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Autor Thema: Jobcenter Grenzwerte der Angemessenheitskriterien der KdU Landkreis Oder-Spree  (Gelesen 4337 mal)
frankgehrig
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Beiträge: 61



« am: März 20, 2013, 15:26:33 »

Hallo und Guten Morgen an Euch,

ich bin auf der Suche nach einer Wohnung im Raum Schöneiche (gehört zum Landkreis Oder-Spree). Nun war ich gestern beim Jobcenter um die Grenzwerte für die KdU zu erfragen und dann hat mir meine persönliche Ansprechpartnerin die im Anhang beigefügten Richtlinien für den Landkreis Oder-Spree ausgedruckt.

Jedenfalls finde ich die Vorgaben vom Jobcenter sehr gering, in Schöneiche liegen die qm-Preise bis zu einer 40 qm Wohnung im Durchschnitt bei 7,82 Euro. Die Quadratmeter Vorgabe vom Jobcenter für Schöneiche liegt allerdings nur bei 5,81 Euro. Wisst Ihr ob das gemäß Gesetz rechtmäßig ist?
http://www.immowelt.de/immobilien/immomarktmiete.aspx?geoid=10812067440&etype=1&esr=2
Am meisten wundert mich, dass die Nebenkosten bei der Kaltmiete von 290,50 Euro bei der Aufstellung im Anhang vom Jobcenter schon miteinbezogen wurden.

Auf der Seite http://www.harald-thome.de habe ich ganz andere Richtlinien für die Angemessenheit der KdU für Schöneiche gefunden.
      
                       Kaltmiete                 NK                 HK                  Gesamt
Alleinstehender    253,50                  75,00             75,00                403,50

Bei einem vorgegebenen qm-Preis von 5,07 Euro

(Siehe harald-thome.jpg im Anhang)


Anschließend werde ich aufgefordert meine Wohnungssuche zu dokumentieren, wozu das? Ich suche doch eh nur nach angemessenen Wohnungen.

Abschließend noch eine letzte Frage an Euch. Ich habe einen GdB von 70 mit Merkzeichen G, bedeutet das ich schwer gehbehindert und zusätzlich Epileptiker bin. Kennt sich von Euch jemand im Schwerbehinderten-Recht aus?

Ich habe bei meiner Suche nach hilfreichen Informationen im Internet bei einer Wohnungssuche gelesen, dass für leistungsberechtigte Personen, die auf Grund ihrer besonderen persönlichen Situation Schwierigkeiten haben auf dem freien Wohnungsmarkt eine entsprechende Wohnung anzumieten, ein Zuschlag in Höhe von 10% auf angemessene Unterkunftskosten gewährt wird.
Dazu sollen auch Schwerbehinderte mit Merkzeichen „G“ oder „aG“ zählen.

Oder haben Behinderte auch ein Anrecht auf zusätzliche Wohnfläche von bis zu 15 qm?

Kann das von Euch jemand bestätigen?

Liebe Grüße

Frank
Pimpf
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Beiträge: 322


Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #1 am: März 20, 2013, 20:21:59 »

Hi frankgehrig

diese KdU-Aufstellung von Harald Thomé ist sogar noch aus dem Jahr 2008. Das solltest du dabei berücksichtigen.

Generell ist es jedoch deutschlandweit so, mehr oder weniger, dass die angemessene Höchstgrenze für die KM nicht
mal annähernd an die tatsächlich von Vermietern geforderten Kaltmieten heranreichen.

Habe momentan (oder immer noch) das gleiche Problem wie du. Suche auch schon seit längerer Zeit eine neu Bleibe
für mich und meine beiden minderjährigen Kinder im Alter von 11 und 14 Jahre. Auch hier ist kaum was zu erhalten, das
nur annähernd an die tatsächlichen Mietpreise heranreicht. Da nutzt mir leider auch nicht die Tatsache, dass nach einem
Jahr Kampf das JC im letzten Oktober mir nun doch zumindest die KM für eine 4-Personen-BG übernehmen würde (aus
gesundheitlichen Gründen bei meinem jüngsten Kind, so dass beide Kids getrennte Zimmer benötigen und zudem mir auch
selber unbedingt aus gesundheitlichen Gründen ein eigener abschließbarer Rückzugsraum von nöten ist. JA hat letztendlich
hier mit dem JC verhandelt und denen das klar gemacht das dieses sehr wichtig für unserer Familie wäre).


So, zurück zu deiner Frage.

Wenn für euren Wohnort es einen offiziellen Mietspiegel gibt, dann müsste das JC normalerweise auch auf diesen zurückgreifen.
Nur wenn kein Mietspiegel vorhanden wäre, darf das JC hier selber eine eigene KdU-Richtlinie ermitteln und dabei muss sie einige
Voraussetzungen berücksichtigen und darf nicht einfach aus dem Blauen heraus diese Wert festlegen. Da gibt es Vorschriften wie
diese dann zu ermitteln wären.


Und im laufe der Jahre werden diese KdU-Richtlinien immer wieder neu angepaßt und da kann es durchaus auch mal vorkommen, das
die bisherige angemessene Miete auf einmal unangemessen ist, da durch die neue Ermittlung und Festsetzung dieser Sätze diese
verringert worden sind. Andere haben ggf. das Glück, das deren Richtlinie nach oben neu angepaßt worden ist.

Verstehe das ganze Getue diesbezüglich von den JC auch nicht bzw. wie die angeblich diese Werte letztendlich ermitteln ist mir weiterhin
schleierhaft. Denn tatsächlich sind die meisten Mieten auf den öffentlichen und auch im Sozialen Wohnungsbau stetig am steigen und nicht
am sinken. Nur die JC-KdU-Richtlinien werden diesem Trend einfach nicht gleichzeitig mit neu angepaßt und zwar an die Realität der zu
zahlenden Mieten und nicht an deren ermittelnden Durchschnittmieten.

lg
Pimpf
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