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Aktive Erwerbslose in Deutschland (AEiD)

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Autor Thema: Offener Brief an Dr. Rita Knobel-Ulrich  (Gelesen 44262 mal)
madame
Gast
« am: Mai 27, 2008, 15:16:27 »

Am 25. 05. 2008 wurden von Frau Dr. Knobel-Ulrich offensichtlich falsche Behauptungen bezüglich des Hartz-IV-Regelsatzes gemacht. Wir als Betroffene, verwahren uns gegen derartige Falschmeldungen im öffentlichen Fernsehen, die uns erneut in ein falsches und schlechtes Licht rücken sollen

Wir haben hierzu einen offenen Brief an Frau Dr. Knobel-Ulrich verfasst, der neben der Adressatin auch an Die Deutsche Welle - Anstalt des öffentlichen Rechts, den Deutschen Journalistenverband, ver.di, Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie und die WILL MEDIA GMBH, sowie die Redaktionen von ARD, WDR und SWF geht.

« Letzte Änderung: Juni 28, 2008, 12:13:33 von Left of Life »
HDZiran
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« Antworten #1 am: Mai 27, 2008, 18:20:44 »

Hallo, werte Madame ,

habe mich der Aktion spontan angeschlossen, da ich diesen Auftritt (entgegen meiner sonstigen Ablehnung der Sendung an sich) persönlich miterlebt und die gesamte Zeit nicht übel Lust gehabt hatte, dieser offenkundig geistig nicht ganz auf der Höhe befindlichen Dauerkopfschüttlerin ihre Frechheiten in den Hals zurück zu stopfen. Aber leider ist diese Verallgemeinerungskeule ja ein höchst beliebtes Mittel mach gleichgeschalteten Meinungs-Mainstream.

Nun ja, ich hoffe, dass sich noch zahlreiche Menschen der Aktion anschließen werden, die ich echt  klasse finde!

Man sieht und liest sich sicher noch hier und da

LG HDZ
RudiRatlos
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« Antworten #2 am: Mai 27, 2008, 18:56:45 »

Erledigt. daumen klasse
pixelfool
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« Antworten #3 am: Mai 27, 2008, 19:22:11 »

Yep - unterstützenswert  daumen

In zeitgemäßer Abwandlung:
Ich wünscht´, ich könnt´mir so viele Lebensmittel leisten, um so viel fressen zu können, wie ich kotzen möchte!

Meine Beiträge in diesem Forum stellen meine persönliche Meinung dar - keine Rechtsberatung!
Peter Ritsche
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« Antworten #4 am: Mai 27, 2008, 22:12:42 »

Guten Abend @ all,

selbst Teilgenommen, werd es ins Forum setzen und auf die Presseportale.


HG
Peter
Quirie
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« Antworten #5 am: Mai 27, 2008, 22:13:42 »

Danke, Peter.

LG Quirie  zwinker

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aber-nun
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aber nun gehts auf


« Antworten #6 am: Mai 27, 2008, 23:13:38 »

Gut, dass hier diese Aktion gestartet wurde . . . . . ich verstehe auch, dass man vorsichtig in der Formulierung sein muss bei dieser Person um die es geht, aber offen gesagt ist die einzig wirklich angemessene Reaktion eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Diffamierung, Verletzung der Menschenwürde und Ehrverletzung. Immerhin steht zuwenigstens noch auf dem Papier des GG:

"Die Würde des Menschen ist unantastbar usw."

Ich sehe auch noch diesen "Herrn" Westerwelle als fällig. Immerhin hat er der Person um die es geht zugestimmt, mit nur ganz schwacher Aussage, dass es nicht alle betrifft was diese Frau von sich gegeben hat. Und es sollte auch gesagt werden, dass sogar  ein Herr Geisler in einem gewissen Maß entrüstet war über die Aussagen bewusster "Dame". Warum Herr Geisler noch in seiner Partei ist wird mir immer unverständlicher (aber nicht dass jemand meint ich bin ein "Fan" von ihm).

