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Autor Thema: "Deutschland lebt seit Jahren unter seinen Verhältnissen"  (Gelesen 706 mal)
canigou
Gast
« am: Juni 22, 2010, 11:34:21 »

Zitat
Das G20-Treffen in Toronto steht bevor. Dort werden auch mögliche Konsequenzen aus der Finanzkrise für die jeweiligen Staaten diskutiert. Heiner Flassbeck, Chefvolkswirt bei der UNCTAD, der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung, sagt, Deutschland lebe wirtschaftlich unter seinen Verhältnissen und dürfe deshalb den Gürtel nicht noch enger schnallen.

(...)

Es geht nicht um das Wachstum allgemein. Wenn das nur wieder exportgetragen wird, hilft das überhaupt nicht, sondern es muss die Binnennachfrage steigen und das heißt, in Deutschland müssen die Leute auch mal wieder Einkommenserwartungen haben, also Lohnzuwachserwartungen, die dafür sorgen, dass die Menschen konsumieren. Der deutsche Konsum ist seit 15 Jahren flach wie ein Brett und ich sagte schon: China ein Erfolgsmodell. Da läuft es vollkommen anders. Auch in Deutschland ist es früher vollkommen anders gelaufen. Wirtschaftswunder war ein Lohnwunder, ein Einkommenswunder. Das haben wir alles vergessen. Wir denken, es geht immer durch weiter "Gürtel enger schnallen" und exportieren. Das Modell fährt gerade gegen die Wand und das müssen wir jetzt ganz schnell begreifen, sonst wird es ganz bitter.
(...)

Zum gesamten Interview des DLF
« Letzte Änderung: Juni 22, 2010, 11:35:03 von canigou »
Woodruff
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Beiträge: 381



« Antworten #1 am: Juni 22, 2010, 12:14:16 »

Wie ich schon gestern schrieb, ist zu erwarten, dass der Export aufgrund der Sparpakete anderer EU-Länder (letztes Beispiel: Frankreich) sowieso einbrechen wird.

Der Exportüberschuss wird hierzulande (mit wenigen Ausnahmen wie Flassbeck) nicht einmal hinterfragt. Dabei reden sie (unter Rot-Grün und der Großen Koalition war es genauso) ständig vom Mittelstand. Es profitiert jedoch nicht der Mittelstand, sondern hauptsächlich die Konzerne von dieser Politik.

Der deutsche Exportüberschuss wurde ja bereits von anderen Ländern wie Frankreich und den USA mehrmals kritisiert.


"Jeder, der in Beschäftigung bleibt, ist wertvoller als der, der arbeitslos ist." (Heinrich Alt, SPD-Mann im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, in der Sendung WISO spezial vom 06. April 2009)
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