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Autor Thema: Und wieder einmal...Senkung der KdU (3x in 2 Jahren!)  (Gelesen 2456 mal)
Tom_
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« am: März 26, 2007, 02:16:30 »

Nach dem ich im vergangenen Jahr zwei Mal von der ARGE zur Senkung der KdU aufgefordert wurde, das erste Mal dann mittels Hilfes des ZDF schnell zurückgenommen wurde ist es dieses Mal das Sozialamt, dem die Miete zu hoch ist.

Ich bekam ein Schreiben das mich dazu bewegen soll mich beim Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt zu melden, damit man dort meine Umzugstauglichkeit überprüfen kann.

Erkrankt bin ich u.a. an BurnOut Syndrom (diagnostiziert und in Behandlung), posttraumatischer Belastungsstörung aufgrund multipler Traumata, chronischem Schmerzsyndrom und einer Reihe anderer Nettigkeiten (acht schwerwiegende Erkrankungen).

Davon abgesehen, daß ich in dieser Wohnung jetzt 42 Jahre lebe, meine Mutter hier über 50 Jahre lebte und am 6.10.2006 an den Folgen eines Unfalls und der nachfolgenden OP verstarb, ich also noch in Trauer bin, meine Gesundheit nicht gut ist und ich gerade erst zwei Monate psychosomatischer Klinik hinter mir habe, gibt es ja auch noch andere Gründe, die gegen einen Umzug sprechen.

So z.B. die Wirtschaftlichkeit. Rechnet man alle anfallenden Kosten eines Umzugs mit Auszugsrenovierung etc. zusammen, dann stellt man fest, daß die Kosten für zwei Jahre Bewohnung niedriger sind, als die für zwei Jahre bei Umzug. Also unwirtschaftlich und daher unsinnig. Bei mir käme noch hinzu, daß ich aus meinem Umfeld hier diverse kostenlose Hilfe bekomme die wegfallen würde, wenn ich eine Wohnung weiter weg bewohnen müßte. Für den Fall würde ich eine Haushaltshilfe und Einkaufshilfe beantragen müssen. Die Kosten sind natürlich auch zu berücksichtigen.

Kommen wir zum Problem der Wohnungssuche. Wie sucht man eine Wohnung, wenn man krank ist? Chronische Erschöpfung bei BurnOut ist nicht gerade hilfreich dabei.

Wie bereitet man einen Umzug vor, wenn man krank ist?

Wie zieht man um, wenn man gerade auf eine Rehakur wartet, eine weitere klinische Behandlung ansteht etc.?

Lauter Fragen die jeder vernünftige Mensch nur auf eine Weise beantworten würde: Gar nicht!

Ich bin gespannt ob die Menschen beim Sozialamt der Stadt Nürnberg vernünftiger sind, als es die bei der ARGE waren. Dort sah man keinen Grund nicht umzuziehen. Einen Widerspruch habe ich natürlich bereits eingereicht.

Noch einmal zur Umzugstauglichkeitsprüfung: Wie soll denn das funktionieren? Meine klinischen Diagnosen brauchten über zwei Wochen bei täglicher Behandlung durch ein Team von Ärzten und Therapeuten von Psychotherapie bis Physiotherapie, von Neurologen bis Schmerzspezialisten. Und das will nun eine einzige Ärztin überprüfen in kürzester Zeit? Meine behandelnden Ärzte waren angesichts meiner komplexen Problematik über Jahre schier verzweifelt und ich hatte wirklich nicht die schlechtesten Ärzte, im Gegenteil.

Von Seiten der Ärzte gibt es bereits ein Attest, daß ausdrücklich bescheinigt, daß ich auf gar keinen Fall umzugstauglich bin. Von Seiten des Allgemeinen Sozialdienstes gibt es ein Gutachten, daß ebenfalls bescheinigt, daß ich auf gar keinen Fall aus meinem Umfeld gerissen werden dürfe. (Sogar im Auftrag der ARGE erstellt und dann ignoriert!).

So nebenbei schrieb unsere größte Nürnberger Zeitung dieser Tage, daß es eben keine günstigen Wohnungen in der Größenordnung die bei der Aufforderung einem ans Herz gelegt wird (Typ Wohnklo) in Nürnberg gibt, weil diese Aufgrund der nun erhöhten Nachfrage deutlich teuerer geworden sind.

Ach so...wie viel zu hoch ist denn meine Miete mit Nebenkosten derzeit? 113 Euro sind es, wenn man die teuerste Wohnung als Basis nimmt, die ich bewohnen dürfte und rund 170 Euro, wenn man die billigste heranzieht.