Da war doch noch der Nachfahre des Affen, der heute ein Staatsamt "bekleidet". . . . . . ihm nach ihr Affenhorde . . . . Diäten und sonstiges "Futter" kassieren . . . . .
RudiRatlos
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« Antworten #7 am: Mai 28, 2008, 02:03:02 »

Danke, Peter.

LG Quirie  zwinker
klasse Peter.

(Hier hält sich die Redaktion noch ziemlich zurück. deenk)
jhon
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« Antworten #8 am: Mai 28, 2008, 09:47:14 »

Gute Aktion, ich hatte mich über diese "A.Will" sowieso schon geärgert, letztens war ein ähnliches Thema und irgendein CDU Fuzzi erzählte Strom wäre im Regelsatz enthalten und Kindergeld käme obendrauf. Ich verstehe nicht warum die Moderatorin nicht fähig ist sich zum besprochenen Thema vernünftig zu informieren, so dass sie ihre Gäste denn auch berichtigen kann....Für mich ist das dasselbe Niveau wie "Britt" und "Kallwas"
Übrigens finde ich im Brief fehlt noch die Klarstellung, dass Kinder bis 13 nur 208 € erhalten und dass "Null" € für Schulbedarf in deren Regelsatz enthalten ist. Ich hab jedenfalls den link auf unsere hp gestellt und hoffe viele beteiligen sich.
Grüße Jhon
Quirie
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« Antworten #9 am: Mai 28, 2008, 09:51:59 »

DAnke, Jhon.

LG Quirie  Smile

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madame
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« Antworten #10 am: Mai 28, 2008, 12:33:31 »

Zitat
Gute Aktion, ich hatte mich über diese "A.Will" sowieso schon geärgert, letztens war ein ähnliches Thema und irgendein CDU Fuzzi erzählte Strom wäre im Regelsatz enthalten und Kindergeld käme obendrauf. Ich verstehe nicht warum die Moderatorin nicht fähig ist sich zum besprochenen Thema vernünftig zu informieren, so dass sie ihre Gäste denn auch berichtigen kann....Für mich ist das dasselbe Niveau wie "Britt" und "Kallwas"



Genau so sehe ich das auch ……

Habe mir gerade das ganze Theaterstück runtergeladen und vollständig angehört.

Ich bin sprachlos, warum wurde nicht in die Runde geworfen z.B. von Herrn Butterwege … 

Woher !? .. Frau Dr. Knobelbecher Ullerich nehmen sie die Zahl 2000 € .. woher das ALG II  Empfängern  Wohngeld und Strom bezahlt werden? Haben sie vielleicht geknobelt?

Das hätte nachdem sie diese Aussage gemacht hat, wie aus der Pistole geschossen kommen müssen. Aber so bleiben nun wieder diese falschen Behauptungen stehen, die Leute glauben es  „natürlich“   … dass wir doch viel zu viel des Guten bekommen.





Quirie
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« Antworten #11 am: Mai 28, 2008, 12:37:44 »

Zitat
Ich bin sprachlos, warum wurde nicht in die Runde geworfen z.B. von Herrn Butterwege … 

Dem habe ich auch eine mail geschickt.

LG Marion

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Forumadmin
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ich guck hier nur mal so


« Antworten #12 am: Mai 28, 2008, 12:42:52 »

Butterwegge kam ja kaum zu Wort und wenn er was sagen wollte wurde es ihm abgeschnitten  wütend

Ich kann freilich nicht sagen ob es besser wird wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll. Georg Christoph Lichtenberg
Für Rechtschreibfehler ist meine Tastatur zuständig
Jarrestadt
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« Antworten #13 am: Mai 28, 2008, 12:46:57 »

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Beitrag auf Wunsch des Users gelöscht,

er wird in abgeänderter Form wieder eingesetzt!!

Hier der abgeänderte Text
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    Liebe Leute von Aktive Erwerbslose.

