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Autor Thema: Miete geringfügig höher  (Gelesen 1608 mal)
Serena
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« am: Juni 04, 2011, 19:47:49 »

Bei einem Bewohner meines Wohnortes wurde vor 3 Jahren die Miete, als er in Hartz4 kam, zwar anerkannt, aber er bezahlt die 5 € wo er über dem Höchstsatz liegt, selbst.
Ich habe das mal überprüft, die Höchstgrenze stimmt, allerdings wurde diese seit Jahren, wie überall, nicht mehr angepasst.
Laut qualifiziertem Mietspiegel wäre er nur 2,50 € über der Höchstgrenze.
Sind zwar nur 5 €, aber das sind im Jahr 60 € und in den 3 Jahren 180 €
Gibt es Möglichkeiten, dass die 5 € übernommen werden?
Er ist chronisch krank, Rheuma u.s.w.
Pimpf
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Pimpf - Kein Freund des Jobcenters


« Antworten #1 am: Juni 04, 2011, 20:19:56 »

@Senna,

Dieses Problem haben leider sehr viel Hilfeempfänger.

Die JC orientieren sich auch vielerorts nicht an die Mietspiegeln (falls diese überhaupt dann für den jeweiligen Wohnort vorhanden sind, ist ja noch nicht überall so).
Auch richten die sich nicht an die bereits vorliegenden Tabellen der Wohnungsämter.

Nein, die allermeisten JC haben eigene Angemessenheitsrichtlinien erstellt und somit auch, wie auch immer die das getan haben, die Miethöchstgrenzen (für die KM) ermittelt, die dann für den jeweiligen Wohnort Gültigkeit haben. Und die weichen sogar erheblich mit der angemessene und anzuerkennenden Miethöhe von der der Wohngeldämter ab.

Außerdem übernehmen die JC nur die KM-Höhe die man dem Vermieter lt. Mietvertrag schuldet, auch wenn die KdU zwischenzeitlich angehoben wurde und da wird auch eine Anpassung im seltensten Falle automatisch vorgenommen. Auch erfährt man sehr selten das die KdU-Angemessenheit, vorallem bei der KM, angehoben wurde. Oftmals bekommt man dies nur zufällig mit, wenn man sich z.B. mit jemanden unterhält der gerade auf Wohnungssuche ist und einem dann die Miethöhe lt. JC nennt (und die gleichen Grundvoraussetzungen - Personenzahl, qm-Zahl vorliegen). So ist es mir mal vor über zwei Jahren ergangen, worauf ich dann das JC um Anpassung der KdU an die neuen Höchstsätze gefordert habe (bei mir waren es die zulässige Höchstgrenze für die Neben- und Heizkosten die dann angepaßt werden mußten).

Aktuell ist dies ja bei mir auch der Fall wie bei deinem Bekannten (Bewohner). Hier wurden die Angemessenheitskriterien (Allein Erziehend, 2 Kinder) angehoben von 325,00 Euro (2008) auf 332,00 Euro (10.2010). Im Mietvertrag steht aber weiterhin 325,00 Euro. Der Vermieter hatte aufgrund der NK-Abrechnung 2009 (höhere Nachzahlung, Altbau hier mit diversen Mängel) diese Gesamtmiete im April von 496,00 Euro auf nun 607,00 Euro angehoben (alles nachgeprüft, ist korrekt). Obwohl alles nachgewiesen ist, wird diese Mieterhöhung nicht vom JC berücksichtigt. Auch nicht wird diese KdU-Angemessenheitserhöhung vom Oktober 10 berücksichtigt. Die bezahlen weiterhin nur diese Gesamtmiete in Höhe von 496,00 Euro und berücksichtigen dabei auch nur eine KM von 325,00 Euro.


Denke kaum das dein Bekannter diesen Mehrbetrag von 5,00 Euro übernommen bekommt. Hm, obwohl die eigentlich eine Toleranzgrenze von 10 % oder ca. 5 qm haben die eine Wohnung mehr kosten oder groß sein darf, wenn die anderen Angemessenheitsrichtlinien zutreffen.

lg
Pimpf
Dream71
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« Antworten #2 am: Juni 04, 2011, 20:46:13 »

Hallo Pimpf
Aber schau doch einmal in meine Artikel in Sachen Klage gegen KDU.
Wird auch bezahlt.
Gruß Dream71
Zwergenmama
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« Antworten #3 am: Juni 04, 2011, 23:32:26 »

Nicht alle nehmen die KALTmiete als Höchstgrenze. Bei uns wird nur GESAMTmiete bewilligt. Was bedeutet: Liegt die KM z.B. bei 200€, würde man diese sofort bewilligt bekommen. Zahlt man aber nun auch noch z.b. 200€ Nebenkosten, wird die Wohnung HIER nicht bewilligt.

Erhöhungen in der KdU müssen zunächst anerkannt und bezahlt werden. Allerdings steht es den ARGEN frei, in diesem Fall sofort eine Umzugsaufforderung zu verschicken. Was sie HIER dürfen.

Die Höchstgrenze laut Wohnamt wird hier aber auch nicht bewilligt; liegt ca. 150€ unter der Wohngeldberechtigung.
Adimin
Team
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #4 am: Juni 04, 2011, 23:55:40 »

Als behindertem Menschen würde ihm sogar noch eine 10 % größere Wohnung zustehen. Oder eben in der Berechnung ein wenig höher, da man einem kranken Menschen nicht unbedingt einen Umzug wegen 5€ zumuten kann.
Hier sollte einmal ein Überprüfungsantrag nach §44 SGBX gestellt werden. Gilt leider nur noch für ein Jahr rückwirkend, aber immerhin.
Meiner Meinung nach müßte er die 5 € zurück gezahlt bekommen.
Schaut mal unter Schwerbehinderte, da ist einen Tabelle für die Behinderten und Wohnraumgrößen.

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