Erfahrung - meine Mutter hatte zu lebezeiten eine Schulsporthalle geputzt und ich ab und an ihr geholfen - weiß ich das diese Striemen nicht immer sich einfach entfernen lassen).

Kopiergeld wurden 15,00 Euro eingesammelt und zusätzlich noch 2,00 Euro für das Hausaufgabenheft (wurde von der Schule für alle Schüler das gleiche angeschafft). Quittung für das Kopiergeld habe ich von der Schule bereits erhalten, lasse die 2,00 Euro auch noch dazuschreiben am Elternabend von der Lehrerin.

Nächste Woche ist dann dort der Elternabend. Ich sehe schon mit Schrecken dem entgegen was dann noch finanziell auf mich zukommen wird. Denke das dort auch eine Klassenkasse eingerichtet werden wird. Auch wurde am Kennenlerntag schon kurz angesprochen das der Klassenraum unbedingt mal umdekoriert werden müßte und dies dann die Eltern machen sollten. Gemeint war Farbe an die Wände bringen und den Klassenraum für die Kinder freundlicher zu gestalten. Diesen Raum werden die auch die nächsten Jahre beibehalten.

Das ist bis jetzt meine Erfahrung seit die Schule vergangenen Montag angefangen hat.

Und schon für diesen Monat hat mein Sohn eine Unterdeckung seiner Regelleistung hinnehmen müssen. Die Monatskarte kostet ihn 45,00 Euro (Wochenkarte: 18,00 Euro). In der RL des Kindes sind jedoch monatlich nur ca. 15,00 Euro für den ÖPNV lt. Warenkorb vorgesehen. Klage diesbezüglich liegt beim Sozialgericht vor, da ARGE diese Kosten nicht übernhemen will (Differenzbetrag von monatlich 30,00 Euro). Auch den Vorschlag diesen Mehrbetrag vom Kindergeld vor der Einkommensberücksichtigung abzuziehen (so daß von 164,00 Euro nur noch 134,00 Euro angerechnet werden dem Kind) wurde von denen abgelehnt. Vom Amt für Ausbildung bekäme ich das Geld jährlich am Schuljahresende erst zurück erstatten, nur wo ich dieses Geld bis dahin hernehmen soll, kann mir keiner von denen beantworten. Und es ist ja für das Kind kein unabwendbarer Bedarf, schließlich ist der Kleine mit 10 Jahren noch vollständig schulpflichtig. Mal sehen was der Anwalt nach seinem Urlaub sagt, vielleicht weiß er dann wann evtl. schon der Termin ist vor Gericht. Wenn nicht soll er nochmals auf eine Dringlichkeit zur Klärung vor Gericht bestehen. Denn so darf es nicht laufen das der Bedarf des Kindes am laufenden Band monatlich unterschritten wird dadurch.

Ups und oh je, schon wieder so ein langer Text. Sorry Leute, ich kann einfach nichts dafür.  sosorry

lg
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #7 am: September 04, 2009, 08:37:53 »


Ups und oh je, schon wieder so ein langer Text. Sorry Leute, ich kann einfach nichts dafür.  sosorry

lg
Enib


nehcnib, nehcnib,
warum entschuldigst Du Dich?
Ich freue mich immer, wenn ich mal längere Erlebnisberichte lese. Nicht nur ich, sondern auch andere Menschen lesen diese gerne.
Ich bin ja nun was Schulen betrifft schon etwas länger aus der Materie heraus und habe mich schon zu unseren Zeiten gewundert, was man so alles bezahlen muss.
Was die Eltern sich heutzutage alles vom Munde ab sparen müssen, um ihren Kindern die Chance auf gleiche Bildung zu ermöglichen ist schon schlimm.
Und wenn man dann bedenkt, wieviele Eltern es heute doch gibt, denen die Schule oder die Intelligenz der Kinder egal sind...............

Forumadmin
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ich guck hier nur mal so


« Antworten #8 am: September 04, 2009, 10:02:34 »

sprech doch bim Elternabend die Gesamtsituation mal an!

Du wirst feststellen, das du mit dem Problem nicht alleine dastehst.
Die Lehrer haben manchmal einen Tunnelblick der sie die Realität nicht mehr erkennen lässt.
Daher auch die Festlegung auf gaaaaanz bestimmte Dinge die unbedingt benötigt werden und
nichts anderes (Hefter in blau mit grünen Tupfen, Schreibheft mit drei Rändern usw usf).
Das war es was ich meinte!!
So läppert es sich zusammen.

