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Autor Thema: 25 qm² - Dementi vom Ministerium  (Gelesen 1167 mal)
schimmy
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Beiträge: 1.898



« am: Juli 24, 2010, 21:21:18 »

Den Kommunen könne zudem die Möglichkeit eingeräumt werden, per Satzung eine maximale Erstattungshöhe festzulegen. 25 bis 45 Quadratmeter für Alleinstehende könnten angemessen sein. Das Ministerium wies die FTD-Darstellung zurück, man wolle den Wohnanspruch für Alleinstehende auf 25 Quadratmeter beschränken.

Der Deutsche Städtetag hält die Vorschläge für diskussionswürdig. Allerdings sei der Wohnungsmarkt in vielen Städten "so eng", dass günstigere Wohnungen für Langzeitarbeitslose kaum vorhanden seien und deshalb "Umzüge in größerem Umfang" nicht stattfinden könnten. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnte: "Es wird nicht funktionieren, dass die Bundesregierung ein soziales Streitthema auf die Kommunen abwälzt", sagte ein Sprecher der WAZ-Mediengruppe. Kritik kam auch von SPD, Linkspartei und Grünen.


http://www.tagesschau.de/inland/mietkostenerstattung100.html

Arbeitslos - aber nicht machtlos! ALG II abhängig - aber nicht rechtlos!

Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe da, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
Berenike
Gast
« Antworten #1 am: August 18, 2010, 09:41:37 »

Badische Zeitung, 17.08.10

Zum Thema "Kleine Wohnungen für Hartzer"

Freiburg ist top bei den Mieten für Studenten

Immo-Ranking



8,60 Euro Kaltmiete je Quadratmeter und Monat kostet derzeit im Schnitt eine Unterkunft in einer Freiburger Wohngemeinschaft. Für eine eigene kleine Wohnung werden sogar 10,90 Euro pro Quadratmeter fällig. Damit gehört Freiburg zu den zehn teuersten unter Deutschlands Studentenstädten, wie das Nürnberger Online-Immobilienportal "Immowelt" ermittelt hat.

Wenig tröstlich für die hiesigen Studierenden dürfte da sein, dass sie in München statistisch gesehen jeweils nochmals 30 bis 40 Prozent mehr berappen müssten, nämlich im Schnitt 12,10 Euro pro Quadratmeter für WG-Zimmer und 14,10 Euro für eine kleine Wohnung. Die Bayernmetropole ist in beiden Kategorien Studentenmieten-Tabellenführer vor Frankfurt, Hamburg und Stuttgart. Zur Verfolgergruppe gehören Darmstadt und Düsseldorf — und eben Freiburg. Hingegen kommen mehr als zwei Dutzend andere Studentenstädte für den akademischen Nachwuchs preiswerter als Freiburg, was das Dach über dem Kopf betrifft. Am günstigsten lässt es sich demnach in Leipzig wohnen: mit 4,80 Euro pro Quadratmeter für WG-Zimmer und 5,80 Euro für eine kleine Wohnung. Die private Unterkunft kostet dort also nur etwa halb so viel wie in Freiburg. Zur Einordnung: Die rund 3000 Studentenunterkünfte unterschiedlicher Größe des Freiburger Studentenwerks kosten im Schnitt 225 Euro pro Monat — warm und inklusive Nebenkosten.

"Immowelt" hat für die Untersuchung 70 000 Datensätze der hauseigenen Immobiliendatenbank ausgewertet, nämlich einschlägige Objekte bis 40 sowie von 80 bis 120 Quadratmeter — für alle deutschen Städte mit mehr als 15 000 Studierenden. Thomas Schmidt, der Chef der Sparkassen-Immobiliengesellschaft, nennt die Auswertung auf "auf jeden Fall realistisch" . Für kleine Neubauwohnungen würden in Freiburg teils auch mehr als 13 Euro Quadratmetermiete verlangt.

Größere Wohnungen an Wohngemeinschaften zu vermieten, sei gerade bei Eigentümern älterer Immobilien beliebt. Thomas Schmidt: "Jemand erbt etwa ein sanierungsbedürftiges Haus in mittelmäßiger Lage in Freiburg. Dort kann er, ohne groß zu investieren, immer noch zu recht hohen Mieten an Studenten oder andere WG-Bewohner vermieten." So würden sich Renditen bis zu acht Prozent ergeben, gegenüber Neubaurenditen von üblicherweise nur drei bis vier Prozent.

Schmidt: "Nicht selten wird für einzelne Zimmer keine Quadratmetermiete erhoben, sondern eine Monatspauschale, die auch die Nebenkosten abdeckt. Das ist für die Eigentümer in aller Regel ein noch viel besseres Geschäft." Studierende seien bei der Wohnqualität eben extrem kompromissbereit. Vorteilhaft für die Vermieter sei zudem, dass sich auch mehr und mehr Arbeitnehmer eine eigene Wohnung nicht mehr leisten könnten und auf WG-Zimmer auswichen. Wie gut sich auch Neubau-Studentenapartments in Freiburg vermarkten lassen, erlebte die Unmüssig-Gruppe bei ihrem Projekt "Zweizylinder" im Stühlinger mit mehr als 100 Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen. Laut Geschäftsführer Thomas Halter ist der Verkauf so gut gelaufen wie bei kaum einem anderen Vorhaben.

Mehr zum Thema:

Allgemeiner Mietvergleich: Verweis in neuem Fenster öffnenFreiburg bald so teuer wie München?



