Storch HeinarStorch Heinar
Aktive Erwerbslose in Deutschland (AEiD)

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Übersicht Aktuelles Hartz IV Infobank Daily News Impressum Mitglieder Registrieren
News:


Seiten: [1] 2 3   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: U25 dann in Ausbildung und keine Zuschüsse mehr  (Gelesen 15055 mal)
Sevi
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 137



« am: September 14, 2010, 18:14:34 »

Hallo zusammen!  zwinki

Erst will ich mich mal kurz vorstellen. Ich heisse Sevi 21 Jahre alt und bin in NRW zu Hause. Schulabbrecher (nach 9. Klasse mit Hauptschulabschluss von der Realschule abgegangen), von zu Hause wegen böser Sachen die ich gemacht habe (und heute bereue) berechtigt rausgeflogen, seit 2007 habe ich eine eigene Wohnung und bezog bis 31.07.2010 meine Kohle von der ARGE. Kontakt zu Mutter wieder supi.  Ich habe paar Maßnahmen mitgemacht, habe mich geändert und bin beim AA zu einer richtig engagierten tollen Sachbearbeiterin geraten. Die hat mir ein Langzeitpraktikum vermittelt und dort habe ich auch eine Ausbildungsstelle seit dem 01.08.2010 erhalten. Bei der ARGE wurde mir ganz klar gesagt, dass ich in jedem Fall keine finanziellen Einbußen haben werde, dafür gäbe es Zuschüsse und Ermessensspielräume (was immer das heissen mag).

Jetzt zu meinem Problem: Von 2007 bis zum 31.01.2010 habe ich also von der ARGE  die Miete + Gasrechnung gezahlt bekommen und hatte 259 € Lebensunterhalt. Kindergeld fiel ab 31.01. weg weil ich im Praktikum 300,00 und 199,00 sowie Miete ect von der ARGE bekam. Dann habe ich am 01.02. bis 31.07. ein Praktikum absolviert, bekam 300 € Vergütung und 199 € von der Arge  für den Lebensunterhalt dazu. Ebenfalls wurde Miete und Gas bezahlt. Jetzt habe ich ab 01.08. die Ausbildungsstelle. Ich erhalte brutto 692, netto 543 € Ausbildungsbeihilfe. Ausbildungsförderung wurde abgelehnt, mein Bedarf wurde brutto auf 632 € festgelegt. Kindergeld wurde abgelehnt, weil ich 2010 durch ARGE, Praktikumsgeld und Lebensunterhalt zuviel verdient habe. Es wurde hochgerechnet. Zuschuss von der ARGE  wurde abgelehnt, weil ich dem Grunde nach ausbildungsförderungsberechtigt bin. Aus dem gleichen Grund wurde auch das Wohngeld abgelehnt, dies sei nun Sache des Arbeitsamtes. Ich bekomme also von nirgendwoher einen Zuschuss. Mein tatsächlicher Bedarf (Miete 400, Gas 80 usw) wird hierbei nicht berücksichtigt. Von meiner Mutter kann ich auch nichts bekommen, sie ist totkrank und hat nur eine kleine Rente. Man hat mir ein Darlehen von der ARGE  angeboten, was ich aber nicht eingehen möchte. Ich habe denen mitgeteilt, dass ich gezwungen bin, die Ausbildung wieder abzubrechen, weil ich ja irgendwie existieren muss. Man hat angeblich auch alles durchsucht an Paragraphen um mir irgendwie einen Zuschuss zukommen zu lassen, aber es gibt keine Möglichkeiten. Ich war bis zum Oberbürgermeister mit meinem Problem, die lassen mich echt am ausgestreckten Arm verhungern.

Man hat mir also das Darlehen angeboten und einen WBS, damit ich eine billigere Wohnung bekommen kann. Ich wohne in einer Großstadt, die Mieten hier sind allgemein sehr hoch und die Wohnungen mit WBS fangen auch erst bei 300 Kaltmiete an, das nur am Rande bemerkt. Die Wohnung wurde im übrigen als angemessen von der ARGE damals genehmigt. Ich habe echt alles durch, Vermieterin um Mietminderung gebeten, macht sie nicht auch komme ich aus dem Vertrag nicht eher raus, sie hat 3 MM Kaution von mir cry((

Ich zahle jetzt seit zwei Monaten meine Miete nicht mehr was ist besser... was zu beissen klauen und erwischt zu werden oder Miete nicht zahlen... ich weiss es nicht. Habe mich gegen die Miete entschieden. Immerhin hat die Vermieterin drei Monate Barkaution von meiner Mam. Zum verkaufen habe ich nichts, meine X-Box ist schon im Pfandhaus, davon habe ich mir die nötigsten Sachen für die Berufsschule gekauft. Mein Fernseher ist 10 jahre alt, da bekomme ich nichts mehr für.

