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Autor Thema: Leckeres Pesto aus gesammelten Kräutern  (Gelesen 6840 mal)
Katinka
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« am: Juli 31, 2010, 13:50:04 »

Kann man mit Bärlauch machen, Rintho meinte aber auch Giersch gibt ein gutes Pesto, dauert aber seine Zeit bei der Zubereitung. Vielleicht wissen andere User mit welchen Kräutern es auch gut geht. Basilikum ist ja klar, aber ich meine jetzt eher Wildkräuter, die man kostenlos sammeln kann.

Zutaten: 100g Walnüsse, Salz, 100g Parmesan-Käse, 2-4 handvoll frischer Bärlauch oder Giersch, 1/8 l natives Olivenöl

100g Walnüsse ohne Schale (naja, wenn nicht selber gesammelt, dann wird es hier schon etwas teurer, die sind ja auch nicht billig) Also wer gesammelt hat, das dauert ganz schön, bis die geknackt sind und von den Schalen wegsortiert.
Diese Nüsse im Blitzhacker zerkleinern oder im Mixer, dann in einem großen Mörser noch zusätzlich matschen. (Muss aber nicht unbedingt sein, es reicht auch schon das Kleinhacken, wenn es sehr fein geht)
Dann fügt man das Salz dazu, ich nehme reichlich, circa 4 Prisen, aber ich vertrag auch viel Salz.
Danach den gewaschenen und kleingehackten Bärlauch oder Giersch (roh) dazu und noch mal im Mörser matschen, idealerweise sollte eine Art Paste entstehen, bei mir nicht, hab einen zu kleinen Mörser, da pastet gar nichts, hab nach ein paar Minuten aufgegeben und finde mich eben mit einem sehr körnigen Pesto ab, das aber ebenso lecker schmeckt.
Darüber dann den Parmesan ganz fein reiben und dann mit dem Öl vermischen, also ich hab etwas mehr Öl genommen, ich fand die angegebene Menge sehr wenig, konserviert dann auch wahrscheinlich besser.
Dann nur noch mit einem kleinen Löffel in frischgewaschene Gläschen abfüllen und fertig ist das Pesto.
Man wird anschließend das mit Pesto verschmierte Besteck und Geschirr nicht abwaschen, sondern ablecken, so gut schmeckt das. Mir jedenfalls.
Bin begeistert. Und teuer war nur der Parmesan.
canigou
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« Antworten #1 am: Juli 31, 2010, 13:56:13 »

Spitzwegerich, Schafgarbe, Löwenzahl, Giersch und junge Brennesseln eigen sich auch dazu.  Smeil
lieselotte
Gast
« Antworten #2 am: Juli 31, 2010, 14:04:50 »

Hört sich ja interessant an. Ich habe sowieso gerade einen Spitzwegerich-Wald hier.

Kann ich den so roh und unbegrenzt essen? Kennen den nur bei Wunden und so. Auflegen der zerquetschten Blätter.
Und Löwenzahnblätter? Kann ich auch ohne Probleme so anknabbern?
canigou
Gast
« Antworten #3 am: Juli 31, 2010, 14:19:50 »

Kannst beides unbedenklich für das Pesto benutzen: waschen, trocken tupfen und fein hacken.
lieselotte
Gast
« Antworten #4 am: Juli 31, 2010, 14:24:44 »

Ich kaue hier gerade an einem Löwenzahnblatt herum. Ziemlich bitter, naja.  Zunge2

Der Pflanzensaft soll doch nicht so gesund sein, habe ich zumindest so in Erinnerung.
Könnte ich ja vorsichtig umzu heraus schneiden.

Und Spitzwegerich habe ich gar nicht, ist der Breitwegerich. Der ist auch essbar? In welchen Mengen? Da kaue ich dann gleich drauf rum. Ich muss das erstmal testweise
schmecken.
canigou
Gast
« Antworten #5 am: Juli 31, 2010, 14:24:56 »

Selbst die Nobel-Restaurants und Zulieferer bieten mittlerweile wieder alte Rezepte an und verkaufen sie als Event.  pfeifen

Hier mal ein Power-Pesto der Villa Masecri GmbH.

@Lieselotte: Nehme junge Pflanzen.  Smeil
« Letzte Änderung: Juli 31, 2010, 14:26:00 von canigou »
Katinka
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« Antworten #6 am: Juli 31, 2010, 14:26:46 »

Spitzwegerich hat aber einen relativ neutralen, ich finde auch holzigen bis leicht bitteren Geschmack. Pesto würd ich damit nicht machen. Mit Giersch kann ich mir aber Pesto gut vorstellen, der riecht ganz aromatisch nach Petersilie. Am Petersiliengeruch und an seinen dreieckigen Stengeln kann man ihn auch gut von andern eventuell giftigen Kräutern unterscheiden.

