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Aktive Erwerbslose in Deutschland (AEiD)

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Autor Thema: Aktive Erwerbslose für TV-Produktion gesucht!  (Gelesen 2920 mal)
MK
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« am: Oktober 30, 2007, 17:22:34 »

Aktive Erwerbslose für TV-Produktion gesucht!

Als senderunabhängige Produktionsfirma arbeiten wir momentan an einer neuen Dokumentarreihe. Wir möchten dafür gerne das Thema „Arbeitslos glücklich“ behandeln und suchen dafür erwerbslose Menschen, die uns ihre individuelle Geschichte erzählen möchten, uns einen Einblick in ihr Leben gewähren und uns erzählen, warum sie auch ohne Arbeit oder gerade deshalb glücklich sind.
Möchtet Ihr Euer persönliches Lebensmodell vorstellen, mit Vorurteilen aufräumen oder einfach nur mehr Aufmerksamkeit für das Thema innerhalb der Gesellschaft erreichen? Wenn Ihr interessiert seid, oder noch mehr über das Projekt erfahren möchtet, dann meldet Euch unverbindlich unter: leben@medienkontor.de
Dagan
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« Antworten #1 am: Oktober 30, 2007, 17:55:33 »

Wenn ich den Text so lese, gehen bei mir die Alarmglocken an.

Mehr Aufmerksamkeit für gewisse Themen, darüber könnte man reden.
« Letzte Änderung: Oktober 30, 2007, 18:20:31 von Dagan »
madame
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« Antworten #2 am: Oktober 30, 2007, 17:59:00 »

Und bei mir sträuben sich die Nackenhaare  wütend
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« Antworten #3 am: Oktober 30, 2007, 18:09:53 »

Ja, ich würde auch sagen, das der Ansatz hier völlig daneben ist.

Mit der Maßgabe würde doch nur die Schiene Arbeitslos und Spaß dabei bedient werden.
Das dieses für die Erwerbslosen Menschen nicht sinn führend ist, das sollte jedem ersichtlich sein.

Über eine korrekte Berichterstattung über die tatsächlichen Probeme der Erwerbslosen mit allen Facetten, das wäre etwas. Aber das läßt sich wahrscheinlich nicht gut an die TV-Sender verkaufen.

Quirie
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« Antworten #4 am: Oktober 30, 2007, 18:27:31 »

Ich glaube auch nicht, dass Ihr bei uns so ganz richtig seid. Die wenigsten hier sind "arbeitslos glücklich".

Chronischer Geldmangel trotz sparsamster Lebensführung und ständige Schnüffeleien der Behörden in der Privatsphäre machen einfach nicht glücklich.

Aber vielleicht kann eine angemessene Vergütung für die Mitwirkung in Eurem ja wohl kommerziellen Projekt den einen oder anderen Betroffenen hier etwas glücklicher machen. Was würdet Ihr denn zahlen?


LG Quirie
« Letzte Änderung: Oktober 30, 2007, 18:59:52 von Quirie »

Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen. (Dieter Hildebrandt)

Keine Rechtsberatung, dafür gibt es Rechtsanwälte !
Left of Life
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« Antworten #5 am: Oktober 30, 2007, 18:32:13 »

Wenn ich das Thema "Arbeitslos glücklich" lese, gehe ich von vornherein von einseitiger Berichterstattung aus. Ob ein Hartz-IV-Opfer glücklich ist, hängt ganz sicher nicht allein davon ab, ob man Arbeit hat oder nicht. Auch ein Ein-Euro-Jobber hat letztlich eine Arbeit, so sinnlos sie im Endeffekt auch ist. Von Glück kann da wohl in den seltensten Fällen die Rede sein.
Soll die Dokumentation tatsächlich so einseitig sein? Dann werden sich wohl kaum Erwerbslose finden, die sich beteiligen.

