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Autor Thema: Hartz 4: angemessener Wohnraum > Infos  (Gelesen 35101 mal)
RobertKS
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« am: November 14, 2006, 22:40:39 »

Hallo zusammen,

Im Zusammenhang mit Hartz 4 und ALG 2 hab ich hier mal was zur angemessenen Wohnung zusammengetragen, z.B zur Frage: Welche Groesse ist den nun angemessen??

Bei der Beantwortung dieser Frage geht man von einer Festlegung die einer Verwaltungsvorschrift der Laender, in Bezug auf das Wohnungsbindungsgesetz entstammt.Danach gilt fuer die Groesse des
angemessenen Wohnraums folgendes:

Zitat
Singles: = 45qm - 50qm Wohnflaeche
2 Personen = 60qm Wohnflaeche
3 Personen = 75qm - 80qm Wohnflaeche
4 Personen = 85qm - 90qm Wohnflaeche


bei jeder weiteren Person werden 10qm - 15qm hinzuadiert.

Welche Kosten gelten denn als angemessen: Das SGB2 bietet dazu leider keine klare Aussage, denn unter: § 22 Abs.1 SGB 2 steht: Leistungen fuer Unterkunft und Heizung werden in Hoehe der
tatsaechlichen Kosten uebernommen, soweit diese angemessen sind
...usw.

Dazu gilt folgende Richtlinie, die auch so von der Bundesagentur fuer Arbeit ausgegeben wird, unter: 0180 / 1012012, wonach als angemessen anzusehen ist:

Zitat
Wohnflaeche:.......................Singles bis 45qm
jede weitere Person..........=+15 qm

Kaltmiete.............................= 4.- Euro / je qm
Nebenkosten.....................= 2.- Euro / je qm

Rechenbespiel: Single = 45qm x 4.- €¬ kalt = 180.- Euro
..............................................45qm x 2.- €¬ NK = 90.- Euro
= Gesamtmiete, die angemessen ist von .....270.- Euro


Was darueber hinaus geht liegt im Ermessenspielraum der BA, wobei Mieten bis 300.- Euro auch noch nicht das Problem waeren, aber darueber koennte es zum Problem werden.

So, ich denke nun kann sich jeder ausrechnen, wie gross und wie teuer seine Wohnung denn sein darf, wenn man ALG 2 bekommt.Wenns noch Fragen gibt, bitte fragt.

Gruss Robert  Wink

"Jeder Tag ohne ein Lächeln, ist ein verlorener Tag." Charles Chaplin

Barney
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« Antworten #1 am: Februar 10, 2007, 00:36:08 »

Was die Wohnungsgröße betrifft sind die Angaben im allgemeinen richtig. Nicht nur in Berlin gelten andere Werte. Dort gilt als Kriterium der Angemessenheit nur die Angemessenheit der Brutto-Warmmiete. Die richtet sich nun wiederum nach dem Mietspiegel.

Bei öffentlich geförderten Wohnungen des 1. Förderweges ist in Hamburg nur die Flächen-Höchstgrenze einzuhalten. Eine über dem Miethöchstwert liegende Miete gilt also als angemessen, wenn die Höchstfläche eingehalten ist.

Hamburg

Berlin

Um nur mal zwei Beispiele zu nennen. In anderen Städten und Regionen gelten andere Werte.

Es ist immer wichtig, sich nach den jeweiligen Obergrenzen zu erkundigen. So wie in Berlin dürften auch in den anderen Regionen und Städten die Mietervereine über genaue Daten verfügen.


Gruß Barney

Unsere Forderung:  Mindestlohn, Grundsicherung, Arbeitszeitverkürzung

Informieren Sie sich bitte selbst zu den hier behandelten Themen. Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider.
RobertKS
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« Antworten #2 am: Februar 14, 2007, 18:40:22 »

Ja, das setzt aber voraus, das es auch in den Regionen einen Mietspiegel gibt, was leider nicht überall der Fall ist.In Nordhessen bzw. Kassel gibt es keinen Mietspiegel.Hier gelten die Pauschalen der früheren Sozialhilfe als Maßstab.(Wird bei mir jedenfalls angewandt.)