Aushelfen kann mir leider niemand, ich könnte es ja auch nicht zurück zahlen. Arbeitgeber Darlehen werden nicht an Auszubildende gegeben, woanders bekomme ich auch keinen Kredit her. Urlaub gibts nur nach festen Zeiten, ich habe einen sehr weiten Anfahrtsweg zur Arbeitsstelle und Teildienst, gehe im Dunkeln aus dem Haus und komme erst im Dunkeln wieder, bei einer 6 Tage Woche. Aus dem Grund kann ich leider auch nicht nebenbei arbeiten, was ich liebend gerne tun würde. Habe schon an Heimarbeit gedacht, aber die wollen auch erstmal Kohle zur Sicherheit haben, wenn sie einem die Materialien liefern.

Hat vielleicht von Euch jemand einen Tipp? Ich weiss echt nicht mehr, was ich noch machen soll bzw. wo ich noch Zuschüsse beantragen kann. Die Vermieterin will auch ihre Kohle haben, ist ja auch verständlich und die wird über kurz oder lang mucken. Gestern habe ich den WBS beantragt und das Grundsicherungsamt angeschrieben und nach Zuschüssen gefragt. Ich glaube aber nicht, dass ich da was her bekomme, denn die sind nur für kranke Leute und Rentner zuständig.

Ich hoffe, jemand von Euch hat noch eine Idee und bin total gespannt auf Eure Tipps. Dankeeeeee!  teach

Liebe Grüsse

Sevi

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Zitat aus "der kleine Prinz"
Rotkäppchen
Gast
« Antworten #1 am: September 14, 2010, 19:03:01 »

Warte bitte, bis Ludwigsburg oder Sense of Delight kommen. Das sind viele Fragen, und die wissen darin Bescheid.
Ludwigsburg
Gast
« Antworten #2 am: September 14, 2010, 19:19:55 »

Frage zur Sicherheit: Wurde alles mündlich abgelehnt oder hast du schriftliche Ablehnungsbescheide?





Sevi
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 137



« Antworten #3 am: September 14, 2010, 19:45:39 »

Frage zur Sicherheit: Wurde alles mündlich abgelehnt oder hast du schriftliche Ablehnungsbescheide?


Hallo Moby Dick, danke!

Hallo Ludwigsburg!  daumen

Ja ich habe Ablehnungsbescheide, Widersprüche eingelegt und auch Ablehnungen der Widersprüche vom BAB, von der ARGE und dem Wohnungsamt für Wohngeld. Für Kindergeld wurde schon Anfang diesen Jahres der Widerspruch abgelehnt, ich kann erst im Januar 2011 neu beantragen.
« Letzte Änderung: September 14, 2010, 20:00:23 von Sevi »

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Zitat aus "der kleine Prinz"
codo
Vernellschleuder
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 29


Vernellschleuder


« Antworten #4 am: September 14, 2010, 20:18:37 »

Hallo zusammen!  zwinki

Erst will ich mich mal kurz vorstellen. Ich heisse Sevi 21 Jahre alt und bin in NRW zu Hause. Schulabbrecher (nach 9. Klasse mit Hauptschulabschluss von der Realschule abgegangen), von zu Hause wegen böser Sachen die ich gemacht habe (und heute bereue) berechtigt rausgeflogen, seit 2007 habe ich eine eigene Wohnung und bezog bis 31.07.2010 meine Kohle von der ARGE. Kontakt zu Mutter wieder supi.  Ich habe paar Maßnahmen mitgemacht, habe mich geändert und bin beim AA zu einer richtig engagierten tollen Sachbearbeiterin geraten. Die hat mir ein Langzeitpraktikum vermittelt und dort habe ich auch eine Ausbildungsstelle seit dem 01.08.2010 erhalten. Bei der ARGE wurde mir ganz klar gesagt, dass ich in jedem Fall keine finanziellen Einbußen haben werde, dafür gäbe es Zuschüsse und Ermessensspielräume (was immer das heissen mag).