Ein Mensch, der eine Zwangsarbeit annimmt, weil er/sie zum Beispiel sonst die Kinder nicht versorgen kann (Kauf von Medikamenten, Schulbüchern, Kosten der Schulausflüge, Taschengeld), ist alles Andere als glücklich. Heute weiß jeder Mensch, dass ein würdevolles Leben mit 347,- € oder weniger definitiv nicht möglich ist, auch wenn einige Leute das bisher nicht zugeben können oder wollen.

Mich würde interessieren, ob diese Aspekte ebenfalls in die Doku einfließen.
madame
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« Antworten #6 am: Oktober 30, 2007, 18:44:17 »

Zitat
Was würdet Ihr denn zahlen?

....ach das können die doch nie zahlen  Mrgreen
Dopamin
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« Antworten #7 am: Oktober 30, 2007, 19:04:44 »

Aktive Erwerbslose für TV-Produktion gesucht!

Als senderunabhängige Produktionsfirma arbeiten wir momentan an einer neuen Dokumentarreihe. Wir möchten dafür gerne das Thema „Arbeitslos glücklich“ behandeln und suchen dafür erwerbslose Menschen, die uns ihre individuelle Geschichte erzählen möchten, uns einen Einblick in ihr Leben gewähren und uns erzählen, warum sie auch ohne Arbeit oder gerade deshalb glücklich sind.
Möchtet Ihr Euer persönliches Lebensmodell vorstellen, mit Vorurteilen aufräumen oder einfach nur mehr Aufmerksamkeit für das Thema innerhalb der Gesellschaft erreichen? Wenn Ihr interessiert seid, oder noch mehr über das Projekt erfahren möchtet, dann meldet Euch unverbindlich unter: leben@medienkontor.de


Was soll ich schreiben, was nicht weiter irgendwo vorne schon erwähnt wäre? keine Ahnung

Ich würde den Vorschlag machen, die Dame/der Herr möge sich durch die einzelnen Bereiche wühlen, was so alles passiert (derzeit die aktuellsten sind empfehlenswert).

Mich persönlich macht die Drohung der kompletten Leistungseinstellung TROTZDEM ich meiner Mitwirkungspflicht unverzüglich nachgekommen bin, alles andere als glücklich, ich denke mal das geht den anderen mit ihren ARGEn Problemen ähnlich...

Ich warte immer noch auf die Doku: "Was man mit A2LL alles falsch machen kann, wenn..." Die ... können wahlweise ersetzt werden mit Begriffen von "schlecht eingearbeitet" bis zu "weil man Druck machen will, egal warum"

Ich könne u.U. einen Kontakt herstellen zu einem Betroffenen, der monatelang ohne Möbel leben musste, weil das JobCenter Kiel ihm die ihm zustehende Erstaustattung nach der Trennung verweigert hat. Ob DER so glücklich war? Ich wage es zu bezweifeln... Die Kieler Nachrichten haben mehrfach darüber berichtet...

Tipp: der Threaderöffner möge sich bei der nächstgelegenen Erwerbsloseberatungsstelle melden und Recherche betreiben... Ich weiss ja nicht, wo die Firma ihren Sitz hat, aber die nächste Beratungsstelle findet der Threaderöffner bestimmt auch ohne meine Hilfe zwinker

Dopamin
« Letzte Änderung: Oktober 30, 2007, 19:32:03 von Dopamin »

Bei großen Problemen mit der "ARGE des Vertrauens" kann man sich auch an die örtliche Regionaldirektion, oder das Kundereaktionsmangement in Nürnberg wenden.

Sorgen wir dafür, dass sie nicht arbeitslos werden...
MK
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« Antworten #8 am: Oktober 30, 2007, 19:32:29 »

Hallo Zusammen!