    Mit der Redaktion Anne Will hat es Probleme gegeben. Der Onlineredaktuer hat sich bei "Widerstand und Klage dagegen verwahrt die an mich gerichtete Mail zu veröffentlichen. Auch verwahrt er sich gegen seine Namensnennung

    Deshalb bitte meinen bisherigen Text komplett löschen und durch den folgenden Text ersetzen. Mir ist es leider nicht gelungen, das selbst zu erledigen.
    Sorry für den Aufwand! Aber ich möchte nicht, dass Ihr Ärger bekommt.
    Liebe Grüße Michael Lange

    Folgenden Text veröffentlichen:
    Aus rechtlichen Gründen musste das Anschreiben Mail des Onlineredakteurs der Redaktion Anne Will entfernt werden. Dazu folgende Darstellung:

    Von einem Onlineredakteur (Name darf aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden) der Anne Will Redaktion war der Redaktion "Widerstand und Klage" die Veröffentlichung einer Mail an mich untersagt worden. Deshalb erfolgte nun eine inhaltliche Wiedergabe dieser Mail ohne jegliche Namensnennung und eine Stellungnahme die bei "Widerstand und Klage" veröffentlicht sind.

    Erneute Veröffentlichung eines Schreiben vom 26. Mai 2008 an die Redaktion Anne Will. Grund: Die ungeheuerliche Hetze gegen Millionen Hartz IV – Betroffene innerhalb der Sendung Anne Will vom 25. Mai 2008.

    http://www.widerspruch-und-klage.de/thread.php?sid=&postid=7034#post7034

    Diese Veröffentlichung erfolgt deshalb erneut, weil ein Onlineredakteur (Name darf aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden) von Anne Will der Redaktion „Widerstand und Klage“ die Veröffentlichung seiner Mail, die dem Schreiben vom 26. Mai 2008 angehängt war, untersagte. Deshalb erfolgt nun von mir eine Stellungnahme dazu und eine inhaltliche Wiedergabe der Mail ohne jegliche Namensnennung.

    Aufgrund der folgenden Stellungnahme (sieh weiter unten 1.), die von mir auch im Blog von Anne Wille veröffentlicht wurde, erhielt ich ein Schreiben (Mail) eines Redakteurs (Name darf aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden). Am Ende des Schreiben hatte ich ebenfalls angekündigt in Zukunft auf Grund der ungeheuerlichen Vorgangs innerhalb der Sendung Anne Will an diesem Blog nicht mehr teilzunehmen und die Sendung Anne Will mir zukünftig nicht mehr zumuten zu wollen. Über viele Wochen hatte ich mich im Blog von Anne Will zu verschiedenen Themen geäußert. Der Journalist hatte sich inhaltlich wie folgt dazu geäußert (inhaltliche Widergabe):

    Statt sich als Redakteur offen dazu zu bekennen, formulierte er als vermeintliche Privatperson „und zwar nicht hauptsächlich in seinen Funktion als Onlineredakteur“ zu meinem „überaus empörten Kommentar“, um vermutlich hier keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Bisher hat die Redaktion Anne Will es nicht für nötig befunden sich zu den vielen Hundert Protestschreiben (allein über die „Aktiven Erwerbslosen“ schon mehr als 700 Schreiben) offiziell Stellung zu beziehen. Auch innerhalb des Blogs (http://annewill.blog.ndr.de/2008/05/23/der-geheime-armutsbericht/#comments) von Anne Will haben zahlreiche Zuschauer (aktuell schon über 500) deutlich ihren Unmut und Protest zum Ausdruck gebracht.

    Weiterhin äußerte sich der Redakteur u.a. wie folgt mit ein paar „persönlichen Worten“: Er habe mich durch meine rege Teilnahme im Blog „als einen kritischen, aber dennoch nicht verbohrten Geist kennen gelernt“ Meine Beiträge würden sich durch eine sehr sachliche Argumentation auszeichnen und meine zahlreichen Links und Quellenangaben würden von ihm und vielen Usern geschätzt.
    Meinen Unmut über die Sendung könne er verstehen, jedoch habe ich wohl eine falsche Erwartung, nachdem ich ja am Freitag vor der Sendung bereits im Blog von Anne Will auf die Einstellung von Frau Knobel – Ulrich hingewiesen habe:

