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Autor Thema: Muss die Tochter tatsächlich zu mir ziehen ?  (Gelesen 3496 mal)
lepetite
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« am: November 12, 2011, 16:33:50 »

 keine Ahnung

Ich..bzw. meine Tochter hat folgendes Problem:
2008 zog meine Tochter (damals 18) wegen unüberbrückbarer Differenzen mit mir und aus bautechnisch schlechten Wohnverhältnissen ( sie bekam dadurch Asthma ) bei mir aus.
Es war ein Hausbesuch von zwei Damen vom Amt voraus gegangen, die die Unzumutbarkeit bestätigten und die ARGE genehmigt daraufhin Leistungen für Wohnung und Ersteinrichtung .
Zu dem Zeitpunkt war meine Tochter in einem unbezahlten Praktikum zur Erlangung des Fachabiturs.
Das Praktikum endete September 2009,  in direktem Anschluss begann sie eine Ausbildung  die von einer Arbeitsbeschaffungsgesellschaft unterstützt und gefördert wird.
Da die Einkünfte aus der Ausbildung zu gering sind , auch ihre Halbwaisenrente und Kindergeld  nicht für den Unterhalt langten, musste sie noch BAB beantragen und bekam das auch genehmigt.

Ich bin Mitte August 2009, da mein Haus abgerissen werden musste, sehr spontan weg gezogen, ich hatte mich im Ort und verschiedenen anderen Orten wegen einer Wohnung bemüht und bin dann innerhalb einer Frist von 14 Tagen gut 600km weit weg gezogen, da ich dort eine angemessene Wohnung fand.
Ich habe eine sehr kleine EWM Rente, die knapp unter Hartz IV liegt und bin arbeitslos die Aussichten sind auf Grund Behinderung und Alter eher schlecht noch einen Job zu finden.

Nun musste meine Tochter Antrag auf  Weiterzahlung der BAB stellen, bekam dies auch genehmigt aber 52€ weniger, so das  sie nun im 3 Lehrjahr weniger verdient als im zweiten, denn bisher haben sie diesen Betrag gezahlt.
Auf Nachfrage beim Amt erhielt sie die Auskunft, dass sie hätte zu mir ziehen müssen, sie hätten sich beim AA in meiner Stadt erkundigt, die Ausbildung würde auch hier angeboten.
Meine Tochter machte dann auf die Probleme mit mir aufmerksam und erhielt als Antwort: „wenn sie ihre Mutter nicht nachweislich grün und blau schlägt, ist es zumutbar das sie da hinziehen.“
Ich wüsste nun gern ob man das so stehen lassen muss?
Denn:
1. Damals hat die Arge einem Auszug bei mir zugestimmt und die Leistungen übernommen.Die Ersteinrichtung wurde auch übernommen.
2. War mein Wegzug sehr spontan und die Tochter im letzten Monat ihres Praktikums und hatte den Ausbildungsplatz sicher.
3. Wenn hier eine gleiche Ausbildung möglich ist, heisst das ja noch lange nicht das sie auch einen Ausbildungsplatz bekommen hätte, zumal ich ja erst am 16.08. umgezogen bin und der Termin erst Anfang August (03.08.2009) feststand.
So kurzfristig noch einen Ausbildungsplatz zu ergattern dürfte wohl überall schwer fallen.
4. Sie hätte ihre Wohnung kurzfristig kündigen müssen, wahrscheinlich noch 3 Monate Miete zahlen, renovieren, was von der ARGE sicher nicht übernommen worden wäre.
5. Die Möbel die sie von der Erstausstattung bezahlt hat, hätte sie in die Tonne kloppen können, denn so schnell hätte sie die nicht verkauft bekommen und wir hätten definitiv keine zwei Kühlschränke/Waschmaschinen etc. gebraucht
6. Zumal die Umzugskosten sicher auch nicht übernommen worden wären da sie ja einen festen Ausbildungsvertrag hatte.
7. Dadurch hätte meine Tochter möglicherweise einen zeitlichen Verlust von 1 Jahr hinnehmen müssen
8. Habe ich hier eine kleine Wohnung die für uns zu klein wäre, zumal wir dann auch noch 3 grosse Hunde gehabt hätten
9. hiesse also, ich hätte mir eine grössere Wohnung suchen müssen und hätte, wenn die Tochter nach der Lehre wieder zurückzieht, wieder umziehen müssen, weil die grosse Wohnung nicht angemessen und auf jeden Fall zu teuer und gross wäre.
10. Bin ich absolut nicht in der Lage meine Tochter finanziell zu unterstützen, mein Einkommen liegt nachweislich ein paar € unter Hartz IV
11. Ganz abgesehen von unseren Differenzen
12. wenn ich das recht in Erinnerung habe, ist man verpflichtet auch Jobs in grösserer Entfernung an zu nehmen und wird auch aufgefordert, dort dann hin zu ziehen wenn die Entfernung nicht mehr im Pendlerbereich liegt, auch bei Lehrstellen...also zweierlei Maß? deenk