Zunächst möchte ich mich entschuldigen, falls jemand meine Anfrage als Beleidigung empfunden hat. Der Ansatz „Arbeitslos glücklich“ ist nur eine von verschiedenen Ideen und in diesem Forum vielleicht fehl am Platz. Aus den Kommentaren auf meine Anfrage entnehme ich, dass es hier eher darum geht, sich gegenseitig zu helfen, um einen Weg aus der Erwerbslosigkeit heraus zu finden.
Da das Thema Arbeitslosigkeit Millionen Menschen betrifft, wäre ich auch daran interessiert eine Sendung zu produzieren, die auf die aktuellen Probleme und Schwierigkeiten Erwerbsloser eingeht und die Öffentlichkeit darüber informiert bzw. darauf aufmerksam macht. Sollte dafür Interesse bestehen, freue ich mich über Eure Zuschriften!
Dopamin
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« Antworten #9 am: Oktober 30, 2007, 19:45:54 »

MK,

ich glaube in diesem Forum ist niemand daran interessiert Mauern zu bauen, wenn das "Glücklich mit ALG II" nur einer von verschieden Ansätzen ist, würde ich persönlich vorschlagen, stelle doch die Verschiedenen Ansätze den Mods vor, ob man in einem Bereich zusammenarbeiten kann.

Was mich als Betroffene ärgert ist z.B. dass überall Zahlen genannt werden, allerdings ohne Hintergrund... Beispiel: Arebitslosenzahlen. Nicht die gemeldeten Arbeitslosen sollten gezählt werden, sondern die ALGII-Bezieher insgesamt, am besten noch aufgeschlüsselt nach: Voll-Erwerbslos, "In Massnahme", "in EEJ", und "Aufstocker". Diese Zahlen wären m.E. viel ehrlicher...

Oder "Das Geschäft mit ALGII", sind nur die Kosten der Unterkunft, und der Regelsatz, was ALGII teuer macht? Oder sind es auch Massnahmen die niemandem (ausser dem Massnahmeträger) etwas bringen?

Es gibt so viele Ansätze, aber da die Betroffenen oft mit ihrer ARGE einen verwaltungstechnischen "Nebenjob" haben und der Zugang zu Quellen fehlt, wäre das vielleicht auch für Euch ein Ansatz über den man nachdenken könnte zwinker

Dopamin

Bei großen Problemen mit der "ARGE des Vertrauens" kann man sich auch an die örtliche Regionaldirektion, oder das Kundereaktionsmangement in Nürnberg wenden.

Sorgen wir dafür, dass sie nicht arbeitslos werden...
Pete
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« Antworten #10 am: Oktober 30, 2007, 19:51:13 »

Hallo Zusammen!

Zunächst möchte ich mich entschuldigen, falls jemand meine Anfrage als Beleidigung empfunden hat. Der Ansatz „Arbeitslos glücklich“ ist nur eine von verschiedenen Ideen und in diesem Forum vielleicht fehl am Platz. Aus den Kommentaren auf meine Anfrage entnehme ich, dass es hier eher darum geht, sich gegenseitig zu helfen, um einen Weg aus der Erwerbslosigkeit heraus zu finden.
Da das Thema Arbeitslosigkeit Millionen Menschen betrifft, wäre ich auch daran interessiert eine Sendung zu produzieren, die auf die aktuellen Probleme und Schwierigkeiten Erwerbsloser eingeht und die Öffentlichkeit darüber informiert bzw. darauf aufmerksam macht. Sollte dafür Interesse bestehen, freue ich mich über Eure Zuschriften!


Woher kommst Du ?

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fit
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« Antworten #11 am: Oktober 30, 2007, 19:59:46 »


Hallo Zusammen!

