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Aktive Erwerbslose in Deutschland (AEiD)

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Autor Thema: Aktionsergebnis "Offener Brief an Frau Dr. Rita Knobel-Ulrich"  (Gelesen 5599 mal)
Quirie
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Bleibt unbequem - nicht unauffällig!


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« am: August 04, 2008, 10:25:44 »

Am 25. 05. 2008 löste die Sendung „Anne Will“ in der ARD nicht nur unter Erwerbslosen tiefe Empörung aus. Grund waren die unqualifizierten, sachlich falschen und diffamierenden Behauptungen einer gewissen Frau Dr. Rita Knobel-Ulrich zur Situation von Hartz-IV–Empfängern.

Wir haben hierzu einen offenen Brief an Frau Dr. Knobel-Ulrich verfasst, der nicht nur  an die Adressatin, sondern auch an die Deutsche Welle - Anstalt des öffentlichen Rechts, den Deutschen Journalistenverband, ver.di, Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie und die WILL MEDIA GMBH, sowie die Redaktionen von ARD, WDR und SWF gegangen ist und von anderen per Mail ebenfalls gezeichnet werden konnte.

Wie zu erwarten war, kam von Frau Dr. Knobel-Ulrich keine Reaktion, dafür war aber die Resonanz von anderer Seite umso größer. Viele andere Internetseiten wiesen auf die Aktion hin und es hagelte Protest gegen das, was gelaufen war ohne Stillstand.

Bei ver.di brach wohl, so vermuten wir, der Mail-Verteiler zusammen, denn schon kurz nach Anlaufen der Aktion erhielten wir eine Mail, wir möchten ver.di aus dem Verteiler nehmen, man habe unser Anliegen verstanden.

Der NDR und die Redaktion Anne Will ließen sich Zeit mit ihren Reaktionen bzw. mussten zur Stellungnahme extra aufgefordert werden. Wie zu erwarten war, wiesen beide die Kritik zurück, wollten „jedoch den guten Kern dieser Kritik, dass ein provokanter Titel möglicherweise  beim Zuschauer missverständlich ankommen könnte“  in die nächste Redaktionsbesprechung einfließen lassen, bedankten sich für unsere „engagierte Auseinandersetzung mit der Sendung ,Anne Will'“ und drückten „die Hoffnung aus, dass wir sie auch weiterhin kritisch begleiten“ würden.

Das ließen wir natürlich nicht unbeantwortet:

„Dem Wunsch, Ihre Sendung auch weiterhin kritisch zu begleiten, können wir nur nachkommen, wenn sich kurzfristig nachhaltige Veränderungen im Umgang mit uns, den Erwerbslosen, zeigen.

Wir werden nicht durch Erhöhung der Einschaltquote am Fortbestand einer Sendung mitwirken, die an Stelle von Information Manipulation setzt und wir wissen, andere werden es ebenfalls nicht tun! Wir würden es begrüßen, wenn Sie unsere Kritik nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern auch umsetzen würden.“

Unsere Anfrage an die Redaktion „Anne Will“, was sich in der Redaktionskonferenz ergeben hätte, wurde mit dem Hinweis beantwortet, dass jede Kritik und Anmerkung in der Redaktionskonferenz zur Sprache gebracht würde, es sich jedoch um einen internen Kreis handele, dessen Ergebnisse in der Regel nicht der Öffentlichkeit mitgeteilt würden. Wie könnten allerdings davon ausgehen, dass insbesondere unsere Ausführungen bei einer kommenden Sendung zu einem ähnlichen Thema Berücksichtigung finden würden.

Unsere Aktion dauerte knapp zwei Wochen. In dieser Zeit haben 863 Personen den Brief gezeichnet. Beteiligt haben sich über tausend Personen, von denen jedoch gut ein Fünftel leider die Freigabe per Email vergessen hat. Und wir fragen uns natürlich: „Hat die Aktion was gebracht?“

Wir denken schon. Eine weitere Sendung „Anne Will“ zum Thema Hartz IV am 27.07.2008 verlief wesentlich gemäßigter, die von Vielen erwarteten heftigen Hetzkampagnen blieben jedenfalls aus.

Wir sind nicht so vermessen zu sagen, es war ausschließlich unsere Briefaktion, die das bewirkt hat, aber sie hat sicher dazu beigetragen, genau wie die zahlreichen anderen Proteste.

Bleibt abzuwarten, ob das anhält. Wir werden ein Auge darauf haben.

Wir bitten alle, die unseren Brief veröffentlicht haben, auf ihren Seiten auch diesen Beitrag zum Ergebnis zu veröffentlichen.

 
Quirie



Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen. (Dieter Hildebrandt)

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