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Autor Thema: Nur ein Traum  (Gelesen 6355 mal)
hajoma
Gast
« am: Juni 18, 2010, 00:05:25 »

Nur ein Traum


Kannst du dich noch erinnern ?  An Florence, den Drachen? Das war eine Geschichte ohne Ende. Nun, wenn du jetzt gedacht hast, es geht weiter mit Florence, dann muss ich dich enttäuschen. Mir ist leider nichts weiter dazu eingefallen. Denn eine Geschichte ohne Ende kann ja auch kein Happy End haben.
Heute will ich dir mal etwas von einem Traum erzählen. Nicht von einem Alptraum oder einem bösen Traum. Nein, es ist ein schöner Traum und ich denke, diesmal ist das Ende nicht so traurig und im Gegensatz zu Florence spielt diesmal ein wenig Glück mit.. Je nachdem, von welcher Seite du es betrachtest.

Nun, ich bin mal wieder allein unterwegs. Es ist schon spät und die Dunkelheit der Nacht  hat schon lange den Tag überholt. Die Sterne schaffen es nicht, ihr Licht zu mir zu senden, denn der Himmel ist voll von dunklen Wolken. Es regnet schon eine ganze Zeit, aber die Nässe macht mir nichts aus. In der Ferne sehe ich gerade noch die Umrisse des Waldes, auf den ich mich auf dem verschlungenem Feldweg zu bewege. Du fragst sicher, wo ich bin. Nun, diese Frage kann ich nicht beantworten. Oder vielleicht doch? Wo bin ich? In der Vergangenheit? In der Zukunft? Nun, das ist eigentlich nicht so wichtig, denn der Ort und die Zeit spielt in diesem Traum keine Rolle.
Neben dem Weg steht eine einsame Bank, und sie kommt mir gerade recht, denn ich bin müde und möchte mich ein wenig ausruhen. Also setzte ich mich hin, um ein wenig von dem beschwerlichen Weg, welchen ich gehen musste, ein wenig zu erholen.
Ich sitze einfach nur dort, nass bis auf die Haut, der Regen fällt auf mich, aber ich fühle mich trotzdem wohl. Komisch ist nur, dass ich mich selbst dort sitzen sehe. Als wenn nicht ich es bin, sondern jemand anders. Das verstehe, wer will..
Und, ich kann sehen, was ich dort auf der Bank denke.  Ich weiß nicht, ob du es verstehst, aber manchmal habe ich schon direkt nach dem Wachwerden an ein halbes Dutzend unglaublicher Dinge gedacht
Was denke ich denn nun? Ich sehe das Nichts .Was ist denn das Nichts? Das Nichts ist nichts, als das vorletzte Wort des Lebens. Fragst du nun, welches das letzte Wort ist? Später, du wirst dich noch ein wenig gedulden müssen.
Glücklich sein, dieses Gefühl durchströmt mich. Ich erinnere mich, wie es mal war. „Das Lied der Straße singen 18 Räder und der Diesel dröhnt mit seinem Bass dazu“. Diese Worte fallen mir ein, weil ich ein leises Geräusch in der Ferne höre.
„Versprochen hab ich ihr einst meine Liebe, sie wusste, auf mich ist Verlass.“
Die Strasse hat mich nie enttäuscht. Sie gab die Liebe wieder, die sie von mir empfangen hat. Die Strasse ist treu. Sie lässt mich nicht im Stich. Sie ist immer für mich da. gewesen.  Und noch heute höre ich sie nach mir rufen. Das war eine Zeit, in der ich wirklich glücklich war. Und ich war und bin immer noch im Herz ein Trucker.
Diese Gedanken sind für dich wohl unverständlich. Das kann ich gut verstehen. Aber du musst ja auch nicht verstehen. Du musst nur fühlen Und wenn du fühlst, dann wirst du verstehen.
Diese Gedanken verblassen langsam und ich sehe, wie mein Blick in die Ferne zum Himmel geht. Der Himmel hat aufgehört zu weinen und die Wolken ziehen davon.
Aus der Dunkelheit, nur ganz schwach zu erkennen, taucht ein Licht auf. Winzig klein und kaum von der Dunkelheit zu unterscheiden. Aber ich merke, es kommt näher und näher. Zeit spielt keine Rolle, denn ich habe alle Zeit der Welt. Warum? Nun, ich bin allein. Niemand wartet auf mich. Florence, der Drache. Niemand vermisst mich. Niemand braucht mich. Ich bin Nichts. Siehst du, es geht wie ein roter Faden durch den Traum. Ich weiß, die Frage brennt dir auf der Zunge. Aber Geduld, du wirst schon noch darauf kommen, was die Antwort ist.