    "Vor der Journalistin Rita Knobel - Ulrich muss ausdrücklich gewarnt werden, da sie dafür bekannt ist im Auftrage des NDR unverfrorene Hetzsendungen gegen Arbeitslose zu produzieren, so nach dem Mot Arbeitslose sind nur faul und Sozialschmarotzer:"

    Wegen dieser Einstellung war Frau Knobel - Ulrich genau deshalb von der Redaktion eingeladen worden, wie auch Herr Ludewig vom RCDS ( Wahlrecht für Arbeitslose, Rentner usw. sollen zukünftig verringert werden, hier müsste allerdings das Grundgesetzt mit 2/3 Mehrheit entsprechend verändert werden).
    Durch die polarisierenden Ansichten lebe eine Talkshow wie ANNE WILL. Nur so könne sich eine lebhafte Diskussion entfalten.

    Persönliche Anmerkung:

    Genau an dieser Stelle irrt der Onlineredakteur ganz gewaltig. Auf keinen Fall ist es einer Redaktion ANNE WILL dabei gestattet eine zielgerichtete Volksverhetzung gegen eine eingegrenzte Personengruppe, hier Langzeitarbeitslose / Hartz IV – Betroffene zu zulassen, zumal hier auch noch mit eindeutig falschen Fakten argumentiert wurde. Hier wäre die Redaktion verpflichtet gewesen z. B. sich bezüglich des SGB II sachkundig zu machen, um bei falschen Behauptungen wie durch Frau Knobel – Ulrich einschreiten zu können. Statt dessen blies Frau Anne Will in das gleiche Horn und fragte Herrn Butterwegge, ob er unter diesen Umständen eine Erhöhung des Regelsatzes fordere. Frau Knobel Ulrich hatte in ihrer typischen Art die Lebenssituation der Hartz IV – Betroffenen als Luxussituation dargestellt. Das alles um eine „lebhafte“ Diskussion zu entfalten. Besonders empörend war, das Frau Knobel – Ulrich glaubte selbst das Projekt die „Arche“ in Berlin auch noch kritisieren zu müssen und dort die Kinder nach dem Verhalten der eigenen Eltern zu befragen. Selbst an diesem Punkt schritt Frau Anne Will nicht ein. Und das ist ein unglaublicher Schmierenjournalismus, wie ich ihn Deutschland noch nie erlebt habe. Wer nicht einmal vor Kindern halt macht, hat in der Deutschen Medienlandschaft absolut nicht zu suchen. Hier ist meines Erachtens ein sofortiges Berufverbot auszusprechen.

    Weiter möchte ich auf die Mail des Onlineredakteurs nicht eingehen. Mir wird dabei einfach nur noch schlecht.

    Zum Abschluss der Mail würde der Onlineredakteur es sehr bedauern, wenn ich mich nicht mehr an den Blog – Diskussionen beteilige. Ich sollte meinen Entschluss überdenken, wenn mein Ärger sich etwas gelegt hat.

    Auch hier irrt sich dieser Redakteur ganz gewaltig. Millionen von Hartz IV – Betoffene, zu denen ich ja auch gehöre, sind innerhalb der Sendung Anne Will auf das Massivste und in einer gefährlichen Weise gedemütigt, verunglimpft und verletzt worden. Selbst vor den Kindern der Betroffenen schreckte man dabei nicht zurück. Hetze und Schikanen erleben Erwerbslose schon seit vielen Jahren, um ihnen ständig die Leistungen zu kürzen. Und mit einer Redaktion die trotz massiver Proteste sich nicht äußert, kann es keine Zusammenarbeit mehr geben.

    1. Im Blog Anne Will veröffentlichte und gelöschte Stellungnahme zur Sendung Anne Will vom 25. Mai 2008

    Seit Sonntag 25.05.2008 ist Anne Will - Talk endgültig auf dem primitiven Niveau von Schmuddeltalkshows angekommen.

    Es ist bitter, aber nun sinkt auch die Sendung Anne Will auf niedrigstes und primitives Niveau.

