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Autor Thema: Alleinerziehende in #Hartz4 : Zurück in den Job - wohin mit dem Kind?  (Gelesen 1211 mal)
Rudi Wühlmaus
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« am: April 21, 2010, 09:39:32 »

Mehr als 600.000 Alleinerziehende in Deutschland sind Hartz IV-Empfänger. Arbeitsministerin von der Leyen will das jetzt ändern und kündigt eine groß angelegte Vermittlungsoffensive an. Zuspruch kommt von Arbeitgebern, Gewerkschaft und sogar der Opposition.

Hamburg - Isabelle Intzen weiß, wie sich eine berufliche Sackgasse anfühlt. Die gelernte sozialpädagogische Assistentin ist seit Jahren aus dem Job raus. Am Anfang war das zwar gewollt, inzwischen aber wünscht sie sich nichts sehnlicher, als wieder voll im Berufsleben zu stehen. Das Problem: "Frauen in meiner Situation sind fast immer die Hände gebunden, weil sie keine Betreuung für ihr Kind finden", sagt die 26-jährige Hamburgerin. Intzen ist alleinerziehend, ihre Tochter erst drei Jahre alt.

Ursula von der Leyen, Arbeitsministerin und siebenfache Mutter, macht Fälle wie den von Isabelle Intzen jetzt zum großen Thema ihrer politischen Agenda. Die CDU-Politikerin hat eine große Vermittlungsoffensive für Langzeitarbeitslose angekündigt, die sie an diesem Mittwoch im Haushaltsausschuss des Bundestages vorstellen will. Neben Jugendlichen mit schlechter Ausbildung und älteren Menschen mit schlechten Jobaussichten hat sie dabei besonders eine Gruppe im Blick: Alleinerziehende, die schon länger als ein Jahr ohne Job sind. Sie werde dafür sorgen, dass in den Jobcentern der Blick auf Alleinerziehende anders werde, erklärte von der Leyen vor wenigen Tagen.

Noch sind die Details des Konzepts unbekannt, doch folgt man den ersten Aussagen von der Leyens, könnte es in etwa so aussehen: Alleinerziehende, die auf der Suche nach einer Beschäftigung sind, bekommen in den Jobcentern künftig eine Art Vollversorgung-Paket angeboten. So sollen die Vermittler Arbeitsuchenden deutlich mehr anbieten als nur Jobs. Sollte der Vermittler beispielsweise eine passende Arbeitsstelle für die Alleinerziehende gefunden haben, organisiert er gleich die passende Betreuung für das Kind mit. Ebenfalls Teil des Konzepts: Die Vermittler könnten gleich auch geeignete Arbeitsbedingungen mit den potentiellen Chefs der Betroffenen aushandeln, zum Beispiel Teilzeit und Ähnliches.

Schon als Familienministerin hatte von der Leyen - etwa mit der Einführung des Elterngeldes - ein Gespür für die brennenden Sozialthemen. Im neuen Ministerium richtet sie nun ihr Hauptaugenmerk auf die Alleinerziehenden. Wie bedeutend das Thema tatsächlich ist, zeigt die Zahl der Betroffenen: Von insgesamt rund 1,6 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland beziehen 634.000 Arbeitslosengeld II, wie Hartz IV im Behördendeutsch heißt. Nur etwa 34.000 von ihnen sind Männer. Die meisten der Alleinerziehenden sind komplett vom Erwerbsleben ausgeschlossen, lediglich jede dritte geht noch nebenbei arbeiten. Auch sind die Aussichten für Alleinerziehende auf dem Jobmarkt schlechter als die anderer Erwerbsloser, wie der lelzte Aufschwung vor der Finanzkrise gezeigt hat - und wie von der Leyen stets betont. "Das darf sich im nächsten Aufschwung nicht wiederholen", sagte sie kürzlich dem "Hamburger Abendblatt".

