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Autor Thema: Wie wird ein Rohbau bei Harz IV behandelt?  (Gelesen 1975 mal)
Michael
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Beiträge: 1



« am: März 02, 2007, 11:58:11 »

Erst mal Hallo an Alle,
Ich stehe vor folgendem Problem bei dem ich dringend eine verlässliche Auskunft benötige.
Ich beziehe zur Zeit Arbeitslosengeld, dass aber in ca. 3 Monaten endet. Ich besitze ein Grundstück auf dem der Rohbau eines Holzhauses mit einer Wohnfläche von ca. 76 m² steht (wenn es fertig ist). Das Haus ist zur Zeit noch nicht bewohnbar, da es weder Türen noch Fenster noch Hausanschlüsse hat. Es ist im Moment ringsrum mit der Sichtschalung verschlossen. Zur Zeit habe ich auch kein Geld um weiter zu bauen.
Das Objekt ist Schuldenfrei. Ich habe es mit meiner Lebensgefährtin zusammen gebaut. D. h. unser gemeinsames Geld steckt darinn aber nur ich bin im Grundbuch eingetragen. Wir haben versäumt es rechtzeitig zu ändern.
Zu allem Überfluss bin ich auch noch Unterhaltspflichtig und kann es nicht auf eine gerichtliche Streiterei ankommen lassen. Ich muss (will auch) meiner Unterhaltspflicht nachkommen.
Unser Grundstück befindet sich in einer ländlichen Gegend die etwa 500 km von unserem jetzigen Wohnort entfernt ist.
Frage:
Wie wird das Grundstück und der Rohbau behandelt wenn ich Harz IV beantrage ?
Kann ich jetzt dort hinziehen und bezahlt man mir eine Wohnung trotz des Grundstücks mit Rohbau wenn ich Harz IV beantrage ?
Kann ich das Grundstück noch auf meine Freundin übertragen ohne Konsequenzen bei Antrag auf Harz IV ?
Oder muss ich in den Rohbau einziehen um ihn nicht verkaufen zu müssen ?
Das Objekt ist unsere Zukunft (Alterssicherung) unsere ganze Kraft und unser gesamtes Geld haben wir da hinein gesteckt. Wir wollen es nicht verlieren.
Arco
Gast
« Antworten #1 am: März 02, 2007, 12:55:54 »

Erst mal Hallo an Alle,
Ich stehe vor folgendem Problem bei dem ich dringend eine verlässliche Auskunft benötige.
Ich beziehe zur Zeit Arbeitslosengeld, dass aber in ca. 3 Monaten endet. Ich besitze ein Grundstück auf dem der Rohbau eines Holzhauses mit einer Wohnfläche von ca. 76 m² steht (wenn es fertig ist). Das Haus ist zur Zeit noch nicht bewohnbar, da es weder Türen noch Fenster noch Hausanschlüsse hat. Es ist im Moment ringsrum mit der Sichtschalung verschlossen. Zur Zeit habe ich auch kein Geld um weiter zu bauen.

>>>  also kannst Du ja dann auch nicht dort meldetechnisch dort einziehen und wohnen ! ! !

Das Objekt ist Schuldenfrei. Ich habe es mit meiner Lebensgefährtin zusammen gebaut. D. h. unser gemeinsames Geld steckt darinn aber nur ich bin im Grundbuch eingetragen. Wir haben versäumt es rechtzeitig zu ändern.
Zu allem Überfluss bin ich auch noch Unterhaltspflichtig und kann es nicht auf eine gerichtliche Streiterei ankommen lassen. Ich muss (will auch) meiner Unterhaltspflicht nachkommen.
Unser Grundstück befindet sich in einer ländlichen Gegend die etwa 500 km von unserem jetzigen Wohnort entfernt ist.

>>> 500 km entfernt   -  also Umzug (geht ja auch nicht wegen Rohbau) mit Hartz4 ohne Grund wie Arbeitsaufnahme etc. würde auch nicht genehmigt ! !

Frage:

Wie wird das Grundstück und der Rohbau behandelt wenn ich Harz IV beantrage ?

>>>  Wert des Grundstückes (Verkehrswert) und geschätzter Wert des Rohbaues müssen als "Vermögen" im Antrag angegeben werden ! ! 
Wenn Du mit diesem "Vermögen" und sonstiges innerhalb der Grenzen Schonvermögen liegst  ( Lebensalter x 150 Euro + 750 € Bar )  ist es kein Problem ! !
Sonst allerdings evtl. schon   -  aber hier müßte dann Einspruch wegen unzumutbarer Härte bei einer evtl. Schnellveräußerung eingelegt werden ! ! !



Kann ich jetzt dort hinziehen und bezahlt man mir eine Wohnung trotz des Grundstücks mit Rohbau wenn ich Harz IV beantrage ?   >>>  siehe Antwort weiter oben ! !

Kann ich das Grundstück noch auf meine Freundin übertragen ohne Konsequenzen bei Antrag auf Harz IV ?
Oder muss ich in den Rohbau einziehen um ihn nicht verkaufen zu müssen ?

>>>  das wird wohl leider jetzt nicht mehr möglich sein (Stichwort Vermögensverschleppung etc.) Evtl. trotzdem schriftlich noch festhalten was die Freundin finanziell zugeschuster hat  -   aaaaber  da hätte leider VORHER die nötigen Vorkehrungen getroffen werden müssen  ! ! !   