    Wer am vergangenen Sonntag, sich wohl mehr aus versehen, die Mühe machte die Talkshow von Anne Will zu verfolgen, wird mehr als frustriert ins Bett gegangen sein. Die Sendung hat nun endgültig das primitivste Niveau von Schmuddeltalkshows der privaten Fernsehsender erreicht.
    In Anne Will wurde am Sonntagabend mit der wirtschaftsnahen FDP- Journalistin Rita Knobel - Ulrich mit Unterstützung von Westerwelle und Anne Will persönlich, die seit der Weimarer Republik immer wieder kehrenden Hetzkampagnen gegen Hartz IV - Empfänger in übelster Form erneut aufgelegt.

    Vor der vermeintlichen Journalistin Frau Rita Knobel - Ulrich hatte ich bereits am Freitag im Blog / Anne Will ausdrücklich gewarnt: (Beitrag kann im entsprechenden Blog unter Nr. 24 nachgelesen werden: http://annewill.blog.ndr.de/2008/05/23/der-geheime-armutsbericht/#comments)

    "Vor der Journalistin Rita Knobel - Ulrich muss ausdrücklich gewarnt werden, da sie dafür bekannt ist im Auftrage des NDR unverfrorene Hetzsendungen gegen Arbeitslose zu produzieren, so nach dem Mot Arbeitslose sind nur faul und Sozialschmarotzer:"

    Und genau diese Warnung bestätigte sich dann am Sonntagabend in der Sendung von Anne Will in übelster Form, zusammen mit zwei Filmbeiträgen von vermeintlich faulen Arbeitslosen.

    In hochneurotischer Art und Weise betreibt diese Journalistin seit Jahren das identische Spiel, mit vermeintlichen Dokumentationen im Sinne von Volksverhetzung gegen Arbeitslose. Offensichtlich hat diese Dame es sich zur Lebensaufgabe gemacht über Arbeitslose herzufallen, um diese gesellschaftliche Gruppe zu verunglimpfen. Dabei verwendet sie die immer identische Vorgehensweise, d.h. zielgerichtet werden von ihr Falschinformationen in der nun xten Talkshow gestreut, um Arbeitslose als Faulenzer und abzockende Sozialschmarotzer darzustellen und ihren Hass über diese Personengruppe auszuschütten. So behauptete sie innerhalb der Sendung zielgerichtet, dass Hartz IV - Bezieher neben dem allgemeinen Regelsatz auch die komplette Stromrechnung erstattet bekommen würden. Tatsächlich aber muss dieser wie so vieles andere auch, bei ständig steigenden Energiekosten komplett vom Regelsatz (347 Euro) beglichen werden. Ebenso ist die von ihr gemachte Behauptung bei 2 Erwachsenen und 2 Kindern würden die beiden Erwachsenen jeweils 347 Euro Regelsatz erhalten, als falsch aufzuklären. Richtig ist, dass nur der 1. Haushaltsvorstand 347 Euro erhält und die 2. erwachsene Person einen Regelsatz von 311 Euro. Dies sind nur einige Beispiele warum die von Frau Knobel - Ulrich aufgezeigte Gesamtrechnung für eine 4 köpfige Familie gar nicht stimmen kann. Zielgerichtet versuchte auch hier Frau Knobel - Ulrich die Armutssituation von Hartz IV - Empfängern damit als Luxussituation umzudeuten, um ihre These des Sozialschmarotzers aufrechtzuerhalten.
    Genau mit dieser Vorgehensweise zieht Frau Knobel - Ulrich nun schon seit Jahren von Talkshow zu Talkshow.
    Bewusst stellt sie dabei "alle" Arbeitslose als Faulenzer und Sozialschmarotzer dar. Wer ausschließlich vermeintliche faule Arbeitslose in Dokumentationen in der Öffentlichkeit darstellt und nie über die vergeblichen Bemühungen um einen Arbeitsplätze berichtet, der berichtet nicht nur einseitig, sondern der führt eindeutig Krieg gegen Millionen von Menschen.
    Diese Vorgehensweise ist allerdings auch nicht verwunderlich, wenn man weis, das diese Journalistin, wie auch ihr Ehemann (Frührentner) Mitglied der FDP ist und sie Wirtschaftsverbänden besonders nahe steht.