Gibt es da irgendwelche  Urteile?, hat irgendwer ähnliche Erfahrungen gemacht? und wie ist das ausgegangen?  Gibt es  irgendwelche § die ich zum argumentieren nutzen kann?
Für hilfreiche  Antworten wäre ich sehr dankbar.
Linchen©
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Lebe den Tag als wär's der Letzte


« Antworten #1 am: November 12, 2011, 16:40:04 »

Deine Tochter muss nicht wieder zu dir ziehen. Einmal raus, mit Zustimmung des Jobcenters(ARGE) und gut iss.
Notfalls einen Anwalt aufsuchen, damit kommen die nämlich nicht durch.

Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
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lepetite
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« Antworten #2 am: November 12, 2011, 17:19:25 »

Deine Tochter muss nicht wieder zu dir ziehen. Einmal raus, mit Zustimmung des Jobcenters(ARGE) und gut iss.
Notfalls einen Anwalt aufsuchen, damit kommen die nämlich nicht durch.
@Linchen
Danke, seh ich ja eigentlich auch so, kann ja nicht sein das es mal hü und mal hot geht.
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« Antworten #3 am: November 12, 2011, 21:02:31 »

was für ein schwachsinn! natürlich muss sie nicht zurückziehen. schließlich hat sie bereits eine eigene wohnung.

deine tochter sollte sich einen beratungsschein vom amtsgericht besorgen und dann zu einem fachanwalt gehen. außerdem muss sie unbedingt einen antrag schriftlich und nachweislich auf zuschuss stellen. die dürfen hier nicht mit irgendwelchen idiotischen behauptungen kommen und geld kürzen. absolut rechtswidrig! sie muss unbedingt in widerspruch gehen, wenn die schriftliche ablehnung kommt.

und bitte : NICHTS MÜNDLICH VEREINBAREN!!!!
Linchen©
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Lebe den Tag als wär's der Letzte


« Antworten #4 am: November 13, 2011, 08:00:24 »

Widerspruch ist wichtig, den bitte in Kopie auch mit zum RA nehmen, vom Jobcenter die Kopie als zugestellt abzeichnen lassen.

Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
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Zwergenmama
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« Antworten #5 am: November 13, 2011, 18:07:51 »

stimmt, linchen! alle schreiben für die arge bei der arge mit eingangsstempel versehen lassen. sollten die sich weigern und behaupten, sie müßten nichts stempeln: hartnäckig bleiben. am besten zu zweit dort auftauchen, dann kommt gleich druck auf und niemand kann behaupten, es wäre nie was angekommen!
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #6 am: November 14, 2011, 15:24:41 »

Oder man schickt den Gerichtsvollzieher als Postboten los.
Kostet auch nicht mehr als ein Einschreiben mit Rückschein. Hat den Vorteil, das der GV eine Kopie des Schreibens macht und einen Vorgang anlegt. Das ist 100% Gerichtsverwertbar.


Zum Fall selber:
Nein, ein Wiedereinzug muss nicht sein.
Auch eine Unterbrechung der gewohnten Ausbildung in gewohnter Umgebung ist nicht förderlich.
Hier sollte das Amt keine Chance haben.

Das werden die nur vorgeschlagen haben, um noch eine H4 los zu werden. Denn 600 km dürfte etwas ausserhalb der Reichweite der Arge sein. Und ob das neue Jobcenter einem Umzug zustimmen würde sei auch einmal dahingestellt.

lepetite
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« Antworten #7 am: November 19, 2011, 12:35:22 »

  für die Antwort, fühle mich nun in meiner Ansicht bestärkt  freeu und entsprechend sicherer kann ich argumentieren wenn es denn zu einer Auseinandersetzung  schlagk grösseren Umfangs mit dem Jobcenter kommt und muss nicht  phobiie

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