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Autor Thema: Mieterhöhung im rechtlichen Rahmen  (Gelesen 1844 mal)
linda
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« am: Dezember 19, 2012, 11:25:52 »

Hallo liebe Foris,
ich bräuchte Rat wegen meiner Mieterhöhung.

Ich wohne in München und meine Miete ist seit Jahren an der Mietobergrenze.
Allerdings hat meine Wohnung mehr Quadratmeter als lt. Obergrenze erlaubt ist.

Jetzt habe ich ein Schreiben zur einvernehmlichen Mieterhöhung bekommen. Ist also kein rechtliches Mieterhöhungsschreiben.
Wenn ich zustimme dann soll die Miete ab Januar 10% steigen.
Stimme ich nicht zu dann wird die Zustimmung gerichtlich durchgesetzt.
Ich habe versucht mit dem Vermieter zu verhandeln was mir aber nicht gelang.

Ich bin wirklich in der Zwickmühle weil die Mieterhöhung lt. Mietspiegel durchsetzbar ist, beim Jobcenter wahrscheinlich
nicht.
Ich bat in dem Telefonat auch die Zweimonatsfrist zur Erhöhung einzuhalten.
Wollen sie aber nicht weil sie ja gleich mit rechtlichen Schritten drohen.

Ich hoffe ich habe meine Anfrage verständlich geschrieben.
Gebt mir bitte Tips was ich für Möglichkeiten mit dem Jobcenter habe.
Ich bin Aufstockerin.
Meine Sachbearbeiterin habe ich noch nicht informiert weil sie leider seit Monaten nicht erreichbar ist.


Zwergenmama
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« Antworten #1 am: Dezember 19, 2012, 12:12:28 »

sehr, sehr schwierig und leider im grauzonenbereich, habe/hatte ein ähnliches problem.

faktisch darfst du der einvernehmlichen erhöhung nicht zustimmen, weil du damit die erhöhung deiner hilfebedürftigkeit (steigende miete) billigend in kauf nimmst und das jc die gestiegene miete nicht zahlen braucht. nimmst du das "angebot" der vermieter aber nicht an, wirst du verklagt.

das problem: es gibt für einen alg II-empfänger leider keine lösung. egal was du machst, du bist die leidtragende. jc interessiert nur sozialrecht und da fällt deine momentane mietsituation leider nicht rein.

was ich gemacht habe:
ich habe das jc schriftlich um zustimmung gebeten, eine woche zeit zum antworten gegeben. danach noch einmal angemahnt und mitgeteilt, dass ich das jc regresspflichtig machen werde, wenn man mich wegen dessen nichtreaktion in haftung nimmt. zeitgleich habe ich eine eilklage ans sozialgericht geschickt und den fall dort ausführlich mit allen mir drohenden konsequenzen geschildert. gericht hat sich dann mit jc in verbindung gesetzt, ein paar tage später hatte ich die schriftliche zustimmung auf dem tisch liegen.

gibt es bei dir eine sozialberatung in der nähe?

ABER: ich bin mir nicht sicher, ob dein vermieter nicht einen gewissen zeitrahmen zur mieterhöhung einhalten muss. immerhin hast du die theoretische möglichkeit zum widerspruch. bin der meinung, dass der gesetzgeber in diesem fall eher mieterfreundlich urteilt.

Dieter 66
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« Antworten #2 am: Dezember 19, 2012, 12:41:22 »


Jetzt habe ich ein Schreiben zur einvernehmlichen Mieterhöhung bekommen. Ist also kein rechtliches Mieterhöhungsschreiben.
Wenn ich zustimme dann soll die Miete ab Januar 10% steigen.
Stimme ich nicht zu dann wird die Zustimmung gerichtlich durchgesetzt.
Ich habe versucht mit dem Vermieter zu verhandeln was mir aber nicht gelang.

Ich bat in dem Telefonat auch die Zweimonatsfrist zur Erhöhung einzuhalten.
Wollen sie aber nicht weil sie ja gleich mit rechtlichen Schritten drohen.



Zweimal Drohungen mit Gericht und gerichtlich??
Da kann irgendetwas nicht rechtens sein.
Auch eine von jetzt auf gleich Erhöhung kann nicht richtig sein.

Ich rate Dir dringend, schnellstmöglich einen Mieterschutz auf zu suchen
um den Wisch genaustens zu überprüfen.

Notfalls ist auch eine einstweilige Anordnung hier möglich.

Ich bin nicht abergläubig. So was bringt nur Unglück!!
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
linda
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« Antworten #3 am: Dezember 19, 2012, 13:22:08 »

Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Also ich war schon bei der Mieterberatung und da wurde ich etwas hämisch behandelt.
So nach dem Motto: was wollen sie, rechtlich wäre eine Steigerung von 20% möglich. Da kann ich um
die 10% doch froh sein.
Damit der Vermieter die 2 Monatswartefrist nicht einhalten muss hat er eben nur um
Einvernehmliche Mieterhöhung geschrieben.
Da muss er gar keine Wartefrist einhalten.

Ich muss jetzt wieder zum Job, ich pendel zwischen meinen Jobs,
und schau später noch einmal hier herein.
Zwergenmama
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« Antworten #4 am: Dezember 19, 2012, 14:59:31 »

dann will er also nur die gesetzlich geregelten wartefristen zur mieterhöhung umgehen. weswegen will er dich dann verklagen? weil du ihm nicht freiwillig erlaubst, sein geld zu sparen? soll er dich doch verklagen, da kommt er bei keinem gericht mit durch. muss er halt den für alle vermieter geltenden weg einschlagen und seine gesetzlichen fristen einhalten.
linda
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« Antworten #5 am: Dezember 19, 2012, 18:47:46 »

Leider wird er, wenn er vor Gericht geht, nicht die 10% Mieterhöhung einklagen sondern
die gesetzlichen möglichen 20%.
Das ist ja meine Zwickmühle. Sag ich ja und freu mich über die ,,nur,, 10% hab ich beim
JC versch.ssen, sag ich nein dann bleib ich vielleicht bei 20% hängen und die könnt
ich nie selber ausgleichen.
Und in München werden oft Vermieter freundliche Urteile gesprochen.
Dieter 66
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« Antworten #6 am: Dezember 19, 2012, 18:57:29 »

Bist Du die einzigste Mieterin bei dem??
Ob er recht bekommt oder nicht, richtig ist das nicht.
« Letzte Änderung: Dezember 19, 2012, 18:57:48 von Dieter 66 »

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linda
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« Antworten #7 am: Dezember 19, 2012, 19:06:35 »

hi Dieter,
nein, wir sind mehrere Parteien.
Was ich aber von den Anderen gehört habe freuen die sich über die 10%.
Dass diese unsere Verwaltung seit 15 Jahren wirklich alle Möglichkeiten zu Mieterhöhungen
durchgedrückt hat, früher waren das ja noch sage und schreibe 30% alle 3 Jahre,
wird leider vergessen.
Und ich habe bis jetzt gegen jede Mieterhöhung geklagt und immer verloren.
München ist leider sehr Vermieter freundlich, sieht man auch am Mietspiegel.
Und gerade die Mieten in den alte Klitschen können schneller erhöht werden.
Da können wir uns bei unseren Stadtvätern bedanken.
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