    Wenn mir schon als einfacher Zuschauer die Vorgehensweise dieser Frau Knobel - Ulrich auffällt, ich 2 Tage vor der Sendung ausdrücklich davor warne und am Sendetag bestätigt sich die beschriebene Strategie dieser reichlich gestörten Journalistin, stellt sich folgende Frage: Auf welchem Niveau wird hier von der Redaktion Anne Will recherchiert.
    Es stellt hier allerdings noch eine ganz andere Frage, d. h. agiert Frau Anne Will, die nicht gerade zu den Geringverdienern gehört, etwa auf dem gleichen primitiven Niveau wie Frau Knobel - Ulrich und hat sie es nötig ausgerechnet auf die Schwächsten einzuprügeln.
    Wenn Frau Anne Will ebenfalls der Auffassung ist bei 347 Euro + Miete für eine angemessene Unterkunft in einem sozialen Brennpunkt sei man in Deutschland nicht arm, sollte ihr Honorar auf dieses Niveau reduziert werden. Bleibt die Sendung auf dem Niveau vom vergangenen Sonntag, muss diese unverzüglich abgesetzt und sollte dann besser von Hart aber Fair ersetzt werden. Zumindest muss jetzt auch vor der Sendung Anne Will ausdrücklich gewarnt und zum Boykott aufgerufen werden.

    2.)Antwortmail an den Onlineredakteur von Anne Will vom 26. Mai 2008

    Sehr geehrter Herr (Name darf aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden) / Redaktion Anne Will,

    recht herzlichen Dank für Ihre Zeilen.
    Bezüglich der Veröffentlichung meines Kommentars wäre mir mein letzter am liebsten.

    Bei allem Verständnis für Provokationen innerhalb einer solchen Sendung wie Anne Will um evtl. Teilnehmer aus der Reserve zu locken und solch einer Sendung die entsprechende Würze zu geben, kann ich gerade beim Thema Arbeitslose, Armut und Sozialschmarotzer Ihre Auffassung beim besten Willen nicht teilen.

    Das hat auch einen ganz besonderen Grund :

    Seit Jahren läuft in diesem Land ein massiver Verteilungskampf, der eindeutig und überwiegend zu Lasten der sozial Schwächsten ausgetragen wird, weil diese gesellschaftliche Gruppe nicht die geringste Möglichkeit der Gegenwehr zur Verfügung hat. Zudem steht der Elite in diesem Land die gesamte gleichgeschaltete neoliberale Medienlandschaft zur Seite, die diese auch reichlich nutzt, um auf die Schwächsten seit Jahren einzudreschen und damit auf Kosten sozialer Randgruppen ihre Privilegien zu sichern. Erst allmählich gründet sich nun endlich die Linke, als politische Vertretung der an den Rand gedrängten Menschen. Diese Gruppen waren und sind schon bei Sabine Christiansen bewusst ausgegrenzt worden. Ausdrücklich hatte ich im vergangenen Blog sogar das Thema Armut für die nächste Sendung vorgeschlagen, allerdings unter der deutlichen Beteiligung von Betroffenen wie Obdachlosen, Hartz IV - Beziehern, Alleinerziehende, um hier endlich mal bewusst ein Übergewicht für Millionen Menschen herzustellen. Grundsätzlich ist es ja so, dass nicht nur bei Anne Will in den direkten Gesprächsrunden Politiker oder andere privilegierte Gruppen ausschließlich zu Wort kommen, dagegen z. B. Hartz IVler komplett seit Jahren zielgerichtet ausgeschlossen sind. Woran liegt dass denn wohl? Diese Gruppen haben ja wohl auch ein Recht darauf sich selbst in den Medien zu vertreten, wenn hier wenigstens ansatzweise noch von demokratischen Verhältnissen ausgegangen werden soll. Und selbstverständlich prägt bei unkritischen Zeitgeistern solch eine Sendung auch die Stimmung innerhalb der Bevölkerung und politisch wird ebenso gehandelt.