Das Objekt ist unsere Zukunft (Alterssicherung) unsere ganze Kraft und unser gesamtes Geld haben wir da hinein gesteckt. Wir wollen es nicht verlieren.

>>>  deshalb bei MIR etwas unverständlich warum hier keine Regelungen getroffen wurden ! ! !   Egal ob Hartz4 oder nicht   denk

Aber evtl. kommen ja noch positivere Meinungen

 EDIT:   achsooooo  -  herzlich Willkommen hier im Forum   flowers
« Letzte Änderung: März 02, 2007, 12:57:05 von Arco »
Barney
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« Antworten #2 am: März 02, 2007, 23:31:24 »

Na, dann dröseln wir mal die Geschichte auf.

Ich nehme mal an, ihr geht davon aus eine eheähnliche Gemeinschaft zu sein. Das ist an ganz bestimmte Kriterien geknüpft. Hast du davon schon gehört? Im Forum hier steht schon einiges. Falls es dir nicht genug ist, frage einfach.

Wessen Geld steckt denn im Haus? Hat deine Freundin die Finanzen dazu getan und du die handwerklichen Fähigkeiten? Dann hat sie Anspruch in der Höhe ihres finanziellen Zuschusses ins Grundbuch eingetragen zu werden. Dazu mußt du überlegen, woher das Grundstück kommt (geerbt; von Oma geschenkt bekommen, und von wessen Oma oder habt ihr es gekauft)? Darüber gibt es doch ganz gewiss Aufzeichnungen, die das belegen. Auf alle Fälle solltet ihr darüber einen Vertrag abschließen und alles ins Grundbuch eintragen.

Bis zum Tag der Antragsabgabe kannst du alles regeln. Allerdings darfst du keine teuren Geschenke mehr machen, weil da die Behörden 10 Jahre darauf zurückgreifen können. Aber auch deine Freundin braucht dir nichts zu schenken. Ist sie auch Hartz-gefährdet?

Die bitterste Lösung wäre eine Trennung. Aber soweit wird es hoffentlich nicht kommen.  zwinker


Gruß Barney

Unsere Forderung:  Mindestlohn, Grundsicherung, Arbeitszeitverkürzung

Informieren Sie sich bitte selbst zu den hier behandelten Themen. Meine Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider.
Quirie
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« Antworten #3 am: März 02, 2007, 23:54:01 »

Hallo Michael,

herzlich willkommen in unserem Forum.  Mrgreen

Ich sehe die Sache nicht ganz so darmatisch wie Arco.Aber Vorsorge treffen solltest Du schon. Wenn Du nichts tust, wird das Grundstück als Vermögen betrachtet werden und man wird von Dir fordern, es zu verkaufen.

Erst einmal bekommst Du ja noch kein HARTZ IV. Du kannst also umziehen, ohne um Erlaubnis zu fragen. Du könntest auch in die Gegend ziehen, wenn das für Euch beide ansonsten machbar ist.Wenn Deine Lebensgefährtin arbeitet, könnte das natürlich ein Problem sein. Das solltet Ihr wenn möglich aber vor Antragstellung machen.

Dann wäre die Frage, ob Du überhaupt Anspruch auf Hartz IV hast. Das hängt eventuell auch vom Einkommen Deiner Lebensgefährtin ab. Wenn Ihr eine "Bedarfsgemeinschaft" bildet - dazu findest Du einiges hier im Forum - muss sie für Dich mit aufkommen.Sofern ihr Einkommen das erlaubt. Und da rechnen die Argen sehr großzügig zugunsten des Staates. Aber da Ihr zusammen ein Haus baut, wird es schwer sein, da herauszukommen.

Auf jeden Fall sollte der Anteil Deiner Partnerin im Grundbuch abgesichert werden. In Hinblick auf die Tatsache, dass auch Deine Partnerin sozusagen "zwangsweise" HARTZ IV-Empfängerin werden kann, würde ich überlegen, ob es nicht möglich ist, die Eintragung für eine dritte Person vornehmen zu lassen. Eltern oder Großeltern der Freundin, aber immer mit nachvollziehbarem Grund. Keine Schenkung.

Ich würde mir da einen guten Notar suchen und mich einmal beraten lassen. Wie gesagt Notar, nicht Anwalt. Notar ist auch kostengünstiger. Die grundbuchliche Absicherung für Deine Freundin solltest Du auf jeden Fall machen, schon weil Du ja unterhaltspflichtig bist und auch aus dieser Richtng Ansprüche kommen könnten.Und da sie Mittel in das Objekt eingebracht hat, wird die Arge dagegen auch keine Argumente finden. Das Risiko liegt, wie gesagt, eben darin, dass man aus Euch eine "Bedarfsgemeinschaft" macht.Das heißt, Ihr werdet wie Verheiratete behandelt, ohne deren sonstige rechtliche Vorteile zu haben.

Am besten und einfachsten wäre es natürlich, wenn Ihr bei der Antragstellung dort schon wohnt. Bei 76 qm dürfte es keine Probleme geben. Ein Grundstück in dieser Größenordnung dürft Ihr behalten.

Da wäre zu überlegen, ob man nicht in diesem Fall doch einmal finanzielle Verpflichtungen eingeht und das Haus mittels eines Darlehens beziehbar macht. Auch wenn man das sonst nicht so gut findet. Aber das ist der sicherste Weg. zwinker

LG Quirie

Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen. (Dieter Hildebrandt)

Keine Rechtsberatung, dafür gibt es Rechtsanwälte !
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