Jetzt zu meinem Problem: Von 2007 bis zum 31.01.2010 habe ich also von der ARGE  die Miete + Gasrechnung gezahlt bekommen und hatte 259 € Lebensunterhalt. Kindergeld fiel ab 31.01. weg weil ich im Praktikum 300,00 und 199,00 sowie Miete ect von der ARGE bekam. Dann habe ich am 01.02. bis 31.07. ein Praktikum absolviert, bekam 300 € Vergütung und 199 € von der Arge  für den Lebensunterhalt dazu. Ebenfalls wurde Miete und Gas bezahlt. Jetzt habe ich ab 01.08. die Ausbildungsstelle. Ich erhalte brutto 692, netto 543 € Ausbildungsbeihilfe. Ausbildungsförderung wurde abgelehnt, mein Bedarf wurde brutto auf 632 € festgelegt. Kindergeld wurde abgelehnt, weil ich 2010 durch ARGE, Praktikumsgeld und Lebensunterhalt zuviel verdient habe. Es wurde hochgerechnet. Zuschuss von der ARGE  wurde abgelehnt, weil ich dem Grunde nach ausbildungsförderungsberechtigt bin. Aus dem gleichen Grund wurde auch das Wohngeld abgelehnt, dies sei nun Sache des Arbeitsamtes. Ich bekomme also von nirgendwoher einen Zuschuss. Mein tatsächlicher Bedarf (Miete 400, Gas 80 usw) wird hierbei nicht berücksichtigt. Von meiner Mutter kann ich auch nichts bekommen, sie ist totkrank und hat nur eine kleine Rente. Man hat mir ein Darlehen von der ARGE  angeboten, was ich aber nicht eingehen möchte. Ich habe denen mitgeteilt, dass ich gezwungen bin, die Ausbildung wieder abzubrechen, weil ich ja irgendwie existieren muss. Man hat angeblich auch alles durchsucht an Paragraphen um mir irgendwie einen Zuschuss zukommen zu lassen, aber es gibt keine Möglichkeiten. Ich war bis zum Oberbürgermeister mit meinem Problem, die lassen mich echt am ausgestreckten Arm verhungern.

Man hat mir also das Darlehen angeboten und einen WBS, damit ich eine billigere Wohnung bekommen kann. Ich wohne in einer Großstadt, die Mieten hier sind allgemein sehr hoch und die Wohnungen mit WBS fangen auch erst bei 300 Kaltmiete an, das nur am Rande bemerkt. Die Wohnung wurde im übrigen als angemessen von der ARGE damals genehmigt. Ich habe echt alles durch, Vermieterin um Mietminderung gebeten, macht sie nicht auch komme ich aus dem Vertrag nicht eher raus, sie hat 3 MM Kaution von mir cry((

Ich zahle jetzt seit zwei Monaten meine Miete nicht mehr was ist besser... was zu beissen klauen und erwischt zu werden oder Miete nicht zahlen... ich weiss es nicht. Habe mich gegen die Miete entschieden. Immerhin hat die Vermieterin drei Monate Barkaution von meiner Mam. Zum verkaufen habe ich nichts, meine X-Box ist schon im Pfandhaus, davon habe ich mir die nötigsten Sachen für die Berufsschule gekauft. Mein Fernseher ist 10 jahre alt, da bekomme ich nichts mehr für.

Aushelfen kann mir leider niemand, ich könnte es ja auch nicht zurück zahlen. Arbeitgeber Darlehen werden nicht an Auszubildende gegeben, woanders bekomme ich auch keinen Kredit her. Urlaub gibts nur nach festen Zeiten, ich habe einen sehr weiten Anfahrtsweg zur Arbeitsstelle und Teildienst, gehe im Dunkeln aus dem Haus und komme erst im Dunkeln wieder, bei einer 6 Tage Woche. Aus dem Grund kann ich leider auch nicht nebenbei arbeiten, was ich liebend gerne tun würde. Habe schon an Heimarbeit gedacht, aber die wollen auch erstmal Kohle zur Sicherheit haben, wenn sie einem die Materialien liefern.