Zunächst möchte ich mich entschuldigen, falls jemand meine Anfrage als Beleidigung empfunden hat. Der Ansatz „Arbeitslos glücklich“ ist nur eine von verschiedenen Ideen und in diesem Forum vielleicht fehl am Platz. Das ist er nicht nur in diesem Forum, er ist es überhaupt! Aus den Kommentaren auf meine Anfrage entnehme ich, dass es hier eher darum geht, sich gegenseitig zu helfen, um einen Weg aus der Erwerbslosigkeit heraus zu finden. ... und um ein Sozialabbau in Deutschland, den Sozialdemokraten zu verantworten haben, rückzubauen, schrittweise gänzlich zu revidieren und dem Neoliberalismus und den Geschäftemachern der Rürups, Miegels, Barings, Ackermanns und Zwickels den Kampf anzusagen.

Da das Thema Arbeitslosigkeit Millionen Menschen betrifft (es sind mindestens 7 Millionen!), wäre ich auch daran interessiert eine Sendung zu produzieren, die auf die aktuellen Probleme und Schwierigkeiten Erwerbsloser eingeht und die Öffentlichkeit darüber informiert bzw. darauf aufmerksam macht. Sollte dafür Interesse bestehen, freue ich mich über Eure Zuschriften! Daran interessiert ... aber Eure Aussagen nehme ich erst ein Mal für mein benanntes Thema "Arbeitslos glücklich" ... oder wie?
Meine Skepsis ist gegenüber dieser Anfrage mindestens doppelt so groß wie ich sie hier angedeutet habe.

niewtor in blau


« Letzte Änderung: Oktober 30, 2007, 20:00:50 von niewtor »
Quirie
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« Antworten #12 am: Oktober 30, 2007, 20:28:08 »

Mein Vorschlag, MK, wäre, dass Du mit einem von den Admins ( mit mir zum Beispiel) persönlichen Kontakt aufnimmst, um Dein Projekt mal etwas konkreter vorzustellen, insbesondere auch, wer Du bist, was Du planst und wer sonst noch beteiligt ist. Dann können wir hier im Forum besprechen, wie wir zu der Sache stehen.

Du kannst mir eine PN mit Deiner Telefonnummer schicken, ich rufe Dich dann an.

Wenn das für Dich keine Möglichkeit ist, bitte ich Dich von weiteren Aufrufen an unsere User abzusehen. Denn eigentlich müßte ich das hier nach den Forenregeln schon jetzt unterbinden.  zwinker

LG Quirie

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« Antworten #13 am: Oktober 30, 2007, 20:33:48 »

Quirie ist eben ein Engel, und sehr großzügig.  pfeifen

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Gennaio
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« Antworten #14 am: Oktober 30, 2007, 21:56:24 »

Hallo MK,

es war schon eine eigenartige Zeit im letzten Jahrhundert, als Minderheiten im deutschen Fernsehen völlig ausgeblendet wurden. Erst Anfang der 1970er durfte über die ARD der Film von Rosa von Praunheim „Nicht der Schwule ist pervers, sondern die Gesellschaft in der er lebt“ ausgestrahlt werden. Der Bayrische Rundfunk schaltete sich dabei aus.

Gerne erinnere ich auch an die ZDF-Sendung der 1970er „Wünsch Dir Was“ mit Vivi Bach und Dietmar Schönherr. Ein Skandal für die Bild-„Zeitung“, da dort erstmals eine WG gegen eine Familie im Wettstreit antrat.

Im 21. Jahrhundert hat der medienpolitische Mainstream offensichtlich seinen Zenit erreicht, indem er die Minderheit zur Mehrheit erklärt und dies versucht öffentlich auszuwalgen.

„Arbeitslos glücklich“ behandeln und suchen dafür erwerbslose Menschen, die uns ihre individuelle Geschichte erzählen möchten, uns einen Einblick in ihr Leben gewähren und uns erzählen, warum sie auch ohne Arbeit oder gerade deshalb glücklich sind.

In Anlehnung von Rosa von Praunheims Film kann ich nur attestieren „Nicht der Erwerbslose ist pervers, sondern die Gesellschaft in der er lebt.“ Und dazu zählen auch Journalisten, die dieses billige Klischee versuchen zu transportieren.

Darf ich nach Ihrer Ausbildung fragen?
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