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Autor Thema: Ackermann - eine große Gefahr nicht nur für Deutschland  (Gelesen 561 mal)
Tom_
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« am: April 17, 2011, 20:56:52 »

Zitat
Die nächste Krise kommt, sagt Ex-IWF-Chefökonom Simon Johnson - und warnt vor dem Chef der Deutschen Bank. Der setze auf hohe Renditen, weil er weiss, dass der Steuerzahler notfalls haften wird.
 
taz: Herr Johnson, die Deutsche Bank erwartet 2011 einen Rekordgewinn von 10 Milliarden Euro. Ist die Finanzkrise vorbei?

Simon Johnson: Der deutsche Finanzsektor ist sehr problematisch, und die Deutsche Bank ist besonders gefährdet, sich selbst in die Luft zu jagen. Ihr Chef Josef Ackermann ist einer der gefährlichsten Bankmanager der Welt, weil er darauf besteht, eine Eigenkapitalrendite von 20 bis 25 Prozent zu erzielen. Ein so hoher Gewinn ist nur möglich, weil er genau weiß, dass die Deutsche Bank ein Systemrisiko darstellt und daher von den Steuerzahlern gerettet würde, falls ein Konkurs droht. Also wird auf Gewinn spekuliert - was dann auch die Boni der Manager maximiert.
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Ackermann will die neuen Eigenkapitalrichtlinien des Bankenabkommens Basel III schon 2013 erfüllen. Deswegen wird die Deutsche Bank Aktien für 18 Milliarden Euro ausgeben.

Basel III bringt überhaupt nichts. Es verlangt von den Banken weniger Eigenkapital, als Lehman Brothers am Tag vor seiner Pleite hatte! Wenn das Finanzsystem sicher sein soll, muss das Eigenkapital bei 20 bis 45 Prozent der Bilanzsumme liegen. Momentan kommt die Deutsche Bank nur auf 4 Prozent. Ackermann ist auch deshalb so gefährlich, weil er der Präsident des Institute of International Finance in Washington ist, dem Epizentrum des internationalen Banklobbyismus. Dieses Institut kämpft mit allen Mitteln gegen höhere Eigenkapitalrichtlinien.

Eigenkapital in Höhe von 45 Prozent hatten die Banken zuletzt im 19. Jahrhundert. Schon 20 Prozent würden bedeuten, dass die deutschen Banken Billionen von Euro auftreiben müssten, wenn sie weiter Darlehen vergeben wollen. Wären da nicht das Kreditgeschäft und in der Folge viele Jobs in normalen Firmen in Gefahr? ...

http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/ackermann-ist-gefaehrlich/
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