Gruß Robert Wink
« Letzte Änderung: Februar 14, 2007, 18:41:04 von RobertKS »

"Jeder Tag ohne ein Lächeln, ist ein verlorener Tag." Charles Chaplin

Arco
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« Antworten #3 am: Februar 14, 2007, 20:07:48 »

Ja, das setzt aber voraus, das es auch in den Regionen einen Mietspiegel gibt, was leider nicht überall der Fall ist.In Nordhessen bzw. Kassel gibt es keinen Mietspiegel.Hier gelten die Pauschalen der früheren Sozialhilfe als Maßstab.(Wird bei mir jedenfalls angewandt.)

Gruß Robert Wink

....  richtig Robert,  bei mir/uns auch

aber es gibt hier in Kassel schon einige Einzelgerichtsurteile (SG-Kassel) wo diese Pauschale erfolgreich ausgehebelt wurde und die tatsächliche KdU im Rahmen einer gewissen Toleranzgrenze gezahlt wird.

Ich weiß ja nicht wie es bei Dir ist,  aber bei mir kommt/kam die Pauschale (etwas +) punktgenau hin obwohl 1 Zimmer "zuviel".

Deswegen habe ich auch nicht geklagt.
Barney
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« Antworten #4 am: Februar 14, 2007, 20:28:46 »

Dazu paßt auch der Thread, den niewtor begonnen hat:

Gruß Barney

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RobertKS
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« Antworten #5 am: Februar 14, 2007, 20:59:57 »

Hallo Arco,

ja bei mir passt es auch, deswegen konnte ich mir auch die Klage schenken, aber man muss halt genau hingucken.Nur ich frage mich, warum hält es die Stadt Kassel nicht für nötig einen Mietspiegel zu erstellen?? Für mich nicht nachvollziehbar.

Gruß Robert Wink

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Arco
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« Antworten #6 am: Februar 14, 2007, 22:38:50 »

Hallo Arco,

ja bei mir passt es auch, deswegen konnte ich mir auch die Klage schenken, aber man muss halt genau hingucken.Nur ich frage mich, warum hält es die Stadt Kassel nicht für nötig einen Mietspiegel zu erstellen?? Für mich nicht nachvollziehbar.

Gruß Robert Wink

...  weil es sich noch rechnet   -  obwohl wie ich es mitbekommen habe da auf Grundlage des BSG-Urteiles ein "Nachdenken" stattfindet im Rathaus .....

Übrigens für alle die nicht in Kassel wohnen dürfen hier mal die Gesamt-KdU / Pauschale  incl. Heizkosten

1 Person      284,50 Euro
2 Personen   382,20 Euro
3 Personen   450,50 Euro
4 Personen   536,00 Euro
5 Personen   608,00 Euro


Quirie
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« Antworten #7 am: Februar 15, 2007, 00:50:09 »

Ja, das setzt aber voraus, das es auch in den Regionen einen Mietspiegel gibt, was leider nicht überall der Fall ist.In Nordhessen bzw. Kassel gibt es keinen Mietspiegel.Hier gelten die Pauschalen der früheren Sozialhilfe als Maßstab.(Wird bei mir jedenfalls angewandt.)

Gruß Robert Wink


Das ist schlecht für Eure Hessischen Ämter, denn guck mal hier was Euer LSG gerade gesagt hat: Teufelchen

Zitat
Der Unterkunftsbedarf im Recht der Grundsicherung für Arbeitsuchende und im Sozialhilferecht ist allein nach den Vorschriften des SGB II bzw. des SGB XII und nicht nach denen des Wohngeldgesetzes zu beurteilen, da der mit der Gewährung von Wohngeld verfolgte Zweck ein anderer ist bzw. weiter geht als derjenige der Sozialhilfegewährung.

Dabei richtet sich die Angemessenheit der Unterkunftskosten nach den Erkenntnissen über den örtlichen Wohnungsmarkt.


zum Urteil

Die Gegebenheiten des örtlichen Wohnungsmarktes sind, wenn es keinen Mietspiegel gibt, nach anderen Kriterien zu ermitteln. Beispielsweise durch Auskünfte der Mietervereine oder der Haus-und- Grundeigentümervereine. Man könnte auch bei Maklern nachfragen. Es ist Sache der Ämter, sich da etwas einfallen zu lassen. 

Solltest mal ein bisschen nach dem Begriff " Gegebenheiten des örtlichen Wohnungsmarktes" googlen. Ich gucke auch noch mal.