Hat vielleicht von Euch jemand einen Tipp? Ich weiss echt nicht mehr, was ich noch machen soll bzw. wo ich noch Zuschüsse beantragen kann. Die Vermieterin will auch ihre Kohle haben, ist ja auch verständlich und die wird über kurz oder lang mucken. Gestern habe ich den WBS beantragt und das Grundsicherungsamt angeschrieben und nach Zuschüssen gefragt. Ich glaube aber nicht, dass ich da was her bekomme, denn die sind nur für kranke Leute und Rentner zuständig.

Ich hoffe, jemand von Euch hat noch eine Idee und bin total gespannt auf Eure Tipps. Dankeeeeee!  teach

Liebe Grüsse

Sevi


Hallo Sevi,

<<Man hat mir ein Darlehen von der ARGE  angeboten, was ich aber nicht eingehen möchte.<<

Das hätte ich aber erst einmal getan, damit sich nicht weiter Mietschulden hast und auch Mittel, für etwas zu essen.
Damit Du auch die Ausbildung weiter machen kannst. Widerspruch einlegen kann man später. Erst muß man die Hühnchen sicher haben. zwinker
Dann würde ich schleunigst einen RA aufsuchen.
Du kannst Beratungshilfe und PKH beantragen. Bei manchen Anwälten mußt du nicht vorher zum Rechtspfleger und den Beratungsschein holen, bei manchen ja, besser ist einer, bei dem Du nicht zum Gericht mußt.
Mache Rechtspfleger zicken gerne rum.
Da Du aber schon Mietschulden hast, und ohne Mittel bist, würde ich mich an deiner Stelle heute abend hinhocken, einen Antrag schreiben auf Tilgung der Mietschulden und auf Barschaft, das Du was zum Essen kaufen kannst.
Organisiere dir jemanden, der morgen früh mit zur ARGE geht.
Auf der Arbeitsstelle meldest Du dich krank, oder deine Oma ist gestorben, lass Dir was einfallen.
Dann gehst Du morgen früh dahin und läßt Dich nicht abwimmeln.
Andernfalls mußt Du morgen sofort zum RA und einen Antrag auf Erlass eines vorläufigen Rechtsschutzes stellen.
Ob wir hier soviel helfen können, wie ein Anwalt wage ich zu bezweifeln, denn meiner Meinung nach ist bei Dir Alarmstufe rot.
Du hast 2 Mieten offen, wen Du Pech hast, hast Du bald eine Räumungsklage am Hals und bist obdachlos.
Und essen mußt Du auch.
Und die Ämter haben einen langen Atem. Das weiß ich aus Erfahrung. Und ob Du Hunger hast, oder aus der Bude fliegst, ist denen teilweise egal.
Aber trotzdem interessiert mich noch, warum Sie dich nach Aufnahme der Ausbildung in eine billige Bude stecken wollen?
War diese Wohnung nicht angemessen?
Und warum auf einmal ein Darlehen?
Vorher war doch alles in Butter?!

<<bin beim AA zu einer richtig engagierten tollen Sachbearbeiterin geraten. Die hat mir ein Langzeitpraktikum vermittelt und dort habe ich auch eine Ausbildungsstelle seit dem 01.08.2010 erhalten. Bei der ARGE wurde mir ganz klar gesagt, dass ich in jedem Fall keine finanziellen Einbußen haben werde, dafür gäbe es Zuschüsse und Ermessensspielräume (was immer das heissen mag).<<

Ales Gute!

Sevi
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 137



« Antworten #5 am: September 14, 2010, 21:08:22 »

Hallo codo,

mir liegt was an meiner Ausbildung, aus dem Grund werde ich auch nciht krank machen. Ich habe am 1.8. angefangen. Mein Kollege der mit mir angefangen hat, war schon eine Woche krank. Den gibts allerdings nicht mehr, nach seinem kranksein war er noch einen Tag da, wurde dann bis Monatsende freigestellt und ist dann entlassen. Ich kann auch schlecht lügen und lügen ist auch nicht meins. Ich habe aber das Glück, sehr viel mit der ARGE schriftlich zu regeln, weil die um meine Arbeitszeiten und Anfahrt wissen.

Also, Widersprüche habe ich gegen alle Bescheide eingelegt und von allen Bescheiden auch schon den Satz "... kann nicht abgeholfen werden". Meine Hühnchen hätte ich bestimmt gerne sicher, aber ich kann doch nicht schon jetzt einen Darlehen von der ARGE nehmen, wenn ich jetzt schon weiss, dass es mir später den Hals bricht. Ich bin sehr sparsam. Die Miete habe ich August und September nicht bezahlt. Geld habe ich noch bischen über und konnte mir auch Futter kaufen.