Geschlossenheit bei Regierung, Opposition und Gewerkschaften

Sollte sie ihre Offensive tatsächlich durchsetzen, könnte diese tatsächlich Erfolg haben, bestätigen Fachleute. "Die fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind das Kernproblem von alleinerziehenden Langzeitarbeitslosen", sagt Holger Schäfer vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Es sei richtig und längst angebracht, dass die Ministerin dieses Thema in den Mittelpunkt stelle. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) pflichtet dem bei: "Bei jedem Job- oder Qualifizierungsangebot muss die Kinderbetreuung gewährleistet sein", sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.

Auch die Opposition unterstützt den Plan der Ministerin: "Die bessere Betreuung ist essentiell und entspricht unseren Forderungen", sagt Dagmar Ziegler, Vize-Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag und Mitautorin eines Acht-Punkte-Plans der Sozialdemokraten zur Unterstützung Alleinerziehender. In dem Papier steht noch mehr, was sich mit den Absichten von der Leyens decken dürfte. So schlagen die SPD-Verantwortlichen vor, dass jede Alleinerziehende ab 2013 einen Rechtsanspruch auf eine ganztägige Kinderbetreuung haben sollte - eine Initiative, die von der Leyen bereits als Familienministerin in Gang gebracht hat.

Die relative Geschlossenheit von Regierungsverantwortlichen, der Arbeitgeberseite, der Opposition und der Gewerkschaften ist kein Zufall. Denn allen Verantwortlichen ist klar, dass die Gruppe der langzeitarbeitslosen Alleinerziehenden nicht nur ein Problem darstellt, sondern auch eine große Chance ist: Angesichts der alternden Gesellschaft und des sich abzeichnenden Fachkräftemangels sind die Unternehmen langfristig auf jede gut ausgebildete Arbeitskraft angewiesen. Und immerhin: Die Hälfte der alleinerziehenden Hartz-IV-Empfänger hat eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Kommunen könnten sich querstellen

Dennoch sehen die Fachleute auch Probleme. "Das Bereitstellen von Betreuungsangeboten liegt in den Händen der Kommunen und nicht in denen der Jobcenter oder des Ministeriums", sagt IW-Experte Schäfer. Und die klammen -durch die Finanzkrise regelrecht ausgebluteten - Kommunen hätten entweder kein Geld oder sie gäben es größtenteils für andere Projekte aus.

Tatsächlich könnten die Kommunen von der Leyen einen Strich durch die Rechnung machen. Schon allein die von der Ex-Familienministerin versprochenen 750.000 Krippenplätze bis 2013 sind bei weitem noch nicht gewährleistet, zudem zeichnet es sich ab, dass selbst diese nicht ausreichen. "Wenn wir noch mehr als diese Plätze einrichten müssen, wird es extrem kritisch für uns", sagt Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Die bisherige Finanzierung sei bereits schlecht gesichert, es bahne sich ein Defizit von mindestens vier Milliarden Euro an. "Woher sollen wir die nehmen?", fragt Habbel.

Die SPD hat darauf bereits eine Antwort: ...


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« Letzte Änderung: April 21, 2010, 13:18:41 von Rudi Wühlmaus »

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Lalelu
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« Antworten #1 am: April 21, 2010, 10:22:07 »

Zitat
Noch sind die Details des Konzepts unbekannt, doch folgt man den ersten Aussagen von der Leyens, könnte es in etwa so aussehen: Alleinerziehende, die auf der Suche nach einer Beschäftigung sind, bekommen in den Jobcentern künftig eine Art Vollversorgung-Paket angeboten. So sollen die Vermittler Arbeitsuchenden deutlich mehr anbieten als nur Jobs. Sollte der Vermittler beispielsweise eine passende Arbeitsstelle für die Alleinerziehende gefunden haben, organisiert er gleich die passende Betreuung für das Kind mit. Ebenfalls Teil des Konzepts: Die Vermittler könnten gleich auch geeignete Arbeitsbedingungen mit den potentiellen Chefs der Betroffenen aushandeln, zum Beispiel Teilzeit und Ähnliches.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,690025,00.html

Da wird einem schon wieder total übel.