LG Quirie zwinker
« Letzte Änderung: Februar 15, 2007, 01:17:58 von Quirie »

Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen. (Dieter Hildebrandt)

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Quirie
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« Antworten #8 am: Februar 15, 2007, 01:13:43 »

Ich hänge mal eine Datei an, Hinweise zur Erstellung von Mietspiegeln.

LG Quirie  zwinker

Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen. (Dieter Hildebrandt)

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Dagmar A.
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« Antworten #9 am: Juli 13, 2008, 10:41:59 »

Hallo ihr Leute

Unser Sohn (29) Alleinstehend hat nach langer Suche eine Wohnung gefunden.
Er bezieht Harz IV.

Folgendes ist
Die Wohnung ist 38 m² groß und die KT beträgt mtl. 260.- € zuzüglich 120.- € NK
also insgesamt 380.- € mtl.

Die ARGE übernimt die Höhe der mtl. Miete von 300.- €
die fehlenden 80.- € werden dem Sohn von dem Regelleistungssatz 351.- pro Monat abgezogen.
Außerdem muß er mtl. 35.- € Abschlag für den Strom zahlen

Auf Antrag, der bei  GEZ gestellt wurde er für den Zeitraum von 6 Monaten befreit.

Wer kann uns helfen ?
 
Gennaio
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« Antworten #10 am: Juli 13, 2008, 11:24:27 »

Moin Dagmar  Smeil

zunächst müssten wir wissen, wie hoch die "angemessenen" Kosten der Unterkunft (KdU) in der Kommune oder dem Landkreis sind.
Kannst Du uns den Ort mitteilen?

LG Gennaio
« Letzte Änderung: Juli 13, 2008, 11:46:03 von Gennaio »
fit
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« Antworten #11 am: Juli 13, 2008, 11:40:11 »


Zitat

Die ARGE übernimt die Höhe der mtl. Miete von 300.- €
die fehlenden 80.- € werden dem Sohn von dem Regelleistungssatz 351.- pro Monat abgezogen.

Ich wollte nicht dazwischen gehen, stelle aber gleich eine Zusatzfrage. Wer zieht ihm denn 80,- € vom Regelsatz ab, Dagmar? Überweist die Behörde denn die gesamte Miete incl. der 80,- € an den Vermieter?
Dagmar A.
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« Antworten #12 am: Juli 13, 2008, 17:50:55 »

Moin Dagmar  Smeil

zunächst müssten wir wissen, wie hoch die "angemessenen" Kosten der Unterkunft (KdU) in der Kommune oder dem Landkreis sind.
Kannst Du uns den Ort mitteilen?

LG Gennaio

Reicht die Auskunft ?
Der Ort in dem der Sohn wohnt (hoffentlich schreibe ich hier nichts falsch oder bekomme
ich ärger ? )
Mainburg Landkreis Kelheim
Niederbayern

Dagmar A.
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« Antworten #13 am: Juli 13, 2008, 18:20:21 »


Zitat

Die ARGE übernimt die Höhe der mtl. Miete von 300.- €
die fehlenden 80.- € werden dem Sohn von dem Regelleistungssatz 351.- pro Monat abgezogen.

Ich wollte nicht dazwischen gehen, stelle aber gleich eine Zusatzfrage. Wer zieht ihm denn 80,- € vom Regelsatz ab, Dagmar? Überweist die Behörde denn die gesamte Miete incl. der 80,- € an den Vermieter?

Um deine frage zu beanworten
ja die 80.- € werden von der ARGE dem Sohn vom Lebensunterhalt (351.- €) abgezogen.
351.- - 80.-  = 271.- € Mtl.
Die ARGE überweist die gesamte Miete incl. der 80.- € die dem Sohn zunächst abgezogen werden an den Vermieter.

ich hoffe es ist verständlich erklärt.

Gennaio
Gast
« Antworten #14 am: Juli 13, 2008, 22:21:54 »

Mainburg Landkreis Kelheim
Niederbayern

Moin Dagmar,

ich habe im Internet keine KdU-Liste gefunden. Es wäre für Euch vielleicht hilfreich, wenn Ihr Euch an eine Beratungsstelle im LK Kelheim wenden würdet, denn die kennen ihre Pappenheimer recht gut.

Hoffe, dass Ihr hier fündig werdet Adressverzeichnis der Beratungsstellen  Smeil
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