Eine billige Bude gibts so gut wie nicht in meiner Stadt. Die wollen mich auch da nicht hinstecken, es war ein Vorschlag von Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der ARGE. Meine Mam hat denen aber geschrieben, dass sie das so einfach darstellen, aber so einfach ist die ganze Sache nicht, nach dem Motto "ohne Moos ist nix los" auch bei den Sozialwohnungen nicht.

Ja! Vorher war alles in Butter, die haben mir sogar die Anträge (auf Fahrtkosten zum Beispiel) nachgetragen. Von alleine wäre ich nämlich nicht drauf gekommen. Ein Darlehen deshalb, weil sich mein Status geändert hat. Ich bin in Arbeit. Zwar weit unterhalb der Armutsgrenze, aber ich bin eben in Arbeit. Sie sehen ja die Notwendigkeit und wollen mir mit dem Darlehen unter die Arme greifen. Auf das ich bis zum Sankt Nimmerleinstag Schulden habe, nein! Das möchte ich nciht! Es muss doch eine andere Lösung geben! Wenn ich meine Ausbildung an den Nagel hängen würde, würde ich wieder insgesamt 908,00 €  teuer sein und das jeden Monat zuzüglich der Kosten für die Verwaltung, sinnlosen Maßnahmen ect.pp. und die ARGE würde ohne mucken zahlen. Echt hirnverbrannt sowas, oder?



« Letzte Änderung: September 14, 2010, 21:13:10 von Sevi »

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Zitat aus "der kleine Prinz"
SenseOfDelight
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 6.624



« Antworten #6 am: September 14, 2010, 22:18:46 »

Warte bitte, bis Ludwigsburg oder Sense of Delight kommen. Das sind viele Fragen, und die wissen darin Bescheid.

Sorry, ich weiß hier auch nicht weiter. Kenne das Problem schon von anderer Stelle und hatte mir schon einen Kopf gemacht, was passiert, wenn BAB wegen zu hoher Ausbildungsvergütung abgelehnt wird, die aber nicht bedarfsdeckend ist und gleichzeitig auch Kindergeld wegfällt, weil das Einkommen in diesem Jahr (sicher?) zu hoch war. Ich könnt' hier auch nur zu einem Anwalt raten als letzte Möglichkeit. Tut mir wirklich leid, was für'n Mist!  cry

Lieben Gruß von Sens'

Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen...
George Orwell
Ludwigsburg
Gast
« Antworten #7 am: September 15, 2010, 00:21:57 »

Sorry, ich weiß auch nicht weiter.

Ich weiß nur eins: du wirst das Darlehen annehmen müssen, wenn du damit klar kämst.

Wie sind denn da die Bedingungen?

Denn besser Schulden für ein Darlehen, ds du erst zurück zahlen mußt, wenn du kannst, als Mietschulden und Räumungsklage mit hohen Folgekosten und Obdachlosigkeit/Wohnungslosigkeit.

Ausbildung abbrechen - auch keine Alternative....

Anwalt: Den hättest sofort aufsuchen müssen...

Zu überlegen ist, ob du irgendwann beantragen könntest, daß du das Darlehen doch nicht zurück zahlen mußt... zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit nach der Ausbildung.

codo
Vernellschleuder
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 29


Vernellschleuder


« Antworten #8 am: September 15, 2010, 10:46:32 »

Hallo codo,

mir liegt was an meiner Ausbildung, aus dem Grund werde ich auch nciht krank machen. Ich habe am 1.8. angefangen. Mein Kollege der mit mir angefangen hat, war schon eine Woche krank. Den gibts allerdings nicht mehr, nach seinem kranksein war er noch einen Tag da, wurde dann bis Monatsende freigestellt und ist dann entlassen. Ich kann auch schlecht lügen und lügen ist auch nicht meins. Ich habe aber das Glück, sehr viel mit der ARGE schriftlich zu regeln, weil die um meine Arbeitszeiten und Anfahrt wissen.

Also, Widersprüche habe ich gegen alle Bescheide eingelegt und von allen Bescheiden auch schon den Satz "... kann nicht abgeholfen werden". Meine Hühnchen hätte ich bestimmt gerne sicher, aber ich kann doch nicht schon jetzt einen Darlehen von der ARGE nehmen, wenn ich jetzt schon weiss, dass es mir später den Hals bricht. Ich bin sehr sparsam. Die Miete habe ich August und September nicht bezahlt. Geld habe ich noch bischen über und konnte mir auch Futter kaufen.

