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Autor Thema: Ältere Arbeitslose werden richtig gezählt  (Gelesen 1037 mal)
schimmy
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« am: November 23, 2010, 18:04:01 »


Anlässlich der Berichterstattung im ARD-Magazin „Report Mainz“ weist die Bundesagentur für Arbeit (BA) darauf hin, dass selbstverständlich auch die Arbeitslosigkeit älterer Menschen richtig erfasst wird. „Report Mainz“ berichtet in seiner Ausgabe heute Abend, dass mehr Ältere arbeitslos seien als die Bundesregierung bekannt gebe. Dabei wird der Eindruck erweckt, es handele sich um statistische Verfälschung von Zahlen. Dies ist falsch.

Grundsätzlich ist die Frage, wer statistisch als arbeitslos gezählt wird, gesetzlich geregelt. Danach ist arbeitslos, wer keine Arbeit hat und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, beispielsweise wegen der Teilnahme an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme, wird nicht als arbeitslos gezählt. Dies gilt für alle Altersgruppen.

Die BA erfasst allerdings auch die Menschen, die zwar statistisch nicht als arbeitslos gelten, aber dennoch keine Beschäftigung haben. Diese Gruppe zeigt zusammen mit den (statistisch gezählten) Arbeitslosen das Ausmaß der Unterbeschäftigung. Über diese Unterbeschäftigung schafft die BA in der monatlichen Arbeitsmarktberichterstattung jederzeit völlige Transparenz. „Report Mainz“ deckt daher nicht etwa einen Skandal auf, sondern versucht den Unterschied zwischen statistischer Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung zu skandalisieren.

Quelle: Presse Bundesagentur für Arbeit

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Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe da, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
Rudi Wühlmaus
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« Antworten #1 am: November 23, 2010, 18:08:20 »

ja, warum wird dann nicht mal mit den Zahlen der "Unterbeschäftigung" gearbeitet? Passen wohl nicht in das Konzept von "Wachstum" und "Vollbeschäftigung"

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
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Tom_
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« Antworten #2 am: November 23, 2010, 18:16:00 »

Zitat
Bun­des­re­gie­rung rechnet 149.000 äl­tere Ar­beits­lose aus Sta­tistik. Renten-Ex­perte Rürup for­dert Ge­set­zes­än­de­rung und "sta­tis­ti­sche Ehr­lich­keit".

Mainz – Die tat­säch­liche Ar­beits­lo­sig­keit bei äl­teren Ar­beits­losen über 58 Jahren ist um etwa 50 Pro­zent höher als aus der of­fi­zi­ellen Zahl der Bun­des­re­gie­rung her­vor­geht. Das be­legen Be­rech­nungen der Bun­de­s­agentur für Ar­beit, die dem ARD-Po­li­tik­ma­gazin RE­PORT MAINZ vor­liegen.

Dem­nach werden zur­zeit rund 149.000 Ar­beits­lose über 58 Jahren nicht in der of­fi­zi­ellen Ar­beits­lo­sen­zahl (Ok­tober 2010: 2,95 Mio.) be­rück­sich­tigt. Der Grund: 63.000 über 58-Jäh­rige sind mit "ar­beits­markt­po­li­ti­schen Maß­nahmen" be­schäf­tigt. Dazu ge­hören u.a. Be­wer­bungs­trai­ning oder Exis­tenz­grün­dungs­för­de­rung. Sie stehen dem Ar­beits­markt nicht zur Ver­fü­gung und gelten somit nicht als ar­beitslos. Hinzu kommen 85.960 Lang­zeit­ar­beits­lose (Stand: Ok­tober 2010), die auf­grund einer "vor­ru­he­stand­s­ähn­li­chen Re­ge­lung" aus den of­fi­zi­ellen Ar­beits­lo­sen­zahlen her­aus­fallen.

So waren im Ok­tober 2010 nicht nur 302.970 über 58-Jäh­rige ohne Job, son­dern tat­säch­lich rund 450.000. Das sind fast 50 Pro­zent mehr.

Die Zahl der äl­teren Lang­zeit­ar­beits­losen, die unter die so­ge­nannte "vor­ru­he­stand­s­ähn­liche Re­ge­lung" fallen, steigt zudem stark an. Wurden im Ok­tober 2009 noch 45.009 Lang­zeit­ar­beits­lose aus der of­fi­zi­ellen Ar­beits­lo­sen­zahl heraus ge­rechnet, sind es heute be­reits 85.960.

http://www.swr.de/report/presse/-/id=1197424/nid=1197424/did=7195626/12rpb9r/index.html_1290450173
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