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Autor Thema: An Guttenbergs Vita ist kaum etwas echt - der gefälschte Lebenslauf  (Gelesen 1467 mal)
Tom_
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« am: Februar 25, 2011, 10:21:50 »

Zitat
Wer hoch stapelt, kommt ganz nach oben?

Seinen Doktor ist Freiherr zu Guttenberg nun zügig und ohne großen Aufhebens los (Guttenberg und die Herrschaft des Unbewussten). Die Universität kam dem Wunsch des Verteidigungsministers nach Aberkennung des Doktorgrades, gedruckt auf dem Papier mit Bundesadler im Briefkopf, nur zu gern nach und verzichtete ob der Kooperationsbereitschaft des Prädikatsjuristen sogar auf eine Prüfung der Betrugsabsicht. Er werde "selbstverständlich aktiv mithelfen", ob ein wissenschaftliches Fehlverhalten vorliege. Die Mithilfe hat nun dazu geführt, dass die Entscheidung der Universität Bayreuth, ganz dem Wunsch von Minister und der Bundesregierung entspricht. So sollen die Rücktrittsforderungen vom Tisch gewischt werden. Doch selbst wenn zu Guttenberg bei seiner Dissertation ehrlich gearbeitet hätte, gibt es in seinem Lebenslauf genügend Ungereimtheiten, die für einen Rücktritt reichen sollten.   

Als Karl-Theodor vor zwei Jahren zum Wirtschaftsminister ernannt, kam zunächst Kritik auf. Der Freiherr sei möglicherweise ein fähiger Außenpolitiker, Wirtschaftskompetenz aber fehle ihm, so der Tenor nicht nur aus der Opposition, sondern auch aus der Koalition, beispielsweise von Otto Bernhardt (CDU), der mittlerweile aus dem Bundestag ausgeschieden ist und in Berlin als Politik- und Unternehmensberater arbeitet. Die Ernennung von zu Guttenberg zeige, dass es um die wirtschaftspolitische Kompetenz der Union schlecht bestellt sei, so das vernichtende Urteil Bernhardts damals.

Der Minister allerdings gab sich die größte Mühe, keinen Zweifel an seiner Kompetenz aufkommen zu lassen und präsentierte sich gerne als ein Mann mit Erfahrungen in der freien Wirtschaft. "Geschäftsführer" gibt zu Guttenberg noch heute in seiner Biografie als Tätigkeit vor seiner politischen Blitzkarriere an. Auf diese Erfahrung legte der junge Minister in seinen ersten Reden großen Wert, die Zeitungen berichteten, er sei "geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens Guttenberg GmbH, einem Fachgroßhandel für Trockenbau, Isoliertechnik und Dämmstoffe". Doch das war schlicht falsch, mit zu Guttenberg hatte die Firma nie zu tun. Das Ministerium selbst wies Journalisten, die nach den Erfahrungen des Ministers in der Unternehmensführung fragten, auf den Fachgroßhandel hin. Am Ende entpuppte sich die großspurig angekündigte Erfahrung des Ministers als ein Bluff. Er leitete lediglich eine kleine Firma, die das Vermögen der Familie verwaltete. Aktiv hat der Minister allerdings nicht die falsche Berichterstattung aufgeklärt - zu gern wollte er sich offenbar in dem Glanz sonnen, in dem die schlecht recherchierten Berichte ihn strahlen ließen.

Schon damals hätte das Auftreten zu Guttenbergs zu deutlich kritischeren Nachfragen führen müssen - passiert ist dies jedoch nur in Einzelfällen. Doch nicht nur in Bezug auf seine Erfahrungen im Familienbetrieb neigte zu Guttenberg gern zu Übertreibungen. Er habe mit teilgenommen "an einem Gang, den die Familie mit begleitet hat" - und zwar federführend, erklärte Guttenberg im Februar 2009. Gemeint ist der Börsengang des Rhön-Klinikums im Jahr 1988 - da war der Minister gerade einmal 17 Jahre alt. Eine erhebliche Doppelbelastung neben dem Abitur, die einige Beobachter schon damals auf die Idee brachte, zu Guttenberg sei möglicherweise ein "Aufschneider".

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34259/1.html
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