Eine billige Bude gibts so gut wie nicht in meiner Stadt. Die wollen mich auch da nicht hinstecken, es war ein Vorschlag von Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der ARGE. Meine Mam hat denen aber geschrieben, dass sie das so einfach darstellen, aber so einfach ist die ganze Sache nicht, nach dem Motto "ohne Moos ist nix los" auch bei den Sozialwohnungen nicht.

Ja! Vorher war alles in Butter, die haben mir sogar die Anträge (auf Fahrtkosten zum Beispiel) nachgetragen. Von alleine wäre ich nämlich nicht drauf gekommen. Ein Darlehen deshalb, weil sich mein Status geändert hat. Ich bin in Arbeit. Zwar weit unterhalb der Armutsgrenze, aber ich bin eben in Arbeit. Sie sehen ja die Notwendigkeit und wollen mir mit dem Darlehen unter die Arme greifen. Auf das ich bis zum Sankt Nimmerleinstag Schulden habe, nein! Das möchte ich nciht! Es muss doch eine andere Lösung geben! Wenn ich meine Ausbildung an den Nagel hängen würde, würde ich wieder insgesamt 908,00 €  teuer sein und das jeden Monat zuzüglich der Kosten für die Verwaltung, sinnlosen Maßnahmen ect.pp. und die ARGE würde ohne mucken zahlen. Echt hirnverbrannt sowas, oder?





Guten Morgen Sevi,

Dann weiß ich auch nicht weiter. Von einem Mal krank riskierst Du nicht die Ausbildung. Und Geld brauchst Du sofort, das kannst Du nicht mehr schriftlich regeln, dafür ist das Kind zu tief im Brunnen.
Und wenn Du obdachlos bist, hast Du auch nicht mehr viel von der Ausbildung.
Um schriftlich zu regeln und abzuwarten, hättest Du das Darlehen annehmen müssen. Anschliessend zum Anwalt, und den hättest Du, wie Ludwigsburg richtig geschrieben hat, sofort gebraucht, allein schon wegen dem Theater das Sie jetzt nmachen, obwohl vorher alles geregelt war.


<<aber ich kann doch nicht schon jetzt einen Darlehen von der ARGE nehmen, wenn ich jetzt schon weiss, dass es mir später den Hals brich<<

Das entscheidet später zur Not das Sozialgericht. Und das Sozialgericht würde, da bin ich mir sehr sicher, nicht entscheiden, das Du nur Anspruch auf darlehensweise Hilfe hast, zumindestens was den Lebensunterhalt und die reguläre Miete angeht. Wenn deine Wohnung vorher angemessen war, und Du keine Umzugsaufforderung hattest, dann müssen Sie nun auch für die regulären KDU aufkommen.
Nur was die Mietschulden nun angeht, da hast du nur Anspruch auf ein Darlehen. Diese hättest Du dir ersteinmal ersparen können.
Und ein Darlehen vom Amt ist beileibe nicht so schlimm wie Mietschulden.
Oft werden vorläufige bescheide mit darlehensweiser Gewährung gemacht, wenn noch nicht alle Unterlagen da sind. Wenn Du zum 1.8. die Ausbildung anfangen gewähren Sie dir vorläufige Hilfe zum Lebensunterhalt bis der erste Lohn und die Lohnabrechnung da sind.
Aber du mußt nun entscheiden, was Dir wichtiger ist? Die Existenz sichern um die Ausbildung weiter zu machen, oder Du läßt das Kind noch weiter in den Brunnen fallen.
Eine Räumungsklage hilft Dir bei der Ausbildung auch nicht weiter.