Man kann von Menschen nicht verlangen, das sie sich das ganze Jahr auf den Klassenstart ihrer Kiddies vorbereiten,
wenn sie nicht wissen können was auf sie zukommt.
Daraus würde eine permanente Unterdeckung folgen.
Das es durch die fälligen Monatskarten ohnehin passiert ist Fakt!
Was aber wenn du mehrere Kinder mit Fahrtkosten und den überzogenen Ansprüchen der Lehrer hast?

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dragonflyer
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« Antworten #9 am: September 04, 2009, 10:33:13 »


Was aber wenn du mehrere Kinder mit Fahrtkosten und den überzogenen Ansprüchen der Lehrer hast?


Sowas ist die absolute Katastrophe, sowas kann man auf Dauer nicht auffangen und die Jobcenter interessiert es in keinster Weise.

Könnte für diese Kosten eventuell der §73 SGB XII zum Tragen kommen? Im SGB XII  gibbet wenigstens eine Öffnungsklausel, worüber só manche Sachen auch für Hartzer Käse abgedeckt werden kann(also nicht nur Fahrkosten wegen Umgangsrecht mit Kind oder für Medis).

ARGE-Dreisatz: Warum? Wo steht das? Geben Sie mir das schriftlich?     

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Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #10 am: September 04, 2009, 13:00:25 »

Zitat von Forumadmin von heute morgen:
Was aber wenn du mehrere Kinder mit Fahrtkosten und den überzogenen Ansprüchen der Lehrer hast?


Dies war ja im letzten Schuljahr bei mir der Fall gewesen, als meine beiden trotz zweimaligen Umzug die alte Grundschule
weiterbesuchen durften. (1. Umzug vom Wohnort der Schule einen Ort weiter wg. Mietstreitigkeiten, der 2. Umzug dann
nach einen Jahr durch die ARGE noch einen Ort weiter als bisher - für beide Wohnorte wären normalerweise andere
Grundschulen zuständig gewesen. Am Schulort, also alter Wohnsitz, waren keine ARGE-angemessene Wohnungen zu bekommen.).

Keiner wollte diese Fahrtkosten übernehmen, die sich immerhin für beide Schüler-Monatskarten (steckengebunden) auf je 55,10 Euro
beliefen. Und ich zusätzlich selbst auch eine gebraucht hätte, da ich einen 1. Klässler und ADHSler nicht alleine mit seinem 10-jährigen
Bruder mit dem ÖPNV hätte fahren lassen können. Diese Verantwortung hätte ich nie meinem Ältesten aufbürden können. Aus diesen
Grund wurden die Kinder auch von mir jeden Morgen zur Schule gefahren und auch wieder abgeholt. Dies hieß täglich eine Wegstrecke von
insgesamt 12 km zurück zulegen. Mit dem Bus waren wir fast eine Stunde pro Strecke unterwegs (als mein Auto in der Werkstatt
war) incl. zweimaligem Umsteigen.

Wurde von den Ämtern hin und her geschoben. Drohte dann die Kinder einfach zu hause zu lassen und es auf die Konsequenzen
ankommen zu lassen. Hätte dies auch durchgezogen, auch mit Hilfe meines Anwaltes. Aber dann endlich hatte der Bürgermeister
von der Gmd. wo sie zur Schulen gingen einen Schlußstrich darunter gezogen und hat mir mtl. dieses benötigte Fahrgeld (für die Kids)
im voraus auf mein Konto überweisen lassen. Je was in diesem Monat halt an Fahrkarten anfielen entweder  die Kosten für 2 Monatskarten
oder, wenn im Monat Ferien waren, die entsprechende Anzahl von Wochenkarten. Für die Rückerstattung dieser Kosten würde sich
die Gmd. dann selbst bei den entsprechenden Ämtern (Schulamt des Landkreises bzw. die Gmd.-verwaltung der Wohnorte während dieser Zeit)
kümmern. Auf alle Fällen würden mir keine Kosten nachträglich in Rechnung gestellt werden. Diese Aussage wurde auch gegenüber
meinem Anwalt gemacht.


Daher müßte die Politik auch mal in dieser Fahrtkostenfrage für alle Schulkinder die auf den ÖPNV angewiesen sind eine Regelung finden, die
die Benutzung des ÖPNV kostenlos für die betroffenen Schüler ermöglichst.