Was denn nun, auf der Suche nach einer Beschäftigung, eines Jobs, einer Vollzeitarbeit ?

Ich z.b. suche nichts.
Ich bin derzeit voll damit beschäftigt, Papierkram mit der Arge zu bewätigen, den Alltag u. die schulischen Probleme bewältigen, ( etwa,daß sich der Klassenlehrer vollkommen taub stellt u. eigene Ergebnisse aufstellt, als die , die vom Kinderarzt kommen), ein paar Kröten dazu zu verdienen, Arzttermine erledigen, den seit ich hier bin nicht auf die Reihe bekommenden Haushalt zu organsieren u. permanent muß ich an mir arbeiten, daß ich nicht in eine schlimme Depression verfalle, um dann somit den Drecksäcken nicht vollkommen ausgeliefert zu sein.

Das was ich an den Fersen hängen habe, das hat allein diese Dreckspolitik verursacht.
Es war vor 1,5 Jahren schon nicht alles rosig, mitlerweile ist mein Leben komplett kaputt.

Ich kann mir gut vorstellen, daß es nicht nur bei mir so aussieht.
Und dann wollen die Vollbeschäftigung (Beschäftigung, Arbeit ohne Argezuschüße ist eine Stecknadel im Heuhaufen) für uns ?
Vermittlung von A-Z. Auf der einen Seite sind Alleinerziehende hoch qualifizierte Kräfte, auf der anderen Seite zu blöde, und bedürfen eines Rundumversorgungspakets der Argen, bis hin zur Gesprächen mit den Arbeitgebern.

Ich bleibe dabei, u. es kristallisiert sich immer mehr heraus, alles läuft lediglich nur auf eine riesige Erweiterung der Arbeitslosenindustrie hin.
Und im Endeffekt gehen die Kinder drauf. Das was intakte Familien zusammen leisten, das müßen Alleinerziehende vor dem Job, nach dem Job u. am Wochenende leisten. Abschieben heißt das Motto in Verwahranstalten und nicht in ein gesundes Maß an Fremd Betreuung , so wie das früher war, als sich die Familien noch alleine ernähren konnten.
« Letzte Änderung: April 21, 2010, 10:25:31 von Lalelu »
dragonflyer
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« Antworten #2 am: April 22, 2010, 08:19:49 »

Eines wird bei diesen Diskussionen der Laiendarstellerin auch vergessen.

Selbst wenn man einen Betreuungsplatz gefunden hat, gerade kleine Kinder, die in die Krippe oder als 3jährige in den Kindergarten kommen, sind in den ersten 1-2 Jahren öfters krank, da das Immunsystem noch trainieren muss betreffs Krankheitsabwehr.

Selbst wenn ein Kind nicht behindert ist und ansonsten gesund, anfangs haben so gut wie alle Kinder eine massiv erhöhte Rate an Infektionen.

Und wenn Kind krank geworden ist, nimmt auch die Krippe oder der Kindergarten die KInder in der Zeit nicht.
Und vom Gesetzgeber sind nur bestimmte Kinderkrankheitstage vorgesehen.

Noch schwieriger wird es, wenn 2 Kinder da sind, die womöglich auch noch zu unterschiedlichen Zeiten krank werden.

Problematischer finde ich es persönlich, wenn das KInd erst mal in die Grundschule kommt, da gibt es unterschiedliche Schulzeiten.
Und selbst wenn die Grundschule Betreuung von 8-13 Uhr oder Betreuung von 8-16 Uhr anbietet, die Hausaufgaben muss man mit dem Kind hinterher auch oft noch machen und üben.

Wann hat man dann die Zeit, sich noch ausser Hausaufgaben mit dem Kind zu beschäftigen oder den Haushalt zu machen?