Alles Gute!
SenseOfDelight
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 6.624



« Antworten #9 am: September 15, 2010, 11:38:44 »

@codo

Zitat
da bin ich mir sehr sicher, nicht entscheiden, das Du nur Anspruch auf darlehensweise Hilfe hast, zumindestens was den Lebensunterhalt und die reguläre Miete angeht. Wenn deine Wohnung vorher angemessen war, und Du keine Umzugsaufforderung hattest, dann müssen Sie nun auch für die regulären KDU aufkommen.
Es geht darum, dass Sevi als Auszubildende(r), die/der kein BAB erhält, weil die Ausbildungsvergütung "zu hoch" ist, von Leistungen nach dem SGB II ausgeschlossen ist. Laut Gesetz muss die ARGE nicht zahlen ... auch nicht einen Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft und Heizung nach § 22 Abs. 7, weil sich eben kein BAB-Anspruch errechnet.
Es geht ja auch nicht um ein Darlehen bis zur ersten Zahlung der Ausbildungsvergütung, sondern um ein Darlehen, um die Ausbildung zu Ende zu bringen, weil eben nach § 7 SGB II kein Alg II zusteht, weil "dem Grunde nach" BAB zusteht, sich eben nur kein BAB-Auszahlungsbetrag ergibt augrund der Höhe der Ausbildungsvergütung.

Fraglich ist in meinen Augen lediglich, ob der BAB-Bescheid so stimmt, weil evtl. nicht alles berücksichtigt wurde und ob die Einstellung der Kindergeldzahlung so korrekt ist ... da müsste dann eben ein Anwalt ran. Die ARGE zumindest hat das Recht auf ihrer Seite ... leider.

Zitat
SGB II
§ 7 - Berechtigte

...

(5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 60 bis 62 des Dritten Buches  dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. In besonderen Härtefällen können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Darlehen geleistet werden.

Lieben Gruß von Sens'


« Letzte Änderung: September 15, 2010, 11:40:23 von SenseOfDelight »

Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen...
George Orwell
Rotkäppchen
Gast
« Antworten #10 am: September 15, 2010, 12:46:26 »

Probiere doch mal, ob du beim Amtsgericht einen Beratungsschein für einen Anwalt bekommst. Packst die gesamten Unterlagen und gehst dort einmal hin. Wenn die der Meinung sind, dass dir das nciht zusteht weil keine Aussicht auf Erfolg ist (oder ähnliches), dann erwähne denen doch bitte das Urteil des BUNDESVERFASSUNGSGERICHT  mit Aktenzeichen  1 BvR 1517/08. Da steht drin, dass jeder das Recht auf Verteidigung hat und du fühlst dich ungerecht behandelt.

Mit diesem Beratungsschein müsstest du einen Fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen, der mit Beratungsschein arbeitet. Es kostet dich insgesamt 10 Euros und keinen Pfennig mehr. Am besten ist, wenn dir jemand einen empfehlen kann. Ansonsten schau mal hier in die Datenbank rein: www.my-sozialberatung.de oder google mal im Internet.
codo
Vernellschleuder
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 29


Vernellschleuder


« Antworten #11 am: September 15, 2010, 14:33:08 »

@codo
Es geht darum, dass Sevi als Auszubildende(r), die/der kein BAB erhält, weil die Ausbildungsvergütung "zu hoch" ist, von Leistungen nach dem SGB II ausgeschlossen ist. Laut Gesetz muss die ARGE nicht zahlen ... auch nicht einen Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft und Heizung nach § 22 Abs. 7, weil sich eben kein BAB-Anspruch errechnet.
Es geht ja auch nicht um ein Darlehen bis zur ersten Zahlung der Ausbildungsvergütung, sondern um ein Darlehen, um die Ausbildung zu Ende zu bringen, weil eben nach § 7 SGB II kein Alg II zusteht, weil "dem Grunde nach" BAB zusteht, sich eben nur kein BAB-Auszahlungsbetrag ergibt augrund der Höhe der Ausbildungsvergütung.

Fraglich ist in meinen Augen lediglich, ob der BAB-Bescheid so stimmt, weil evtl. nicht alles berücksichtigt wurde und ob die Einstellung der Kindergeldzahlung so korrekt ist ... da müsste dann eben ein Anwalt ran. Die ARGE zumindest hat das Recht auf ihrer Seite ... leider.

Lieben Gruß von Sens'




Huhu Sense,

Da hast du recht. Das hatte ich vergessen. Ich habe das mit normalem Lohn verwechselt. Nun ja, dann bleibt Sevi keine andere Möglichkeit, als das Darlehen anzunehmen.
ich würde es an seiner Stelle auch tun, ich meine Studenten müssen ja zum Teil noch Schulden machen.
Und zähneknirschend Schulden machen für die Ausbildung finde ich besser, als wohnungslos und die Ausbildung zu verlieren. Vielleicht sollte Sevi auch einen Bafög Anspruch prüfen?
Das gibt es auch für Lehrlinge.

http://www.experto.de/beruf-karriere/4338-4338.html

<<Wie hoch ist das Bafög für Lehrlinge?