    Auf die Thematik ständiger Hetzorgien gerade gegen Erwerbslose muss in besonderer Weise eingegangen werden. Diese Thematik geht in Deutschland weit zurück bis in die Weimarer Republik. Mehrfach habe ich einen Link zu einer Abschrift des Artikels "Droht der Gesellschaft ein zweites Weimar " des Hamburger Abendblattes vom 14 Juli 1997 - http://www.attac-lokal.de/2.Weimar.htm angegeben, um hier geschichtliche Hintergründe zum Thema Arbeitslosigkeit und Armut in Deutschland aufzuzeigen. Hier habe ich mir sogar die Mühe gemacht von dem genannten Artikel eine Abschrift herzustellen und gerade zum Thema Hetze gegen Erwerbslose aktuelle Vergleiche ziehen zu können, und dieser Artikel damit im Internet veröffentlicht werden kann. Das Original liegt mir als Beweismittel selbstverständlich vor und kann jederzeit von mir vorgelegt werden. Aus dem Artikel folgendes Zitat:

    "1929 erschien auch ein Artikel in der Verbandzeitschrift der Arbeitgeber, der stark an die heutige Diskussion über Sozialmissbrauch als Wurzel allen Übels erinnert. Dort hieß es: „Durch den Ausbau der Sozialversicherung wird auch der wenige Skrupellose, Dreiste und Arbeitsscheue in die Lage versetzt, sich auf Kosten des Gewissenhaften und Arbeitsamen zu bereichern. So wird unser Wohlfahrtswesen und die Arbeitslosenversicherung vielfach zu einer Prämie für die Trägen, Arbeitsscheuen und Gewissenlosen.”
    Ein aktueller vergleich aus dem Jahre 1997, der doch sehr an Hartz IV und Frau Knobel - Ulrich erinnert:

    18. August 1997:
    „Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Hundt, hat gefordert, Sozial- und Arbeitslosenhilfe zusammenzulegen und zeitlich zu befristen.
    Die jetzige Möglichkeit zum Bezug von Sozial- oder Arbeitslosenhilfe verführe zum Ausruhen in der „sozialen Hängematte ” sagte Hundt der neuen Osnabrücker Zeitung.”
    Auch in der Weimarer Republik, in der ebenfalls Millionen von Menschen um jegliche Perspektive gebracht worden sind, wurde so wie heute den Betroffenen die Schuld für ihre Situation zu geschoben. Das Perfide daran, der gezielte Einsatz von Hetzkampagnen, um den Erwerbslosen systematisch die Leistungen zu kürzen bis sie am verhungern waren. Die Folgen waren dann Adolf Hitler, das Naziregime, die Vergasung von 6 Millionen Juden und der zweite Weltkrieg.
    Genau diese Vorgehensweise ist seit Jahren in der Bundesrepublik nicht mehr zu übersehen. Das aktuelle Ergebnis ist die Agenda 2010 und vor allem Hartz IV. Erneut die Einführung von Ausbeutung per Zwangsarbeit, d. h. Menschen auf dem Niveau von Almosen ohne jeglichen Anspruch auf ein Gehalt und ohne jegliche Zahlungen von Beiträgen in die Sozialkassen arbeiten (ausbeuten) zu lassen. Zwangsarbeit deshalb, weil diese unter der Androhung bis zum Hungertod und der Obdachlosigkeit erzwungen wird. Die Zielrichtung dabei: Arbeitnehmerrechte zu zerschlagen, einen Hungerlohnjobbereich einzuführen und auf breiter Front die Einkommen der Arbeitnehmerschaft zu senken und eine Verelendung von Millionen Menschen voranzutreiben, damit Gewinne der Wirtschaft noch weiter explodieren können.