Spitzwegerich tu ich eigentlich immer kleingeschnitten in einen grünen Salat mit ner Salatsoße wo saure Sahne oder Joghurt oder Knofi oder sowas drinne ist. Damit es den Geschmack übertönt. Aber der tut wirklich gut, ist supergut fürs Bindegewebe, da es viel Kieselsäure drin hat im Wegerich, auch im Breitwegerich übrigens. Dann kann man sich die teuren Kieselsäuretabletten sparen, die von den Drogeriemärkten taugen sowieso nichts. Und die ganz teuren aus der Apotheke aus Hirse gemacht, die kann sich kein Hartzi leisten.Spitzwegerich enthält auch viele Stoffe die gut sind für Schleimhäute, also z.B. Magenschleimhäute, meine Verdauung wird dadurch besser. Also schmecken tut es nicht unbedingt, aber es tut unzweifelhaft gut.

Spitzwegerich kann man aber auch in Soßen und Suppen reintun, am besten ganz zum Schluss, damit er nicht ganz verkocht ist, aber das gilt eigentlich für alle frisch gesammelten Kräuter.

Löwenzahn kann man ähnlich verwenden, ist aber stark harntreibend und entgiftend. Wegen der harntreibenden Wirkung verwende ich ihn abends gar nich, ich gehe meistens kurz vorm Abendessen noch Kräuter sammeln, da ich abends oft warm koche und nen Salat dazu mache daher kommt Löwenzahn bei mir eher nicht vor im Salat, sonst lauf ich die ganze Nacht lang zur Toilette.
lieselotte
Gast
« Antworten #7 am: Juli 31, 2010, 14:31:16 »

Das mit der allgemein abführenden Wirkung bei Löwenzahn habe ich auch gerade gelesen. Und nun?

Ich hab gerade ein Blatt verspeist!!   peace
canigou
Gast
« Antworten #8 am: Juli 31, 2010, 14:34:24 »

Das mit der allgemein abführenden Wirkung bei Löwenzahn habe ich auch gerade gelesen. Und nun?

Ich hab gerade ein Blatt verspeist!!   peace

Renn, Lilo, renn.  rooopfl
lieselotte
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« Antworten #9 am: Juli 31, 2010, 14:38:46 »


  potty
lieselotte
Gast
« Antworten #10 am: Juli 31, 2010, 14:42:46 »

Naja, geht schon. Will mal nicht so zimperlich sein.

Giersch schmeckt tatsächlich ganz gut. Aber nur wenn er ganz jung ist. Jetzt nach der Hitze und Trockenheit sind die alten Blätter leider zäh. Mit vielen Wildkräutern habe ich doch Probleme. Oft sind es mehr Arzneipflanzen, da müsste ich mich erst mit der Dosierung auskennen.
Katinka
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« Antworten #11 am: Juli 31, 2010, 15:29:11 »

Ja. Der alte Giersch braucht schon etwas Abgekochtheit. Ich versuche mal, wie es mit dem Trocknen aussieht bei älterem Giersch.

Getrockneten Giersch kann man in ein Kräutersalz reintun, mit Schafgarbe und anderen Kräuern (Pastinak, Beifuß, Thymian, Gundelrebe, Dost kann ich mir auch gut vorstellen) und im Mörser und dann Meersalz. Bin aber skeptisch, inwieweit ich das zu Pulver kriege, hat schon beim Pesto nicht so super geklappt mit dem Zerkleinern. Muss auf jeden Fall wohl mindestens 6 Wochen getrocknet werden, damit es wirklich so trocken ist, dass es leicht zerbröselt. Man sollte Kräuter zum Trocknen am besten spät am Vormittag sammeln, und es sollte mindestens 2 Tage nicht geregnet haben, damit sie leicht trocknen tun. In staubfreier, und nicht feuchter Umgebung trocknen. Also nicht in Küchendämpfen oder im Bad wo es durch Duschen oft feucht ist. Oder wo viel geraucht wird auch nicht. (das stell ich jetzt besser noch mal als eigenen Thread rein unter "Kräutersalz" dann ist es besser aufzufinden.)

 Bin eigentlich erst seit diesem Jahr so richtig dabei "zu kräutern". Oft steckt man ja in nem Eurojob, was ich aber derzeit dabei bin abzuwehren, die Sanktionen dürften locker abzuschmettern sein, da unheimlich stümperhaft fabriziert, ich bin hier wohl der erste Verweigerer, die scheinen noch nicht viel Erfahrung mit zu haben... Aber mal sehen, wenn ne Sanktion tatsächlich eintritt, dann brauche ich die Kräuter und die Nüsse, die ich bald sammeln werde zum Überleben.

Also hänge ich mich da voll rein. Die Natur beruhigt auch ungemein...
eli30
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« Antworten #12 am: November 09, 2010, 10:14:19 »

Aus den Blättern von Stangensellerie + ein wenig Rauke (Rucola) kann man auch ein prima Pesto machen.

gesalzene Makadamianüsse sind nicht ganz so teuer

Etwas Zitrone, Balsamicoessig dazu

Parmesan und 4 Knoblauchzehen



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