 

Abhängig ist die Höhe der staatlichen Zuzahlungen von verschiedenen Faktoren. So haben die Art der Unterbringung, das eventuelle Einkommen der Auszubildenden, die den BAB Antrag stellen und auch das das Jahreseinkommen der Eltern und des

Ehegatten bzw. Lebenspartners Einfluss, soweit bestimmte Freibeträge überstiegen werden. Grundsätzlich auf den monatlichen Bedarf des Auszubildenden ein Zwölftel des Jahreseinkommens angerechnet.<<

Antrag stellen, bis dahin beim Amt ein Darlehen in Anspruch nehmen.
Aber wenn vorher alles in Ordnung war, und nun nicht, sollte das ein Anwalt prüfen.


Sevi
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 137



« Antworten #12 am: September 15, 2010, 17:03:23 »

hi zusammen,

vielen Dank für Eure Antworten. Also ich habe jetzt eine Anwältin eingeschaltet. Sie ist der Meinung, dass mir sehr wohl ein Zuschuss zusteht, eben weil die Arge Sachbearbeiterin im Beisein von einem Zeugen gesagt hat, dass mir keine finanziellen Nachteile entstehen würden und dass sie Ermessensspielräume haben, was immer auch das sein mag... ich habe ihr alle Unterlagen geschickt.

codo, ich werde nicht krank machen, ich sehe das an meinem Kollegen. Der war sofort weg vom Fenster. Die Arbeitgeber sind heute knallhart und sagen, wenn einer nicht spurt, da warten schon 50 neue vor der Türe. In der Probezeit krank machen, da kann man sich auch gleich die Kündigung holen. Jetzt ist die Anwältin dran und ich halte Euch auf dem laufenden. Falls jemandem noch was einfällt, ich komme täglich hier vorbei um zu guggern. Ich hoffe, meine Anwältin wird was bewegen und sie will das auch durchziehen, notfalls mit ner Erstentscheidung oder Grundsatzentscheidung. Warten wir mal ab.

Wenns Euch Recht ist, poste ich hier, was laufend weiter geschehen wird.

Liebe Grüsse

Sevi

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Zitat aus "der kleine Prinz"
Sevi
Normale Mitglieder
*
Offline Offline

Beiträge: 137



« Antworten #13 am: September 15, 2010, 17:09:24 »

gerade habe ich eine mail bekommen, weil ich noch auf einer Seite von der Gewerkschaft gepostet hatte. Da schreibt mir eine, dass es im Ermessen von der Arge liegt. Sie ist in genau derselben Situation wie ich. Sie bekommt Zuschuss für Heizung und wohnen von der ARGE, obwohl sie wegen zuviel Ausbildungsgehalt kein BAB bekommt. Sie hat mir ehrlicherweise geschrieben, dass sie einer bestimmten Konfession angehört und sie glaubt, dass bei ihr deswegen eine Ausnahme gemacht wurde. Kann denn sowas sein?

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Zitat aus "der kleine Prinz"
Ludwigsburg
Gast
« Antworten #14 am: September 15, 2010, 19:29:56 »

hi zusammen,

vielen Dank für Eure Antworten. Also ich habe jetzt eine Anwältin eingeschaltet. Sie ist der Meinung, dass mir sehr wohl ein Zuschuss zusteht, eben weil die Arge Sachbearbeiterin im Beisein von einem Zeugen gesagt hat, dass mir keine finanziellen Nachteile entstehen würden

Das ist das, was mir auch schon durch den Kopf ging - nur das muß man beweisen können, daß man falsch beraten wurde! Und wenn du ihr vertraut hast, dann hattest sicher keinen Beistand dabei?

Will sie nun eine einstweilige Anordnung beantragen - oder wie soll das weiter gehen? Es muß ja nun schnell Geld fließen...

Spreche mal mit deinem Vermieter, erklär ihm das Ganze und bitte um Zahlungsaufschub....nicht daß du die Kündigung erhältst!

Seiten: [1] 2 3   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.11 | SMF © 2006-2009, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Seite erstellt in 0.151 Sekunden mit 21 Zugriffen. (Pretty URLs adds 0.009s, 2q)
© Design 2010 - 2020 by Rudi Wühlmaus