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Autor Thema: Arbeitslose schlagen Qualifizierung aus  (Gelesen 1028 mal)
Adimin
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Man wird älter..... wenn man in den Spiegel guckt


« am: Juli 19, 2011, 09:49:25 »

Arbeitslose schlagen Qualifizierung aus

SCHWERIN - Weniger Ein-Euro-Jobs, weniger Qualifizierungsmaßnahmen, weniger Eingliederungszuschüsse: Die drastischen Etatkürzungen der Arbeitsverwaltung bekommen Arbeitslose in MV noch deutlicher zu spüren als befürchtet. In den letzten Monaten haben die Jobcenter im Land insgesamt knapp 12 400 Stellen in der so genannten aktiven Arbeitsmarktförderung weniger besetzt, ergab eine Marktanalyse der Landesagentur für Arbeit. So ist im Vergleich zum Vorjahr jeder zweite Ein-Euro-Job weggefallen - 9312 Stellen weniger als vor einem Jahr. Nicht genug: Zudem gingen auch die Qualifizierungsplätze um 30 Prozent auf nur noch 7066 Stellen und die Eingliederungszuschüsse um mehr als 40 Prozent auf knapp 3500 Fälle zurück. Damit schlagen ausgerechnet in Mecklenburg-Vorpommern, dem Bundesland mit der Ende Juni bundesweit höchsten Arbeitslosenquote von 11,9 Prozent, die heftigen Haushaltskürzungen besonders stark zu Buche. Zum Vergleich: Bundesweit ging die Zahl der Arbeitsgelegenheiten um 35 Prozent zurück.

Dabei war die Arbeitsverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern zum Jahresende 2010 noch davon ausgegangen, dass es beispielsweise bei Qualifizierungsprogrammen nur zu geringfügigen Kürzungen kommen werde. Angebote sollte es vor allem in den Gesundheitsberufen sowie in der Metall- und Elektrobranche geben, hatte Landesagenturchef Jürgen Goecke angekündigt und erklärt: Am Geld sollte "keine Maßnahme scheitern". Inzwischen aber an den Bewerbern: Es werde immer schwieriger, Arbeitslose zu finden, die bereit seien, die Qualifizierungsangebote anzunehmen, sagte Goecke. "Die Bereitschaft und die Fähigkeiten sind nicht mehr so hoch." In den Jobcentern werde jetzt über neue Konzepte nachgedacht, wieder mehr Frauen und Männer für Qualifizierungsmaßnahmen zu gewinnen. Bis dahin solle der nicht genutzte Qualifizierungsetat wieder stärker unter anderem in neue Arbeitsgelegenheiten gesteckt werden, teilte Goecke mit.

Mittlerweile habe die bessere Lage auf dem Stellenmarkt auch zu einem deutlichen Rückgang der Eingliederungszuschüsse geführt. So sollen Mitnahme-Effekte vermieden und die Zuschüsse nur für förderbedürftige Arbeitslose gezahlt werden, sagte der Agenturchef. Goecke rechnet indes in den kommenden Jahren mit deutlich weniger Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern. Seine Prognose: 2015 werde das Land die Marke von 75 000 Arbeitslosen unterschreiten.

Bis dahin werden sich Erwerbslose auf weitere Kürzungen im Förderetat einstellen müssen. Arbeitsmarktexperten gehen davon aus, dass die Eingliederungshilfen der Jobcentern im kommenden Jahr noch einmal um mehr als 20 Prozent reduziert werden. Es sei falsch, bei sinkenden Arbeitslosenzahlen gleichzeitig die Förderung zu kürzen, kritisierte der Chef der Landtagsfraktion der Linken, Helmut Holter, die Entscheidung. Vielmehr bräuchten die, die jetzt arbeitslos seien, weit mehr Zuwendungen.

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Tom_
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« Antworten #1 am: Juli 19, 2011, 10:11:37 »

Hier wäre jetzt die Sicht der dortigen Initiativen sehr interessant.
Dieter 66
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Je öfter man Geburtstag hat, je älter wird man!!


WWW
« Antworten #2 am: Juli 19, 2011, 10:52:38 »

Es werde immer schwieriger, Arbeitslose zu finden, die bereit seien, die Qualifizierungsangebote anzunehmen, sagte Goecke.
Ach. Dürfen sich die Arbeitslosen in MV dies selber aussuchen und, verweigern?
Hier nicht. Man bekommt eine Maßnahme im Rahmen einer EGV/VA (Zur Neuorientierung)
aufs Auge gedrückt. Wenn man die nicht antritt, gibt es 30% Rabatt.
Zitat
"Die Bereitschaft und die Fähigkeiten sind nicht mehr so hoch." In den Jobcentern werde jetzt über neue Konzepte nachgedacht, wieder mehr Frauen und Männer für Qualifizierungsmaßnahmen zu gewinnen.
rooopfl Gleich liege ich wirklich unterm Tisch.
Freiwillig gewinnen? Was ist das was da angeboten wird, Bewerbungen schreiben.
Wie man sich entsprechend darstellt bei einer Bewerbung.
Nutznießer sind alleine die Träger der Maßnahme. Packen sich illegal die dicke
Knete in die Tasche. Saublöder Staat. Was lernen die Leute sonst noch dabei? Nichts.
Was hat die NOKIA Frau oder die Packerin beim ehemalige Quelle für eine Chance?
Keine.
Dieser Staat hat über 20 Jahre nichts mehr für die (Aus)bildung getan. Und nun?
Einzigste Sinnvolle wäre. Leute bis 40 in eine Umschulung, mit vollem Arbeitslosengeld.
Gut dauert dann 18 Monate etwa. Kostet auch. Nur, dann wären einige mehr vermittelbar.
Aber so, erzwungene EEJs oder Maßnahmen, ist weggeworfenes Geld.

Jetzt lockt man Stümper aus bankrotten Staaten und stellt sie für kleines Geld hier ein.
Denn man prost.

Ich bin nicht abergläubig. So was bringt nur Unglück!!
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
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