Das Problem ist nur, daß derzeit Wohnung mit 45 qm fast ausnahmslos teuerer sind als meine aktuelle Wohnung. Da ich sehr sparsam heize, liegen meine monatlichen Heizkosten selbst in der großen Wohnung nicht höher, als sie in der kleinen sein dürften.

Nun kommt ein weiteres Problem dazu. Aufgrund meiner Erkrankungen brauche ich Einkaufsmöglichkeiten und öffentliche Verkehrsmittel in unmittelbarer Nähe. Das ist hier gegeben, während viele preiswerte und noch zu habende Wohnungen so ungünstig liegen, daß man zum Einkaufen schon auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, die man sich aber nicht leisten kann.

Und nun?

Ach beinahe vergessen: Teppiche kann ich nicht mitnehmen. Hier wurden vor zwei Jahren Teppichböden neu verlegt. Desweiteren gehört die Küche mit zur Wohnung. Ich bräuchte also auch noch eine Küche etc. wenn ich Umziehen würde, wenn ich denn könnte, was ich nicht kann.
Patlabor
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« Antworten #1 am: März 26, 2007, 05:53:31 »

Auch, wenn es zugegebenermaßen ein wenig off-topic ist und etwas gemein klingen mag, aber...:

Hilft dir der heilige M. nicht mehr?
Arco
Gast
« Antworten #2 am: März 26, 2007, 11:24:03 »

...  ob der "heilige " M... überhaupt was kann oder nicht lassen WIR mal dahingestellt und es gehört auch nicht direkt hierhin !

Aber @Tom   Smile

da die Allermeisten deine Probleme in mehreren Foren schon diskutiert kennen,  kann man hier wirklich erst mal hoffen das das Sozialamt Nürnberg eine etwas andere Sicht hat wie die Arge.

Hoffnung ist da ja weil,  zumindenst in vielen Fällen die Mitarbeiter der Sozialämter näher an dem Menschen dran seien sollten und auch noch einige andere Werkzeuge besitzen um auf Einzelfälle zu reagieren.

Alles Gute Tom und daumen hoch
Patlabor
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« Antworten #3 am: März 27, 2007, 10:40:25 »

...  ob der "heilige " M... überhaupt was kann oder nicht lassen WIR mal dahingestellt und es gehört auch nicht direkt hierhin !

Wie ich bereits einschränkend ausgeführt hatte. Im wesentlichen ging es mir an dieser Stelle lediglich über das ach so große Netzwerk, über das M. angeblich verfügt (siehe auch meine weiterführende Replik unten). zwinker

Aber @Tom   Smile

da die Allermeisten deine Probleme in mehreren Foren schon diskutiert kennen,  kann man hier wirklich erst mal hoffen das das Sozialamt Nürnberg eine etwas andere Sicht hat wie die Arge.

Hoffnung ist da ja weil,  zumindenst in vielen Fällen die Mitarbeiter der Sozialämter näher an dem Menschen dran seien sollten und auch noch einige andere Werkzeuge besitzen um auf Einzelfälle zu reagieren.

Alles Gute Tom und daumen hoch

Kümmert sich nun ein kompetenter Anwalt um die Angelegenheit oder nicht? Forentourismus zum Thema ist Kokolores und sicherlich nicht zielführend.
Tom_
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« Antworten #4 am: Juli 29, 2010, 03:10:07 »

Der Begriff Forentourismus in dem Zusammenhang ist wohl als Beleidigung zu betrachten. Gerade bei derartigen Themen geht es nicht immer nur darum Hilfe zu bekommen, auch wenn diese nötig ist, sondern auch Menschen für die Probleme zu sensibilisieren, die sie selbst auch jederzeit treffen könnten.

Im Rückblick war die Unterstützung trotz mehrerer Foren freundlich ausgedrückt mieserabel. Dies mag aber auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass nur wenige Erwerbslose schon erfolgreich gegen KdU Probleme vorgegangen sind und daher nicht viele Tipps weitergegeben werden konnten.

Darüber hinaus liest nicht jeder in jedem Forum und so mancher Helfer ist nur in einem davon "zu Hause". Also bleibt einem bei kritischen Fragen nur der Weg über mehrere Foren, um eine Chance auf Hilfe zu haben.

Es ist allerdings bisher gelungen einen Zwangsumzug zu verhindern. Stand Juli 2010.
Ludwigsburg
Gast
« Antworten #5 am: Juli 29, 2010, 04:40:33 »

Das freut mich, Tom.

Und Beiträge wie die von Patlabor... wütend
Linchen©
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Lebe den Tag als wär's der Letzte


« Antworten #6 am: Juli 29, 2010, 07:07:15 »

Sorry.. Bille nicht geputzt phobiie
« Letzte Änderung: Juli 29, 2010, 07:26:22 von Linchen© »

Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
Anonym
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