Das sind alles Faktoren, die eine von der Leyen absolut nicht bedenkt.

Und von diesen Problemen sind nicht nur Alleinerziehende betroffen, ich hatte und habe die gleichen Probleme, obwohl ich verheiratet bin. Denn mein Mann ist auch in der Vollzeitschule und ganzen Tag weg, vorher war er immer auf Auslandsmontage mit Wochenendheimfahrten.

Bei diesen Ansinnen bleiben die Mütter oder auch Väter meistens irgendwann auf der Strecke.

Mit Arbeiten als Mutter oder Vater, wenn man alleinerziehend ist oder der Partner auch immer weg wegen Arbeit, kann es nur klappen, wenn man soviel verdient, dass man die adäquate Betreuung auch im Krankheitsfall des Kindes zusätzlich leisten kann(und selbst da kann es schwierig sein, wenn man nicht ein entsprechendes Netzwerk hat).

Ich merke gerade, die von der Leyen hat ihre Hausaufgaben immer noch nicht gemacht, weder als ehemalige Familienministerin noch jetzt als Arbeitsministerin..... bliink haltstopp

ARGE-Dreisatz: Warum? Wo steht das? Geben Sie mir das schriftlich?     

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« Antworten #3 am: April 22, 2010, 08:39:41 »


Stimme dir zu, Dragon  thumppup

Zu den Grundschulzeiten , muß ich noch sagen, daß es hier so ist, daß wir in SH verläßliche Grundschulen haben. D.h. jeden Tag die selbe Anzahl von Std. u. sollte Unterricht ausfallen, so wird nicht nach Hause geschickt, sondern es wird betreut in dieser Zeit. Insofern kann man schon einigermaßen beruhigt weg sein.
Nach der regulären Schulzeit halt Hort, wenn von vorhanden. Gut Hausaufgaben werden betreut. Ich habe aber während der Maßnahme die Erfahrung machen müßen, daß nicht richtig kontrolliert wird. Von mir überprüfte Hausaufgaben wiesen immer noch nicht berichtigte Fehler auf.

Ob die Laien nun was bedenkt , oder nicht.
Dem Michel vermittelt sie auf jeden Fall Hervorragendes, der sieht nicht die Realität der Kindererziehung
Schon mal ein Pluspunkt für sie
Der nächste Pluspunkt ist, daß, ob ihr Konzept nun fruchtet, nicht fruchtet, gut ist, oder total realitätsfremd, die Arbeitslosenindustrie gefördert wird.
Und das ist es was zählt in D. Siehe ja auch die 75% Arbeiter (Artikel v. Rudi)  link


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« Letzte Änderung: April 22, 2010, 08:50:48 von Rudi Wühlmaus »
Rudi Wühlmaus
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« Antworten #4 am: April 22, 2010, 08:43:27 »

Ich merke gerade, die von der Leyen hat ihre Hausaufgaben immer noch nicht gemacht, weder als ehemalige Familienministerin noch jetzt als Arbeitsministerin..... bliink haltstopp

Uschi von Sinnen wird auch nie ihre Hausaufgaben machen.  Vorgestern hat sie ja auch noch bestätigt, das U25 innerhalb von 3 Monaten vermittelt sein sollen. Insofern ist doch der Zeitraum 6 Wochen ein fortschritt.  Das SGBII und deren Inhalte scheint die Frau nicht zu kennen

Genauso ist es auch mit der "Kinderbetreuung"

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« Antworten #5 am: April 22, 2010, 08:54:38 »

Meine Tochter teilte mir gerade erst mit, dass sie heute erst um 9 Uhr Schule hat, weil die Klassenlehrerin heute nicht da ist. Teilt Töchterchen mir ja echt früh mit....

Gut das ich heute mal keine Termine habe....

ARGE-Dreisatz: Warum? Wo steht das? Geben Sie mir das schriftlich?     

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