Teurer Raum in kleinster Hütte

Freiburg gehört laut einem Branchendienst zu den zehn teuersten unter Deutschlands Studentenstädten

Von unserem Mitarbeiter Holger Schindler

Das Studentenleben in Freiburg ist spitze — jedenfalls, wenn es um die Mieten für WG-Zimmer oder kleine Apartments geht. 8,60 Euro Kaltmiete je Quadratmeter und Monat kostet derzeit im Schnitt eine Unterkunft in einer Freiburger Wohngemeinschaft. Für eine eigene kleine Wohnung werden sogar 10,90 Euro pro Quadratmeter fällig. Damit gehört Freiburg zu den zehn teuersten unter Deutschlands Studentenstädten, wie das Nürnberger Online-Immobilienportal "Immowelt" ermittelt hat.

Wenig tröstlich für die hiesigen Studierenden dürfte da sein, dass sie in München statistisch gesehen jeweils nochmals 30 bis 40 Prozent mehr berappen müssten, nämlich im Schnitt 12,10 Euro pro Quadratmeter für WG-Zimmer und 14,10 Euro für eine kleine Wohnung. Die Bayernmetropole ist in beiden Kategorien Studentenmieten-Tabellenführer vor Frankfurt, Hamburg und Stuttgart. Zur Verfolgergruppe gehören Darmstadt und Düsseldorf — und eben Freiburg. Hingegen kommen mehr als zwei Dutzend andere Studentenstädte für den akademischen Nachwuchs preiswerter als Freiburg, was das Dach über dem Kopf betrifft. Am günstigsten lässt es sich demnach in Leipzig wohnen: mit 4,80 Euro pro Quadratmeter für WG-Zimmer und 5,80 Euro für eine kleine Wohnung. Die private Unterkunft kostet dort also nur etwa halb so viel wie in Freiburg. Zur Einordnung: Die rund 6000 Studentenunterkünfte unterschiedlicher Größe des Freiburger Studentenwerks kosten im Schnitt 225 Euro pro Monat — warm und inklusive Nebenkosten.

"Immowelt" hat für die Untersuchung 70 000 Datensätze der hauseigenen Immobiliendatenbank ausgewertet, nämlich einschlägige Objekte bis 40 sowie von 80 bis 120 Quadratmeter — für alle deutschen Städte mit mehr als 15 000 Studierenden. Thomas Schmidt, der Chef der Sparkassen-Immobiliengesellschaft, nennt die Auswertung auf "auf jeden Fall realistisch" . Für kleine Neubauwohnungen würden in Freiburg teils auch mehr als 13 Euro Quadratmetermiete verlangt.

Größere Wohnungen an Wohngemeinschaften zu vermieten, sei gerade bei Eigentümern älterer Immobilien beliebt. Thomas Schmidt: "Jemand erbt etwa ein sanierungsbedürftiges Haus in mittelmäßiger Lage in Freiburg. Dort kann er, ohne groß zu investieren, immer noch zu recht hohen Mieten an Studenten oder andere WG-Bewohner vermieten." So würden sich Renditen bis zu acht Prozent ergeben, gegenüber Neubaurenditen von üblicherweise nur drei bis vier Prozent.

Schmidt: "Nicht selten wird für einzelne Zimmer keine Quadratmetermiete erhoben, sondern eine Monatspauschale, die auch die Nebenkosten abdeckt. Das ist für die Eigentümer in aller Regel ein noch viel besseres Geschäft." Studierende seien bei der Wohnqualität eben extrem kompromissbereit. Vorteilhaft für die Vermieter sei zudem, dass sich auch mehr und mehr Arbeitnehmer eine eigene Wohnung nicht mehr leisten könnten und auf WG-Zimmer auswichen. Wie gut sich auch Neubau-Studentenapartments in Freiburg vermarkten lassen, erlebte die Unmüssig-Gruppe bei ihrem Projekt "Zweizylinder" im Stühlinger mit mehr als 100 Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen. Laut Geschäftsführer Thomas Halter ist der Verkauf so gut gelaufen wie bei kaum einem anderen Vorhaben.


Berenike
Gast
« Antworten #2 am: August 18, 2010, 09:45:23 »

Studentische Konkurrenz

Wohnen für Geringverdiener:

Ob und wie viel bezahlbarer Wohnraum in einer Stadt zu haben ist, ist einerseits eine politische Entscheidung. Und es liegt andererseits im Ermessen derer, die vermieten. Klar, ist das im Ergebnis ein dickes Problem für die, die in Freiburg studieren: Nun haben sie nicht nur Studiengebühren zu zahlen, sondern obendrein drückt die Last der hohen Mieten für die Studentenbude. Teuer ist das Wohnen in Freiburg allerdings nicht erst seit gestern. Und dass die Studierenden besonders leidensfähig sind, was Wohnstandards angeht — einige sind im übrigen auch durchaus solvent — , macht den Freiburger Mietwohnungsmarkt vor allem für arme Menschen in Freiburg besonders eng. Die geringverdienende, allein erziehende Mutter, die für sich und ihre achtjährige Tochter eine Zweizimmerwohnung — möglichst nicht teurer als 500 Euro pro Monat — sucht, hat hier schlichtweg "Konkurrenz" . Zum Beispiel die beiden Geografiestudenten, die gemeinsam — wenn auch zähneknirschend — 600 Euro für ihr studentisches Zweiraum-Zuhause zahlen können. Noch gravierender: Die Familie mit den drei Kindern, die eine bezahlbare Fünf-Zimmer-Altbauwohnung sucht. Mit fünf pro einzelnem Zimmer zahlenden Studis hat der Vermieter klar die lohnendere Rendite als mit anderthalb Verdienern und drei Schulkindern ohne Einkommen, die ebenfalls fünf Zimmer brauchen. Das Ergebnis für die Stadt aber bleibt in allen Fällen das gleiche: Für Studierende und Arbeitslose und Geringverdiener fehlt es an günstigem Wohnraum — ausgerechnet für alle, die darauf angewiesen sind.
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