Und auch die Lehrer sollten sich mal Gedanken darüber machen was das von Ihnen geforderte Material eigentlich so kostet und das heutzutage nicht
mehr viele Eltern diese Kosten noch tragen können, egal ob sie nun arbeitslos, geringfügig beschäftig oder Vollzeitbeschäftig (Mittelschicht) sind.
Und wenn man dann wirklich mehrere Kinder in der Schule hat geht dies schon gar nicht mehr so ohne weiteres. Und man weiß als Eltern nicht immer im voraus
was für Wünsche die Lehrer im neuen Schuljahr haben, die ändern nämlich auch laufend ihre Wünsche gerade so wie sie es brauchen. Und für Einschulkinder
oder Anfänger an weiterführenden Schulen ist dies für die Eltern noch gar nicht vorhersehbar und auf "Verdacht" Schulmaterialen einzukaufen ist auch nicht
gerade sinnvoll, nachher liegen die nicht gebrauchten und unerwünschten Materialen zu hause ungebraucht herum und man hat umsonst dieses Geld dafür
ausgegeben.

lg
Pimpf

Lalelu
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« Antworten #11 am: September 20, 2009, 11:07:00 »


Dann wollen wir mal weiter shoppen.....
Schulatlas, Deutscharbeitsheft + CD-ROM, Duden Rechtschreibung u. Wortkunde
Das sind weitere runde 35 €
Noch nicht gefordert wurden Klassenkasse, Kopiergeld. Wird noch folgen.

Bin ich froh, daß wir hier eine Schule haben, die f. d. jetzigen Jahrgang einen letzten reinen Realschulabschluß bietet u. nicht den der Regionalschule.
Lt. Prognosen der Lehrkräfte werden diese Kinder (Regionalschule) schlechte Karten haben.
Dieter 66
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Je öfter man Geburtstag hat, je älter wird man!!


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« Antworten #12 am: Juli 30, 2010, 11:02:16 »


Für solche Dinge sind die 100 Euronen auch gedacht.
Ich hänge mich mal hier ran.
Nehme mal an, es handelt sich dabei um diese 100 € hier:
Zitat
Jeweils zum Schuljahresbeginn erhalten hilfebedürftige Kinder eine zusätzliche Leistung für Schulbedarf. Sie beträgt 100 Euro und wird bis zum Ende der Schulausbildung (z.B. Abitur) gewährt. Die Leistung dient insbesondere dem Erwerb der persönlichen Schulausstattung, wie z.B. für Schulranzen oder Schreib- und Rechenmaterialien.
Wenn ich das ausnahmsweise, richtig verstanden haben sollte, erfolgt diese Zahlung
jedes Jahr einmal?
Heute morgen rief mich eine Bekannte an deren Tochter von der Hauptschule ging (Abschluss)
und nun im September, ein Berufskolleg besuchen wird (2 Jahre).
Diese Frau vermisst diese 100 €.
Sie bekommt sie doch noch, oder?
Und wisst Ihr wann diese angewiesen werden??

Ich bin nicht abergläubig. So was bringt nur Unglück!!
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
Adimin
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« Antworten #13 am: Juli 30, 2010, 11:49:00 »

Ohne mich da genau auszukennen vermute ich, das sie einen neuen Antrag stellen muss.

Die 100€ sind meines Wissens für die "normalen" Schulzüge. Also von 1.klasse bis zum Abi durchgehend.
Das Berufskolleg ist ,denke ich, keine Schule im Sinne der Schulpflicht.
Da mag es evtl. andere Fördermöglichkeiten geben. Bafög oder Schülerbafög.

Aber wie gesagt, da bin ich mir nicht sicher.

dragonflyer
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« Antworten #14 am: Juli 30, 2010, 12:12:11 »

Die 100€ je Kind und Schuljahr kamen heute übrigens nicht und Jobcenter hat keinen Zugriff aufs System zwecks Zahlungsläufe nachzuschauen, da seit heute das Zahlungssystem gesperrt ist wegen ERneuerung des Systems und Updates. Erst am Montag stünde das wieder zur Verfügung.

Vermutlich wieder mit Systemchaos.

Das kotzt mich an, weil ich die Sachen für die Schule nicht auf den letzten Drücker holen will und ich ab nächste Woche kaum Zeit dafür habe  wütend

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