Aber ich schweife ab. Das Licht ist näher gekommen. Es lässt schon etwas erahnen. Aus dem einem Licht sind mehrere geworden, Klein zwar noch, aber immer deutlicher. Dahinter, in der Dunkelheit, kann ich ab und zu ein blinken ausmachen.
Mein Gesicht erhellt sich. Ich kann mir langsam vorstellen, was da auf mich zukommt. Wärme durchflutet mich. Ich spüre, wie es leicht um mein Herz wird.
Und ich kann immer mehr erkennen.
Das Licht macht eine leichte Kurve, so dass ich es sehen kann. Tatsächlich, er ist es. Er ist wieder da. Wie lange habe ich verzweifelt daran gedacht. Und nun kommt er.
Bist du ein wenig verwirrt? Bestimmt. Du denkst nun wer weiß was. Aber warte nur noch einen kleinen Augenblick. Bald wirst du verstehen.
Dieses Rot. Ein wunderschönes Rot. Blutrot die Front. Ein Truck. Groß, glänzend, einfach wunderschön. Das Fahrerhaus blutrot, der Rahmen pechschwarz, der Tank glänze silbern. Genau wie die Felgen. Man kann sich fast drin spiegeln. Die Scheinwerfer stechen wie Finger in die Dunkelheit und verlieren sich in der Unendlichkeit.
Das Brummen wird lauter. Immer näher kommt er. Aber ich verspüre keine Furcht. Nur Freude, grenzenlose Freude. Er kommt.
Direkt neben mir kommt die Zugmaschine zum stehen. Ich kann meinen Blick nicht davon losreißen .Wortlos, mit glänzenden Augen gehe ich langsam um ihn herum. Nichts entgeht meinem Blick. Je länger ich schaue, desto leichter wird mir.  Nach einer ganzen Zeit komme ich wieder nach vorne an die Tür. Der Motor heult nochmals auf. Tief und satt ertönt das brummen. Dann wird es still. Die Maschine steht. Langsam öffnet sich die Fahrertür und schwingt auf. Es sitzt niemand am Steuer. Matt leuchten die Instrumente  grünlich im schwarz der Front. Purpurrot der Bezug des Sitzes.
Erst nun erkenne ich eine Gestalt auf dem Beifahrersitz.
Und plötzlich durchdringe diese angenehme Stimme die Stille.
„ Komm, steig ein. Es ist geschafft, wir gehen auf die große Fahrt. Du hast dein Ziel erreicht.“ Ein Arm geht hoch und der Zeigefinger zeigt nach vorn in die Dunkelheit. „ Wir fahren nun in die Unendlichkeit.“
Wie einfach ist doch auf einmal alles. Ich steige ein. Ich sitze wie in einem weichen  Sessel. Meine Hand drückt den Starter. Der Motor heult auf. Die Vibrationen erfassen mich und lassen mich erschauern. In der Ferne läuten viele Glocken, leise und doch hörbar..
Nun, kannst du dich erinnern? An das vorletzte Wort? Nun, jetzt hast du das letzte Wort vielleicht schon erraten. Nein? Immer noch nicht?
Dann sieh genau hin. Sieh mich an, und lese es von meinen Lippen:
„Endlich“
Blicke hinauf zum Himmel. Die Sterne strömen aufeinander zu, formen sich zu riesengroßen Buchstaben und dann liest du:
frei

« Letzte Änderung: Juni 18, 2010, 00:14:35 von hajoma »
Yorkfield
Gast
« Antworten #1 am: Juni 30, 2010, 02:56:14 »

Hi hajoma ... gibt es eine Quellenangabe des kleinen Traums ?
Oder hast Du sie gar selber geschrieben ?
« Letzte Änderung: Juni 30, 2010, 02:57:27 von Yorkfield »
animas
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« Antworten #2 am: Juli 24, 2010, 14:13:47 »

Hallo hajoma
der Text ist nicht gut. Die Spannung entsteht nicht, weil die Langeweile sich hineinschimmelt.
Arbeite weiter an den Text, damit, das herauskommt was Du mitteilen willst.
Ich denke das ist Stimmung und andauernde Aufmerksamkeit.
 teach
Zum Gebrauch von Metaphern
"Es ist schon spät und die Dunkelheit der Nacht  hat schon lange den Tag überholt."
eingeholt könnte noch gehen, aber eher doch abgelöst. Beim Überholen stellte ich mir vor, dass es wieder Tag ist. Der nächste Tag eben.

 keine Ahnung
Das Licht macht eine leichte Kurve, so dass ich es sehen kann.

Okay, ich warte auf mehr
ciao und viel Erfolg


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