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Autor Thema: Bewerbungstipps für Arbeitslose: Selbstverzwergung gilt nicht  (Gelesen 1195 mal)
Tom_
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« am: März 27, 2011, 11:44:34 »

Zitat
Gefeuert zu werden, kann entwürdigend sein und noch lange nagen am Selbstvertrauen. Das braucht man aber dringend für einen Neustart - denn nur wer von sich überzeugt ist, kann auch skeptische Arbeitgeber überzeugen.
 
Viele Arbeitslosen stehen sich auf dem Weg zum neuen Job selbst im Weg. Ihr Selbstbewusstsein ist angeschlagen, weil der Verlust ihrer früheren Stelle lautstark nachhallt. Beim Bewerben kommt es aber nicht nur auf Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse an - es ist auch eine Kopfsache: "Bloß keine Verzweiflung zeigen", rät der Bewerbungstrainer Jürgen Hesse aus Berlin. "Vor allem wer länger arbeitslos war, muss mehr als andere beweisen, dass er motiviert und leistungsbereit ist."

Statt an den eigenen Fähigkeiten zu zweifeln, sollten Bewerber sich klarmachen, dass eine Phase der Arbeitslosigkeit heute kein Makel mehr sein muss. Das Berufskarussell kann auch überzeugende Mitarbeiter einmal abwerfen - diese Erfahrung mussten viele in der Wirtschafts- und Finanzkrise machen.

"Ein Job ist heute nicht mehr für ein Leben lang, das wissen auch wir als Arbeitgeber", sagt Simone Wamsteker, die sich beim Berater Accenture in Kronberg im Taunus ums Personalmarketing kümmert. "Grundsätzlich machen wir deshalb keinen Unterschied zwischen Bewerbungen von Arbeitslosen und anderen Bewerbungen." Wichtig seien die Qualifikationen, die der Bewerber mitbringt.

Thema Arbeitslosigkeit besser offen ansprechen als umschiffen

Dennoch gilt: Die Zeit der Arbeitslosigkeit kommt spätestens im Bewerbungsgespräch auf den Tisch. So fragt das Pharmaunternehmen Bayer in Leverkusen gezielt, wie Bewerber diese Zeit gefüllt haben. "Es wird geprüft, ob sie das berufliche Wissen und Können zum Beispiel durch Trainingsmaßnahmen oder befristete Tätigkeiten auf dem aktuellen Stand gehalten haben", so Firmensprecherin Elke Ickenstein. Sie rät Bewerbern, das Thema Arbeitslosigkeit offen anzusprechen - am besten bereits in der schriftlichen Bewerbung. "Einzelheiten können dann in einem Bewerbungsgespräch vertieft werden."

Ähnlich sieht das Simone Wamsteker: "Wenn jemand selbstbewusst mit seiner Arbeitslosigkeit umgeht und erklären kann, was er in der Zeit getan hat, dann ist das für uns kein Thema." Es müssen nicht immer Fortbildungen sein. Sogar eine lang ersehnte Reise kann positiv wirken - sofern sie gut verkauft wird. Denn auch unterwegs können sich Bewerber weiterbilden; womöglich erhalten sie nach langen arbeitsintensiven Jahren wieder genau jenen Schub an Kraft und Motivation, den der neue Job verlangt.

Arbeitslose sollten nicht den Fehler machen, bei der Jobsuche nach dem Schrotflinten-Prinzip vorzugehen. "Man sollte sich nicht wahllos bewerben", warnt Laufbahnberaterin Julia Funke aus Frankfurt/Main. Denn auf "08/15"-Bewerbungen kommt eher eine Absage - was dann abermals am Selbstbewusstsein nagt. Das Pflichtprogramm gilt für alle Bewerber gleichermaßen: die Stellenanzeige genau lesen, sich über den Arbeitgeber informieren, das Anschreiben individuell gestalten und herausheben, warum man genau der Richtige für die Position ist.

Klingt gut, aber die Realität sind Arbeitsberater und Sachbearbeiter, Fallmanager usw. die viel Freude daran haben das Selbstbewußtsein der Betroffenen zu vernichten, damit sie jeden, auch wirklich jeden noch so mies bezahlten und entwürdigenden Job unter den schlimmsten Arbeitsbedingungen bereit sind anzunehmen. Dabei eben seine Kraft zu behalten, seinen Mut, sein Selbstvertrauen, das wird je länger es dauert immer schwerer und längerfristig auch unwahrscheinlicher.

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,746029,00.html
Fußmatte
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« Antworten #1 am: März 28, 2011, 01:55:16 »

Gefeuert zu werden, kann entwürdigend sein und noch lange nagen am Selbstvertrauen. Das braucht man aber dringend für einen Neustart - denn nur wer von sich überzeugt ist, kann auch skeptische Arbeitgeber überzeugen.

Un wie macht man das wenn man an die 60 ist? deenk
Rudi Wühlmaus
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« Antworten #2 am: März 28, 2011, 08:12:49 »

Un wie macht man das wenn man an die 60 ist? deenk

Ü 60er haben die besten Chancen "sozial verträglich entsorgt" zu werden  phobiie

 if (isset($_BRAIN['müde'])){ sleep(); } else { work(); } 
Nach über 10 Jahren Computertechnik müßten die Tastaturhersteller eigentlich gelernt haben, daß Tastaturen unten Abflußlöcher für den Kaffee brauchen.
Windoof nur beim Kunden; Ansonsten LINUX
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« Antworten #3 am: März 28, 2011, 19:34:11 »

Ü 60er haben die besten Chancen "sozial verträglich entsorgt" zu werden  phobiie

Dann gehöre ich ja bald zu den Altlasten, oder wie...
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