    "Auch die Zahlungen für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) wurden immer weniger und schließlich ganz eingestellt. Grund war unter anderem die Notverordnung vom 5. Juni 1931, mit der ein freiwilliger Arbeitsdienst - vielfach in geschlossenen Lagern - eingeführt wurde. Jugendliche sollten produktiv arbeiten.
    Allerdings gingen sie kein Arbeitsverhältnis ein, sondern blieben Unterstützungsempfänger. Damit ging reguläre Arbeit bei niedrigen Löhnen verloren. Obwohl der Zulauf groß war, dachten Politiker schon 1932 daran, einen Zwangsdienst einzuführen. Die Nazis griffen 1933 gerne darauf zurück."
    Des weiteren wird den Betroffenen ein 12 Jahre alter Regelsatz zugemutet, der seit dieser Zeit trotz massiv steigender Energiekosten (Strom muss entgegen der Behauptung von Frau Knoble-Ulrich komplett vom Regelsatz beglichen werden) und Lebensmittelpreisen nicht angepasst wird und Politiker sich dagegen mehrmals hintereinander die Diäten erhöhen. Das läuft nicht übersehbar darauf hinaus, dass die Politikerklasse Millionen Betroffene wie in der Weimarer Republik offensichtlich schon wieder verhungern lassen will. Nicht für jeden ist eine Ausgabestelle der Tafel erreichbar, wobei diese inzwischen schon längst an der Belastungsgrenze angekommen sind.
    Ebenso laufen wieder wie ebenfalls in der Weimarer Republik auf den Ämtern (ARGE) die Schikanen gegen die Betroffenen, um ihnen berechtigte Leistungen von oben her (Bundesarbeitsministerium) angeordnet, zu verweigern. Siehe dazu Report aus Mainz vom 26. Mai 2008 - http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=3507774/pv=video/gp1=3549058/nid=233454/1tcscxa/index.html

    So, nun habe ich hoffentlich wenigstens ansatzweise verdeutlichen können, auf welch gefährliches Glatteis sich hier Anne Will mit ihrer Sendung vom vergangenen Sonntag und der Teilnahme von Frau Knobel - Ulrich begeben hat. Die Frage die sich hier doch stellt ist, ob Frau Will mit ihrer Redaktion mit dafür verantwortlich sein will, wenn die Rechtsradikalen auch in Westdeutschland immer mehr Zulauf bekommen. Ich selbst wohne hier in Hamburg in dem Stadtteil (Barmbek), wo die Rechtsradikalen am 1. Mai gewütet haben wie ein paar Wandalen.
    Tut mir leid, für die Einladung einer solchen Hetzjournalisten wie Frau Knobel Ulrich kann niemand Verständnis aufbringen und dies ist gleichzeitig als unverantwortlich zu benennen. Damit hat sich Frau Will und ihre Redaktion keinen Gefallen getan. Wird dieses primitive und vor allem gefährliche Niveau einer Frau Knobel - Ulrich fortgesetzt, muss die Sendung wegen Volksverhetzung unverzüglich eingestellt werden.

    Die Scheindebatte einer Frau Knobel - Ulrich - faule Arbeitslose und Sozialschmarotzer ist nicht nur primitivstes Niveau, gefährlich und als zynisch zu bezeichnen, so lange nicht mehr als 3 Millionen Menschen (offizielle und gefälschte Zahl) nach wie vor keine menschenwürdige Perspektive angeboten wird. So lange das so ist, bleibt es völlig egal, ob der eine oder andere Arbeitslose angeblich nicht arbeiten will. Es stehen Millionen Betroffene nach wie vor auf der Straße, die gerne einen Arbeitsplatz zu menschenwürdigen Bedingungen sofort einnehmen würden. Ebenso ist es nicht hinnehmbar einer solchen Frau das Wort zu erteilen, die ausschließlich unter der Verwendung von völlig falschen Fakten Hetze gegen Millionen Menschen betreibt. Der Normalbürger hat schließlich keine Möglichkeit diese Fakten zu überprüfen.

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« Letzte Änderung: Juni 01, 2008, 21:56:02 von Forumadmin »
Gennaio
Gast
« Antworten #14 am: Mai 28, 2008, 13:09:59 »

 wellcomedog Jarrestadt

...und auch herzlichen Dank für den Link http://www.attac-lokal.de/, der war mir bisher nicht bekannt.

LG Gennaio  zwinker
« Letzte Änderung: Mai 28, 2008, 13:20:30 von Gennaio »
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